<p>Offenbar hat es hochrangige Gespräche einer rund 30-köpfigen LG-Delegation im NVIDIA-Hauptquartier in Santa Clara gegeben. Damit rückt die Anfang Juni angekündigte Kooperation in KI-Infrastruktur, Robotik und „Physical AI“ näher an konkrete Projekte. Nvidia nennt LG Electronics, LG Energy Solution, LG Uplus und LG CNS als Partner für skalierbare KI-Fabriken auf Basis von Nvidida DSX. Für Anleger wird LG damit nicht mehr nur als Hersteller von Fernsehern und Haushaltsgeräten gesehen, sondern als möglicher Industriepartner für Rechenzentren, digitale Zwillinge, Serviceroboter und intelligente Fabriken.</p> <p>Dies ist ein Auszug aus unserem Brief <a href="http://www.bernecker.info/aktionaersbrief">„Der Aktionärsbrief“</a>, Ausgabe 26.</p> <p>Schlaglichter dieser Ausgabe:</p> <p> Kapriolen bei Halbleiter- und Softwareaktien </p> <p> DT. TELEKOM: Bodenbildung? </p> <p> US-Nischenplayer jetzt kaufen</p> <p> Australien unter der Lupe - Deep Dive mit 5 Empfehlungen</p> <p> Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="https://www.bernecker.info/">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p> <p>Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info</p>
<p>INIT hat sich über die Ausgabe von einer Million neuer Aktien frisches Kapital beschafft und dabei rund 47 Mio. Euro eingenommen. Die Mittel sollen in Großprojekte, mögliche Übernahmen und weiteres Wachstum fließen.</p> <p>Berenberg senkte das Kursziel nach der Kapitalerhöhung zwar von 70,00 auf 67,50 Euro, bestätigte aber die Kaufempfehlung. Analyst Robert-Jan van der Horst hält eine größere Akquisition kurzfristig für wahrscheinlich.</p> <p>Da der Vorstand bereits zuvor Übernahmepläne angedeutet hatte, kommt die Maßnahme nicht überraschend. Auch die Finanzierung über den Kapitalmarkt war absehbar. Die Investmentstory bleibt langfristig voll intakt. Neue Käufe im Bereich 41 € vormerken.</p>
<p>Verteidigungsminister Boris Pistorius wird das F-126-Fregattenprogramm (vier NATO-Fregatten zur U-Boot-Abwehr mit geplanter Auslieferung ab 2028) voraussichtlich endgültig beenden. Die RHEINMETALL-Tochter NVL galt bislang als potenzieller Retter des mehr als 12 Mrd. € schweren Projekts. Stattdessen setzt die Bundesregierung wohl auf die Meko-200-Fregatten von TKMS und man geht offenbar zu einer „effizientere Verwendung“ des Verteidigungsbudgets über. Die Wachstumsstory der Marinesparte und die Übernahme von NVL bekommt einen Riss. Per 2030 ist der Effekt in der Marinesparte auf etwa 2 Mrd. € weniger Umsatz zu taxieren. Dafür wird RHEINMETALL aber auch Umsetzungsrisiken los. Auf EBIT-Ebene sind bei geschätzt ca. 12 – 13 % EBIT-Marge ca. 250 Mio. € buchstäblich versunken. Die Marinesparte macht weniger als 10 % des Konzernumsatzes aus, sodass die Auswirkungen auf den Gesamtkonzern begrenzt bleiben. Die Kursreaktion von zeitweise -20 % ist Ausdruck dessen, dass Rüstungskonzerne stark mit Fokus auf künftige Aufträge bewertet werden, ist allerdings hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisrelevanz übertrieben.</p> <p>Fazit: Trading-Chance auf Niveau des April-Tiefs mit enger Risikoabsicherung (max. 7 %).</p> <p><img src="https://bernecker.info/images_external/Horntrich Charts/RHM GR Equity (Rheinmetall AG) F 2026-06-24 15-55-10.jpg" alt="" width="650" height="373" /></p>
<p>Im Juni verbesserte sich das Geschäftsklima in Deutschland leicht, abzulesen am ifo-Geschäftsklimaindex, der auf 85,6 Punkte kletterte. Die Lagebeurteilung der Unternehmen hat sich auf 87 Punkte erhöht, während die Geschäftserwartungen auf 84,1 Punkte stiegen. Insgesamt liegen die Werte im Rahmen der Erwartungen, zeigen jedoch eine leichte Aufhellung der Konjunkturstimmung. </p> <p>Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a></p> <p>Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter <a href="http://www.bernecker.info">www.bernecker.info</a> im Abo oder im Einzelabruf!</p>
<p>Ein Bericht des Spiegel hat die Aktien deutscher Rüstungskonzerne kräftig durcheinandergewirbelt. Während die Papiere von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zeitweise um mehr als 11 % zulegten, verlor Rheinmetall über 12 % an Wert. Auslöser ist die Meldung, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius das bisherige Fregattenprojekt F126 offenbar nicht weiterverfolgen und stattdessen auf Fregatten des Typs Meko-200 von TKMS setzen will.</p> <p>Besonders hart träfe dies Rheinmetall, da der Konzern erst vor Kurzem den Schiffbauer Naval Vessels Lürssen (NVL) übernommen hat, der als Generalunternehmer für das F126-Programm vorgesehen war. Analyst David Perry von JPMorgan bezeichnete die Entwicklung als „herben Rückschlag“ und bezifferte den potenziell gefährdeten Auftragswert auf rund 12 Mrd. €. Damit könnten die Düsseldorfer ihre ambitionierten Ziele beim Auftragseingang im laufenden Jahr verfehlen.</p> <p>Für TKMS würde die Entscheidung hingegen einen bedeutenden Erfolg im Wettbewerb um Großaufträge der Marine bedeuten und die starke Position im europäischen Kriegsschiffbau weiter festigen. Noch ist allerdings offen, ob das F126-Projekt endgültig gestoppt wird. Denkbar wäre auch, dass NVL künftig andere Marineaufträge erhält oder als Subunternehmer an einem alternativen Programm beteiligt wird. Die heftigen Kursreaktionen zeigen jedoch, wie stark die Erwartungen an die Auftragsdynamik im Verteidigungssektor inzwischen in den Bewertungen eingepreist sind.</p>
<p>Die Logistikbranche steht vor einer spürbaren Entlastung auf der Kostenseite. Nachdem die volatilen Energiepreise der vergangenen Jahre die zyklische Erholung der globalen Wirtschaft belasteten, deutet sich eine nachhaltige Entspannung an: Prognosen zufolge konsolidieren sich die Rohölnotierungen (Brent) spürbar nach unten.</p> <p style="text-align: justify;">Da Treibstoffkosten traditionell zwischen 35 und 40 % der operativen Kosten im schweren Straßentransport sowie in der Luftfracht ausmachen, wirkt dieser Preisrückgang wie ein automatisches Effizienzprogramm. Unternehmen, die parallel dazu ihre internen Hausaufgaben bei der Restrukturierung gemacht haben, stehen vor einer nachhaltigen Margenexpansion. Unsere fundamentale Einschätzung zu drei Schwergewichten der Branche finden sie in der Termin-Börse daily (<a href="https://www.bernecker.info/tb-daily">KLICK HIER</a>).</p>
<p>Auf dem heute terminierten Investor Day dürfte der US-Chiphersteller seine Strategie präsentieren, sich von der hohen Abhängigkeit vom Smartphone-Geschäft zu lösen und zu einem breit aufgestellten Anbieter von KI-Rechenleistung zu entwickeln. Neben Anwendungen im Automobilbereich, IoT und Edge-KI rückt dabei insbesondere das Rechenzentrumsgeschäft in den Fokus. Daraus ergibt sich für Qualcomm bis 2028 ein Umsatzpotenzial von rund 10 Mrd. $ im Bereich Data Center und KI, wobei erste Erfolge bereits durch den 200-MW-Auftrag des saudischen KI-Projekts HUMAIN sowie einen bislang nicht näher benannten Hyperscaler-Kunden sichtbar werden.</p> <p>Der Vorstoß in den KI-Markt erfolgt jedoch in einem Umfeld intensiver Konkurrenz. Qualcomm tritt gegen etablierte Schwergewichte wie Nvidia, AMD, Broadcom, Marvell und ARM an. Hinzu kommen proprietäre Entwicklungen großer Cloud-Anbieter wie Amazons Graviton-Prozessoren oder Googles Axion-Chips. Auf dem Investor Day wären daher konkrete Details zur neuen „Dragonfly“-Rechenzentrumsplattform, den geplanten KI-Beschleunigern AI200 und AI250 sowie weitere Kunden- und Partnerschaftsankündigungen wichtig.</p> <p>Strategisch ist der Schritt nachvollziehbar. Qualcomm verfügt über langjährige Erfahrung bei energieeffizienten Prozessoren und KI-Beschleunigern für mobile Endgeräte. Gelingt der Transfer dieser Kompetenzen in Rechenzentren, wird das Unternehmen vom Trend zu agentischer KI, Edge-Computing und physischer KI in Robotern profitieren. Langfristig wäre sogar denkbar, dass die Mehrheit der Umsätze aus den Bereichen KI, Rechenzentren, Automotive und IoT stammt, während Smartphones an Bedeutung verlieren.</p> <p>Ein Teil des möglichen Erfolgs ist bereits im Aktienkurs eingepreist. Die Bewertungskorrektur läuft gerade. Wir warten das Ergebnis des Investor Days ab, bevor wir neu investieren.<br /> <br /> </p>
<p>Mit dem Erwerb weiterer 35 % am Übertragungsnetzbetreiber Amprion setzt RWE ein überraschendes strategisches Signal. Damit erhöht RWE den Anteil direkt auf 55 % und macht Amprion damit faktisch zu einem strategischen Kerninvestment. Dies bedeutet eine teilweise Abkehr vom bisherigen Fokus als reiner Betreiber von Erneuerbare-Energien- und Kraftwerksanlagen und eröffnet gleichzeitig den Zugang zu einem der attraktivsten regulierten Infrastrukturmärkte Europas. Für 3,6 Mrd. erwirbt RWE die zusätzlichen Anteile zu einer Bewertung von insgesamt rd. 10 Mrd. € und lediglich 1,07 des für 2027 erwarteten regulierten Anlagevermögens (RAB) beziehungsweise dem 13,9-Fachen des erwarteten Gewinns. Das RAB ist der Wert aller Netzanlagen, auf die der Regulierer dem Unternehmen eine Rendite zugesteht. Bezogen auf das RAB ist die Übernahme ca. 20 % günstiger als die übliche Marktbewertung. Besonders attraktiv ist das Wachstumspotenzial: Das regulierte Anlagevermögen von Amprion soll von 16,5 Mrd. € im Jahr 2025 auf rund 60 Mrd. € im Jahr 2031 steigen, was einem jährlichen Wachstum von mehr als 18 % entspricht. Basierend auf der heutigen Bewertung, könnte RWEs Anteil bis 2031 einen Wert von rund 15,5 Mrd. € erreichen. Die Finanzierung erfolgt etwas überraschend über eine Kapitalerhöhung in Höhe von 4 Mrd. €.</p> <p>Fazit: RWE gewinnt an Attraktivität und operativer Stabilität – kaufenswert.</p>
<p><strong>Der weltweite Paketlogistiker meldete für sein fiskalisches Schlussquartal 12,6 % Umsatzplus auf 25,0 Mrd. $.</strong> Sowie den bereinigten EPS-Anstieg auf 6,31 $ (vor einem Jahr: 6,07 $). CEO Raj Subramaniam betonte, die Wachstumsstrategie sei profitabel und die Abspaltung von FEDEX FREIGHT ein Erfolg.</p> <p><strong>Parallel zu dieser Abtrennung begann am 1. Juni für FEDEX ein Rumpfgeschäftsjahr bis 31. Dezember, so dass ab 2027 Geschäfts- und Kalenderjahr übereinstimmen.</strong> Die gestern gezeigte Jahresprognose bezieht sich auf das Kalenderjahr 2026: Bei ca. 11 % mehr Umsatz soll das EPS 16,90 bis 18,10 $ betragen, ausdrücklich im unveränderten Rahmen (ohne externe Schocks).</p> <p><strong>Dies war aus Sicht der Analysten (ihr Ansatz: 19,90 $ je Aktie) klar enttäuschend. </strong>Die FEDEX-Aktie sackte nachbörslich 6,5 % ab, ein Kauf bietet sich zurzeit nicht an.</p> <p>Helmut Gellermann</p> <p>Börsianer lesen Bernecker daily.</p>
<p><strong>So heiß wie die Temeraturen, geht es aktuell im Tech-Sektor zur Sache.</strong></p> <p>Die globalen Aktienmärkte konnten ihre anfänglichen Gewinne am Mittwoch nicht halten. Nach dem massiven Technologie-Ausverkauf am Dienstag bleib die Erholung heute aus. Im Mittelpunkt steht nun die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Micron Technology. Ich erwarte bombastische Zahlen. Ob das der Markt das honorieren wird, steht nach + 250 % seit Jahresbeginn auf einem anderen Blatt.</p> <p>Allerdings: Es ist der dritte Tageseinbruch im Juni im Chip-Sektor (s. Grafik unten). Dem folgte zwei mal anschließend die Fortsetzung der Rally.</p> <p>Beim Pendant SK Hynix hatte ich letzte Woche die Position auch aufgrund einer inzwischen massiven Übergewichtung im Depot knapp halbiert. Zum aktuellen Stand:</p> <p>Der MSCI All Country World Index verlor 0,1 %, die Asiaten verlieren im Schnitt um 0,4 %. US-Aktienfutures notierten leicht im Plus und der DAX zeigt um 24.900 seit gestern relative Stärke.</p> <p>Der Dollar stieg auf ein Siebenmonatshoch. Das bringt Rohstoffe unter Druck. Gold bleibt im Baisse-Modus und statet den Test der 4.000er Marke. Brent-Öl gibt weiter nach mit 76,60 $, was für die Inflationserwartungen weiter positiv ist. Vor diesem Hintergrund:</p> <p>Ist Warsh wirklich ein Falke? Diese Frage beantworten wir im <strong>Aktionärsbrief </strong>abrufbar auch in der Einzelausgabe heute ab 15 Uhr im <strong>Börsenkiosk (<a href="https://boersenkiosk.de/">https://boersenkiosk.de/</a>).</strong> Im Gepäck habe ich auch einen Deep Dive für Australien mit spannenden Einzelwerten sowie ein Parkettgeflüster aus dem Biotech-Sektor. <br /><br /><strong>KI- und Halbleiterwerte bleiben heute Morgen tendenziell unter Druck</strong></p> <p>Der Ausverkauf konzentriert sich weiterhin auf den Technologiesektor und insbesondere auf KI- und Chipwerte.</p> <p>Die Aktie von TSMC, die mehr als 10 % des asiatischen Leitindex ausmacht, verlor über 3 %. Am Vortag hatte sich der Wert noch deutlich besser gehalten als viele andere Technologietitel.</p> <p><strong>Südkorea</strong></p> <p>Der Kospi konnte anfängliche Gewinne nicht verteidigen. Samsung Electronics wurde von Berichten über ein mögliches Aktienrückkaufprogramm gestützt. Dennoch blieb die Unsicherheit im Halbleitersektor hoch.<br /><br /></p> <p>Ihr Volker Schulz (Bernecker Redaktion)</p> <p> </p>
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Volker Schulz
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