Bernecker Newspilot

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Bernecker Team
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Der Ölpreisschock erreicht zunehmend die europäische Luftfahrtindustrie. Rohöl der Referenzsorte Brent ist wieder auf 110 $ je Barrel gestiegen. Für Fluggesellschaften ist das ein Problem, denn Treibstoff gehört neben Personal und Flugzeugen zu den größten Kostenblöcken. Bleiben die Ölpreise länger auf dem derzeit hohen Niveau, dürfte sich der Druck auf die Gewinne weiter erhöhen.

Doch der Ölpreisschock trifft die Fluggesellschaften höchst unterschiedlich. Entscheidend ist jetzt vor allem, wer sich rechtzeitig gegen steigende Kerosinpreise abgesichert hat, über eine solide Bilanz verfügt und höhere Kosten über die Ticketpreise weitergeben kann. Wie ernst die Lage inzwischen ist, zeigt die Insolvenz von AIRBALTIC. Zuvor war bereits die US-Gesellschaft SPIRIT AIRLINES zusammengebrochen. Branchenexperten rechnen damit, dass der hohe Ölpreis den Konzentrationsprozess im Luftverkehr beschleunigen könnte.

Welche Unternehmen sich rechtzeitig abgesichert haben und nun profitieren können, erfahren Sie in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

AXA legt beim heute präsentierten Strategieplan 2026 bis 2029 eine Schippe drauf. Darauf hatten wir in AB 25/2026 dezidiert hingewiesen.

Der französische Versicherungskonzern peilt beim bereinigten Gewinn je Aktie nun ein jährliches Wachstum von 7 bis 9 % an. Im bisherigen Plan waren es 6 bis 8 %. Das ist bemerkenswert, da sich das Preisumfeld in der Schaden- und Unfallversicherung abschwächt. Bereits 2026 soll das Gewinnwachstum am oberen Ende der bisherigen Spanne von 6 bis 8 % liegen. Auch die Eigenkapitalrendite soll 2026 das obere Ende der bisherigen Zielspanne von 14 bis 16 % erreichen und anschließend 2027 bis 2029 auf 15 bis 17 % steigen.

Gleichzeitig klingelt buchstäblich die Kasse. Von 2027 bis 2029 will AXA kumuliert rund 25 Mrd. € organischen Cashflow generieren – gegenüber mehr als 21 Mrd. € im bisherigen Dreijahresplan. Die Ausschüttungsquote bleibt bei 75 %, davon 60 % über Dividenden und 15 % über Aktienrückkäufe. Die höhere Ertragskraft bedingt somit unmittelbar steigende Kapitalrückflüsse.

Unterm Strich liefert AXA mit dem neuen Strategieplan eine solide Grundlage für weiter steigende Gewinne, Dividenden und Aktienrückkäufe und damit auch für eine höhere Bewertung der Aktie.

 

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Das Muster "schwache Halbleiter gleich starke Software" - und umgekehrt - bleibt intakt. Die Rally bei Sofware-Aktien gestern war unübersehbar. SAP arbeitet am Break um 190 € und steht vor einem bullischen Golden Cross (50 Tagelinie schneidet die 200 Tagelinie von unten nach oben). Heute versuchen die Halbleitertitel eine Stabilisierung in Asien.

Ansonsten bleibt das Bild wackelig. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries erreichte im Tagesverlauf erstmals seit 2023 wieder die Marke von 5 %. Vermutlich wird die Fed morgen versuchen durch eine Zinserhöhung Druck von langen Ende zu nehmen. Ich bin gespannt ob das gelingt. Der DAX liegt heute Morgen unverändert im Markt. Öl bleibt fest um 108 $ für Brent mit festgefahrener Lage am Golf.

Mizuho als auch Bank of America (bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen.) stufen den Rückgang bei Halbleiterwerten als Kaufgelegenheit ein. Die Analysten verweisen darauf, dass trotz Diskussionen über eine mögliche Verlangsamung der KI-Entwicklung durch Anthropic und OpenAI die Capex-Pläne der KI-Labore und Cloud-Anbieter unverändert bleiben. 

Broadcom-Chef Hock Tan hält die jüngste Angst vor einem Einbruch der KI-Infrastrukturinvestitionen für unbegründet. Die Debatte um ein langsameres Tempo bei neuen Frontier-Modellen ändere nichts an Broadcoms Umsatzplänen für 2027 und 2028. 

Corning geriet am Montag mit fast 14 % Minus massiv unter Druck. Auslöser war die Ankündigung eines möglichen At-the-Market-Aktienprogramms über bis zu 2 Mrd. Dollar. Dabei kann Corning neue Aktien schrittweise direkt über den Markt verkaufen. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine mögliche Verwässerung von Gewinn und Anteil je Aktie.

Bank of America geriet am Montag mit gut 5 % unter Druck, nachdem CEO Brian Moynihan die Erwartungen für das Kapitalmarktgeschäft gedämpft hat. Der Handelsumsatz soll im dritten Quartal nur auf Vorjahresniveau liegen. 

Bei Deutz steht eine Kapitalerhöhung an. Das Bezugsrecht der Altaktionäre ist dabei ausgeschlossen. Die Kölner wollen bis zu 15,263 Millionen neue Aktien zu 11,70 € ausgeben. Das entspricht 10 % des Grundkapitals. Für unsere Kunden gibt es heute im Tagesverlauf ein Deutz-Update.

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Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe 

 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
MUNTERS gerät weiter unter Druck. Es gibt News in der Führungsebene: Fundamental liefert der vorgezogene CEO-Wechsel keinen neuen Grund. Stefan Aspman übernimmt bereits jetzt und baut...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die Bank of America bleibt laut einer heute veröffentlichten Studie für Halbleiter bullish. Kurzfristig drohen zwar Gegenwind durch hohe Zinsen, Nahost-Risiken und die US-Zwischenwahlen, doch am strukturellen KI-Boom ändert sich wenig.

Bis Ende des Jahrzehnts könnten sich die KI-Investitionen auf über 3 Bio. $ verdreifachen. Voll ausgelastete Netzwerke und steigende Mietpreise selbst für ältere Chips sprechen für anhaltend hohe Nachfrage. Treiber ist das globale Wettrüsten zwischen USA und China, Hyperscalern, Neoclouds und staatlichen Programmen. Auch die Bewertung überzeugt: Der SOX handelt trotz 139 % Gewinnwachstum nur mit 19x Forward-KGV.

BofA favorisiert NVIDIA, AMD, Marvell, Analog Devices und ON Semi. Nächster wichtiger Katalysator: Microns Zahlen am 30. September, die zum Lackmustest für Speicherpreise und Margen werden.

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Der dänische Pharmakonzern ändert seinen Namen im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie in „Novo“ um. „Gemeinsam sind das Rebranding und 'The Novo Way' Teil dessen, wie das Unternehmen seine Geschäftsziele erreichen und seinen Anspruch umsetzen wird, deutlich mehr Menschen zu besserer Gesundheit zu verhelfen“, erklärte der Pharmakonzern heute in einer offiziellen Mitteilung. „Novo Nordisk A/S“ bleibt aber in rechtlicher Hinsicht weiter der Name des Unternehmens. Novo will seine aktualisierte Strategie am 21. September auf dem in London stattfindenden Capital Markets Day vorstellen.

Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion

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Bernecker Team
Bernecker Team

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Die erste Phase des KI-Booms gehörte den Chips. Nun beginnt die nächste Entwicklungsstufe. Künstliche Intelligenz soll nicht mehr nur Fragen beantworten, Texte formulieren oder Bilder erzeugen. Sie soll handeln.

KI-Agenten können selbstständig Informationen suchen, Datenbanken abfragen, Software bedienen, Termine koordinieren, Kundenanfragen bearbeiten oder ganze Geschäftsprozesse ausführen. Statt, dass ein Mensch zehn einzelne Arbeitsschritte anstößt, erhält der Agent ein Ziel und entscheidet selbst, wie er dorthin gelangt. Aus dem digitalen Assistenten wird damit zunehmend ein digitaler Mitarbeiter.

Wie schnell sich das Internet verändert, zeigen Daten von CLOUDFLARE. Erstmals stammen inzwischen mehr als 50 % des Internetverkehrs von nicht-menschlichen Nutzern. Das ist zwar nicht gleichbedeutend damit, dass bereits die Mehrheit aller Chatbot-Anfragen von KI-Agenten ausgeführt wird. Die Richtung ist aber eindeutig: Neben Menschen kommunizieren künftig immer häufiger Maschinen mit Maschinen.

Für Anleger stellt sich deshalb eine neue Frage. Wer verdient daran, wenn irgendwann Millionen oder sogar Milliarden autonomer Software-Agenten permanent miteinander kommunizieren? Interessanterweise müssen das nicht erneut die Chiphersteller sein. Jeder Agent braucht Zugriff auf Unternehmensdaten, Berechtigungen und Anwendungen. Seine Aktionen müssen koordiniert, überwacht und gegebenenfalls gestoppt werden. Je mehr Agenten eingesetzt werden, desto wichtiger werden deshalb die Plattformen, auf denen Geschäftsprozesse laufen, sowie die Kontroll- und Überwachungssysteme dahinter. Drei Unternehmen erscheinen uns hierfür besonders interessant. Diese drei Unternehmen gibt es bei uns in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
CORNING sorgt mit einer Kapitalmaßnahme kurzfristig für...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Nach der Gegenbewegung am Freitag kippt heute Morgen die Stimmung wieder ab. Nikkei und KOSPI liegen im Minus, besonders unter Druck stehen asiatische KI-Titel. SoftBank (s. Chart) verliert zweistellig, auch SK Hynix, Samsung und Kioxia geben deutlich nach. Auslöser sind neue Sicherheitswarnungen aus der KI-Branche:

Anthropic-Chef Dario Amodei fordert eine Verlangsamung der Entwicklung besonders leistungsfähiger Modelle, Sam Altman und Elon Musk unterstützen den Vorstoß. Trump dagegen lehnt regulatorische Eingriffe ab. Ob daraus langsamerer Investitionszyklus resultiert bezweifeln wir aus Wettbewebsgründen - das Sentiment aber leidet zunächst. Dem Nasdaq-100 kostet das in der ersten Indikation über 400 Punkte.

Der zweite Belastungsfaktor bleibt Öl. Brent steigt wieder um mehr als 3 % auf rund 108 Dollar. Saudi-Arabien musste nach einem Drohnenangriff seine wichtige East-West-Pipeline schließen, über die bis zu 7 Mio. Barrel täglich am Persischen Golf vorbei Richtung Rotes Meer transportiert werden können. Damit verschärft sich das Angebotsrisiko.

Im Wochenfokus stehen die Fed am Mittwoch und die Bank of Japan am Freitag. Wir fahren weiter mit angezogener Handbremse.

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Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe 

Hans A. Bernecker
Hans A. Bernecker
Redakteur

Die Chancen einer Fed-Zinserhöhung kommende Woche stehen 40:60 - was erwarten Sie?

Fed-Chef Kevin Warsh handelt so ähnlich wie sein Vorbild Alan Greenspan. Er bleibt zweideutig, wofür es die schöne sinngemäße Äußerung von Greenspan nach den damals üblichen Kongress-Anhörungen gibt: „Wenn ich Ihnen übermäßig klar erscheine, müssen Sie mich missverstanden haben.“ Jeder Banker konnte sich daraus jeweils seine eigene Meinung bilden. Warsh macht es richtig, wenn er mit dieser Zurückhaltung die allgemeinen Spekulationen dämpft oder unterläuft. Dies trägt zur Disziplinierung der Spekulation bei. Mithin sind Wetten auf einen Zinsentscheid unsinnig und nur ein Spiel. Bitte beachten Sie auch die aktuelle Actien-Börse

Stimmt VWs Zukunftsplan Sie optimistisch?

Der Zukunftsplan von VW ist eine Überbrückung bis zur endgültigen Entscheidung nach der Landtagswahl im September nächsten Jahres in Niedersachsen. Verbindliche Verträge gibt es nicht. Der zusätzliche Abbau von 50.000 Stellen ist nur die Hälfte der Wahrheit. Dazu gehört auch, dass ein möglicher Verkauf des Werkes Emden einzukalkulieren ist. Darüber wird zurzeit verhandelt. Was Osnabrück angeht, ist die Sache bereits entschieden. Die SPD in Niedersachsen bereitet sich sehr sorgfältig auf die Landtagswahl vor. Das bedeutet insgesamt: Die VW-Sanierung ist im Prinzip vereinbart, aber die konkreten Schritte stehen noch aus. Dennoch: Die Wende von VW ist vergleichbar mit der Wende der deutschen Konjunktur. Die Luft nach unten ist ausgeschöpft, die Luft nach oben ist beträchtlich, aber langfristig angelegt.  

Wird der Ölpreis nochmal zum Problem?

Der Ölpreis hat eine extreme Schwankungsbreite von rd. 120 $ das Barrel nach oben und ca. 70 $ als Unterkante. Alle Schwankungen dazwischen beruhen auf besonderen Ereignissen von einem Tag auf den anderen oder auf Ankündigungen etc. Im Hintergrund steht: Die Grundversorgung mit Öl gilt weltweit größtenteils als gesichert. Der Anteil der Spekulation ist allerdings erheblich. Zum einen an den Terminmärkten mit täglicher Notierung und zum anderen an den Umgehungen der Öltransporte inkl. Schattenflotten, in deren Mittelpunkt zum einen die Russen stehen und zum anderen die griechischen Tankergrößen, was weitgehend unbekannt ist. Also: Die Probleme sind nicht substanziell, aber markttechnisch schwer in den Griff zu bekommen.  

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