<p>BROADCOM baut zwei Dinge, die für die KI- Welt entscheidend sind: Maßgeschneiderte Super-Chips (ASICs) und die „Daten-Autobahn“ (Networking). Anstatt Standard-Chips von der Stange zu verkaufen, entwickelt werden zusammen mit ALPHABET (TPUs), META oder Anthropic eigene, hochspezialisierte KI-Prozessoren. Diese sind exakt auf die jeweilige Software abgestimmt und dadurch effizienter und günstiger als allgemeine Lösungen. Dazu kommen die Schalter (Switches) und Verbindungen, welche dafür sorgen, dass Tausende von Chips in einem Rechenzentrum blitzschnell miteinander kommunizieren können. Ohne diese Technik würden die schnellsten KI-Chips verhungern. </p> <p>Der neue Deal mit Anthropic schlug im Silicon Valley hohe Wellen. Das neue Abkommen sieht eine Kapazität von 3,5 Gigawatt (GW) auf Basis von Googles Next-Generation-TPUs vor, die ab 2027 online gehen soll. Die bereits bestehende Kooperation über 1 GW (ca. 10 Mrd. $) wird somit signifikant erweitert. </p> <p>BROADCOM hat die Zusammenarbeit mit Google bis 2031 verlängert. Dies umfasst nicht nur die Entwicklung künftiger TPU-Generationen, sondern auch die Lieferung von Netzwerkkomponenten für die KI-Racks von Google. BROADCOM sollte allein durch Anthropic im Jahr 2026 rund 21 Mrd. $ und im Jahr 2027 bis zu 42 Mrd. $ an KI-Umsätzen generieren können. Folge:</p> <p>Die Konsensschätzungen müssen für Umsatz und Ertrag deutlich angehoben werden. Es gilt KGV 29 für 2025/26 (31.10.) sowie KGV 19 für 2026/27 nach alter Lesart (ohne Anthropic). Dagegen steht ein Wachstum über die nächsten vier Jahre von durchschnittlich rd. 40 % p.a. Die Korrektur vom Top bei über 415 $ bietet eine neue Kaufgelegenheit.</p> <p> </p>
<p>Mit zwei neuen Systemen löst der Halbleiterausrüster Applied Materials ein kritisches physikalisches Problem - die Isolation von Milliarden Transistoren auf engstem Raum.</p> <p>In kommenden KI-GPUs drängen sich über 300 Milliarden Transistoren auf der Größe einer Briefmarke. Ohne präzise Abschirmung fließen Elektronen in benachbarte Bereiche ab. Die Folge sind Signalverzögerungen und massiver Energieverlust.</p> <p>Applied Materials meldet heute einen Durchbruch:. Ein neues System versiegelt die empfindlichen Isolationsschichten mit Siliziumnitrid, um sie vor Erosion im Fertigungsprozess zu schützen. Die Aktie reagiert heute mit einem Plus von 8 %.</p> <p>Führende Logikchip-Hersteller werden diese Tools für die nächste Chip-Generation implementieren. KGV 26 für 2027 ist natürlich anspruchsvoll. Der Titel bleibt dennoch ein Trendinvestment. </p>
<p>Auslöser war die Erwartung kriegsbedingt steigender Verkaufspreise sowie möglicher Vorteile europäischer Anbieter bei knappen Vorprodukten. Zusätzlichen Schub erhielt Evonik von Analystenseite: Morgan Stanley (Kursziel 18 €) und Goldman Sachs (20 €), während Barclays die Einschätzung "Overweight" mit Kursziel 17 € bestätigte. Auch fundamental ist die Rally nicht aus der Luft gegriffen: Evonik erzielte 2025 ein bereinigtes EBITDA von 1,87 Mrd. €, einen freien Cashflow von 695 Mio. € und einen Nettogewinn von 265 Mio. €. Die Prognose für 2026 signalisiert Stabilität, wenn auch noch keinen zyklischen Boom.</p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 15.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>- Waffenstillstand</p> <p>- US-Anleihemarkt wird zum Risikoherd</p> <p>- TRUSTPILOT: KI-Gewinner?</p> <p>- Buffetts Lieblinge verdoppeln sich</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>TECHNOTRANS untermauert seine technologische Exzellenz mit einem neuen Großauftrag. Ein internationaler Akteur aus dem Schienenfahrzeugsektor hat das Unternehmen mit der Lieferung von Batteriethermomanagementsystemen (BTMS) beauftragt. Das potenzielle Abrufvolumen bewegt sich im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Auftrag zielt direkt auf die Konzernstrategie "Ready for Growth". Serienprojekte im Bahnbereich bieten aufgrund langer Laufzeiten und hoher Stückzahlen eine überdurchschnittliche Planungssicherheit. Angesichts eines Konzernumsatzes von 244,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2025 stellt dieser Auftrag einen spürbaren Beitrag zur künftigen Umsatzvisibilität dar. Parallel dazu bleibt die Thermomanagement-Expertise im Segment Data Center ein entscheidender Werttreiber. Die notwendige Kühlung anspruchsvoller Serverlandschaften bietet langfristiges Skalierungspotenzial jenseits der klassischen Industrieanwendungen. KGV 15,6 fällt gemäß Konsens bis 2028 auf 10,8. Übernahmekandidat! </p>
<p>Beide Portfolios bleiben auf Kurs und überwiegend grün. </p> <p>Spekulatives Portfolio: Das Portfolio tendierte im Wochenverlauf fest und nähert sich dem Allzeithoch. Der Newsflow bleibt überschaubar. Bernstein hat das Kursziel für SBM Offshore von 32 auf 46 € angehoben. SK Hynix (1,077 € Quartalsdividende je Aktie am 31.03.) plant die Prozessverifizierung für Hybrid Bonding nun bereits für April/Mai dieses Jahres. Die kommerzielle Einführung von HBM5 wird um 2029 erwartet. Damit liegen die Südkoreaner vorne.</p> <p>Allround Portfolio: Der Waffenstillstand im Irankrieg hat zu einer dynamischen Erholung geführt. Siemens legte besonders deutlich zu. CME Group profitiert weiter von der hohen Volatilität. Zudem wurde die Quartalsdividende von 1,30 $ je Aktie ausgeschüttet. Darüber hinaus hat die Deutsche Telekom am Mittwoch dieser Woche 1,00 € je Aktie Dividende gezahlt, was aber den Dividendenabschlag im Kurs nicht kompensieren konnte. Amrize tendierte ebenfalls schwächer. Neue Zolldebatten und Sorgen vor höheren Baukosten und Zinsen haben die Bewertung zyklischer Bauzulieferer belastet. </p> <p>Neuaufnahmen sind jederzeit erwartbar. Bitte achten Sie auf die Bernecker App/Newspilot.</p>
<p style="text-align: justify;">Was für eine dramatische Wendung! Gestern warnte ich Sie noch vor dem „hochgradig explosiven“ Bogen, der kurz vor dem Zerreißen stand. Doch genau das Szenario, das wir als den entscheidenden Funken Vernunft identifiziert hatten, ist eingetreten: Der Iran ist eingeknickt. Mit der Zusage, die Straße von Hormus zunächst für zwei Wochen wieder vollständig für den Schiffsverkehr zu öffnen, ist die unmittelbare Gefahr eines globalen Energie-Schocks und der von US-Präsident Trump angedrohten Infrastruktur-Zerstörung vorerst vom Tisch.<br /> <br />Die Märkte reagieren punktgenau: Die massive Short-Positionierung der letzten Tage löst sich in einer gewaltigen Eindeckungswelle auf. Was wir jetzt sehen, ist genau die Rallye, deren Fundament der extreme Pessimismus der Osterwoche war. Der „Shake-out“ scheint abgeschlossen, die Rakete zündet. Unser DAX-Call gestern schaffte heute Morgen über 70 % Plus. <br /> <br />Um von dieser neuen Dynamik und der Rückkehr des Vertrauens in die internationalen Lieferketten maximal zu profitieren, gehen wir jetzt in die Offensive. Wir haben für Sie eine Auswahl von 10 Positionen getroffen, die sowohl den KI-Boom als auch die unverzichtbare Transformation der Energiewelt abdeckt. Um unseren EMpfehlungen zu folgen können Sie die TB-Daily im Einzelabruf oder im Abo über <a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">diesen Link</a> nutzen.</p>
<p>Der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran ist da. Zentraler Punkt der Vereinbarung ist die Öffnung der Straße von Hormus. Teheran hat zugesagt, für zunächst 14 Tage eine sichere Passage für den Schiffsverkehr zu garantieren. Wir gehen davon aus, dass daraus eine tragfähige Lösung für Hormus entstehen wird - in welcher Konstellation ist noch offen. Klar war - wie in Actien-Börse und Aktionärsbrief immer wieder formuliert: Medialen Untergangsszenarien haben wir stets widersprochen. Die ökonomische Logik folgt dem Selbsterhalt. Ein monatelanger Krieg am Golf widerspricht den existenziellen Kerninteressen aller beteiligten Akteure. Darauf baut sich nun der nächste Trend step by step auf. </p>
<p><strong>Die Aktie des Windkraftherstellers erhielt bereits vor dem nächsten Zahlentermin (am 27.04. zum Q1) eine Neubewertung durch die US-Finanzadresse JEFFERIES.</strong> Die Analysten belassen NORDEX auf „Buy“, nun allerdings mit Kursziel 54 € (zuvor 50 €).</p> <p><strong>Bewertungsbasis ist ein weiterhin hohes Umsatzwachstum (im Q4: + 15,8 %) mit stabiler EBIT-Marge (zuletzt bei 10 %).</strong> Auf den hohen Free Cashflow des Schlussquartals (zum Vorjahr verdoppelt) nimmt der Researchbericht ebenso Bezug wie auf den erhöhten Auftragsbestand (Reichweite mehr als 6 Quartale). Der Irankrieg lasse regenerative Geschäftsmodelle zurzeit wieder in einem günstigen Licht erscheinen.</p> <p><strong>Die JEFFERIES-Annahme, das neue Jahr sei für NORDEX gut angelaufen, ist durchaus plausibel.</strong> Das Kursziel 50 € im Frankfurter Börsenbrief bleibt zunächst gültig. </p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker Daily.</p>
<p>Goldman Sachs sieht den Technologiesektor wieder als attraktiv an, weil die Bewertungen inzwischen unter dem Niveau des Gesamtmarkts liegen, obwohl das erwartete Wachstum hoch bleibt.</p> <p>Laut Goldman ist das Verhältnis von Bewertung zu erwartetem Wachstum jetzt attraktiver als im globalen Gesamtmarkt. Ein anhaltender Konjunkturschock könnte Tech zusätzlich stützen, weil die Cashflows vieler Technologieunternehmen weniger stark von der Wirtschaftslage abhängen. Belastet wurde der Sektor zuletzt vor allem durch Sorgen über die enormen KI-Investitionen und deren Rendite nebst Disruptionsängsten. Differenziert ist dem zuzustimmen. Titel wie Broadcom dessen KGV per 2026/27 Richtung 18 fällt lässt sich nach rd. 100 $ Korrektur und heutiger Meldung (Anthropic) wieder rechnen. </p>
<p>Trump verschärfte den Ton erneut und droht Iran mit massiven Bombardements, falls bis Dienstag, 20 Uhr US-Ostküstenzeit, keine Waffenruhe zustande kommt. Zugleich stellte er ein Abkommen weiter in Aussicht. Vizepräsident Vance zeigte sich zuversichtlich, dass bis dahin eine Reaktion aus Teheran kommt. Iran hat die direkten Kontakte zu Washington laut WSJ zwar abgebrochen, Gespräche über Vermittler laufen aber weiter. Es ist klar, dass sich der Markt vor solch einem Ultimatum schwertut. Von Panik ist aber wenig zu sehen. Der DAX hält sich zum Börsenschluss um 22.900 Punkte knapp unter der 23.000-Marke. Wir warten entspannt ab ohne Handlungsdruck. Alles andere ist etwas für Casino-Gänger. Morgen wissen wir mehr - oder auch nicht. </p>
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Volker Schulz
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