Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die japanische Regierung hat in einer weltweit ersten Zulassung dieser Art ein Medikament zur therapeutischen Behandlung von Neurofibromatose Typ 2 (NF2) zugelassen. Dabei handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung, die die Hörnerven betrifft und für Schwindel und Hörverlust sorgt. Das zuständige Ministerium genehmigte die erweiterte Anwendung von Avastin zur Behandlung von NF2. Bisher gab es kein wirksames Medikament zur Behandlung der Erkrankung. Das durchschnittliche Sterbealter liegt bei 36 Jahren. Gür ROCHE bedeutet das heute Schwung nach oben - ganz entgegen den Marktvibrationen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Nach den gestrigen Short-Ideen auf einzelne KI- und Softwarewerte erweitern wir heute den Blick. Denn die Schwäche im Technologiesektor beschränkt sich nicht nur auf hoch bewertete KI-Fantasiewerte. Besonders auffällig ist inzwischen auch der Druck auf klassische Softwareunternehmen. Viele dieser Geschäftsmodelle galten lange als nahezu unangreifbar: hohe wiederkehrende Umsätze, starke Kundenbindung, attraktive Margen und stetig steigende Abonnementerlöse.
Doch genau diese Gewissheiten werden gerade neu bewertet. Künstliche Intelligenz ist für Softwareunternehmen nicht nur eine Chance, sondern auch ein Angriff auf Teile des bestehenden Geschäftsmodells. Wenn Unternehmen künftig mehr Prozesse selbst automatisieren, weniger Nutzerlizenzen benötigen oder einzelne Softwarefunktionen durch KI-Agenten ersetzen können, geraten klassische Abomodelle unter Druck. Der Markt beginnt diese Frage inzwischen sehr ernst zu nehmen.
Deshalb suchen wir heute erneut nicht nach schwachen Unternehmen im klassischen Sinn. Wir suchen nach Aktien, bei denen gute Geschäftsqualität, hohe Erwartungen und angeschlagene Kursverläufe aufeinandertreffen. Genau dort können technische Gegenbewegungen nach unten besonders dynamisch ausfallen.
Unsere drei neuen Short-Ideen richten sich damit erneut nicht gegen Technologie an sich. Sie richten sich gegen überdehnte Erwartungen in einem Marktsegment, das lange als fast unangreifbar galt. Unsere Empfehlungen gibt es in der Terminbörse daily (KLICK HIER).
Markus Horntrich
Redakteur
Für Nordex entwickelt sich der US-Markt zunehmend zu einem wichtigen Wachstumstreiber. Das Unternehmen hat drei neue Aufträge aus den Vereinigten Staaten mit einem Gesamtvolumen von 484 MW erhalten und damit die bislang größten konkreten Fortschritte bei der Expansion in den weltweit zweitgrößten Windenergiemarkt erzielt.
Die Aufträge ( Auftraggeber nicht genannt) umfassen zum einen ein Projekt über rund 154 MW mit 32 Turbinen des Typs N133/4.8. Hinzu kommen zwei weitere Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 330 MW, die mit 56 Turbinen der leistungsstärkeren N163/5.X-Plattform ausgestattet werden. Insgesamt summieren sich die Bestellungen auf 88 Turbinen und unterstreichen die Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios im US-Markt.
Besondere Bedeutung erhält die Meldung vor dem Hintergrund, dass Nordex bislang nur begrenzt im US-Geschäft vertreten war. Neben dem bereits 2025 verbuchten, unter Vorbehalt stehenden Großauftrag von rund 1,1 GW des Energieversorgers Alliant Energy sind die neuen Bestellungen die ersten größeren Aufträge mehrerer unabhängiger Kunden. Dies deutet darauf hin, dass Nordex zunehmend Marktanteile in einem Umfeld gewinnen kann, das bislang von den großen US- und internationalen Turbinenherstellern dominiert wurde.
Das zusätzliche Auftragsvolumen stärkt die Visibilität für die kommenden Quartale und könnte die Erwartungen an den Auftragseingang 2026 nach oben verschieben. Da der Windenergiemarkt in den USA von einer Modernisierung des Stromnetzes, steigenden Strombedarfen durch Rechenzentren und einer zunehmenden Elektrifizierung der Wirtschaft profitiert, eröffnet sich für Nordex ein attraktiver Wachstumsmarkt.
Die neuen Aufträge sind zwar für sich genommen Standard, liefern jedoch einen wichtigen Beleg dafür, dass die US-Markteintrittsstrategie an Dynamik gewinnt.
Helmut Gellermann
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
Die internationalen Aktienmärkte stehen unter Druck, Gewinne bei Technologiewerten werden mitgenommen während der Markt auf weitere Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran wartet.
Der südkoreanische Kospi zeigt sich um mehr als 6 % rückläufig, die US-Futures zeigen durch die Bank rote Vorzeichen, das Größte mit -1,4 % beim Nasdaq 100. Die KI- Und Halbleiterrallye macht ein Pause.
Am Mittwoch kommt der nächste Impulsgeber für die KI-Szene mit den Quartalszahlen des Speicherchip-Herstellers Micron Technology. Der Markt erwartet ein „Beat and raise“, sprich starke Zahlen mit Prognoseanhebung.
Am Ölmarkt sorgten die Gespräche zwischen Washington und Teheran für Entspannung. Brent-Rohöl fiel unter 78 Dollar je Barrel, nachdem die USA und der Iran Fortschritte bei Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen signalisiert hatten. Zusätzlichen Druck auf die Ölpreise übte eine von den USA erteilte 60-Tage-Lizenz aus, die dem Iran wieder den Verkauf von Öl auf dem Weltmarkt ermöglicht.
An den Anleihemärkten stabilisierten sich die Kurse nach den Verlusten vom Vortag. Belastend wirken weiterhin die zuletzt eher restriktiven Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh. Anleger blicken nun auf die US-Konsumdaten und insbesondere den Kern-PCE-Preisindex am Donnerstag, der als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank gilt.
Auch Edelmetalle gerieten unter Druck. Gold verlor mehr als 1 %, Silber sogar über 3 %. Bitcoin fiel um rund 1 %.
Die Märkte bleiben damit in einer Phase erhöhter Nervosität. Mit den Quartalszahlen von Micron und einer potenziellen Lösung im Iran-Konflikt stehen jedoch potenzielle positive Katalysatoren bevor.
Oliver Kantimm
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
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Georg Sures
Redakteur
Der Industrieverband BDI senkt seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr und rechnet jetzt nur noch mit einem Wachstum von 0,4 %. Im Januar war der BDI noch ein Wachstum von 1 % für 2026 prognostiziert. Hauptgrund für die reduzierte Wachstumsprognose ist der Iran-Krieg, der seit Ende Februar zu höheren Energiepreisen und gestörten Lieferketten geführt hat. Laut BDI-Präsident Peter Leibinger sei die Lage der deutschen Industrie kritisch, aber nicht hoffnungslos. Leibinger fordert jetzt von der Bundesregierung vermehrte Reformanstrengungen.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Markus Horntrich
Redakteur
Der Energiekonzern RWE könnte vor einer strategisch bedeutsamen Erweiterung seines Engagements im deutschen Stromnetz stehen. Laut einem Bericht von Bloomberg führt RWE fortgeschrittene Gespräche über den Erwerb weiterer Anteile am Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Im Fokus stehen dabei Beteiligungen von bis zu 17 % des Versicherers Swiss Life sowie rund 24 % der Beteiligungsgesellschaft AEBG. Da diese Anteile über die Holding M31 gehalten werden, könnte sich die wirtschaftliche Beteiligung von RWE an Amprion von derzeit 25,1 % auf etwa 55 % erhöhen.
Die kolportierte Bewertung von Amprion liegt bei rund 10 Mrd. Euro Eigenkapitalwert. Auf Basis des bereinigten Jahresüberschusses von 672 Mio. Euro für 2025 entspräche dies einem KGV von rund 15. Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 27 % pro Jahr bis 2030 dürfte das Bewertungsniveau auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken. Damit würde Amprion weiterhin unter der Bewertung vergleichbarer europäischer Netzbetreiber gehandelt.
Für RWE wäre die Transaktion vor allem finanziell attraktiv. Analysten von Jefferies schätzen, dass die zusätzliche Beteiligung bereits 2026 einen positiven Ergebnisbeitrag von rund 90 Mio. Euro liefern könnte. Das entspräche einer Gewinnsteigerung von etwa 5 % gegenüber den bisherigen Schätzungen. Trotz eines potenziellen Kaufpreises von rund 3 Mrd. Euro würde sich die Verschuldung lediglich von aktuell 2,6 auf etwa 3,1 Mal EBITDA erhöhen und damit weiterhin innerhalb der von RWE angestrebten Bandbreite von 3,0 bis 3,5 bewegen.
Strategisch würde RWE damit sein Engagement in einem besonders attraktiven Bereich des Energiesektors ausbauen. Übertragungsnetze profitieren von langfristig regulierten Erträgen und erheblichen Investitionen in den Ausbau der Strominfrastruktur. Angesichts des anhaltenden Ausbaus erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung von Industrie und Verkehr dürfte der Investitionsbedarf in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen.
Fazit: Sollte die Transaktion zustande kommen, wäre sie aus Investorensicht klar positiv. RWE könnte freie Bilanzkapazitäten in ein wachstumsstarkes und defensives Infrastrukturgeschäft investieren, das attraktive Renditen bei vergleichsweise geringem Risiko verspricht und gleichzeitig das Gewinnwachstum des Konzerns unterstützt.


