<p>Musik in unseren Ohren: Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Nettoumsatz von HORNBACH um rund 7 % auf 1,8 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich trotz eines anhaltenden Kostendrucks um 13 % auf knapp 125 Mio. Euro. Im Gesamtjahr erwartet HORNBACH weiterhin einen Umsatz auf oder leicht über dem Vorjahr. Er könnte den Angaben zufolge damit um bis zu 6 % zulegen auf Basis der erlösten gut 6,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis soll auf dem Vorjahresniveau von rund 265 Mio. Euro liegen. Endgültige Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel will HORNBACH am 29. September vorstellen - bis dahin rockt die Aktie schon einmal!</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Unsere Short-Spekulation auf den USD/JPY vom vergangenen Donnerstag (3.9.) ist aufgegangen. Der Verkauf USD/JPY bei 157,30 über den Optionsschein mit der <a href="https://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine/316386870-FD5XZV-DE000FD5XZV3" target="_blank" rel="noopener">ISIN DE000FD5XZV3</a> zum Kurs von 3,86 € liegt bereits rd. 40 % im Plus. Das skizzierte Szenario ist grds. intakt, aktuell ist jedoch technisch mit einer ähnlichen Gegenbewegung zu rechnen, wie vor wenigen Tagen:</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/USDJPY Curncy (USD-JPY X-RATE) T 2026-09-08 11-30-34.jpg" alt="" width="650" height="306" /></p> <p>Wir raten daher zunächst zu Gewinnmitnahmen. Für Trader ergibt sich vermutlich um 156 eine neue Short-Chance. Der empfohlene Put-Optionsschein notiert aktuell bei 5,43 € (Empfehlungskurs 3,86 €; +40 %).</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/Screenshot 2026-09-08 113615.png" alt="" width="650" height="272" /></p>
<p>Fresenius hat operativ ein starkes Jahr hinter sich, die Prognose zum Halbjahr deutlich angehoben und die Beteiligung an Fresenius Medical Care weiter reduziert. Dennoch liegt die Aktie 2026 rund 10 % im Minus. Auslöser des jüngsten Rückschlags sind Sorgen um Tyenne, ein wichtiges Biosimilar von Fresenius Kabi. Die seit August deutlich gesunkenen US-Verschreibungen werden vom Markt jedoch überschätzt.</p> <p>Tyenne, ein Biosimilar des Rheumamittels Tocilizumab, erzielte im ersten Halbjahr weltweit geschätzt 250 Mio. € Umsatz und damit etwa die Hälfte der Biopharma-Erlöse. In den USA lagen die wöchentlichen erfassten Verschreibungen zuletzt rund 50 % unter dem Juni-Niveau, nachdem Tyenne bei einem großen Versicherer seinen bisherigen Erstattungsstatus verloren hatte. Das klingt zunächst erheblich – der tatsächliche Ergebniseffekt dürfte aber überschaubar bleiben.</p> <p>UBS kalkuliert für das erste Halbjahr mit rund 100 Mio. € Tyenne-Umsatz in den USA. Da die verfügbaren Verschreibungsdaten nur etwa die Hälfte des Marktes abbilden und lediglich dieser Teil um 50 % zurückgegangen ist, entspricht dies insgesamt etwa 25 % Volumenverlust. Hinzu kommt: Die betroffenen Verkäufe an den Großversicherer dürften wegen hoher Rabatte 20 bis 40 % unter dem durchschnittlichen Verkaufspreis gelegen haben. Unter dem Strich errechnet UBS für das zweite Halbjahr lediglich rund 17,5 Mio. € Umsatz- und 9 Mio. € EBIT-Belastung. Das entspricht gerade einmal 0,3 % des für 2026 erwarteten Konzern-EBIT – mögliche neue Verträge als Ausgleich sind dabei noch nicht berücksichtigt.</p> <p>Der Markt macht aus einem überschaubaren Tyenne-Gegenwind ein Konzernproblem. Bei einem KGV von 11 per 2027 bietet der jüngste Kursrückgang eine attraktive Einstiegschance. Technisch bildet sich ein sogenannter Morning-Star aus den jüngsten drei Kerzen. Das ist ein Trendwendesignal. Kaufenswert!</p>
<p>Sandoz legt die Messlatte für die kommenden Jahre höher. Auf dem Kapitalmarkttag bestätigt der Generikaspezialist zunächst die Ziele für 2028: Der Umsatz soll währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, die Core-EBITDA-Marge 24 bis 26 % erreichen. Spannender sind jedoch die neuen Langfristziele.</p> <p>Bis 2030 peilt Sandoz ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum sowie eine Core-EBITDA-Marge von 25 bis 27 % an. Darin sind bereits GLP-1-Produkte enthalten. Unterstellt man 7,5 % Wachstum und eine Marge von 26 %, läge der Umsatz 2030 rund 6 % über dem Konsens, das Core EBITDA etwa 4 % darüber. </p> <p>Nach der neuen „Bio100“-Strategie will Sandoz den Umsatz bis 2032 gegenüber 2025 mehr als verdoppeln – und zwar ohne GLP-1. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 7,2 % und liegt etwa 13 % über den derzeitigen Konsenserwartungen. Gleichzeitig soll die Core-EBITDA-Marge auf mehr als 30 % steigen. Bi exakt 30 % läge das EBITDA 2035 rund 21 % über dem aktuellen Konsens.</p> <p>Motor dieser Entwicklung sind Biosimilars. Das Portfolio soll von derzeit 13 auf mehr als 100 Produkte bis 2040 wachsen. Ab 2035 will Sandoz rund 80 % der relevanten Patentabläufe abdecken, nach etwa 50 % heute. Rechnerisch wären dafür etwa sechs Biosimilar-Launches pro Jahr erforderlich. Die Produktionsbasis wird entsprechend erweitert: Rund 300 Mio. $ fließen in eine neue Biosimilar-Wirkstoffanlage im slowenischen Ljubljana, die 2029 starten und 8.000 Liter zusätzliche Biologika-Kapazität liefern soll.</p> <p>Gelingt die Industrialisierung der Biosimilar-Pipeline, könnte Sandoz über Jahre 7 % und mehr wachsen und gleichzeitig die EBITDA-Marge über 30 % steigern. Jefferies sieht ein Kursziel von 90 CH und damit rd. 35 % Kurspotenzial.<br /> <br /> <br /> </p>
<p style="text-align: justify;">Am Ölmarkt zeichnet sich derzeit eine ungewöhnliche Situation ab: Nicht unbedingt Rohöl ist das knappste Gut, sondern die Fähigkeit, daraus Diesel, Benzin und Heizöl herzustellen. Raffinerieausfälle im Nahen Osten, massive ukrainische Angriffe auf russische Anlagen und Transportprobleme haben das Angebot an raffinierten Produkten erheblich verknappt. Gleichzeitig können große Rohöltanker die höheren Transportkosten durch die Straße von Hormus wesentlich besser verkraften als die kleineren Tanker, mit denen Diesel und Benzin transportiert werden. Das Resultat ist ein zweigeteilter Markt: Rohöl bleibt verfügbar, während insbesondere Diesel immer knapper und teurer wird.</p> <p style="text-align: justify;">Die offensichtlichen Gewinner sind Raffineriekonzerne wie VALERO ENERGY, MARATHON PETROLEUM oder PHILLIPS 66. Doch hier gibt es ein Problem: Die Aktienkurse haben die Entwicklung längst entdeckt und sind teilweise regelrecht davongelaufen. Wir gehen deshalb eine Stufe tiefer und suchen nach den klassischen „Schaufelverkäufern“ des Raffineriebooms. Wenn Sie täglich neue Empfehlungen suchen, dann ist die Termin-Börse daily genau das Richtige für Sie: börsentäglich suchen wir für Sie Unternehmen, die bei anderen unter dem Radar bleiben. Probieren Sie es aus (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>BUDIMEX bleibt trotz eines Rückschlags bei der Auftragsvergabe aussichtsreich. Die polnische Straßenbaubehörde GDDKiA hat die Auswahl von Budimex für die 13,4 km lange Umgehungsstraße von Brzostek und Kołaczyce aufgehoben. Grundlage dafür war eine Entscheidung der polnischen Vergabekammer KIO, die eine Ablehnung des Budimex-Angebots und eine Neubewertung der eingereichten Angebote angeordnet hatte. Gegen das KIO-Urteil kann noch Beschwerde bei Gericht eingelegt werden. Der Auftrag hat einen Nettowert von 356,9 Mio. PLN (rund 83,5 Mio. €).</p> <p>Selbst ein endgültiger Verlust wäre operativ gut verkraftbar. Der Auftrag entspricht nur rund 2 % des Auftragsbestands von 17,86 Mrd. PLN (rund 4,18 Mrd. €). Zudem hat Budimex im ersten Halbjahr Neuaufträge über 4,89 Mrd. PLN (rund 1,14 Mrd. €) abgeschlossen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8 %, das EBIT um 2,4 %.</p> <p>Dass die Aktie seit Mai/Juni per saldo seitwärts läuft, liegt eher an der doch recht anspruchsvollen Bewertung nach der vorherigen Rally. Zudem sank der Konzern-Nettogewinn im Halbjahr um 6,5 %, vor allem belastet durch niedrigere Zinserträge. Gleichzeitig sind gute Wachstumserwartungen bereits teilweise eingepreist.</p> <p>Fazit: Der verlorene Etappensieg im Vergabeverfahren ist ärgerlich, aber kein Bruch der Investmentstory. Der hohe Auftragsbestand und die starke Vergabedynamik sprechen weiterhin für die Aktie. Budimex ist einer unserer Bernecker-Redaktionsfavoriten für das Jahr 2026.</p> <p>Oliver Kantimm, Redaktion <a href="https://bernecker.info/product?id=28">"Der Aktionärsbrief"</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf.</p>
08-Sept. 08:31
Guten Morgen aus der Redaktion: Blick auf den Yen Carry-Trade - Banken fest und bei DWS hat einer geschlafen
<p>Wegen Labor Day blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Heute Morgen zeigen die Futures wenig Richtung. Der DAX gibt in der Frühbörse rd. 0,4 % nach. Brent hält sich wegen der Spannungen am Persischen Golf bei knapp 99 Dollar, Gold gewinnt rund 0,7 % auf etwa 4.435 Dollar. Der Nikkei präsentiert sich schwächer, Südkorea und China bieten verhaltene Tendenzen ohne echten Richtungsentscheid. Wichtiger:</p> <p>Der Yen steigt auf rund 153,5 je Dollar, den höchsten Stand seit Februar. Jefferies sieht darin zunehmend Stress für Yen-finanzierte Carry Trades: Werden kreditfinanzierte Positionen zurückgeführt, kann der Yen zusätzlich steigen und zugleich Liquidität aus anderen Risikoanlagen abziehen. Darauf ist über den September zu achten!</p> <p><strong>Aus dem Tech-Sektor: </strong>Morgan Stanley und Goldman Sachs versuchen für Anthropic und OpenAI direkt nach deren geplanten IPOs Investment-Grade-Ratings zu erreichen. Damit könnten beide den 11,7 Bio. Dollar großen Corporate-Bond-Markt anzapfen und ihre enormen Infrastrukturinvestitionen günstiger finanzieren. Das würde zugleich Kreditgarantien von Partnern wie Nvidia, Oracle, Google und Broadcom perspektivisch entlasten. Das Umfeld für die Halbleiter hat sich wieder spürbar verbessert.</p> <p><strong>In Europa beobachte ich erneut neue Top-Kurse für viele Bankentitel.</strong> Der Trend wurde hinlänglich und früh von uns beschrieben. Er bleibt intakt.</p> <p>Jefferies stuft DWS von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hebt das Kursziel drastisch von 51 auf 90 Euro. Genannt werden die deutsche Altersvorsorge-Reform, ETF-Sparpläne und das 500-Mrd.-Euro-Infrastrukturprogramm. Die Zielerhöung in diesem Ausmaß ommt etwas spät, ist aber in der Tendenz richtig.</p> <p>Infineon gewann gestern rund 6 %: Warburg erhöhte von „Hold“ auf „Buy“, Ziel 84 Euro. Deutsche Bank bestätigt „Buy“ mit 85 Euro und sieht das Wachstum bei KI-Rechenzentren beschleunigt.</p> <p>Die UBS hat die Einstufung für ASML mit einem Kursziel von 2350 Euro auf "Buy" belassen. Zeiss als wichtigster Zulieferer vertrat letzte Woche die Meinung, dass die chinesische Konkurrenz bei EUV 15 Jahre technologisch zurückängt.</p> <p>Sie möchten regelmäßig am Puls des Marktes sein? Hier gehts zum Bernecker Newspilot: <a href="https://www.bernecker.info/">https://www.bernecker.info/</a></p> <p>Volker Schulz</p> <p>Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe </p> <p> </p> <p> </p> <p> </p>
<p>Aufgrund der Aktualität veröffentlichen wir diesen Beitrag vorab:</p> <p>Cybersecurity-Spekulation des Tages: SECUNET</p> <p>SECUNET rückt nach dem schweren Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung in den Fokus. Hacker drangen im August in Teile des Landesnetzes ein und veröffentlichten später rund 1,44 Mio. Dateien mit 5,8 Terabyte Daten. Betroffen waren unter anderem die Bau- und Verkehrsverwaltung. Nach Medienrecherchen befinden sich darunter auch Informationen mit möglicher Relevanz für kritische Infrastruktur und die nationale Sicherheit. Die Auswertung dauert noch an. SECUNET besitzt hier eine besondere Stellung. Das Unternehmen ist IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik und entwickelte gemeinsam mit dem BSI die SINA-Architektur. Mehrere SINA-Lösungen sind für die Verarbeitung von Verschlusssachen bis „GEHEIM“ zugelassen. 2025 entfielen rund 90 % des Umsatzes auf den Public Sector. Im ersten Halbjahr 2026 wuchs dieses Geschäft um 29 %, während der konzernweite Auftragseingang sogar um 79 % zulegte. Steigende staatliche Cybersecurity-Ausgaben bieten daher erhebliches zusätzliches Wachstumspotenzial. Der Vorfall in Berlin offenbart dringenden Investitionsbedarf in deutschen Behörden. SECUNET zählt zu den direktesten börsennotierten Profiteuren höherer deutscher IT-Sicherheitsbudgets.</p> <p>Fazit: Die Aktie ist ein spekulativer Kauf. </p>
<p>Die großen Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück rechnet mit einer höheren Schadenbelastung aufgrund vermehrter wetterbedingter Naturkatastrophen. Überschwemmungen, Dürren, Hagel, Waldbrände und schwere Gewitter dürften langfristig zu höheren Schadenbelastungen führen und die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz weiter antreiben, ließ Hannover Rück auf dem jährlichen Treffen der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo („Rendez-Vous de Septembre“) verlauten. Besonders sogenannte „Non-Peak Perils“ wie Hagelstürme entwickeln sich laut Münchener Rück zu einem wachsenden Risiko. Die Schäden einzelner Ereignisse seien zwar geringer als bei Erdbeben oder Hurrikans, summierten sich inzwischen jedoch zu erheblichen Belastungen. Swiss Re sieht Waldbrände als weltweit am stärksten wachsendes Wetterrisiko. In Europa stiegen die versicherten Waldbrandschäden in den vergangenen Jahrzehnten Schätzungen zufolge jährlich um 8 bis 11 %. Laut dem weltweit zweigrößten Rückversicherungskonzern sollen die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen dabei jährlich um 5 bis 7 % zulegen.</p> <p>Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion</p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p>
<p>DEUTSCHE BANK Research hat in einer neuen Studie zu INFINEON das Kursziel bei 85 Euro mit der Einstufung auf "Buy" belassen. Als Grund gab die Studie an, dass das hohe Wachstumspotenzial über 2026 hinaus untermauert worden sei. Die Gewinn- und Umsatzzahlen für das vierte Quartal dürfte INFINEON am 10.11.2026 vorlegen. Das Papier klettert aber heute schon kräftig nach oben.</p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="https://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsen-Erfahrung via Facebook: Besuchen und abonnieren Sie kostenlos die Facebook-Seite der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH: <a href="https://www.facebook.com/bernecker.info">www.facebook.com/bernecker.info</a></p>
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