Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Helmut Gellermann
Redakteur
Das von STIFEL kurz vor dem Quartalszahlentermin auf 170 $ angehobene Kursziel erscheint nun doch zu optimistisch. Die Erwartung positiver Nachrichten zu Projekten erfüllte sich zunächst nicht, das Management berichtete aber von Inititativen, neue Kunden für den Absatz modernster Messgeräte (Advanced Metering) zu gewinnen.
Mit den Abrufzahlen bestehender Projekte ist das Management offenbar unzufrieden. Der Umsatz im Quartal schrumpfte um 6,6 % auf 222 Mio. $, im Gesamtjahr sollen die vergleichbaren Erlöse (ohne Akquisitionen) das Vorjahresniveau erreichen. Im Quartal ergab sich ein Ergebnisrückgang von 1,17 auf 1,02 $ je Aktie. Mit einem erneuten Test des Kursbereichs unter 120 $ ist zu rechnen.
Helmut Gellermann
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Oliver Kantimm
Redakteur
Der Baumaschinenhersteller erwartet 2026 nun einen Umsatz von 2,3 bis 2,4 Mrd. €. Am unteren Ende liegt die neue Spanne damit 100 Mio. € über der bisherigen Planung. Auch bei der EBIT-Marge wird das Management zuversichtlicher und rechnet jetzt mit 7,0 bis 8,0 % statt zuvor 6,5 bis 7,5 %. Hintergrund ist eine deutliche Nachfragebelebung nach der Zurückhaltung der Kunden im Vorjahr. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 14,4 % auf 665,1 Mio. €. Das EBIT verbesserte sich um 43,6 % auf 63,2 Mio. €, die Marge erreichte 9,5 %. Im ersten Halbjahr lag sie bei 8,3 nach 5,2 % im Vorjahr. Analysten lagen beim Umsatz bislang eher am unteren Rand der neuen Prognose.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 30.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
Märkte bleiben widerstandsfähig
MÜNCHENER RÜCK vor Bewährungsprobe
MINIMED GROUP: Diabetespumpe mit Plattform-Ambitionen
CECO ENVIRONMENTAL - Vom Nischenspieler zur Wachstumslokomotive?
Fünf Aktien für den KI-Stromboom unter der Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Georg Sures
Redakteur
Künftig wird die Energiewende nicht daran gemessen, wie ambitioniert politische Ziele formuliert sind, sondern daran, ob sie jederzeit bezahlbaren Strom in ausreichender Menge und mit sinkendem CO₂-Fußabdruck liefert. In einem Marktkommentar für den Bernecker Börsenkompass analysiert Investmentprofi Serge Nussbaumer vom Schweizer Wertpapierhaus Maverix die aktuelle Ausgangslage bei der Umsetzung der Energiewende und erläutert, wie sich die Anleger hier am besten positionieren.
Den kompletten Marktkommentar lesen Sie hier:
Catharina Nitsch
Redakteurin
Bei der Beteiligungsgesellschaft MBB läuft es so gut, dass nach der heutigen Meldung die Aktie mehr als grün wird: 2026 sollen bei MBB vom Umsatz nun 18 bis 20 % als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen übrig bleiben, während man zuvor noch eine operatie Marge von 15 bis 18 % angepeilt hatte. Vorläufigen Berechnungen zufolge erzielte MBB im zweiten Quartal ein bereinigtes operatives Ergebnis in Höhe von 75,2 Mio. Euro und übertraf den Vorjahreswert damit um fast 62 %. Die entsprechende Marge stieg um 8,7 Prozentpunkte auf 25,1 %. Der Umsatz der Beteiligungsgesellschaft stieg in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um 4,6 % auf 298,5 Mio. Euro. Die Aktie notiert über 5 % im Plus.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Nach unserem intensiven Ausflug in den weltweiten Düngemittel-Notstand mit K+S AG, CF INDUSTRIES HOLDINGS, MOSAIC COMPANY und NUTRIEN LTD. wenden wir uns heute wieder dem heimischen Aktienmarkt zu und schauen dorthin, wo viele Anleger im Moment gar nicht hinsehen wollen: zu den gefallenen Schwergewichten aus DAX und MDAX. Denn während der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche mit 25.907 Punkten ein neues Allzeithoch markierte, tragen die schillernden Rüstungs-, KI- und Technologiewerte die Rallye fast im Alleingang. Ein ganzer Kranz von klassischen Standardwerten dagegen dümpelt weit unter den eigenen Höchstständen vor sich hin, mit Kursen, die keinen Cent Wachstumsphantasie mehr enthalten und stellenweise deutlich unter dem eigenen Substanzwert notieren.
Genau in solchen Marktphasen entstehen die besten Turnaround-Chancen. Wer als Anleger jetzt die Ruhe bewahrt, die Bilanzen liest und nicht dem allgemeinen Stimmungsbild folgt, kann Aktien einsammeln, die in zwölf bis achtzehn Monaten möglicherweise wieder mit ganz anderen Vorzeichen gehandelt werden. Besonders hart hat es den deutschen Auto- und Zuliefererbereich getroffen, der seit fast zwei Jahren als Symbol für alles gehandelt wird, was in Deutschland industriell falsch läuft: hohe Energiekosten, ambitionierte Klimaziele, schwache China-Nachfrage, aggressive US-Zölle, verunsicherte Konsumenten. Wir sehen Turnaround Chancen in diesem Bereich von denen Sie profitieren können, Sie finden unsere Empfehlungen in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).
Markus Horntrich
Redakteur
Friedrich Vorwerk hat im ersten Halbjahr 2026 die Erwartungen klar übertroffen. Der Umsatz stieg um 11 % auf 337,3 Mio. €, während das EBITDA um 70 % auf 92,6 Mio. € zulegte. Die Produktionsleistung erhöhte sich um 35 % auf 448,1 Mio. €, der Nettofinanzmittelbestand stieg dank hoher Cash Conversion auf 212,0 Mio. € (Vorjahr: 83,5 Mio. €).
Treiber der Entwicklung waren die starke Projektabwicklung und die weiterhin hohe Nachfrage. Der Auftragseingang legte auf 321,2 Mio. € zu (Vorjahr: 220,4 Mio. €), während der Auftragsbestand mit 1,0 Mrd. € (inkl. ARGE: 1,45 Mrd. €) trotz leichter Normalisierung auf einem sehr hohen Niveau verbleibt.
Vor dem Hintergrund der starken Profitabilität hebt das Unternehmen seine EBITDA-Prognose für 2026 auf 180 bis 200 Mio. € an (zuvor 160 bis 180 Mio. €). Die Umsatzprognose von 730 bis 780 Mio. € wurde bestätigt. Die Zahlen unterstreichen die starke Positionierung des Unternehmens beim Ausbau der Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoffnetze.
Mit einem KGV von knapp 15 bzw. einem EV/EBITDA-Ration von 6,9 ist Friedrich Vorwerk einer der günstigsten Infrastruktur-Profiteure in Europa. Damit sind die alten Hochs wieder machbar.
Markus Horntrich
Redakteur
Taiwans Exportaufträge sind im Juni um 59,4 % gegenüber dem Vorjahr auf den Rekordwert von 95,3 Mrd. US-Dollar gestiegen und übertrafen damit sämtliche Bloomberg-Prognosen. Haupttreiber bleibt die ungebrochen starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur: Technologieaufträge legten um 76,9 % zu und lieferten 55,7 Prozentpunkte des gesamten Wachstums. Besonders dynamisch entwickelten sich Aufträge für Informations- und Kommunikationsprodukte wie Server (+82 %) sowie elektronische Komponenten, insbesondere Halbleiter (+80 %).

Regional stachen die USA mit einem Auftragsplus von 83,6 % hervor, gefolgt von Europa mit 53,9 %. Die Zahlen unterstreichen, dass der globale Investitionszyklus rund um Künstliche Intelligenz weiterhin auf Hochtouren läuft und Taiwan als zentraler Halbleiter- und Serverstandort davon erheblich profitiert. Auch Nicht-Technologieprodukte legten mit 13,5 % zu, angeführt vom Maschinenbau (+17,8 %).
Da Exportaufträge den tatsächlichen Ausfuhren in der Regel vorauslaufen, sprechen die Daten für eine anhaltend robuste Exportentwicklung in den kommenden Monaten. Gleichzeitig bleibt die starke Abhängigkeit vom KI-Sektor ein Risiko: Eine Abschwächung der globalen KI-Investitionen oder geopolitische Spannungen könnten den derzeitigen Wachstumsschub rasch bremsen.
Markus Horntrich
Redakteur
Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner & Co haben nach Prüfung des Delisting-Erwerbsangebots von Worthington Steel (11,00 € je Aktie) beschlossen, den Aktionären weder die Annahme noch die Ablehnung des Angebots zu empfehlen. Beide Gremien bewerten das geplante Delisting jedoch als im besten Interesse des Unternehmens, da es die strategische Partnerschaft mit Worthington Steel stärken und mehr Flexibilität für den Ausbau des Geschäfts in Europa und Nordamerika schaffen soll.
Worthington Steel hält bereits rund 62 % der Klöckner-&-Co-Aktien. Das Delisting soll unmittelbar nach Ablauf der Annahmefrist am 12. August 2026 wirksam werden und erfolgt ohne Vollzugsbedingungen. Aktionäre, die ihre Aktien behalten, müssen mit einer deutlich geringeren Liquidität sowie dem Wegfall wichtiger Transparenz- und Publizitätspflichten rechnen. Zudem plant Worthington Steel den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags, der den verbliebenen Aktionären später ein Barabfindungsangebot ermöglichen könnte, dessen Höhe jedoch noch offen ist.
Die Annahme des Angebots ist angesichts der Tatsache, dass der Kurs mit 12,30 € deutlich darüber notiert, ohnehin kein Thema. Wer verkaufen will, tut das über die Börse.
Markus Horntrich
Redakteur
Die Erholung im Halbleitersektor gewinnt an Dynamik. Nachdem der US-Halbleiterindex am Vortag um mehr als 5 % zugelegt hatte, setzte sich die Rally in Asien fort. Der südkoreanische Kospi stieg um 4,6 %, angeführt von Samsung Electronics und SK Hynix, während Investoren nach der jüngsten Korrektur wieder verstärkt auf den langfristigen KI-Trend setzen. Rückenwind lieferten starke Exportdaten aus Südkorea und Taiwan, die auf eine anhaltend robuste Nachfrage nach Halbleitern hindeuten. Positive Signale kommen zudem aus der Lieferkette. So berichtet Nikkei, dass TSMC mit Kunden über Preiserhöhungen von bis zu 10 % ab 2027 verhandelt, um gestiegene Produktionskosten auszugleichen – ein Hinweis auf die weiterhin hohe Nachfrage nach modernsten Fertigungskapazitäten. Damit wird der Rückschlag der vergangenen zur gesunden Konsolidierung.
Nun richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Alphabet (heute nachbörslich), Tesla (heute nachbörslich) und Intel morgen nach Börsenschluss. Die Erwartungen sind hoch: Investoren wollen sehen, dass sich die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Künstliche Intelligenz durch steigende Umsätze, Margen und Cashflows rechtfertigen lassen. Positive Signale kamen bereits von Super Micro Computer, dessen Auftragsbestand dank neuer KI-Server-Bestellungen auf einen Rekordwert von mehr als 60 Mrd. US-Dollar stieg. Heute und morgen folgt das „Advancing AI 2026“-Event von AMD in San Francisco als Impulsgeber.
Gleichzeitig bleibt das makroökonomische Umfeld herausfordernd. Der Brent-Ölpreis kletterte auf rund 92 $ je Barrel, nachdem Hoffnungen auf eine schnelle Annäherung zwischen den USA und dem Iran gedämpft wurden. Steigende Energiepreise schüren erneut Inflationssorgen und ließen die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,63 % steigen – den höchsten Stand seit rund zwei Monaten. Gold als Krisenmetall versucht sich am Comeback und legte auf über 4.130 $ je Unze zu und legt damit den Grundstein für eine technische Erholung. Entscheidende Frage hier ist, ob die (prozyklischen) Gold-ETF-Käufer zurückkehren.
Für die Börsen wird die laufende Berichtssaison nun zur Richtungsentscheidung. Bestätigen die großen Technologiekonzerne ihre ambitionierten KI-Ausgaben und liefern überzeugende Wachstumsperspektiven, gewinnt die jüngste Erholung im Technologiesektor weiter an Fahrt.
Helmut Gellermann
Redakteur
... einen schlechten Ausgang ihrer Wetten. Allerdings war die Aktion gegen die Mega-Raumfahrtaktie bereits ein klarer Erfolg, siehe Chart.
Dennoch ist zurzeit, ausgehend vom Tief bei 119,68 $, zunächst ein Rebound angesagt. Jamie Dimon und Cathie Wood stehen heute als Fürsprecher im Fokus. Analysten der australischen MACQUARIE haben mit 250 $ ein schickes Kursziel ausgegeben. Zurzeit eher long gehen.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker daily.


