Bernecker Newspilot
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Bernecker Team
Das Rahmenabkommen mit dem Iran hat die geopolitischen Risiken nicht beseitigt, aber den Märkten vorerst etwas Druck genommen. Für Aktien bedeutet das: Die große Entwarnung bleibt aus, eine kurzfristige Erholung ist jedoch möglich - besonders bei Branchen, in denen bereits viel Pessimismus eingepreist ist.
Genau deshalb richten wir heute den Blick auf die Automobilindustrie. Hohe Zinsen, schwache Nachfrage, Tarifrisiken, steigende Kosten, die Herausforderungen der Elektromobilität und die Konkurrenz aus China haben die Branche in den vergangenen Jahren stark belastet. Gleichzeitig lag der Fokus der Anleger vor allem auf Tesla, Robotaxis, autonomem Fahren und künstlicher Intelligenz.
Wir schauen bewusst woanders hin: auf etablierte Hersteller mit attraktiven Bewertungen, hohen Umsätzen, solidem Cashflow und einer aktionärsfreundlichen Kapitalpolitik. Dort finden sich aktuell drei Unternehmen, die hervorragend zu einem defensiven, aber chancenorientierten Value-Ansatz passen.
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Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Bernecker daily, Die Actien-Börse Institutionell, Der Aktionärsbrief, Bernecker Trend-Investor, Frankfurter Börsenbrief oder Die Termin-Börse.
Markus Horntrich
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Oliver Kantimm
Redakteur
Die Märkte haben gestern die Einigung zwischen den USA und dem Iran gefeiert. Der DAX überschritt zeitweise wieder die Marke von 25.000 und die Renditen haben zwischen vier und sechs Basispunkten verloren. Rohöl der Sorte Brent hat bis auf ca. 82,40 € nachgeben. Auf diesem Niveau hatte Brent zuletzt Anfang März notiert.
Der Dow Jones Industrial stieg um 0,9 % auf 51.671 Punkte und erreichte ein Rekordhoch. Der S&P 500 gewann 1,65 % auf 7.554 Punkte. Der Nasdaq 100 zog um 3,06 % auf 30.544 Punkte an.
Das Abkommen bleibt politisch fragil. Die Öffnung der Straße von Hormus gilt als zentraler Punkt. Iran soll eine Öffnung der Meerenge zugesagt haben. Im Gegenzug hebt die US-Regierung die Seeblockade iranischer Häfen auf. Das Misstrauen bleibt aber hoch.
An der Wall Street profitierten vor allem Fluggesellschaften und Technologiewerte. American Airlines stiegen um 3,2 %. Delta Air Lines legten um 1,2 % zu. Boeing gewann 4,5 %. Ölwerte standen dagegen unter Druck. Chevron verloren 3,6 %. Exxon Mobil gaben ebenfalls nach.
Bei den Technologiewerten standen KI-Fantasie und Halbleiterwerte im Fokus. Micron Technology sprangen um fast 11 % hoch. Western Digital gewannen gut 16 %. SpaceX setzten ihren starken Börsenstart fort und stiegen um fast 20 % auf 192,50 $.
Aber die Party sollte nicht zu ausschweifend gefeiert werden, denn faktisch handelt es sich lediglich um eine sechzigtägige Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens. Zudem wurde bisher die gesamte Thematik des Atomprogramms außen vor gelassen, also genau der Themenkomplex, weshalb USA und Israel den Krieg eigentlich begonnen hatten. Dennoch überwiegt erst einmal die Erleichterung, auch wenn viele Details erst noch verhandelt werden müssen.
Termine stehen heute u.a. folgende an: ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland sowie Baugenehmigungen und Baubeginne in den USA. Zudem meldet Ørsted Q1-Zahlen.
Sie möchten gerne jeden Morgen auf diese Art und Weise kurz und prägnant auf den neuesten Stand gebracht werden? Dann empfehle ich die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: https://www.bernecker.info/app
Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die britische Investmentbank Barclays hat nämlich das Kursziel für EASYJET angehoben - von 480 auf 570 Pence. Die Einstufung der Aktie belässt die Bank bei "Overweight". Grund für das grüne Licht sind die Ergebnisprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027, die Barclays anhob. Darin berücksichtigt wurden die zuletzt gesunkenen Sorgen um die Treibstoffversorgung und optimistischere Buchungssignale des Konkurrenten Wizz Air. Die Aktie kann nun abheben!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Der kräftige Technologie-Squeeze vom Donnerstag hat kurzfristig für Entlastung gesorgt, aber noch keine echte Entwarnung geliefert. Die Bewegung wirkte eher wie das hastige Eindecken zuvor leerverkaufter Positionen als der Beginn einer nachhaltig neuen Aufwärtswelle. Genau deshalb bleiben wir unserer Linie treu: Wir jagen nicht den heiß gelaufenen Zukunftserzählungen hinterher, sondern suchen weiter dort nach Chancen, wo Substanz, Cashflow und Dividendenrendite zusammenkommen. Nach den defensiven Werten der vergangenen Ausgabe öffnen wir heute bewusst das Fenster nach Asien. Dort finden sich einige der klassischen Value-Bastionen, die vom globalen Anlegerpublikum seit Jahren mit einem deutlichen Bewertungsabschlag belegt werden. Heute stellen wir Ihnen in der Termin-Börse daily (KLICK HIER) drei asiatisch geprägte Bluechips vor, die hohe laufende Ausschüttungen, günstige Bewertungen und eine spürbare defensive Komponente miteinander verbinden.
Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
Die internationalen Aktienmärkte starten mit kräftigem Rückenwind in die neue Woche. Auslöser ist die überraschende Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die Aussicht auf eine Normalisierung der Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten ließ den Ölpreis um mehr als 5 % einbrechen, während Aktien, Anleihen und Kryptowährungen deutlich zulegten. Anleger setzen darauf, dass der Rückgang der Energiepreise den Inflationsdruck mindert und den Notenbanken künftig mehr Spielraum für eine weniger restriktive Geldpolitik eröffnet. Entsprechend stiegen die asiatischen Börsen um bis zu 3 %, die Futures auf S&P 500 und Euro Stoxx 50 legten jeweils mehr als 1 % zu, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,43 % zurückfiel.
Trotz der Erleichterungsrally bleibt Vorsicht angebracht. Das Abkommen muss erst noch offiziell unterzeichnet werden, zudem laufen die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm weiter. Marktteilnehmer richten ihren Blick daher bereits auf die geldpolitischen Entscheidungen dieser Woche. Im Fokus steht insbesondere die erste Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Daneben entscheiden auch die Bank of Japan, die australische Notenbank sowie weitere Währungshüter über ihren künftigen Kurs. Die Frage bleibt, ob der Rückgang der Energiepreise zu einer Entspannung bei der Inflation führt und damit den Weg für eine lockerere Geldpolitik ebnet.
Unterdessen bleibt die KI-Euphorie ein wichtiger Treiber für die Aktienmärkte. Trotz der geopolitischen Unsicherheiten markierten globale Aktienindizes in den vergangenen Wochen neue Höchststände. Gleichzeitig profitieren zyklische Rohstoffe von der verbesserten Risikostimmung: Kupfer legte zu, Gold und Silber verzeichneten ebenfalls kräftige Gewinne. Die Kombination aus sinkenden Ölpreisen, nachlassendem Inflationsdruck und robusten Wachstumserwartungen sorgt damit für einen freundlichen Auftakt in eine Woche, die von den Notenbanken dominiert werden dürfte.
Hans A. Bernecker
Redakteur
Welche Aktie in Europa ist aktuell Ihr Favorit?
Aus deutscher Sicht ist SAP die größte Herausforderung für einen Tech-Wert im DAX und auch für die Einordnung deutscher Technologie im internationalen Vergleich. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI den Sektor Software nachhaltig trifft. Die Nr. 1, Microsoft, steht in der gleichen Situation. Es geht darum, inwieweit es gelingt, KI in Softwareprogramme zu integrieren und mit welchen Ergebnissen. Beide Aktien verloren rd. 35 bzw. 50 % gegenüber den Topkursen und befinden sich in einer Bodenbildung. Nun bedarf es konkreter Aussagen beider zu dem genannten Thema. SAP ist immer noch die schwerste Aktie im DAX mit einem Gewicht von ca. 8,9 %, mithin auch ein wichtiger Träger der DAX-Tendenz. Die Bodenbildung auf der Ebene 130/135 € läuft. Der Topwert lag vor über 12 Monaten bei 283 €. Das ist das Potenzial für ein Investment im deutschen Tech-Sektor - wie erwähnt.
Was erwarten Sie von Kevin Warsh?
Kevin Warsh vertritt grundsätzlich einen anderen Ansatz als seine letzten Vorgänger. Am ehesten dürfte ein Vergleich mit Alan Greenspan zutreffen. Kevin Warsh sieht ein Schwergewicht seiner Überlegungen zur Inflation in der Entwicklung der Produktivität der Wirtschaft. Dies steht im Gegensatz zu einer Inflation, die aus dem Konsumsektor kommt. Greenspan vertrat eine ähnliche Einschätzung aus seinen langjährigen Erfahrungen als Berater der US-Stahlindustrie. Auch dort spielte die Produktivität die entscheidende Rolle. Mithin ist anzunehmen, dass die bisherige Diskussion über Zinsschritte einen anderen Hintergrund aufnimmt und die Konsequenzen ebenfalls einen anderen Grundtrend tragen. Greenspan vertrat deshalb in den vielen Vorträgen vor dem Senat stets eine sehr ambivalente Ansicht, ohne sich festzulegen. So ähnlich dürfte Warsh verfahren. Damit werden die Auguren der Fed-Politik ihre Probleme haben.
Wann steigt Bitcoin wieder?
Bitcoin ist eine Glaubensfrage. Ökonomische Gründe gibt es nicht. Die kreative Computertechnik dahinter ist zweifellos ein Phänomen. Doch Phänomene sind endlich und nicht unendlich. Beim gegenwärtigen Marktwert von rd. 1,23 Bio. $ bedarf es nur eines technischen Unfalls, um die Notierung für Bitcoin unter 60.000 $ fallen zu lassen. Dahinter stehen mit Sicherheit Versuche, dies aufzuhalten. Gerät aber ein solches Luftgebilde ins Rutschen, ist der übliche Weg vorgezeichnet. Ein Kursziel lässt sich dafür nicht nennen, aber erst bei 20.000 $ lässt sich ein technischer Boden erkennen oder annehmen. Viel Glück! Bitte beachten Sie auch die aktuelle Actien-Börse Nr. 24, Seite 2!
Helmut Gellermann
Redakteur
Auf den Emissionspreis 135 $ folgte der erste Kurs 150 $, somit Zeichnungsgewinn 11,11 %. Öffentliche Klatscharie an üblicher Stelle. Ausgegebene Aktien: 555.555.555 Stück, auch das wird in den US-Medien breit sichtbar gemacht. Die Medienpräsenz einer Mondlandung wäre kaum größer. Öffentlich vorgerechnet wird auch der persönliche Superlativ.
Um 11:46 war es vollbracht: Musk = Dollar-Billionär No. 1. Zum ersten festgestellten Kurs verfügt Elon Musk in Summe seiner Anteile an SPACEX und TESLA über ein Vermögen von mehr als 1.000 Mrd. $. Er ist reichster Zeitgenosse mit großem Abstand! (Sicherheitshalber hinzugefügt: soweit öffentliche Daten vorliegen.)
"SPCX" (Nasdaq-Kürzel) bildete nach wenigen Minuten bei 168,75 $, genau 25 % über dem Emissionspreis, eine erste Spitze. Es gibt heute aber auch eine "Dark Side of the Moon", um 18:40 Uhr (europäische Zeit) sieht es bei den jungen Wilden in Sachen Raumfahrt so aus:
AST SPACEMOBIL - 12,0 %. ROCKET LAB - 7,23 %. FIREFLY AEROSPACE - 15,70 %. REDWIRE - 7,52 %. MOMENTUS - 22,03%. PLANET LABS - 8,81 %. SPIRE GLOBAL - 8,84 %. BLACKSKY - 9,99 %. Der Chartvergleich zeigt die Szene in tagesaktueller Sichtweise. - Noch ein Blick ins US-TV:
Freudestrahlende Gesichter nicht nur bei der Jubeltruppe an der Wall Street, sondern auch bei den meisten Finanzexperten, die das IPO des Jahrzehnts öffentlich kommentieren dürfen. Klugerweise loben die meisten das großartige PR-Wunderwerk, auf dem dieser IPO-Erfolg basiert.
Eine mediale Blaupause für die beiden nächsten Super-IPOs, die in den USA zurzeit vorbereitet werden! Jedenfalls: Wir sind noch nicht beim "Happy End". Jemand hat "laughing cliffhanger" ins Drehbuch gekritzelt. Konkret: Der weitere Kursverlauf bleibt abzuwarten.
Helmut Gellermann
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