<p>Zum Golden Cross (50-Tagelinie schneidet 200-Tagelinie von unten nach oben) kommt der Bruch des Abwärtstrends. Das Risiko, dass KI bestehende Softwareangebote verdrängt, bleibt bestehen. Zugleich bietet der Einsatz von KI-Agenten dem Konzern Chancen auf neues Geschäft. Die Markttechnik bei ServiceNow spricht für weiter steigende Kurse.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Luftfahrtindustrie befindet sich in einer ungewöhnlichen Situation. Während andere zyklische Branchen darum kämpfen, ihre Fabriken auszulasten, könnten AIRBUS und seine Wettbewerber deutlich mehr Flugzeuge verkaufen, als sie derzeit produzieren können. </p> <p style="text-align: justify;">Das Problem der Branche liegt nicht auf der Nachfrage-, sondern auf der Angebotsseite. Triebwerke, Komponenten und teilweise auch qualifizierte Arbeitskräfte bleiben knapp. AIRBUS hat bis Ende August 475 Maschinen ausgeliefert, 9 % mehr als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr stehen aber weiterhin rund 870 Flugzeuge auf dem Plan. Das bedeutet: In den letzten vier Monaten müssten noch 395 Maschinen die Werke verlassen. Der Produktionshochlauf bleibt also anspruchsvoll.</p> <p style="text-align: justify;">Genau darin liegt aber auch die Investmentstory. Gelingt es den Herstellern, ihre Lieferketten weiter zu stabilisieren, müssen sie neue Kunden gar nicht erst suchen. Die Aufträge sind längst da. Steigende Stückzahlen verteilen die hohen Fixkosten auf mehr Flugzeuge und lassen deshalb die Gewinne überproportional wachsen. Anleger sollten allerdings auf die Bewertung achten. Manche Gewinner des Luftfahrtbooms sind bereits ausgesprochen teuer. Zwei Aktien bieten aus unserer Sicht noch ein vernünftiges Verhältnis zwischen Wachstum und Bewertung. Unsere beiden Picks und mehr Hintergrundwissen gibt es in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>). </p> <p style="text-align: justify;"><br /><br /></p>
<p>Bilfinger hat seine Jahresziele drastisch gesenkt. Für 2026 werden nur noch 5,3 bis 5,7 Mrd. € Umsatz erwartet statt bisher 5,4 bis 5,9 Mrd. €. Deutlich schwerer wiegt der Margeneinbruch. Die EBITA-Marge soll lediglich 3,2 bis 3,6 % erreichen. Bereinigt um die einmaligen Aufwendungen für das Sparprogramm „Agile“ werden 4,6 bis 5,0 % erwartet. Bislang hatte Bilfinger 5,8 bis 6,2 % angepeilt. Der freie Mittelzufluss wird nur noch bei 180 bis 220 Mio. € statt 250 bis 300 Mio. € erwartet. Hauptgrund ist die wachsende Investitionszurückhaltung der Kunden angesichts der geopolitischen Unsicherheit und des anhaltenden Konflikts im Mittleren Osten. Dadurch bleiben Kapazitäten unausgelastet.</p> <p>Die Probleme hatten sich bereits im zweiten Quartal angedeutet. Der Auftragseingang sank um 16 % auf 1,50 Mrd. € und die EBITA-Marge gab von 5,5 auf 5,3 % nach. Damals hatte der Vorstand allerdings noch auf eine Belebung im zweiten Halbjahr gesetzt. Diese Hoffnung hat sich vorerst zerschlagen.</p> <p>Mittelfristig besteht dennoch Erholungspotenzial. Bilfinger sieht die strukturelle Nachfrage nach Effizienz- und Nachhaltigkeitslösungen weiterhin intakt. Zusätzlich soll das neue Sparprogramm „Agile“ ab 2028 jährlich rund 75 Mio. € einsparen. Bis zu 1.500 Stellen könnten wegfallen.</p> <p>Wir hatten Bilfinger seit dem 17. Oktober 2025 im Allround-Portfolio. In der dieswöchigen Ausgabe hatten wir ein Stop-Loss-Limit bei 70,90 € platziert. Dieses wurde nun ausgelöst. Die Aktie reagiert heute im frühen Handel sehr heftig mit einem Kursabschlag von rund 24 %. Nach der massiven Prognosesenkung bleiben wir erst einmal draußen und warten eine Kursstabilisierung ab.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"</p>
<p>Die Fed hat bei ihrer September-Sitzung ein unmissverständlich falkenhaftes Signal gesendet. Im Statement wurde der Hinweis gestrichen, wonach die Inflation teilweise auf Angebotsschocks zurückzuführen sei – Ausreden gibt es damit nicht mehr. Die neuen Projektionen zeigen trotz zweier Zinserhöhungen in diesem Jahr stärkeres Wachstum, höhere Inflation und eine niedrigere Arbeitslosenquote über den gesamten Prognosehorizont. Fed-Chef Warsh stellte klar: Die Arbeit ist nicht erledigt. Er betonte mehrfach die Stärke der US-Wirtschaft und die Aufgabe der Fed, ein Übergreifen von Rohstoffpreisschocks zu verhindern. Zwei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte im Oktober und Dezember bleiben damit laut Bank of America das Basisszenario.</p> <p>Am Rentenmarkt führte die falkenhafte Zinserhöhung zu einer Verflachung der Kurve: Zweijährige US-Renditen schlossen rund 7 Basispunkte höher, 30-jährige rund 1 Basispunkt niedriger; unmittelbar nach dem FOMC waren es zeitweise +13 bzw. +5 Basispunkte. Solange die Fed ihre Politik nicht als restriktiv einstuft, dürfte sie weiter erhöhen. Das spricht für weitere Anstiege vor allem am kurzen Ende, während längere Laufzeiten moderater reagieren sollten. </p> <p>Auch der Dollar profitierte: Gegenüber den G10-Währungen legte er 0,3 bis 1,0 % zu. Treiber waren höhere erwartete reale Leitzinsen für 2027 und die falkenhafte Pressekonferenz. Der DXY liegt dennoch rund 1 % unter dem Niveau vor der Juni-Sitzung. Die Fed und robuste US-Daten eröffnen dem Dollar laut Einschätzung der Bank of America wieder mehr Aufwärtspotenzial und dürften Debatten über eine Rückkehr des „Debasement Trade“ dämpfen. Zum Jahresende wird der Dollar von der BofA gegenüber den meisten G10-Währungen etwa auf aktuellem Niveau erwartet.</p> <p>Der Aktienmarkt lässt sich heute nicht beeindrucken und startet die Gegenbewegung auf den bislang mauen September.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a></p>
<p>Bis Mitte 2027 soll Agricultural Solutions börsenreif sein. Rund 80 % des Geschäfts sind bereits rechtlich verselbstständigt. BASF will zunächst nur einen Minderheitsanteil platzieren und Mehrheitsaktionär bleiben. Für die BASF-Aktie erhöht der Schritt die Bewertungstransparenz und kann bislang im Konzern versteckte Werte sichtbar machen. Garantiert ist ein höherer Gesamtwert aber nicht: Entscheidend sind IPO-Bewertung, Marktumfeld und ein möglicher Holdingabschlag. Agricultural Solutions wäre weniger vom klassischen Chemiezyklus abhängig, bleibt aber zyklisch über Agrarpreise, Farmer-Einkommen, Wetter und Regulierung. Das operative BASF-Geschäft außerhalb von Agricultural Solutions wäre dadurch stärker vom Industrie- und Chemiezyklus geprägt. Fazit: Der Börsengang kann Werte heben, ist aber kein Selbstläufer. </p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="https://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 38.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p>KI-Angst drückt auf die Stimmung</p> <p>BAYER auf der Zielgeraden</p> <p>Spannender Wachstumsmarkt Weltraum</p> <p>Lupe: Diese drei Wassertechnik-Spezialisten gehören ins Depot</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>Die beschädigte saudische Ost-West-Pipeline bleibt einer der Schlüssel für den globalen Ölmarkt. Sie verbindet die Fördergebiete am Persischen Golf mit dem Rotmeerhafen Yanbu und ermöglicht Saudi-Arabien damit, die Straße von Hormus zu umgehen. Gerade das ist aktuell entscheidend, weil die Öltransporte durch Hormus wegen des Iran-Konflikts weiterhin erheblich beeinträchtigt sind.</p> <p>Die Pipeline ist derzeit außer Betrieb, nachdem sie am 10. September bei mehreren Drohnenangriffen beschädigt worden war. Saudi-Arabien erklärte, die Drohnen seien aus dem Irak gestartet. Für Entspannung sorgt nun die Aussicht, dass die Pipeline deutlich schneller wieder in Betrieb gehen kann als zunächst befürchtet. Zuvor war teils von Reparaturzeiten von mehreren Wochen die Rede. US-Energieminister Chris Wright hält dagegen eine Wiederaufnahme des Ölflusses bereits innerhalb weniger Tage für möglich. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, würden die tatsächlichen Lieferausfälle deutlich geringer ausfallen. Auch die Versorgung über Yanbu könnte wesentlich früher wieder normalisiert werden.</p> <p>Der Ölmarkt reagiert bereits mit Entspannung. Brent fiel nach Kursen von zeitweise mehr als 109 $ wieder in Richtung 107 bis 108 $. Neben der Hoffnung auf eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Pipeline sorgten auch überraschend stark gestiegene US-Rohöllagerbestände für Entlastung. Eine schnelle Reparatur der Pipeline würde den Preisdruck weiter mindern.</p> <p>Für eine deutliche und nachhaltige Entspannung reicht das aber nicht. Solange die Straße von Hormus nicht wieder verlässlich für den Öltransport zur Verfügung steht, bleibt eine erhebliche geopolitische Risikoprämie im Ölpreis. Erst eine belastbare Lösung der Iran- und Hormus-Problematik würde die wichtigste Ursache des derzeit hohen Preisniveaus beseitigen.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker</p>
<p>Beim Bernecker Börsenkompass ordnen Experten der Rubrik Marktkommentar aktuelle Entwicklung und Ereignisse ein. Heute geht es in unserem Marktkommentar um die anstehende Zinsentscheidung der Fed. Der Markt rechnet mit einer Zinsanhebung der US-Notenbank, aber eine Überraschung ist nicht vollkommen ausgeschlossen.</p> <p>Georg Sures, Redakteur Bernecker Börsenkompass</p> <p>Die Analyse finden Sie unter diesem Link:</p> <p><a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/fed-sitzung-gibt-es-eine-ueberraschung_H1295851652_6799710/">https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/fed-sitzung-gibt-es-eine-ueberraschung_H1295851652_6799710/</a></p> <p>Eine Übersicht über die Artikel und Analysen des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier: https://<a href="https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/">www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/</a></p>
<p>Die KI-Hausse im Halbleitersektor bekommt laut Bank of America ein breiteres Fundament. Die Analysten heben ihre Prognose für den weltweiten Halbleitermarkt 2030 von 2,7 auf 3,2 Bio. $ an. Das entspricht 2026 bis 2030 einem Wachstum von 18 % p. a. statt bislang 14 %. Neben Rechenzentren ziehen nun Speicher, Auto und Industrie stärker mit.</p> <p>Die größten Profiteure sind die Ausrüster: Die Prognose für den Markt für Wafer Fab Equipment (WFE) steigt für 2026 auf 156 Mrd. $ (+33 %) und für 2027 auf 210 Mrd. $ (+34 %). Bis 2030 könnten es knapp 360 Mrd. $ werden. Allein die Speicherinvestitionen sollen 2026/27 auf 61 bzw. 85 Mrd. $ springen. Bei DRAM erwartet BofA sogar +50 % auf 45 Mrd. $ 2026 und weitere 40 % 2027. Treiber sind HBM, Advanced DRAM und der nächste NAND-Ausbauzyklus.</p> <p>ASML gehört damit für die Analysten zu den zentralen Favoriten. EUV profitiert überproportional von Sub-5-nm-Logik und fortschrittlichem DRAM. BofA kalkuliert bis 2030 mit 35 % EPS-Wachstum p. a. und rund 110 € Gewinn je Aktie. Auch ASM International erhält Rückenwind: Hier werden für 2030 etwa 70 € EPS bzw. 40 % CAGR erwartet. VAT und Comet profitieren ebenfalls von steigender WFE-Intensität.</p> <p>Die zweite Überraschung kommt aus dem Automobilmarkt. Trotz schwacher Fahrzeugproduktion hebt die BofA die Halbleiterprognose für 2026 von 54 auf 60 Mrd. $ (+12 %) an. Software-defined Vehicles, ADAS und mehr Mikrocontroller erhöhen den Chipwert je Fahrzeug. Infineon und STMicroelectronics sind deshalb die bevorzugten europäischen Halbleiternamen der Bank. Gleichzeitig soll der Industriemarkt 2026 um 32 % auf 66 Mrd. $ wachsen. Smartphones und PCs bleiben dagegen mit jeweils -9 % die Schwachpunkte.</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info" target="_blank" rel="noopener">www.bernecker.info</a><br /> <br /> <br /> </p>
<p>Das gibt Rückenwind: NORDEX hat einen Auftrag über 13 Turbinen für einen Windpark nahe der brandenburgischen Stadt Schwedt mit 91 Megawatt Gesamtleistung erhalten. Die Montage wird im September 2027 beginnen, in Betrieb genommen werden soll die erste Anlage ab Januar 2028. Teil des Auftrags ist ein Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
16-Sept. 11:12
Für Sie gelesen aus der FT: Huang und Zuckerberg lehnen jeden KI-Entwicklungsstopp ab
<p>Nvidia-Chef Jensen Huang und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen einen branchenweit abgestimmten KI-Entwicklungsstopp ab. Damit stellen sie sich gegen Forderungen von Dario Amodei, Sam Altman und Elon Musk, die zuletzt für ein koordiniertes Zurückfahren der Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Modelle plädiert hatten.</p> <p>Huang hält zusätzliche US-Gesetze oder neue KI-Sicherheitsregeln für unnötig. Unternehmen müssten selbst entscheiden, ob ihre Modelle und Produkte sicher genug für eine Veröffentlichung seien. Innovation und Sicherheit seien kein Widerspruch: Entwickler sollten so schnell wie möglich vorangehen, bei konkreten Sicherheitsproblemen aber selbstständig pausieren.</p> <p>Auch Zuckerberg sieht die Verantwortung bei den einzelnen KI-Laboren. Diese hätten bereits aus Haftungsgründen starke Anreize, unsichere Modelle nicht auf den Markt zu bringen. Meta habe beispielsweise die Einführung seines KI-Agenten Muse um mehrere Monate verschoben, ohne deshalb von anderen Unternehmen ebenfalls einen Entwicklungsstopp zu verlangen.</p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p>
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Volker Schulz
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