Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Bernecker Team
Das institutionelle Kapital zieht sich stückweise aus den heißgelaufenen KI- und Halbleiterwerten zurück (trotz den MICRON-Zahlen) und schichtet massiv in Branchen um, die in den letzten Quartalen sträflich vernachlässigt wurden. Im Fokus dieser großen Sommerrotation steht ganz klar das Gesundheitswesen. Hier finden sich noch echte Substanzwerte mit exzellenten Cashflows, enormer Preismacht und hochattraktiven Bewertungen, die von den breiten Marktsorgen völlig unbeeindruckt bleiben. Diese Woche in der Termin-Börse mit dabei: ein französischer Pharmagigant, ein deutscher Turnaround-Kandidat, zwei deutsche Versicherungsunternehmen und drei Werte, die den Tech- und KI-Boom für sich nutzen.
Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (KLICK HIER).
Oliver Kantimm
Redakteur
Der Kurs liegt aktuell bei rund 59.300 $ und fiel im Tagestief bis auf 58.189 $. Damit ist die Marke von 60.000 $ erneut klar gebrochen. Unmittelbar notierte Bitcoin bereits am 24./25. Juni in dieser Zone. Vor der Juni-Korrektur war ein Niveau unter 60.000 $ zuletzt im Oktober 2024 erreicht worden.
Die Gründe liegen vor allem in der Kombination aus Mittelabflüssen und Makrodruck. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt deutliche Abflüsse. Damit fehlt ein zentraler Nachfragekanal, der den Aufschwung zuvor getragen hatte. Zugleich belasten die wieder restriktiveren Zinserwartungen in den USA. Höhere Renditen und ein fester Dollar sind für Bitcoin ungünstig, weil der Coin keine laufenden Erträge bietet. Hinzu kommt eine Kapitalrotation: Seit einigen Wochen erfolgt eine Liquiditäts- und Aufmerksamkeitsrotation hinein in KI-, Halbleiter- und große Börsenstorys. Das schwächt die relative Attraktivität von Krypto. Das ist insofern ungewöhnlich, weil sich Kryptos und Technologieaktien bisher stimmungsmäßig eigentlich oft ähnlich bewegt haben, jetzt aber offenbar zu Konkurrenten im selben spekulativen Liquiditätspool geworden sind.
Technisch verschärfen gehebelte Positionen den Abverkauf. Wenn Long-Positionen zwangsweise liquidiert werden, entsteht zusätzlicher Verkaufsdruck. Belastend wirkt auch die Diskussion um große börsennotierte Bitcoin-Halter wie Strategy. Verkäufe oder Zweifel an der Refinanzierung solcher Vehikel treffen unmittelbar die Marktpsychologie.
Eine schnelle Stimmungsaufhellung braucht klare Signale. Dazu zählen wieder steigende ETF-Zuflüsse, sinkende US-Renditen, ein schwächerer Dollar und eine Rückeroberung der Zone um 60.000 bis 63.000 $. Ohne diese Bestätigung bleibt der Markt anfällig. Eine technische Gegenbewegung ist zwar möglich, aber der übergeordnete Trend zeigt vorerst weiter abwärts.
Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse oder Die Actien-Börse Institutionell.
Jens Brahm
Redakteur
Wir führen momentan 32 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 67 %. In dieser Woche haben einen limitierten Nachkauf vorgenommen, zwei Analysen veröffentlicht und drei Ziele angepasst. Heute reichen wir ein erstes Ziel nach, ändern ein Rating und heben zwei Stops an. Betroffen sind unter anderem Alphabet, Zijin Mining, SK Hynix, Micron, Porr, CATL, SAP und Puma. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.
An der Wall Street trennt sich die Spreu vom Weizen und der DAX verharrt in seiner stabilen Seitenlage. Unterm Strich schlug sich das deutsche Börsenbarometer diese Woche besser als zuletzt. Das gilt auch für den DOW JONES, der gestern sogar ein neues Allzeithoch markierte. Im Technologiesektor wird zunehmend differenziert. Kapital fließt von den Hyperscalern in Richtung Speicherspezialisten.
Die Woche:
Am Montag haben wir in dem Artikel FOMO bei Hyperscalern die Analystenschätzungen zu Micron beleuchtet und erläutert warum die Kurse der Speicherspezialisten Micron und SK Hynix explodieren. In dem Artikel haben wir auch die Kursziele von Porr und SK Hynix angehoben. Bei Micron sind wir Ihnen noch das erste Ziel schuldig. Alle Details dazu unten in Stichpunkten. Weiterlesen...
Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat bei ZALANDO eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen nämlich konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Die möglichen Verstöße stehen im Kontext der About-You-Übernahme. Hier hatte ZALANDO im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der About You möglicherweise fehlerhaft unterlassen. Auf das Ergebnis muss gewartet werden, die Anleger halten jedoch nicht still - sie strafen ZALANDO heute ordentlich ab.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!
Volker Schulz
Redaktionsleiter
SpaceX prüft den direkten Einstieg in den US-Mobilfunkmarkt. Starlink könnte künftig eigene Mobilfunkverträge an Endkunden verkaufen und damit vom Partner zum Konkurrenten von Verizon, AT&T und T-Mobile US werden.
Die Hürden gelten aber als hoch: SpaceX verfügt nur über 65 MHz Spektrum, die drei großen US-Anbieter zusammen über rund 1.020 MHz. Wahrscheinlicher ist zunächst, dass SpaceX mit den Plänen bessere Konditionen bei Netzpartnern erzwingen will. Das Thema ist aber definitiv beobachtenswert.
Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Helmut Gellermann
Redakteur
Mit - 6,1 % war APPLE gestern größter Tagesverlierer im S&P 500, weil gestiegene Kosten für Speicherchips (DRAM und NAND) die Produkte des iKonzerns deutlich verteuern. Die konkreten Preisschritte bei MacBooks und iPads liegen bei typischerweise 100 bis 300 $ je Gerät. Zur Einführung des iPhones 18 im September ist auch in dieser Produktkategorie mit höheren Verkaufspreisen zu rechnen.
Der Börsenwert des gesamten Konzerns reduzierte sich gestern um 263 Mrd. $ auf knapp mehr als 4 Bio. $. Die APPLE-Aktie war am 2. Juni als letzter Titel der Mag 7 in einen Abwärtstrend geschwenkt und gab seitdem 12 % nach. Zurzeit daher kein Einstieg.
Im Chart: APPLE mit Zulieferer Hon HAI PRECISION.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker daily.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der gestrigen Hochstimmung im Tech-Sektor infolge der Micron-Zahlen folgt heute die Ernüchterung in Asien mit Gewinnmitnahmen im Sektor auf breiter Front. Darin liegen keine neuen fundamentalen Erkenntnisse, sondern reine überkaufte Markttechnik.
Als Auslöser gilt der Kurseinbruch bei Apple nach Preiserhöhungen für Macs und iPads sowie ein Bericht, wonach OpenAI einen Börsengang möglicherweise auf 2027 verschiebt. Das kostetet Softbank zeitweise bis zu 14 %.
Besonders Halbleiterwerte geraten nach ihrer starken Rally unter Verkaufsdruck. Der Kospi verlor zwischenzeitlich bis zu 9 %, der Nikkei 225 fiel um 4,5 %, belastet von deutlichen Abschlägen bei SK Hynix, Samsung, Kioxia und SoftBank.
Apple-Zulieferer leiden unter der Sorge, dass steigende Speicherpreise die Nachfrage nach Endgeräten bremsen und den Speicherboom abschwächen könnten.
Bei den Rohstoffen notiert Gold knapp über 4.000 Dollar je Unze, Silber gibt nach und Eisenerz steuert auf die siebte Verlustwoche in Folge zu. Belastet wird der Markt durch eine saisonal schwächere Nachfrage aus China und sinkende Margen der Stahlhersteller.
Der PCE-Preisindex in den USA stieg im Mai auf 4,1 %, die Kerninflation auf 3,4 %. Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Fed-Ziel von 2 %. Wichtiger für mich: Die 10-jährigen Break-even-Inflationsraten fielen von über 2,5 % Mitte Mai auf rund 2,2 %, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Das geht in die richtige Richtung und entlastet den Bond-Markt. Kurzum:
Die Marktbreite wirkt stabil. Der Dow Jones schaffte gestern sogar ein neues Allzeithoch. Bank-Aktien und Pharma-Werte sehen gut aus. Der Halbleitersektor ist ab jetzt kein Selbstläufer mehr.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/
Helmut Gellermann
Redakteur
Die britische Private-Equity-Gesellschaft 3I GROUP ist heute mit ca. 12 % der Tagessieger in London. Auslöser sind gute Zahlen des Einzelhändlers Action, auf den ca. 70 % der von 3I GROUP kontrollierten Beteiligungen entfallen. Nach einer Durststrecke meldete Action ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,3 % sowie ein planmäßiges Expansionstempo (105 neue Stores bisher in 2026). Auf der heutigen Generalversammlung berichtete das 3I-Management zudem, dass die weiteren Portfoliounternehmen sich positiv im Rahmen der Erwartungen entwickeln.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker daily.


