Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
Bei SGL Carbon sorgt eine Prognoseanhebung für neuen Schwung. Der Spezialgraphit- und Carbonfaserhersteller erwartet 2026 nun ein bereinigtes EBITDA von 130 bis 140 Mio. €, nachdem bislang 110 bis 130 Mio. € avisiert waren. Beim Umsatz soll das obere Ende der Spanne von 720 bis 770 Mio. € erreicht werden. Beides liegt über den bisherigen Markterwartungen – entsprechend sprang die Aktie um knapp 10 % an.
Im Frankfurter Börsenbrief 33/2026 hatten wir die Aktie bei 4,37 € zum Kauf gestellt (akt. Kurs: 5,38 €). Am 5. November folgen die vollständigen Quartalszahlen. Halten.
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Helmut Gellermann
Redakteur
Der traditionsreiche britische Reedereidienstleister CLARKSON PLC führte den FTSE 250 heute nach einer Prognoseerhöhung zeitweise an. Es bleibt bei einem Tagesplus von 2,9 %. Zwar steht CLARKSON PLC weiterhin konjunkturell unter Einfluss der Schifffahrt, wird aber zunehmend als Informationsspezialist wahrgenommen.
Im Frankfurter Börsenbrief dieser Woche stellen wir CLARKSON PLC näher vor. Im Chartvergleich (abgebildet: auf zwei Jahre) hängt CLARKSON einen größeren Informationsspezialisten ab: INFORMA PLC, nach Börsenwert sechsfach größer. Der Veranstalter von Tagungen und Fachmessen notiert im Leitindex FTSE 100 und erreichte dort heute ein Tagesplus von 5,6 %.
Helmut Gellermann
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Björn Meschkat
Redakteur
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
Sie erinnern sich: Mitte Januar haben wir das Thema hier bei Bernecker TV auf den Tisch gelegt. Fünf brasilianische Aktien, als taktische Beimischung, nicht als Depot. Hohe Dividenden, ein möglicher politischer Wechsel, und ausdrücklich das Risiko, dass der Real und die Wahl das Ganze wieder auffressen. Neun Monate später liegen wir damit richtig gut.
Am Sonntag hat Brasilien gewählt. Der erste Wahlgang ist entschieden, ein Sieger steht noch nicht fest. Flávio Bolsonaro, der Sohn des früheren Präsidenten, kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf rund 47 Prozent. Amtsinhaber Lula da Silva, 80 Jahre alt, auf rund 45 Prozent. Beide haben die absolute Mehrheit verfehlt. Die Stichwahl ist am 25. Oktober. Die Umfragen hatten Lula vorn gesehen. Bolsonaro hat sie geschlagen. Genau das war im Januar der Katalysator: kein fertiger Regierungswechsel, aber die konkrete Chance darauf.
Der Markt hat das am Montag eingepreist. Petrobras legte an der Börse São Paulo acht Prozent zu, Itaú rund zehn, Axia Energia acht, BR Partners fünfzehn. Das ist kein Urteil über die Stichwahl. Das ist die Erwartung, dass eine andere Mehrheit die Spielregeln für Staatsunternehmen, Zinsen und Dividenden verändern könnte. Verlieren kann diese Wette am 25. Oktober genauso schnell, wie sie am Montag gelaufen ist.
Die Zahlen seit unserer Vorstellung. Start ist der letzte Handelstag vor dem 11. Januar, der 9. Januar. Stand ist der Schluss vom 5. Oktober. Gerechnet in Real, mit den Dividenden, die nach dem Einstieg ex waren.
Petrobras stieg von 30,30 auf 55,36 Real, plus 83 Prozent im Kurs. Dazu 2,71 Real an Ausschüttungen, ein Teil davon wird erst im November und Dezember gezahlt, ist aber schon verdient. Gesamtrendite rund 92 Prozent.
BB Seguridade ist der Dividendenwert. Der Kurs stieg nur 17 Prozent, von 34,99 auf 40,99 Real. Ausgeschüttet wurden 4,59 Real, 2,61 im März und 1,98 im September. Mit Dividende sind es 30 Prozent. Auf den Einstand ist das eine Barausschüttung von 13 Prozent in neun Monaten.
Itaú, das Fundament, liegt im Kurs 24 Prozent vorn, von 39,85 auf 49,48 Real. Monatliche Zinsen auf Eigenkapital und zwei Sonderausschüttungen im Frühjahr summieren sich auf 0,87 Real brutto. Gesamtrendite 26 Prozent. Auf diese Zinsen fällt in Brasilien 15 Prozent Quellensteuer an.
Axia Energia, die privatisierte Eletrobras, stieg von 51,35 auf 61,38 Real, plus 20 Prozent. Cash gab es in dem Zeitraum kaum, rund 0,10 Real. Die großen Ausschüttungen lagen schon im November 2025, vor unserer Vorstellung.
BR Partners ist der einzige Fehlgriff. Die Unit fiel von 19,23 auf 17,40 Real. Zwei Dividenden à 0,18 Real mildern das auf minus 8 Prozent. Der Montag hat einen Teil geholt, nicht den ganzen Rückstand.
Gleich gewichtet liegt der Korb im Kurs rund 27 Prozent im Plus, mit Dividenden rund 32 Prozent. Vier von fünf Werten tragen, einer nicht. In Real, ohne Euro, ohne Quellensteuer, ohne Wiederanlage.
Zwei Dinge gehören dazu, damit die Bilanz ehrlich bleibt. Die Sonderdividenden vor der neuen Zehn-Prozent-Steuer, ein Teil der ursprünglichen Idee, wurden überwiegend schon im Dezember 2025 ex. Wer Mitte Januar gekauft hat, hat diesen Vorzieheffekt verpasst. Und der Real kann den Gewinn gegenüber dem Euro aufzehren. Die Ausschüttungen sind unregelmäßig. Das bleibt eine Beimischung, kein Einkommensdepot.
Trotzdem: Die These vom Januar stimmt bisher. Bis zum 25. Oktober bleibt die Position eine Wette auf die Stichwahl. Danach entscheidet nicht mehr die Fantasie, sondern die Mehrheit.
Weitere Ideen wie diese und noch viele andere Themen finden Sie im Bernecker.TV unter: https://bernecker.info/bernecker-tv
Catharina Nitsch
Redakteurin
Warum? Einem Bericht von Bloomberg zufolge haben Mitsubishi Electric und der Kontrahent Fujitec Interesse an den europäischen Operationen von TK Elevator, an dem THYSSENKRUPP noch beteiligt ist.. Der Wert könne 5 Mrd. Euro betragen. TK Elevator soll, wie seit dem Frühjahr bekannt, von den Finanzinvestoren Advent und Cinven an die finnische Kone veräußert werden. Mit einem Verkauf des Europa-Geschäfts sollen wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. TK Elevator gehörte bis 2020 zum Industriekonzern THYSSENKRUPP, der die Mehrheit an dem Unternehmen dann für 17,2 Mrd. Euro an Cinven und Advent verkaufte.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Georg Sures
Redakteur
Wie das Statistische Bundesamt meldete, ist der preisbereinigte Auftragseingang in der deutschen Industrie im August 2026 gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Angaben um 10,6 % gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang allerdings nur um 0,1 % niedriger als im Vormonat. Die negative Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im August 2026 ist fast ausschließlich auf den starken Rückgang im Bereich des Sonstigen Fahrzeugbaus (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. Der Auftragseingang in diesem Bereich sank gegenüber Juli 2026 um 61,5 %. Im Juli hatte sich der Auftragseingang wegen des außergewöhnlich hohen Volumens an Großaufträgen in diesen Bereich gegenüber Juni allerdings um 129,4 % erhöht.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Wall Street startete freundlich in die Woche. Der Nasdaq schloss auf Rekord. Nvidia erreichte ebenfalls ein Rekordhoch. Asien folgt der US-Tech-Rally überwiegend nach oben. Der Gegenpol bleibt der Bondmarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries liegt im asiatischen Handel weiter über 5,3 % und damit nahe dem höchsten Stand seit 2002. Brent hält sich um 100 Dollar. Der DAX startet rd. 150 Punkte heute fester in den Tag.
Gold leidet zunächst unter dem scharfen Zinsanstieg mit inzwischen üppigen Realrenditen in den USA. Ein Test der 4.000 $-Marke (s. Chart) zeichnet sich ab. Dann wird es langsam Zeit, bei den Minen nachzufassen.
Der Kapitalbedarf der KI-Branche bleibt ungebrochen. OpenAI verhandelt über eine Finanzierungsrunde von mindestens 30 Mrd. Dollar bei rund 1,4 Bio. Dollar Bewertung. Fonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten bis zu 10 Mrd. Dollar beitragen, auch BlackRock ist im Gespräch. Chinas Moonshot AI hat seine jüngste Finanzierungsrunde bei rund 50 Mrd. Dollar Bewertung abgeschlossen und strebt laut Bloomberg im ersten Quartal 2027 nach Hongkong. Alphabet steht zudem vor einem mehrjährigen Atomstromvertrag mit Constellation Energy über mindestens 1 Mrd. Dollar.
Aus Deutschland: 1&1 erhöht das Grundkapital um 20 %. United Internet bringt eine Forderung über 850,2 Mio. Euro ein und erhält 35,35 Mio. neue Aktien zu rechnerisch 24,05 Euro. Der Anteil steigt auf rund 89,32 %.
Heute hält Marvell seinen Kapitalmarkttag in New York. Folgt eine Erhöhung der Prognose? Wir hatten das Thema gestern in der Bernecker-daily präzesiert. Hier geht es zur Bernecker-daily: https://www.bernecker.info/bernecker-daily
Bei Nike stufte Berenberg die Aktie von Hold auf Sell ab und senkte das Kursziel drastisch von 49 auf 27,50 Dollar.
Zudem folgen heute deutsche Auftragseingänge, Eurozonen-Einzelhandelsumsätze und mehrere Fed-Reden.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Helmut Gellermann
Redakteur
Weiterhin genießt TESLA Pionierstatus und seit Donnerstag (Schlusskurs) legte die Marktkapitalisierung ca. 6,5 % bzw. 90 Mrd. $ zu. Nur zur Orientierung: Für FERRARI wird zurzeit 55 Mrd. € Börsenwert angezeigt, für BMW 33 Mrd. €.
Gefeiert wurde der Inhalte einer Routinemeldung. Die Auslieferungszahl lag 2,1 % tiefer als im vorjährigen Q3. Für Freude sorgte, dass die 486.532 Einheiten den letzten Erwartungsstand der Analysten um 5,3 % übertroffen haben.
Wenn am gleichen Tag berichtet wird, dass in Argentinien eine China-Auto-Expo erfolgt, und auch ein wenig gehypt wird, ist ein Hinweis gestattet. TESLA wird im Oktober noch den genaueren Quartalsbericht nachschieben. Die regionalen Unterschiede der Entwicklung gehören dann ebenso unter die Lupe wie die genannten Ursachen für den auf 1,7 % gesunkenen Anteil der sonstigen Fahrzeuge am Auslieferungsvolumen. Im Q1 lag dieser noch bei 4,5 % und im Vorjahres-Q3 bei 3,2 %. Ansonsten: Herzlichen Glückwunsch, dass mit dem Gesamtvolumen die Erwartung getoppt wurde!
Helmut Gellermann
Georg Sures
Redakteur
Die Analysten der Privatbank Berenberg haben heute die Aktie des Spezialchemiekonzerns Evonik von „Sell“ auf „Hold“ hochgestuft und das Kursziel von 15,50 auf 20 € angehoben. Berrenberg begründete die Anhebung mit dem Übernahmeinteresse seitens BASF. Die Diskussionen über einen solchen Deal zögen in den kommenden Monaten gewissermaßen einen Boden für den Aktienkurs von Evonik ein. Daran würden laut Berenberg selbst sinkende Preise für die Menthionin-Produkte von Evonik nichts ändern.
Bernecker Team
Schwache Zahlen zum US-Arbeitsmarkt am Freitag (29.000 statt der erwarteten 90.000 neuen Stellen) führten zu Tagesgewinnen der Indizes (+ 1,2 % im DAX und + 1,0 % im Nasdaq 100). Heute lassen sinkende Erdölpreise (Brent - 1,2 % auf 101,50 $) und ein freundlicher japanischer Markt einen positiven Kursverlauf im DAX erwarten. Entspannung signalisiert auch eine leicht rückläufige Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Der Montag steht im Zeichen von Kapitalmarkttagen der DT. TELEKOM („AI Investor Day“) sowie AIR LIQUIDE, am Mittwoch folgt Sportwagenbauer PORSCHE. Termin-Börse daily geht im DAX long. Zu den Unternehmen: Weiterlesen...
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