Bernecker Newspilot

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Die Märkte stehen weiter auf dünnem Eis im September. Ein fester Nikkei heute Morgen (Nontenbank-Äußerungen hilft dem DAX wenig. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, steigenden Zinsen, tiefen Cashquoten der Fondsmanager (3,5 %), einem starken Yen (Stichwort Rückabwickelung von Carry-Trades / s. Chart) und hoch gehebelten Märkten trifft am 18. September auf den großen Verfall, wo Optionen über 9,6 Bio. $ fällig werden.

Heute steht der EZB-Entscheid an mit einer ZInserhöhung um 25 Basispunkte, was Konsens ist.

Zahlenseitig wird es nochmal spannend. Adobe und Oracle sind mit Quartalszahlen dran. Das wird den Software-Sektor sicherlich tangieren mit zahlreichen Cross-reads. Rekative Stärkre zeigt der Halbleitersektor. 

Aktuell muss man nicht nicht den Helden spielen. Es bleibt bei erhöhter Cash-Quote.

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Die Börsen standen am Mittwoch klar unter Druck. Der DAX verlor 1,66 % auf 25.576,45 Punkte. Der EuroStoxx 50 fiel um 1,58 % auf 6.311,56 Punkte. In New York gab der S&P 500 um 0,48 % auf 7.636,36 Punkte nach. Der Nasdaq 100 hielt sich mit einem Minus von 0,29 % auf 29.421,55 Punkte etwas besser.

Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.

Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.

In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey’s General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.

Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.

Zahlen melden heute unter anderem Oracle, Adobe, Macy’s, RH, Copart, Descartes Systems, Designer Brands und 1-800-Flowers.com.

Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.

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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion

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Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
ASML erhält wichtigen Rückenwind von...

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Bernecker Team
Bernecker Team

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...gleichzeitig mehren sich die Warnungen vor einem bevorstehenden Höhepunkt des Zyklus. Das ist kein Widerspruch. Die Preise dürften weiter steigen, nur nicht mehr annähernd so schnell wie bisher. Für Anleger bedeutet das: Raus aus der simplen Wette auf steigende DRAM-Preise und hinein in Unternehmen, die an den notwendigen Milliardeninvestitionen der Chipindustrie verdienen.

Die Künstliche Intelligenz benötigt immer größere Mengen Hochleistungsspeicher, sogenannter High Bandwidth Memory. Gleichzeitig sind neue Fabriken teuer und benötigen Jahre bis zur Serienproduktion. Genau hier liegt die interessante zweite Stufe der Investmentstory: Vielleicht lässt sich nicht mehr zuverlässig vorhersagen, wie lange MICRON, SAMSUNG oder SK HYNIX ihre Traum-Margen halten können. Sicherer ist dagegen, dass sie Milliarden investieren müssen, um zusätzliche Kapazitäten aufzubauen und immer komplexere Chips produzieren zu können. Deshalb konzentrieren wir uns bei den Aktien der KI-Unternehmen auf die Schaufelverkäufer des Chip-Booms.

Solche Analysen mit entsprechenden Empfehlungen gibt es börsentäglich in der Termin-Börse daily. Für ambitionierte Anleger mit geschäftsfähigen Brokern ist das genau das richtige, probieren Sie es aus, auch im Einzelabruf (KLICK HIER). 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Der US-Konzern profitiert mit seinen Speicher- und Datenmanagementlösungen für Rechenzentren und Cloud vom Ausbau der KI-Infrastruktur. In Q1 sprang der Umsatz um 30 % auf 2,03 Mrd. $, das bereinigte EPS sogar um 66 % auf 2,58 $. Besonders dynamisch liefen All-Flash-Systeme mit + 47 % und das Public-Cloud-Geschäft mit + 28 %. Noch wichtiger ist die deutlich angehobene Jahresprognose: NetApp erwartet nun 7,975 bis 8,225 Mrd. $ Umsatz und 9,73 bis 10,03 $ bereinigten Gewinn je Aktie. Zuvor waren maximal 7,575 Mrd. $ bzw. 9,00 $ avisiert. Die Aktie reagierte bisher relativ verhalten, allerdings war sie bereits seit Mitte Juli stark gestiegen. Negatives Detail: Die etwas niedrigere Bruttomargenprognose wegen steigender Komponentenkosten. Die Gewinnperspektive hat sich insgesamt klar verbessert. 

Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 37.

Schlaglichter dieser Ausgabe:

Deutsche Autowerte: Erste Stabilisierungssignale

SOITEC: Wachstumsprognose angehoben, aber ...

Unter der Lupe: Halbleiterkorrektur beendet dank GPT-6 Astra?

Verliererbranche der Woche

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Bessent warnt Devisenhändler vor Wetten gegen den Yen: „I am the house now.“ Was bedeutet das? Nach der gemeinsamen US-japanischen Yen-Intervention Ende Juli signalisiert Bessent, dass er sich offensichtlich immer enger mit Tokio abstimmt. Ein schwacher Yen wird nicht mehr geduldet, ein schwacher Dollar schon. Folge: Yen-Carry-Trades können bei einer weiteren Aufwertung unter deutlichen Druck geraten. Das passt in unser Szenario einer Herbst-Korrektur. 

Im Sommer 2024 war die Sachlage ähnlich mit deutlicher Dollarabwertung gegen den Yen und Kapriolen an den Börsen.

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Bei SPACEX bahnt sich ein kräftiger Indexeffekt an. Nach der Freigabe von mehr als 1 Mrd. Aktien stieg der Streubesitz seit dem Börsengang von unter 10 auf fast 30 %. Damit dürfte das Gewicht im Nasdaq 100 beim Rebalancing am 21. September von 1,25 auf 1,51 % zulegen. Laut JPMorgan könnten Indexfonds und ETFs dadurch zu Nettokäufen von 12,4 Mrd. $ gezwungen sein – bei zuletzt seitwärts laufendem Kurs ein möglicher Auslöser für den Ausbruch aus der Spanne von 133 bis 150 $.

Der Effekt ist allerdings technisch, nicht fundamental. Bis Ende Oktober werden nochmals mehr als 1 Mrd. Aktien handelbar, nach den November-Zahlen weitere 1,3 Mrd. Stück. Verkaufen Insider kaum, könnte der steigende Freefloat das Indexgewicht und damit die passive Nachfrage weiter erhöhen. Kommt hingegen Angebot auf den Markt, trifft der Kaufzwang der ETFs auf erheblichen Abgabedruck.

Kurzfristig eröffnet sich eine Tradingchance, mehr nicht. Im November folgt der Belastungstest.

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

In unserer Rubrik Marktkommentar ordnen Experten aktuelle Entwicklung und Ereignisse ein. Heute wird der jüngsten US-Arbeitsmarktbericht und seine Auswirkungen auf die Zinsentwicklung analysiert. Außerdem wird der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aus Sicht der Kapitalmärkte bewertet. 

Georg Sures, Redakteur Bernecker Börsenkompass

Die Analyse finden Sie unter diesem Link:

https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/wahl-in-sachsen-anhalt-und-us-arbeitsmarkt_H1725444828_6799700/

Eine Übersicht über die Artikel und Analysen des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier: https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
CEO Christian Klein hat auf der Goldman Sachs Communacopia & Technology Conference konkretisiert, wie stark SAP sein Vertriebs- und...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Gestern lud der Quanten-Compiting-Spezialist zum Investor Day. Die IonQ-Story verschiebt sich mit der Übernahme von SkyWater deutlich vom reinen Quantum-Computing-Spezialisten zur vertikal integrierten Plattform für Computing, Networking, Security, Sensing und Foundry. Wichtigster technologischer Schritt ist der gestern vorgestellte Superion 256, Ionqs Quantumcomputer der sechsten Generation und vor allem der erste Schritt hin zu industriell skalierbaren, fehlertoleranten Quantensystemen. Bestellungen werden bereits angenommen, Auslieferungen sind für 2027 geplant. Durch SkyWater sank der Designzyklus laut IonQ von neun auf zwei Monate; gleichzeitig wurden binnen sechs Monaten zwölfmal mehr Wafer-Lots gefertigt. Der nächste Sprung ist Superion 10K: Fehlerkorrigiertes Computing soll 2027 im Labor und 2028 kommerziell herstellbar sein.

Finanziell hebt die SkyWater-Übernahme den Umsatz 2026 auf 450–460 Mio. $. Davon stammen unverändert 280–290 Mio. $ aus dem bisherigen IonQ-Geschäft; SkyWater soll von August bis Dezember 240 Mio. $ beitragen, bereinigt um 70 Mio. $ konzerninterne Umsätze. 

Die Bewertung bleibt der kritische Punkt. Ionq ist mit dem 27-Fachen Umsatz für 2027 bewertet – ein hoher Vorschuss auf technologische und kommerzielle Erfolge. Kurzfristige Katalysatoren sind erste Superion-Aufträge, weitere Security-Deals wie der 8,18-Mio.-$-Vertrag mit Congruity360 und die operative Integration von SkyWater. Mittelfristig entscheidet vor allem, ob IonQ den 2027/28-Fahrplan für skalierbare, fehlertolerante Systeme einhält.

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