<p>Die Kapitalerhöhung bei DEUTZ ist durch: Gut 15 Mio. neue Aktien wurden zu 11,70 Euro platziert. Das entspricht einer Verwässerung von rund 10 %. Entscheidend ist aber der Blick nach vorn. Rechnet man die zusätzlichen Aktien bereits vollständig in die Konsensschätzungen ein, bleiben für 2027 rund 1,10 Euro Gewinn je Aktie und für 2028 etwa 1,35 Euro übrig. Auf Basis des Platzierungspreises entspricht das einem KGV von lediglich 10,6 für 2027 und 8,7 für 2028. Die Kapitalerhöhung stärkt zugleich die Bilanz nach der FFG-Übernahme und schafft neuen Spielraum für weiteres Wachstum. Damit erscheint der Rücksetzer fundamental gut abgefedert. Die Aktie bleibt auf Kauf mit Zielrichtung 16 zu 17 €. </p>
<p style="text-align: justify;">Der Ölpreisschock erreicht zunehmend die europäische Luftfahrtindustrie. Rohöl der Referenzsorte Brent ist wieder auf 110 $ je Barrel gestiegen. Für Fluggesellschaften ist das ein Problem, denn Treibstoff gehört neben Personal und Flugzeugen zu den größten Kostenblöcken. Bleiben die Ölpreise länger auf dem derzeit hohen Niveau, dürfte sich der Druck auf die Gewinne weiter erhöhen.</p> <p style="text-align: justify;">Doch der Ölpreisschock trifft die Fluggesellschaften höchst unterschiedlich. Entscheidend ist jetzt vor allem, wer sich rechtzeitig gegen steigende Kerosinpreise abgesichert hat, über eine solide Bilanz verfügt und höhere Kosten über die Ticketpreise weitergeben kann. Wie ernst die Lage inzwischen ist, zeigt die Insolvenz von AIRBALTIC. Zuvor war bereits die US-Gesellschaft SPIRIT AIRLINES zusammengebrochen. Branchenexperten rechnen damit, dass der hohe Ölpreis den Konzentrationsprozess im Luftverkehr beschleunigen könnte.</p> <p style="text-align: justify;">Welche Unternehmen sich rechtzeitig abgesichert haben und nun profitieren können, erfahren Sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>AXA legt beim heute präsentierten Strategieplan 2026 bis 2029 eine Schippe drauf. Darauf hatten wir in AB 25/2026 dezidiert hingewiesen.</p> <p>Der französische Versicherungskonzern peilt beim bereinigten Gewinn je Aktie nun ein jährliches Wachstum von 7 bis 9 % an. Im bisherigen Plan waren es 6 bis 8 %. Das ist bemerkenswert, da sich das Preisumfeld in der Schaden- und Unfallversicherung abschwächt. Bereits 2026 soll das Gewinnwachstum am oberen Ende der bisherigen Spanne von 6 bis 8 % liegen. Auch die Eigenkapitalrendite soll 2026 das obere Ende der bisherigen Zielspanne von 14 bis 16 % erreichen und anschließend 2027 bis 2029 auf 15 bis 17 % steigen.</p> <p>Gleichzeitig klingelt buchstäblich die Kasse. Von 2027 bis 2029 will AXA kumuliert rund 25 Mrd. € organischen Cashflow generieren – gegenüber mehr als 21 Mrd. € im bisherigen Dreijahresplan. Die Ausschüttungsquote bleibt bei 75 %, davon 60 % über Dividenden und 15 % über Aktienrückkäufe. Die höhere Ertragskraft bedingt somit unmittelbar steigende Kapitalrückflüsse.</p> <p>Unterm Strich liefert AXA mit dem neuen Strategieplan eine solide Grundlage für weiter steigende Gewinne, Dividenden und Aktienrückkäufe und damit auch für eine höhere Bewertung der Aktie.</p> <p> </p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a></p>
<p>Das Muster "schwache Halbleiter gleich starke Software" - und umgekehrt - bleibt intakt. Die Rally bei Sofware-Aktien gestern war unübersehbar. SAP arbeitet am Break um 190 € und steht vor einem bullischen Golden Cross (50 Tagelinie schneidet die 200 Tagelinie von unten nach oben). Heute versuchen die Halbleitertitel eine Stabilisierung in Asien.</p> <p>Ansonsten bleibt das Bild wackelig. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries erreichte im Tagesverlauf erstmals seit 2023 wieder die Marke von 5 %. Vermutlich wird die Fed morgen versuchen durch eine Zinserhöhung Druck von langen Ende zu nehmen. Ich bin gespannt ob das gelingt. Der DAX liegt heute Morgen unverändert im Markt. Öl bleibt fest um 108 $ für Brent mit festgefahrener Lage am Golf.</p> <p>Mizuho als auch Bank of America (bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen.) stufen den Rückgang bei Halbleiterwerten als Kaufgelegenheit ein. Die Analysten verweisen darauf, dass trotz Diskussionen über eine mögliche Verlangsamung der KI-Entwicklung durch Anthropic und OpenAI die Capex-Pläne der KI-Labore und Cloud-Anbieter unverändert bleiben. </p> <p>Broadcom-Chef Hock Tan hält die jüngste Angst vor einem Einbruch der KI-Infrastrukturinvestitionen für unbegründet. Die Debatte um ein langsameres Tempo bei neuen Frontier-Modellen ändere nichts an Broadcoms Umsatzplänen für 2027 und 2028. </p> <p>Corning geriet am Montag mit fast 14 % Minus massiv unter Druck. Auslöser war die Ankündigung eines möglichen At-the-Market-Aktienprogramms über bis zu 2 Mrd. Dollar. Dabei kann Corning neue Aktien schrittweise direkt über den Markt verkaufen. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine mögliche Verwässerung von Gewinn und Anteil je Aktie.</p> <p>Bank of America geriet am Montag mit gut 5 % unter Druck, nachdem CEO Brian Moynihan die Erwartungen für das Kapitalmarktgeschäft gedämpft hat. Der Handelsumsatz soll im dritten Quartal nur auf Vorjahresniveau liegen. </p> <p>Bei Deutz steht eine Kapitalerhöhung an. Das Bezugsrecht der Altaktionäre ist dabei ausgeschlossen. Die Kölner wollen bis zu 15,263 Millionen neue Aktien zu 11,70 € ausgeben. Das entspricht 10 % des Grundkapitals. Für unsere Kunden gibt es heute im Tagesverlauf ein Deutz-Update.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p> <p> </p>
<p>MUNTERS gerät weiter unter Druck. Es gibt News in der Führungsebene:</p> <p>Fundamental liefert der vorgezogene CEO-Wechsel keinen neuen Grund. Stefan Aspman übernimmt bereits jetzt und baut die Führung auf mehr Kundennähe und schnelleres Handeln um. Jefferies wertet den Schritt heute sogar positiv und sieht einen stärkeren Fokus auf die Umsetzung. Neu geschaffen wird zudem eine Funktion für KI, Automatisierung und neue Wachstumsfelder. Das wichtige Geschäft mit der Kühlung von Rechenzentren bleibt der klare Wachstumstreiber. </p> <p>Der Titel hängt aktuell am Sentiment der KI-Szene und der Angst, dass die Umsetzung des sehr hohen Auftragsbestandes 2027 stockend läuft. Ich empfinde das als überzogen. Die jüngsten Analysten Updates s.u. sind komplett stabil. Keiner nimmt seine Ziele zurück. Jeffries sieht 60 % Potenzial. Gemessen am Konsens liegt das KGV für 2027 bei 13,6.</p> <p>Ich tendiere demnächst zum Nachkauf</p>
<p>Die Bank of America bleibt laut einer heute veröffentlichten Studie für Halbleiter bullish. Kurzfristig drohen zwar Gegenwind durch hohe Zinsen, Nahost-Risiken und die US-Zwischenwahlen, doch am strukturellen KI-Boom ändert sich wenig.</p> <p>Bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen. Voll ausgelastete Netzwerke und steigende Mietpreise selbst für ältere Chips sprechen für anhaltend hohe Nachfrage. Treiber ist das globale Wettrüsten zwischen USA und China, Hyperscalern, Neoclouds und staatlichen Programmen. Auch die Bewertung überzeugt: Der SOX handelt trotz 139 % Gewinnwachstum nur mit 19x Forward-KGV.</p> <p>BofA favorisiert NVIDIA, AMD, Marvell, Analog Devices und ON Semi. Nächster wichtiger Katalysator: Microns Zahlen am 30. September, die zum Lackmustest für Speicherpreise und Margen werden.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p> </p>
<p>Der dänische Pharmakonzern ändert seinen Namen im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie in „Novo“ um. „Gemeinsam sind das Rebranding und 'The Novo Way' Teil dessen, wie das Unternehmen seine Geschäftsziele erreichen und seinen Anspruch umsetzen wird, deutlich mehr Menschen zu besserer Gesundheit zu verhelfen“, erklärte der Pharmakonzern heute in einer offiziellen Mitteilung. „Novo Nordisk A/S“ bleibt aber in rechtlicher Hinsicht weiter der Name des Unternehmens. Novo will seine aktualisierte Strategie am 21. September auf dem in London stattfindenden Capital Markets Day vorstellen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Phase des KI-Booms gehörte den Chips. Nun beginnt die nächste Entwicklungsstufe. Künstliche Intelligenz soll nicht mehr nur Fragen beantworten, Texte formulieren oder Bilder erzeugen. Sie soll handeln.</p> <p style="text-align: justify;">KI-Agenten können selbstständig Informationen suchen, Datenbanken abfragen, Software bedienen, Termine koordinieren, Kundenanfragen bearbeiten oder ganze Geschäftsprozesse ausführen. Statt, dass ein Mensch zehn einzelne Arbeitsschritte anstößt, erhält der Agent ein Ziel und entscheidet selbst, wie er dorthin gelangt. Aus dem digitalen Assistenten wird damit zunehmend ein digitaler Mitarbeiter.</p> <p style="text-align: justify;">Wie schnell sich das Internet verändert, zeigen Daten von CLOUDFLARE. Erstmals stammen inzwischen mehr als 50 % des Internetverkehrs von nicht-menschlichen Nutzern. Das ist zwar nicht gleichbedeutend damit, dass bereits die Mehrheit aller Chatbot-Anfragen von KI-Agenten ausgeführt wird. Die Richtung ist aber eindeutig: Neben Menschen kommunizieren künftig immer häufiger Maschinen mit Maschinen.</p> <p style="text-align: justify;">Für Anleger stellt sich deshalb eine neue Frage. Wer verdient daran, wenn irgendwann Millionen oder sogar Milliarden autonomer Software-Agenten permanent miteinander kommunizieren? Interessanterweise müssen das nicht erneut die Chiphersteller sein. Jeder Agent braucht Zugriff auf Unternehmensdaten, Berechtigungen und Anwendungen. Seine Aktionen müssen koordiniert, überwacht und gegebenenfalls gestoppt werden. Je mehr Agenten eingesetzt werden, desto wichtiger werden deshalb die Plattformen, auf denen Geschäftsprozesse laufen, sowie die Kontroll- und Überwachungssysteme dahinter. Drei Unternehmen erscheinen uns hierfür besonders interessant. Diese drei Unternehmen gibt es bei uns in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>CORNING sorgt mit einer Kapitalmaßnahme kurzfristig für Gegenwind. Das Unternehmen hat am 11. September ein At-the-Market-Programm über bis zu 2 Mrd. $ aufgelegt. Goldman Sachs kann im Auftrag von Corning neue Aktien am Markt platzieren. Bei vollständiger Ausschöpfung wären zum Freitagsschluss von 166,40 $ rechnerisch rund 12 Mio. neue Aktien nötig. Das entspräche einer möglichen Verwässerung von rund 1,4 %. Kurzfristig wiegt der zusätzliche Aktienüberhang schwerer. Nachbörslich fiel die Aktie um 2,38 % auf 162,44 $. Heute morgen notiert die Aktie in der Indikation noch einmal deutlich schwächer bei 156,13 $.</p> <p>Operativ gibt es keinen Hinweis auf Finanzierungsprobleme. Im zweiten Quartal stiegen die Core-Umsätze um 17 % auf 4,74 Mrd. $, das Core-EPS um 30 % auf 0,78 $. Der bereinigte freie Mittelzufluss erreichte 1,42 Mrd. $. Für das dritte Quartal erwartet Corning 4,9 bis 5,0 Mrd. $ Core-Umsatz und 0,85 bis 0,89 $ Core-EPS.</p> <p>CORNING bleibt ein großer Profiteur des Datacenter- und KI-Booms. Optical Communications wuchs zuletzt um 32 %, Enterprise Networks sogar um 65 %. Milliardenverträge mit Amazon und Verizon sowie die Partnerschaft mit NVIDIA erhöhen die langfristige Nachfragevisibilität erheblich. Der Ausbau immer größerer KI-Rechenzentren treibt den Bedarf an schnellen optischen Verbindungen strukturell.</p> <p>Mit einem KGV 2027e von gut 37 ist die Aktie allerdings vergleichsweise teuer.</p> <p>Fazit: Der Aktienüberhang bremst kurzfristig. Fundamental bleibt CORNING einer der klarsten Infrastrukturprofiteure des KI-Booms.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
14-Sept. 08:28
Guten Morgen aus der Redaktion: KI-Titel wie Softbank oder SK Hynix heute Morgen unter Druck
<p><strong>Nach der Gegenbewegung am Freitag kippt heute Morgen die Stimmung wieder ab.</strong> Nikkei und KOSPI liegen im Minus, besonders unter Druck stehen asiatische KI-Titel. SoftBank (s. Chart) verliert zweistellig, auch SK Hynix, Samsung und Kioxia geben deutlich nach. Auslöser sind neue Sicherheitswarnungen aus der KI-Branche:</p> <p>Anthropic-Chef Dario Amodei fordert eine Verlangsamung der Entwicklung besonders leistungsfähiger Modelle, Sam Altman und Elon Musk unterstützen den Vorstoß. Trump dagegen lehnt regulatorische Eingriffe ab. Ob daraus langsamerer Investitionszyklus resultiert bezweifeln wir aus Wettbewebsgründen - das Sentiment aber leidet zunächst. Dem Nasdaq-100 kostet das in der ersten Indikation über 400 Punkte.</p> <p><strong>Der zweite Belastungsfaktor bleibt Öl.</strong> Brent steigt wieder um mehr als 3 % auf rund 108 Dollar. Saudi-Arabien musste nach einem Drohnenangriff seine wichtige East-West-Pipeline schließen, über die bis zu 7 Mio. Barrel täglich am Persischen Golf vorbei Richtung Rotes Meer transportiert werden können. Damit verschärft sich das Angebotsrisiko.</p> <p>Im Wochenfokus stehen die Fed am Mittwoch und die Bank of Japan am Freitag. Wir fahren weiter mit angezogener Handbremse.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p>
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Volker Schulz
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