<p>Für 2026 erwartet der Schmierstoffhersteller nun rund 500 Mio. € EBIT statt bislang 460 bis 480 Mio. €. Gegenüber 2025 bedeutet das 15 % Wachstum. Besonders stark war Q3: Der Umsatz stieg um 25 % auf 1,12 Mrd. €, das EBIT um 27 % auf 149 Mio. € und lag damit 28 % über dem Konsens. Die EBIT-Marge verbesserte sich nach neun Monaten von 12,1 auf 13,1 %. Belastend wirken im Schlussquartal vorgezogene Bestellungen aus dem zweiten Quartal und weiter bestehende Margenrisiken. Die Aktie reagierte auf die Prognoseanhebung nur mit hauchdünnem Kursgewinn. Bei einem KGV von rund 17 für 2027 bleibt die Bewertung angesichts der steigenden Ertragskraft vertretbar. Der Gewinnsprung erhöht das mittelfristige Kurspotenzial. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 43.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p> Herbst bleibt kritisch</p> <p> US-Neubaumarkt immer stärker unter Druck</p> <p> Italiener trotzt Flaute im Luxusgeschäft</p> <p> Poker um EVONIK</p> <p> Kupfer unter der Lupe: Chancen schlummern unter der Oberfläche</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Jenoptik hebt nach einem starken dritten Quartal die Margenprognose deutlich an. Der Photonik-Spezialist aus Jena erwartet für 2026 nun eine EBITDA-Marge von rund 22 % statt bisher 20 bis 21 %. Schon in den ersten neun Monaten erreichte die Marge nach vorläufigen Zahlen 22 % nach 17,5 % im Vorjahr. Treiber sind eine höhere Auslastung und ein margenstärkerer Produktmix vor allem im Halbleiterausrüstungsgeschäft.</p> <p>Besonders eindrucksvoll ist der Auftragseingang: Er sprang um rund 42 % von 777,3 Mio. auf 1,1 Mrd. €. Jenoptik profitiert unter anderem als Zulieferer von ASML vom steigenden Bedarf an hochpräziser Optik für die Chipfertigung. Der Neunmonatsumsatz überstieg 800 Mio. € nach 753,2 Mio. €. Das EBITDA erreichte knapp 180 Mio. € nach 131,8 Mio. €. Rein rechnerisch ergibt sich für das dritte Quartal eine EBITDA-Marge von etwa 27 %, was einen bemerkenswerten Profitabilitätssprung darstellt.</p> <p>Ein Wermutstropfen: Die Umsatzprognose bleibt mit 5 bis 9 % Wachstum unverändert. Außerdem ist die Halbleiterausrüstung zyklisch. Die endgültigen Zahlen folgen am 10. November.</p> <p>Die Aktie sprang heute zeitweise auf 40,14 €. Jenoptik gehört seit dem 23. September 2025 zum Allround-Portfolio von „Der Aktionärsbrief“. Die Position umfasst nach einem Nachkauf 800 Aktien mit einem durchschnittlichen Einstandskurs von 17,84 €. Bei zuletzt 39,28 € beträgt der Kursgewinn rund 120 %, ohne Dividenden.</p> <p>Fazit: Die gestiegene Profitabilität und der starke Auftragseingang untermauern die Wachstumsperspektiven. Trotz der bereits kräftigen Kursgewinne bleibt Jenoptik eine Halteposition.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>CME Group profitiert weiterhin kräftig von den Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der weltgrößte Terminbörsenbetreiber steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 13 % auf den Rekordwert von 1,74 Mrd. $. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 13 % auf 3,02 $ zu und übertraf damit die Analystenerwartung von 2,98 $. Ausgewiesen verdiente CME 2,89 $ je Aktie.</p> <p>Besonders beeindruckend ist die breite Nachfrage nach Absicherungsinstrumenten. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen erhöhte sich um 16 % auf 29,4 Mio. Kontrakte. Sämtliche sechs Anlageklassen verzeichneten zweistellige Zuwächse. Außerhalb der USA stieg das Volumen sogar um 22 % auf 9 Mio. Kontrakte täglich. Auch die Marktdatenerlöse glänzten mit einem Plus von 20 % auf 243 Mio. $. Die bereinigte operative Marge erreichte rund 69 %. Fast 1 Mrd. $ flossen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner.</p> <p>Ein kleiner Schwachpunkt: Die durchschnittliche Gebühr je Kontrakt sank von 0,702 auf 0,679 $. Zudem bleibt das Geschäft abhängig von der Schwankungsintensität an den Märkten. RBC Capital bestätigte heute seine Halten-Einstufung und das Kursziel von 302 $.</p> <p>CME gehört seit dem 4. Dezember 2024 zu 229,50 € zum Allround-Portfolio von „Der Aktionärsbrief“. Beim heutigen vorbörslichen Kurs von 294,94 $ (umgerechnet 262,71 €) beträgt der Kursgewinn 14,5 %, ohne Dividenden.</p> <p>Fazit: Die starke Marktstellung, hohe Profitabilität und die wachsende internationale Nachfrage sprechen für eine Fortsetzung des soliden Geschäftsverlaufs. Die Aktie bleibt eine gute Halteposition.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>PORR meldete kürzlich einen Infrastrukturauftrag über rund 100 Mio. € für die US-Luftwaffe in Polen. Bis 2029 entsteht am Flughafen Breslau ein militärisches Logistikzentrum. Zusammen mit zwei früheren Bundeswehr- und Militärprojekten summieren sich die jüngsten Defense-Aufträge auf rund 456 Mio. €.</p> <p>Belastet hat zuletzt insbesondere die Platzierung einer Hybrid-Wandelanleihe über 150 Mio. € mit einer möglichen Verwässerung von 8,9 %. Ein Aktienrückkauf über bis zu 1 % des Kapitals läuft bereits. Mit einem KGV von 9,8 für 2026 notiert PORR deutlich unter dem direkten Wettbewerber STRABAG mit 13,4. Montega hält den Kursrückgang für überzogen, bestätigt seine Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 46 €.</p>
<p>Die Erwartungen sind hoch. Seit dem Juli-Tief hat die Aktie 57 % zugelegt, obwohl die Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre leicht gesenkt wurden. Das Forward-KGV ist von 17 auf 24 gestiegen. Es geht um SAP.</p> <p>Bloomberg erwartet heute nach Börsenschluss ein Cloud-Wachstum von gut 23 % und einen Anstieg des Cloud-Auftragsbestands um 24,5 %. Auch die Margen und die Profitabilität der KI-Anwendungen stehen im Fokus. JPMorgan sieht für das dritte Quartal kaum Enttäuschungspotenzial, warnt aber vor anspruchsvollen Gewinnerwartungen für 2027. In der Actien-Börse liegen wir mit SAP über 38 % im Plus. Wir halbieren deshalb die Position vor den Zahlen und sichern einen Teil der Gewinne. Nach den Zahlen entscheiden wir, wie es mit den restlichen 40 Aktien im Bestand weitergeht. </p> <p>Verkauft werden um 13:30 Uhr 40 SAP-Aktien.</p> <p> </p>
<p>Gestern gab es den Quartalsbericht für das dritte Quartal 2026 und darin wurde ein deutliches Wachstum ausgewiesen: Der Umsatz erreichte laut Unternehmensangaben rund 14,6 Mrd. $. Damit lag er klar über dem Vorjahreswert von etwa 5,6 Mrd. $. Das operative Ergebnis belief sich auf ungefähr 2,8 Mrd. US-Dollar, nachdem im Vergleichszeitraum noch ein operativer Verlust von rund 0,3 Mrd. $ angefallen war. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von etwa 4,4 Mrd. $. Die Zahlen überzeugen. Wenn jetzt auch noch eine Fusion zwischen TESLA und SPACEX möglich scheint (eine solche scheint Musk zu prüfen), dann dürfte die Aktie bald himmelhochjauchzend sein.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Die Probleme bei der Finanzierung und beim Bau neuer KI-Rechenzentren nehmen zu. In Australien brach die Aktie des Rechenzentrumsbetreibers NEXTDC nach einer Gewinnwarnung um zeitweise 44 % ein. Seit Anfang Juni hat die Aktie rund zwei Drittel ihres Wertes verloren. Grund sind massive Verzögerungen beim Netzausbau für ein Großprojekt in Melbourne. Bürgerproteste gegen neue Stromleitungen und ausstehende Genehmigungen verschieben die notwendige Stromversorgung bis 2028. NEXTDC musste seine Gewinnprognose um mehr als ein Drittel reduzieren. Zuvor waren bereits die milliardenschweren Börsenpläne von FIRMUS und AIRTRUNK gescheitert. Auch in Südkorea verlor Elice beim Börsendebüt 32 %. </p> <p>Kennen Sie schon das Free TV-Angebot von Bernecker TV? Abonnieren Sie kostenlos den YouTube-Kanal von Bernecker TV unter: <a href="https://www.youtube.com/BerneckerTV">www.youtube.com/BerneckerTV</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
<p>Nach einem Kursverlust von fast 50 % seit dem Rekordhoch im Mai 2025 bekommt CTS EVENTIM Unterstützung aus den USA. Wir hatten in der Actien-Börse nach den Kursrutsch im Frühjahr zugegriffen.</p> <p>Der aktivistische Investor ANANYM CAPITAL ist eingestiegen und hält den europäischen Ticketing-Marktführer für massiv unterbewertet. Mitgründer Charlie Penner sieht ein Kurspotenzial von 50 bis 100 %. Seine Forderungen: mehr Transparenz, eine stabilere Führung und vor allem ein Aktienrückkaufprogramm. Auch der gezielte Einsatz von KI soll das Geschäft voranbringen. Operativ enttäuschte zuletzt der Ausblick für 2026 mit stagnierendem Ergebnis. Hinzu kommt der Abgang des dritten Finanzvorstands seit 2020.</p> <p>Der erste Kapitalmarkttag im November bietet nun die Gelegenheit, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Der Einstieg des Aktivisten erhöht den Druck auf das Management. Auch technisch wird es nun interessant.</p>
<p>Nach den gestern vorgelegten Quartalszahlen sprang HASBRO nachbörslich um 11 % nach oben. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen deutlich. Bei einem Umsatz von 1,60 Mrd. $ (Konsens 1,47 Mrd. $) erreichte der bereinigte Gewinn je Aktie 2,90 $ statt erwarteter 1,88 $. Das bereinigte EBITDA lag mit 604,5 Mio. $ um 36 % über dem Konsens. Wachstumsmotor ist weiterhin WIZARDS OF THE COAST mit einem Umsatzplus von 31 % auf 747 Mio. $. Allein das Kartenspiel MAGIC: THE GATHERING steigerte seine Erlöse um 34 % auf 616 Mio. $ bei einer operativen Segmentmarge von 49,2 %.</p> <p>Im Earnings Call bestätigte CEO Chris Cocks eine anhaltend hohe Nachfrage. Die Zahl der angeschlossenen Fachgeschäfte stieg um 38 % auf über 13.000. Für 2027 erwartet das Management bei MAGIC ein weiteres Umsatzwachstum von 5 bis 9 %, getragen von sechs großen Neuveröffentlichungen.</p> <p>Auch das klassische Spielzeuggeschäft kommt voran. Der operative Gewinn verdoppelte sich auf 178 Mio. $, allerdings begünstigt durch einmalige Zollerstattungen von 48 Mio. $. Die Jahresprognose für das bereinigte EBITDA steigt von 1,45 bis 1,50 auf 1,575 bis 1,625 Mrd. $ (Konsens 1,49 Mrd. $). Zudem wird das Aktienrückkaufziel auf 400 Mio. $ verdoppelt. Der operative Cashflow stieg in neun Monaten um 85 % auf 907 Mio. $.</p> <p>Unsere Empfehlung in der ACTIEN-BÖRSE aus der vergangenen Woche kam zum richtigen Zeitpunkt. Die Neubewertung des Konzerns ist mit diesen Wachstumsraten noch nicht ausgereizt.</p>
21-Okt. 08:29
Guten Morgen aus der Redaktion: Stabilisierung, SpaceX / Tesla - Größte Fusion der Geschichte und Netflix enttäuscht
<p><strong>Die Wall Street zeigt erste Stabilisierungsansätze.</strong> Der Dow Jones gewann gestern 1,02 %, der S&P 500 legte 0,28 % zu. Der Nasdaq stagnierte. Die jüngsten Quartalszahlen stützen die Märkte, allerdings bleibt die Nachfrage nach Technologieaktien selektiv. </p> <p>In Asien folgt eine kräftige Gegenbewegung. Südkoreas Kospi erholt sich deutlich. SK Hynix und Samsung führen die Erholung der Halbleiterwerte an. Auch Japans Nikkei legt zu. Der DAX liegt in der Vorbörse rd. 0,3 % höher um 25.380 Punkte. </p> <p><strong>Die Hammermeldung kommt von SpaceX:</strong> Die Fusion mit Tesla ist in Vorbereitung. Bei aktuellen Börsenwerten von zusammen rund 3,5 Bio. Dollar wäre dies die größte Unternehmensfusion der Geschichte. Dahinter steht die Verbindung von Teslas Robotik, autonomem Fahren und Chipentwicklung mit der KI-Rechenleistung, den Satellitennetzen und der Raumfahrttechnik von SpaceX. Der Quartalsumsatz sprang um 161 % auf 14,6 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn erreichte 4,4 Mrd. Dollar. Das KI-Geschäft überholte Starlink beim Umsatz. </p> <p>Die Aktie liegt im Spekulativen Portfolio des Frankfurter Börsenbriefes, welches seit Jahresbeginn über 24 % im Plus liegt und damit die Indizes klar hinter sich lässt. In einer Sonderaktion gibt es den Brief als Einzelausgabe im Börsenkiosk noch mit 50 % Rabatt: Hier geht zum Abruf: <a href="https://boersenkiosk.de/Kauf-Frankfurter-Borsenbrief-Nr.-42-vom-15.10.2026/BK">https://boersenkiosk.de/Kauf-Frankfurter-Borsenbrief-Nr.-42-vom-15.10.2026/BK</a></p> <p><strong>Netflix enttäuscht dagegen beim Ausblick. </strong>Der Quartalsumsatz erreichte 12,87 Mrd. Dollar. Für das Schlussquartal erwartet Netflix 13,4 Mrd. Dollar gegenüber 13,5 Mrd. Dollar Konsens. Die Werbeumsatzprognose wurde gesenkt. Nachbörslich geriet die Aktie unter Druck. </p> <p><strong>Supermicro liefert ein starkes Signal für den KI-Sektor.</strong> Der Serverhersteller erhöht seine vorläufige Umsatzprognose für das Septemberquartal von 14,5 bis 15,5 auf 18,5 bis 19,5 Mrd. Dollar. Auch die erwartete Bruttomarge steigt deutlich. Die Aktie reagierte nachbörslich mit kräftigen Gewinnen.</p> <p><strong>Adidas erhöht nach Xetra-Schluss die Gewinnprognose von 2,3 auf 2,5 Mrd. Euro. </strong>Das Quartals-EBIT erreichte den Rekordwert von 1,008 Mrd. Euro. Allerdings profitierte Adidas von rund 200 Mio. Euro US-Zollerstattungen. </p> <p><strong>Auch die Deutsche Börse hebt ihre Jahresziele wenig überrschend an. </strong>Das Quartals-EBITDA stieg um 16 % auf 978 Mio. Euro. Die neue Jahresprognose liegt bei über 3,9 Mrd. Euro.</p> <p><strong>Im MDAX sorgt eine Beteiligung für Bewegung: </strong>Grand City Properties übernimmt 20,04 % an LEG Immobilien und erwägt eine weitere Aufstockung. </p> <p>Heute folgen Quartalszahlen von<strong> SAP</strong>, <strong>Tesla</strong> und <strong>Meta</strong>. Die KI-Investitionspläne von Meta stehen im Fokus und die Reaktion im KI-Chip-Sektor darauf, wird ein erstes Signal liefern, ob sich die Korrektur ihrem Ende nähert.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe</p>
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Volker Schulz
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