<p><strong>Die britische Private-Equity-Gesellschaft 3I GROUP ist heute mit ca. 12 % der Tagessieger in London.</strong> Auslöser sind gute Zahlen des Einzelhändlers Action, auf den ca. 70 % der von 3I GROUP kontrollierten Beteiligungen entfallen. Nach einer Durststrecke meldete Action ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,3 % sowie ein planmäßiges Expansionstempo (105 neue Stores bisher in 2026). Auf der heutigen Generalversammlung berichtete das 3I-Management zudem, dass die weiteren Portfoliounternehmen sich positiv im Rahmen der Erwartungen entwickeln. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p>Wir hatten die Ausgangslage in der Actien-Börse 15/26 um 50 $ im Deatail dargelegt. Inzwischen knapp 59 $ zzgl. Währungsgewinne im EUR/USD. Das Break heute ist folgerichtig. Frisch dazu kommt:</p> <p>Die US-Großbanken haben den diesjährigen Stresstest der Federal Reserve ausnahmslos bestanden und damit ihre robuste Kapitalausstattung unter Beweis gestellt. Selbst in einem simulierten schweren Konjunktureinbruch blieben alle 32 Institute über der vorgeschriebenen Mindestquote für hartes Kernkapital (CET1). Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass viele Banken ihre Aktienrückkäufe und Dividenden in den kommenden Monaten anheben.</p> <p>Es sieht also auch für die US-Banken weiter klar positiv aus!</p> <p> </p>
<p>Bayer hat im Glyphosat-Streit vor dem Supreme Court einen wichtigen Etappensieg errungen. Die Richter kippten mit 7 zu 2 Stimmen ein Urteil über 1,25 Millionen Dollar zugunsten eines Klägers aus Missouri.</p> <p>Kern der Entscheidung: Bayer kann wegen fehlender Krebswarnhinweise nicht haftbar gemacht werden, wenn die US-Umweltbehörde EPA diese nicht verlangt. Damit verleiren zehntausende vergleichbare Klagen erheblich an Durchschlagskraft. </p> <p>Für Bayer ist das der Befreiungsschlag nach jahrelangen Belastungen von mehr als 10 Milliarden Dollar. Auch bestehende Urteile im Volumen von rund 787 Millionen Dollar könnten laut Bloomberg Intelligence betroffen sein.</p> <p>Die Rechtsrisiken werden nicht komplett verschwinden, sind aber nun planbar und begrenzt. Ergebnis:</p> <p>+15,6 % für den Bayer Kurs! Die Analysten dürften nun in den nächsten Tagen ihre Kursziele deutlich anheben. </p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
<p><strong>Die deutsche Herausforderung liegt nicht mehr in der Erzeugung von Strom, sondern darin, die wachsenden Strommengen künftig zu transportieren.</strong> Fakt ist: Die regulierte Vermögensbasis wächst in den kommenden Jahren mit hoher Dynamik. Wer heute Netze besitzt, kontrolliert damit einen der attraktivsten Teile der Wertschöpfungskette.</p> <p><strong>Für RWE gilt eine Mehrheitsbeteiligung an Amprion als klar nachvollziehbar. </strong>Es geht darum, das Geschäftsmodell um einen Bereich zu erweitern, der planbare Erträge, hohe Eintrittsbarrieren und langfristiges Wachstum vereint. Das erinnert uns an die Entwicklung großer europäischer Versorger wie IBERDROLA, deren Netzgeschäft inzwischen einen wesentlichen Teil des Unternehmenswerts ausmacht. RWE erhöht somit seine wirtschaftliche Beteiligung an Amprion von derzeit 25,1 % auf rund 55 %. Die Bewertung von Amprion beläuft sich auf etwa 10 Mrd. € Eigenkapitalwert und sollte bis 2031 auf 15,5 Mrd. € steigen. Auf Basis des Jahresüberschusses von 672 Mio. € für 2025 liegt das KGV bei rd. 15. Das liegt ca. 20 % unter üblicher Marktbewertung.</p> <p><strong>Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 18 % pro Jahr bis 2031 dürfte die Bewertung auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken.</strong> Finanziert hat RWE den Einstieg über den Verkauf von 74,3 Mio. Aktien zu 54 €, die knapp zur Hälfte aus einer Kapitalerhöhung und zur Hälfte aus dem Eigenbestand stammen. Die Platzierung war signifikant überzeichnet. Damit ist das Kursziel für RWE in Richtung 70 € auszuweiten.</p> <p>Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen <a href="https://www.bernecker.info/actien-boerse">Actien-Börse</a>. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.</p> <p>Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App. </p> <p>Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 26 u. a.:</p> <p>- Der Deal ist das Schlüsselwort dieses Jahres</p> <p>- Die größte Industriebranche liefert einen desaströsen Eindruck</p> <p>- DEUTZ befindet sich im Umbruch</p> <p>- ECKERT & ZIEGLER: Neue Impulse </p> <p>- GFT TECHNOLOGIES: KI und Robotik bekommen Gewicht</p> <p>- Das Bild an der Wall Street bleibt unverändert</p> <p>- Big Pharma hat seine Korrektur absolviert</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info </a></p>
<p>MERCK KGAA traut sich was. Man übernimmt den US-Labordiagnostik- und Life-Science-Spezialisten BIO-TECHNE für 11,3 Mrd. $. Der Kaufpreis von 73 $ je Aktie entspricht einer Prämie von rund 24 % und einem EV/EBITDA-Multiple von etwa 26. Wir bewerten die Transaktion als strategisch überzeugend, die Bewertung liegt unter den rund 32, die DANAHER 2023 für ABCAM zahlte. BIO-TECHNE erweitert das Portfolio in den Wachstumsfeldern Multi-Omics, Spatial Biology sowie Zell- und Gentherapien. Zusammen repräsentieren diese Segmente ein adressierbares Marktvolumen von rund 27 Mrd. $. Die Übernahme soll nach Abschluss unmittelbar Umsatz und EBITDA-Marge steigern, beim bereinigten Gewinn je Aktie wird ab dem 3. Jahr ein positiver Beitrag erwartet. Rund 140 Mio. € jährliche Kostensynergien sind geplant. MERCK setzt damit den Fokus auf Life Science konsequent fort und stärkt die wichtigste Wachstumssparte des Konzerns. Unsere Kaufempfehlung aus AB 24/ sowie der BD vom 5. Juni bestätigen wir. </p>
<p>51 % der Motoren- und Energiesparte Everllence gehen an Bain Capital für rd. 7,4 Mrd. €. Der Erlös liegt über den Markterwartungen und stärkt die Finanzkraft des Konzerns in einer schwierigen Phase. Volkswagen behält zunächst 49 % der Anteile und partizipiert damit weiter am Wachstum der Sparte, die von Trends in Schifffahrt, Energieinfrastruktur und Rechenzentren profitiert. Grundsätzlich stecken im breit aufgestellten Konzernportfolio weitere stille Reserven, die künftig durch weitere Strukturmaßnahmen aufgedeckt werden sollten. Herausforderung ist, Kosten und Kapazitäten an niedrigere Absatzzahlen auszurichten. Eine Turnaroundchance für Mutige mit Geduld.</p>
<p>Im Fokus steht die der nächste große Schritt zur Hebung stiller Reserven. Noch vor Jahresende soll die Werkstoffhandelssparte unter dem Namen „tk accelis“ separat an die Börse gebracht werden. Dabei erhalten Aktionäre 49 % der Anteile per Spin-off, während THYSSENKRUPP behält die Mehrheit von 51 % - vorerst. Die Bank of America taxiert den Wert von tk accelis auf rund 3,5 Mrd. €, mehr als die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung von THYSSENKRUPP entspricht. Allein das an die Aktionäre ausgeschüttete Aktienpaket hätte einen Wert von rund 1,7 Mrd. € beziehungsweise rund 26 % des aktuellen Börsenwerts. Strategisch soll sich tk accelis vom klassischen Stahlhändler zu einem „Materials-as-a-Service“-Anbieter entwickeln, mit 11,4 Mrd. € Umsatz sowie einer starken Position in den Wachstumsfeldern Verteidigung, Luftfahrt und Rechenzentren. In Summe der Einzelteile sieht die BofA THYSSENKRUPP bei 15 €.</p>
<p>EASYJET lehnt eine mögliche Übernahme des US-Investors Castlelake weiter ab - auch ein viertes unverbindliches Angebot über nun 6,50 Pfund wies EASYJET als deutlich zu niedrig zurück. Zuletzt hatten die Amerikaner 6,25 Pfund je Aktie geboten. Castlelake hofft indes, die Offerte weiter erhöhen zu können, wenn der Investor einen begrenzten Zugang zu finanziellen Informationen erhält. Diesen hat ihm EASYJET nun zur Verfügung gestellt. Castlelake kann jetzt bis zum 5. Juli ein verbindliches Übernahmeangebot unterbreiten oder sein Angebot zurückziehen. Die EASYJET-Aktie freut es - sie startet heute voll durch und gewinnt zeitweise knapp 7 %.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p> </p>
<p>Der IPO der polnischen TAG-Tochter Robyg wurde gestern erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt konnten 37 Mio. Aktien zu einem Preis von 34 Zloty je Aktie bei Investoren platziert werden. Damit erzielte die Transaktion einen Gesamterlös von 1,25 Mrd. Zloty (rund 295 Mio. €), wovon 850 Mio. Zloty (200 Mio. €) fließen direkt an die TAG. Der Handelsstart der Robyg-Aktien an der Warschauer Börse ist für den 2. Juli vorgesehen. Nach dem Börsengang hält der MDax-Konzern noch einem Anteil von 66 % an Robyg. Bei einer Nettoverschuldung von rund 3,5 Mrd. € eröffnet der IPO von Robyg der TAG zusätzlichen finanziellen Spielraum. Die Analysten von Jefferies haben die Einstufung für TAG Immobilien gestern auf "Buy" mit einem Kursziel von 17 € belassen. Aufgrund der Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung kann bei der TAG-Aktie in den nächsten Wochen ein möglicher Test der wichtigen Unterstützung bei 12,42 € nicht ausgeschlossen werden. </p>
<p>Am 30. Juni gibt es die vorläufigen Jahreszahlen 2025 und weitere Details zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr von 2G Energy. Wir hatten den Titel in der Actien-Börse und im Aktionärsbrief schon im letzten Jahr auf die Empfehlungsliste nach unserem Besuch des Eigenkapital Forums in Frankfurt gesetzt.</p> <p>Im Rahmen der Jahreszahlen dessen dürfte sich das Management aber auch zum Stand der Dinge bei dem Großauftrag und möglicherweise auch zu weiteren möglichen Abschlüssen äußern. Wir gehen halten es für möglich, dass 2G dann bereits Nägel mit Köpfen macht und den nächsten Großauftrag im Data-Center-Markt meldet.</p> <p>Dann stünde der Titel vor neuen Allzeithochs. </p>
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Volker Schulz
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