Frankreichs Schuldenstress: Was Anleger vor der heutigen Moody's-Ratingprüfung wissen müssen!
23-Okt. 10:31
<p>Frankreich gerät am Anleihemarkt immer stärker unter Druck. Zehnjährige Staatsanleihen rentierten am Freitagvormittag mit 5,07 %. Am Vortag hatte die Rendite mit gut 5,14 % den höchsten Stand seit 2002 erreicht. Der Abstand zu vergleichbaren Bundesanleihen erreichte am Donnerstag zeitweise rund 1,74 Prozentpunkte. Anleger verlangen damit eine außergewöhnlich hohe Risikoprämie.</p>
<p>Gleichzeitig trübt sich die Konjunktur ein. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft sank im Oktober überraschend von 51,1 auf 48,4 Punkte. Damit signalisiert er erneut einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen schrumpfte so stark wie seit Mai nicht mehr. Die Unternehmen beurteilen ihre Aussichten für die kommenden zwölf Monate so pessimistisch wie seit April 2020 nicht mehr.</p>
<p>Die Kombination verschärft Frankreichs Haushaltsprobleme. Schwaches Wachstum belastet die Steuereinnahmen. Hohe Zinsen verteuern schrittweise die Refinanzierung auslaufender Schulden. Nach dem aktuellen Haushaltsentwurf soll die Staatsschuldenquote 2027 auf 121,7 % der Wirtschaftsleistung steigen.</p>
<p>Heute Abend steht die Ratingprüfung durch Moody’s an. Die Agentur bewertet Frankreich bislang mit Aa3 und negativem Ausblick. Viele Ökonomen rechnen mit einer Herabstufung um eine Stufe auf A1. Fitch und S&P vergeben schon das vergleichbare A+. Frankreich bliebe auch nach einer solchen Senkung im Bereich solider Anlagebonität.</p>
<p>Die Folgen reichen bis in deutsche Depots. ETFs auf Euro-Staatsanleihen halten häufig französische Papiere. Steigen deren Renditen weiter, drohen Kursverluste, besonders bei langen Laufzeiten. Auch europäische Bankaktien geraten unter Druck, wenn Bewertungsverluste auf Anleihebestände und höhere Refinanzierungskosten die Institute belasten. Umgekehrt versprechen sinkende Renditen Kursgewinne bei französischen Anleihen. Eine erwartete Herabstufung allein muss daher keinen weiteren Ausverkauf auslösen.</p>
<p>Fazit: Die entscheidende Gefahr ist eine Abwärtsspirale aus Wachstumsschwäche und steigenden Finanzierungskosten. Für Anleger zählt deshalb weniger die einzelne Ratingnote als die Entwicklung des Renditeabstands zu Bundesanleihen nach der Entscheidung. Weitet er sich trotz einer erwarteten Herabstufung weiter aus, überwiegt bei langlaufenden französischen Anleihen und entsprechend gewichteten Euro-Staatsanleihen-ETFs das Kursrisiko. Schrumpft der Abstand dagegen mehrere Handelstage in Folge, signalisiert das zumindest eine Entspannung. Aber erst wenn sich zugleich die Haushaltsaussichten stabilisieren, beginnen französische Anleihen mit mittleren Laufzeiten für einen schrittweisen Einstieg interessant zu werden.</p>
<p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
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3 Aktien-Chancen aus Frankreich
23-Okt. 10:18
<p>Sie sind auf der Suche nach mehr Rendite oder den Extra-Kick für Ihr Depot. Dann sind Sie bei der Actien-Börse genau richtig: Hier gibt es die Empfehlungen, die ihnen den Extraschub an Kurspower liefern.</p>
<p>Auf den Straßen Frankreichs tobt der Krawall, während die Sorgen über die Schulden der Grande Nation in die Höhe schießen und die rechte Kandidatin Marine Le Pen bei der 2027 anstehenden Präsidentschaftswahl als Favoritin gilt. Dieser schwer verdauliche Krisencocktail belastet die Kurse der französischen Qualitätsaktien, was Anlegern mit Weitblick die Chance auf einen Einstieg zum Discountniveau eröffnet. In der aktuellen Ausgabe der Actien-Börse werden im Frankreich-Special drei spannende Aktienchancen präsentiert: Ein Baustoffproduzent, dessen Geschäft sich belebt. Ein Industriekonzern, dessen Bewertung um die Hälfte abgestürzt ist, und ein Technologieanbieter mit dem exklusiven Zugriff auf eine Schlüsseltechnologie.</p>
<p>Die kompletten Empfehlungen finden Sie in der Actien-Börse Nr. 43 vom 24.10.2026 auf Seite 6. Wer diese Chance nutzen will, bekommt die Ausgabe jetzt über 10 % günstiger (16,99 € statt 18,99 €). Den Rabatt erhalten Sie exklusiv und ausschließlich über den nachfolgenden Link im Bernecker Newspilot:</p>
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Cybersecurity wird immer wichtiger
23-Okt. 09:50
<p style="text-align: justify;">Eine neue, hochgefährliche Sicherheitslücke erschüttert das Internet. Innerhalb weniger Stunden registrierte der US-Cloudanbieter CLOUDFLARE Millionen von Versuchen, Schwachstellen in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP auszunutzen. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen mussten Teile ihrer IT-Systeme vorsorglich abschalten. Auch VOLKSWAGEN war betroffen. Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Dimension der Cyberkriminalität.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders brisant ist die zunehmende Rolle der künstlichen Intelligenz. KI hilft nicht nur bei der Entdeckung von Sicherheitslücken. Sie erleichtert auch Angreifern die automatisierte Suche nach Schwachstellen und die Entwicklung geeigneter Angriffsmethoden. Was früher aufwendige Spezialkenntnisse erforderte, lässt sich zunehmend automatisieren. Für Unternehmen wird der Schutz ihrer digitalen Infrastruktur damit zu einer existenziellen Aufgabe.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Cybersicherheitsbranche eröffnet sich daraus eine langfristige Wachstumschance. Weltweit steigen die Anforderungen an den Schutz von Netzwerken, Cloudanwendungen, Daten und KI-Systemen. Während Unternehmen manche IT-Investitionen verschieben können, lassen sich Ausgaben für Cybersicherheit immer schwerer aufschieben. Wir rechnen deshalb damit, dass die Branche auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich wachsen wird. Wir haben zwei Unternehmen im Blick, mit denen sie profitieren können (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p>
Aktionärsbrief Portfolios: Munters mit Zahlen + 10 %
23-Okt. 09:29
<p>Der schwedische Spezialist für Rechenzentrumskühlung überrascht mit einem Auftragseingang von 7,07 Mrd. SEK im dritten Quartal. Das sind 70 % mehr als im Vorjahr und satte 42 % über den Analystenschätzungen. </p>
<p>Der Auftragsbestand erreicht mit 27,85 Mrd. SEK einen neuen Höchststand. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITA) lag mit 546 Mio. SEK rund 10 % über Konsens. Allerdings waren darin 55 Mio. SEK Einmalerträge enthalten. Bereinigt um diesen Effekt verbleibt ein Plus von 4 % gegenüber den Erwartungen.</p>
<p>Schwach bleibt die Profitabilität der Rechenzentrumssparte. Hier halbierte sich die Marge nahezu von 19,5 auf 9,7 %. Auch der negative freie Cashflow und der gestiegene Verschuldungsgrad von 3,4 sind Schönheitsfehler, die aber zu erwarten waren. Das Management nennt weiterhin Probleme beim Produktionshochlauf im US-Werk Virginia, fehlende Komponenten, veränderten Produktmix und Zollbelastungen. Immerhin stieg der DCT-Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal um rund 30 %. Die Produktion gewinnt also an Tempo. 2027 wird besser.</p>
<p>Der Jahresausblick wurde bestätigt. </p>
Guten Morgen aus der Redaktion: Meta Platforms löst neuerlichen KI-Abverkauf aus und warum ist Gold so schwach?
23-Okt. 08:53
<p><strong>Es geht zur Sache. </strong>Der Nasdaq 100 verlor gestern 2,9 %, der S&P 500 1,2 %. Den Halbleiterindex SOX traf es mit minus 6,7 %. Nvidia gab 4,4 % ab, Micron 6,3 %. KI wird weiter abverkauft. Die Flucht in Sicherheit belegen fallende 10Y-Treasuries mit nur noch 4,96 %. Warum profitiert Gold nicht?</p>
<p><strong>Gold muss richtig eingeordnet werden.</strong> Bei starken Kursverlusten wird auch Gold verkauft, um Liquidität für Nachschussforderungen zu beschaffen oder Verluste an anderer Stelle auszugleichen. </p>
<p><strong>Als Auslöser des neuerlichen KI-Abverkaufs wird Meta genannt.</strong> Der freie Cashflow ist negativ, für die KI-Offensive sollen über mehrere Jahre Hunderte Milliarden Dollar aufgenommen werden. Die neue stimmrechtslose Aktienklasse schafft dafür die Möglichkeit Kapitalerhöhungen besser zu gestalten. Altaktionäre fürchten aber nun die Verwässerung ihrer Beteiligung. Fakt ist:</p>
<p><strong>Große Investoren verringern ihre Konzentration bei M7:</strong> Der kalifornische Pensionsfonds Calpers mit 640 Mrd. Dollar Vermögen reduzierte im ersten Halbjahr die Stückzahl seiner direkt gehaltenen Magnificent-Seven-Aktien insgesamt um 26 % und baut Private Equity aus. Hintergrund ist der Verzicht - insbesondere bei den Hyperscalern - auf freien Cashflow über Jahre mit ungewissem Ausgang der Rentabilität der KI-Capex.</p>
<p>Für die Halbleiter sind die Aussagen von Meta eigentlich sogar positiv zu sehen. Um die Investitionen zu stemmen, wird nun auch über zusätzliches Eigenkapital nachgedacht. Gleichwohl wurde alles in den Keller gerammt. </p>
<p><strong>SK Hynix hat den geplanten Solidigm-Börsengang wegen der Kapitalmarktbedingungen gestoppt.</strong> Eine Verschlechterung des Tochtergeschäfts nennt der Konzern ausdrücklich nicht als Grund. Goldman Sachs hält eine Aufnahme der US-Hinterlegungsscheine des Speicherchipherstellers in den Nasdaq 100 für möglich. Heute Morgen gibt es den Erholungsansatz.</p>
<p><strong>Nexans aus Frankreich legte erstklassige Zahlen vor und profitiert massiv vom Datacenter-Ausbau.</strong> Dennoch wird der Titel rasiert. Per 2028 fällt das KGV hier Richtung 10. In der Bernecker-daily orden wir neben anderen zahlreichen frischen Zahlenwerken heute ein. </p>
<p>Hier geht es zur daily: <a href="https://www.bernecker.info/bernecker-daily">https://www.bernecker.info/bernecker-daily</a></p>
<p><strong>Moderna</strong> wird skalpiert nachdem enttäuschende Daten zu einem neuen Melanom-Impfstoff geleakt wurden. </p>
<p>Heute folgen die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, der Eurozone und den USA.</p>
<p>Volker Schulz</p>
<p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
(nur digital) BLOOM ENERGY wurde trotz Rekordumsatz abgestraft.
23-Okt. 08:23
<p><strong>Details wie die hohe Kapitalbindung missfallen den Anlegern, daher fiel die Aktie des kalifornischen Brennstoffzellenspezialisten gestern um insgesamt 16 %.</strong> Obwohl beim Q3-Umsatz (+ 138 % auf 1,24 Mrd. $) der Konsens um 15 % übertroffen und die Jahresprognose erneut angehoben wurde.</p>
<p><strong>Über den Erwartungen lag auch das von 0,15 auf 0,94 $ gesteigerte EPS (Konsens: 0,69 $).</strong> Wichtige Knackpunkte sind ein negativer operativer Cashflow sowie die negative Bruttomarge im Installationsgeschäft. Bei etwa 13-facher Umsatzbewertung und einem Forward-KGV um 59 kann sich Kursanpassung nach unten noch fortsetzen.</p>
<p>Helmut Gellermann</p>
Aktionärsbrief Portfolios - SK Hynix
23-Okt. 08:19
<p>Guten Morgen, SK Hynix schlitterte gestern in Frankfurt und Tradegate per Schlusskursbasis (jeweils 800 €) knapp an unseren Stop Loss vorbei. Im dünnen nachbörslichen Handel bei L&S schloss der Titel exakt auf Stop-Basis 798 €. Heute Morgen gibt es den technischen Erholungsansatz Richtung 850 €. Wir sind also bei SK Hynix mit unserer Restposition im Spekulativen Portfolio noch an Bord. Updates zur Lage im Tech-Sektor folgen im Tagesverlauf.</p>
RENTOKIL INITIAL: Heute Rang 1 in London.
22-Okt. 18:29
<p><strong>Der Schädlingsbekämpfer ist ein klarer KI-Verlierer mit Kurshalbierung seit dem markanten Datum Ende November 2022. </strong>Heute steht RENTOKIL INITIAL mit + 8,6 % in London an der Spitze.</p>
<p><strong>Dafür reichte ein solides Trading Update zum Q3.</strong> Mit 4,0 % nominalem und 3,4 % organischem Umsatzplus auf 1,89 Mrd. $, Hinweis auf 200 Mio. $ für ein sofort startendes Aktienrückkaufprogramm und mit der Aussicht, im Fiskaljahr so schnell zu wachsen wie der Markt es erwartet. Dass der CFO demnächst aus privaten Gründen den Hut nimmt, wurde bequem verkraftet.</p>
<p><strong>Schädlingsbekämpfung wird gerade im Zeichen des Klimawandels seine Grundlage und seine Berechtigung behalten.</strong> Mit dieser einfachen Gleichung und moderaten Aussichten sollte die Aktie neu aufsteigen. </p>
<p>Helmut Gellermann</p>
Für Bernecker-Abonnenten: TTM TECHNOLOGIES mit Rekordzahlen, aber die Aktie stürzt um 25 % ab
22-Okt. 17:09
<p>TTM Technologies verliert trotz Rekordzahlen heute zeitweise ein Viertel seines Börsenwerts. Dabei sind die Auftragsbücher prall gefüllt und die Gewinne explodieren. Anleger fürchten jedoch, dass der rasante Ausbau des KI-Geschäfts mehr Zeit und Geld verschlingt als erwartet.</p>
<p>Der US-Konzern entwickelt und produziert hochkomplexe, mehrlagige Leiterplatten für KI-Server, Rechenzentren und schnelle Datennetzwerke. Hinzu kommen Hochfrequenzbauteile sowie komplette Radar- und Kommunikationssysteme für die Verteidigungsindustrie. Anders als viele reine Leiterplattenhersteller deckt TTM Technologies große Teile der Wertschöpfung vom Entwurf über die Prototypenentwicklung bis zur Serienfertigung ab. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ist die starke Stellung als qualifizierter Zulieferer der US-Rüstungsindustrie mit entsprechend zertifizierten Produktionsstätten in Nordamerika. Die hohen technischen Anforderungen und strengen Zulassungsverfahren erschweren neuen Wettbewerbern den Markteintritt. Gleichzeitig bietet das Rüstungsgeschäft ein zweites, vom KI-Markt teilweise unabhängiges Standbein.</p>
<p>Im dritten Quartal sprang der Umsatz um 60 % auf 1,20 Mrd. $. Der bereinigte Gewinn je Aktie verdoppelte sich mehr als auf 1,46 $ und übertraf den Konsens von 1,26 $ deutlich. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um vier Prozentpunkte auf 20,1 %.</p>
<p>Belastend wirkt vor allem, dass das Rechenzentrumsgeschäft im dritten Quartal rund 10 % hinter den Erwartungen zurückblieb. Bei einem von drei großen Kundenprogrammen verzögert sich der Produktionshochlauf. Technische Probleme bestehen laut Management nicht. Hinzu kommen die Sorge vor überzogenen Investitionen und die gestiegene Verschuldung. Nach der 1,1 Mrd. $ schweren Epiq-Übernahme erreichte das Verhältnis von Nettoverschuldung zum bereinigten Pro-forma-EBITDA das 2,8-Fache. Zusätzlich plant TTM Technologies Kapazitätsinvestitionen von 400 Mio. $.</p>
<p>Die Auftragsentwicklung spricht allerdings gegen einen Nachfrageeinbruch. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz sprang von 1,49 im Vorquartal auf 2,13. Der kurzfristige, stornierbare 90-Tage-Auftragsbestand verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Mrd. $. Im Verteidigungsgeschäft erreichte der langfristige Programmauftragsbestand sogar den Rekordwert von 2 Mrd. $.</p>
<p>Für 2027 erwartet das Management 6,5 bis 6,75 Mrd. $ Umsatz und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,10 bis 8,90 $. Bei Kursen um 77 $ entspricht das einem geschätzten bereinigten 2027er-KGV von lediglich 9. Vergleichbare Elektronikfertiger wie Jabil und Celestica werden auf Basis der jeweiligen Geschäftsjahre 2027 mit etwa 16 bewertet, Fabrinet mit rund 19,5. Die geplante Übernahme von Ophir Optics für 650 Mio. $ ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt.</p>
<p>Fazit: Rekordaufträge, kräftig steigende Gewinnerwartungen und der deutliche Bewertungsabschlag zur Konkurrenz sprechen eigentlich für ein erhebliches Erholungspotenzial. Trotzdem ist TTM Technologies kein zwingender Sofortkauf. Solange die Börse Aktien aus dem Halbleiter- und KI-Sektor pauschal abstraft, drohen auch fundamental starken Zulieferern weitere erhebliche Kursverluste. Hinzu kommen Verschuldungs- und Umsetzungsrisiken. Die günstige Bewertung allein bietet deshalb noch keinen ausreichenden Schutz. Nur ausgesprochen risikofreudige Anleger können den Kursrückgang peu à peu nutzen, um sich mit kleinen Tranchen schrittweise eine Position aufzubauen.</p>
<p>Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion</p>
Die LUFTHANSA wird der größte Flieger Europas
22-Okt. 15:15
<p><strong>Die Beteiligung an TAP (Portugal) von 45 % ergibt folgende Hochrechnung als Circa-Zahl. </strong></p>
<p><strong>Der rechnerische Umsatz der erweiterten Gruppe inkl. Italien müsste im kommenden Jahr bei 47/48 Mrd. € liegen, abgestimmt auf die jeweilige Quote. In der Gruppe peilt LH dann jedoch Größenordnungen um 50 Mrd. € an. </strong>Daraus ergibt sich ein Cashflow von voraussichtlich 4,20 € je Aktie und ein KCV von weniger als 2. Die LUFTHANSA ist damit Europameister mit voller Abdeckung aller Destinationen nach Südamerika und Afrika. </p>
<p><strong>Das Problem:</strong> Alle Airlines sind empfindlich gegenüber Einschränkungen des Luftverkehrs zum einen und der Preisgestaltung für Kerosin zum anderen. Das ist ein Strukturproblem. Ein KGV von 5 ist dagegen, ähnlich wie für die Autoaktien, die unterste Bewertungslinie für solche Investments. Mithin: Die DEUTSCHE LUFTHANSA ist entweder ein Langfristinvestment mit relativ starker Volatilität oder ein ständig zyklisch verwendbares Investment mit günstigem Einkauf, aber zwischenzeitlichem Verkauf. Das gehört zur DNA der DEUTSCHEN LUFTHANSA.</p>
<p><strong>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>.</strong> In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p>
<p>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> und über unsere <a href="https://www.bernecker.info/app">Bernecker-App</a>. </p>
<p><strong>Weitere Themen der <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse Nr. 43</a> u. a.:</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;">- Die nächsten Weichen sind gestellt</p>
<p style="padding-left: 40px;">- Die Amerikaner stecken in den Investitionszielen zurück</p>
<p style="padding-left: 40px;">- AIXTRON lieferte die glatte Halbierung</p>
<p style="padding-left: 40px;">- 2G ENERGY leidet unter KI-Abverkauf</p>
<p style="padding-left: 40px;">- Neue Impulse für OHB?</p>
<p style="padding-left: 40px;">- WALL STREET: Blick auf die KI-Branche </p>
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