Bernecker Newspilot
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Bernecker Team
Die Wall Street fing den Ausverkauf gestern auf. Der S&P 500 gewann 0,33 % auf 7.744 Punkte, der Dow 1,08 %, der Nasdaq lediglich 0,08 %. Belastend bleiben die amerikanischen Erzeugerpreise. Sie stiegen im September um 1,3 % zum Vormonat und um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Inflationsrisiken bleiben hoch.
Asien versucht eine Gegenbewegung, wobei im Kospi Samsung und SK Hynix nur moderate Erholungen zeigen. Auch der japanische Nikkei legt zu. Der Rückgang der amerikanischen Anleiherenditen sorgt für Entlastung. Kurzfristig sind die Märkte techgnisch überverkauft. Der DAX / Old Economy zeigt relative Stärke.
Nvidia-Chef Jensen Huang verteidigt CoreWeave. Der hochverschuldete Rechenzentrumsbetreiber benötige keine finanzielle Rettung durch Nvidia. Seine Finanzierungskosten würden sogar sinken. Bank of America bestätigte gestern die Kaufempfehlung mit Kursziel 140 Dollar. Mizuho senkte dagegen das Kursziel von 115 auf 88 Dollar und bleibt bei Neutral. Die Unsicherheit über die Finanzierung des KI-Ausbaus ist damit nicht beseitigt.
TSMC liefert starke Zahlen. Der Quartalsgewinn stieg um 69 %, der Umsatz um 51 %. Die Nachfrage nach Hochleistungschips bleibt robust. Für 2027 plant das Management angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten allerdings vorsichtig.
AIXTRON überraschte gestern nach Xetra-Schluss. Der Auftragseingang erreichte 275 Mio. Euro gegenüber 214,6 Mio. Euro Konsens (beeindruckend). Das operative Ergebnis lag bei 57 Mio. Euro, die EBIT-Marge bei 31 % (ebenso beeindruckend). Die Jahresprognose bleibt unverändert. I
Nordex erhöhte am Abend die Gewinnprognose deutlich. Die erwartete EBITDA-Marge steigt von 8 bis 11 % auf 11,5 bis 12,5 %. Im dritten Quartal erreichte das EBITDA 278 Mio. Euro. Höhere Servicemargen und ein gut laufendes Projektgeschäft treiben die Profitabilität.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Markus Horntrich
Redakteur
Nordex lieferte ein starkes Q3: Umsatz plus 28% auf 2,19 Mrd. Euro, EBITDA plus 104% auf 278 Mio. Euro und damit 15% über Konsens; der freie Cashflow erreichte 379 Mio. Euro. Bessere Service-Margen, Projektabwicklung und geringere Risikovorsorge veranlassen den Konzern, die EBITDA-Margenzielspanne 2026 von 8–11% auf 11,5–12,5% anzuheben. Jefferies erhöht folglich die Gewinnschätzungen 2026/27 um 14/9% und das Kursziel von 60 auf 63 Euro – rund 60% über dem aktuellen Kurs von 39,30 Euro. Mit einem 2027er-KGV von 13,4, 11,5% Free-Cashflwow-Rendite und erwarteten 2,1 Mrd. Euro Nettocash per Ende 2027 ist die Bewertung moderat.
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Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Markus Horntrich
Redakteur
Der Rechenzentren-Boom beflügelt Schneider Electric stärker als erwartet. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro, organisch um 17 Prozent. Analysten hatten im Schnitt knapp 14 Prozent erwartet. Besonders dynamisch entwickelten sich China und Nordamerika; der Umsatz mit Rechenzentrumslösungen hat sich mehr als verdoppelt. Schneider profitiert dabei vor allem von seiner Technik für das Energiemanagement.
Nach dem starken Quartal hebt der Konzern seine Ziele für 2026 zum zweiten Mal an. Organisch soll der Umsatz nun um 12 bis 14 Prozent wachsen, nach zuvor 10 bis 13 Prozent. Für das bereinigte Ebita stellt Schneider ein Plus von 18 bis 21 Prozent in Aussicht; bislang waren 14 bis 19 Prozent geplant. Neben der Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt sollen auch Preiserhöhungen zum Wachstum beitragen.
Die Aktie ist im Allround-Porfolio des Aktionärsbrief eine feste Größe. Die jüngste KI-Schwäche ist eher als Kaufchance zu sehen.
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Georg Sures
Redakteur
Der Kurs der 2G Energy (ISIN: DE000A0HL8N9), einem Hersteller von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung, ist heute um über 16 % eingebrochen. Auslöser dafür war eine Verkaufsempfehlung der Parmantier & Cie. GmbH, einer „Merchant Bank“ (Eigenwerbung), die bisher nicht durch eine besondere Analysetätigkeit zu 2G aufgefallen ist. In ihrer Analyse bezieht sich Parmantier auf die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen, wobei die wichtigsten Daten schon seit dem 29. September bekannt sind. Das gilt auch für die Ebit-Marge von 0,6 %, die im Vorjahreszeitraum noch bei 3,3 % lag. Parmantier begründet seine Verkaufsempfehlung damit, dass 2G Energy dann im zweiten Halbjahr 98 % des für 2026 prognostizierten Ebits erwirtschaften müsste.
Traditionell fällt das zweite Halbjahr bei 2G deutlich stärker aus als die erste Jahreshälfte, was auch den Besonderheiten der Projektabrechnung geschuldet ist. 2G hat hier in der Vergangenheit ergebnistechnisch immer zuverlässig geliefert und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das auch in diesem Jahr so sein wird. Ebenfalls wichtig: Finanzvorstand Friedrich Pehle hat heute erneut einen Insiderkauf (100 Aktien) getätigt. Anleger sollten auch nicht vergessen, dass man bei so einem marktengen Titel wie 2G mit einer Verkaufsempfehlung schnell größere Kursbewegung hervorrufen kann, die gerade von Tradern genutzt werden können.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Oliver Kantimm
Redakteur
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Bei der Flotte zählt für SIXT nicht allein ein niedriger Einkaufspreis. Entscheidend sind Kundennachfrage und Restwert nach meist 6 bis 9 Monaten. Die Konditionen der Premiumhersteller haben sich gegenüber 2024 in diesem Jahr weiter verbessert und bleiben stabil. Auch bei Elektroautos nähert sich die Wirtschaftlichkeit der Verbrenner an. Die Premiumpositionierung, nebst jüngerer US-Flotte und ein höherer Anteil von Fahrzeugen ohne Restwertrisiko federn Gebrauchtwagenrisiken ab. Der Konzern wird mit Weitsicht und Können gelenkt. Es gilt KGV 10 für das lfd. Jahr gemäß aktueller Konsenstaxen. Allerdings:
Eine Prognoseerhöhung liegt im Bereich des Möglichen. Bei den Vorzügen kommen noch 6,7 % Dividendenrendite on top. Ziele um 90 bis 100 € für die Stämme lassen sich über 2027 hinaus rechnen.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 42 u. a.:
- An der Börse dominieren die Meinungsmacher
- Musk greift an und T-MOBILE US ist die empfindlichste Stelle
- PORSCHE: Wie sieht die Perspektive aus?
- Nebenwerte: GABLER rückt in den Fokus
- Wall Street: Rotation am laufenden Band
- HASBRO: Gespielt wird immer
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Bernecker Team
Wenn selbst sensationell gute Quartalszahlen die Aktienkurse der KI-Unternehmen nicht mehr beflügeln, sollten Anleger hellhörig werden. Offenbar reichen steigende Gewinne allein nicht mehr aus, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen.
Es zeichnet sich möglicherweise ein Paradigmenwechsel ab. Die Börse beginnt, ihre Favoriten auszutauschen. Statt auf hoch bewertete Technologiewerte setzen Investoren zunehmend auf Unternehmen mit soliden Bilanzen, berechenbaren Cashflows und attraktiven Bewertungen.
Das erinnert an das Börsenjahr 2022. Nach dem Technologieboom des Jahres 2021 verlor der Nasdaq rund 33 %. Doch während viele Wachstumsaktien regelrecht abstürzten, feierten andere Branchen eine bemerkenswerte Renaissance.
Wiederholt sich die Geschichte? Die Voraussetzungen sind zumindest ähnlich: Wir halten es daher für sinnvoll, unser Augenmerk verstärkt auf die klassischen Branchen zu richten. Drei Aktien, die uns besonders interessant erscheinen, stellen wir Ihnen heute in der Termin-Börse daily vor (KLICK HIER).
Markus Horntrich
Redakteur
Ericsson übertraf im dritten Quartal die Erwartungen deutlich: Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 59,5 Mrd. schwedische Kronen, organisch um 7 Prozent. Haupttreiber war das Netzwerkgeschäft mit einem Umsatzplus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Projektlieferungen in Japan und Indien sowie höhere Lizenzumsätze halfen; letztere enthielten auch rückwirkende Erlöse und sind daher nicht vollständig wiederholbar. Die bereinigte EBIT-Marge ohne Wertminderungen erreichte 16,4 Prozent und lag klar über der Jefferies-Schätzung von 12,7 Prozent. Der freie Cashflow vor Übernahmen betrug 4,9 Mrd. Kronen, die Nettoliquidität 60,7 Mrd. Kronen. Ericsson BD_Ericsson.pdf
Kurzfristig sprechen die Q4-Aussichten für anhaltende Stärke: Ericsson erwartet im Netzwerkgeschäft eine Bruttomarge von 49 bis 51 Prozent. Der neue CEO Per Narvinger will zugleich die Konzernstruktur vereinfachen und Effizienz sowie Kundennähe verbessern. Mittelfristig bleibt der Markt jedoch anspruchsvoll: Der weltweite Ausbau von Mobilfunknetzen und 5G schafft Nachfrage, doch steigende Bauteilkosten drücken auf die Marge. Gelingt es, Preisanpassungen durchzusetzen sind die Preiseffekte managebar.
Die Aktie ist mit KGV 15 per 2027 fair gepreist. Nach dem Kurssprung warten wir zunächst ab.
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