Bernecker Newspilot
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Bernecker Team
SANOFI und REGENERON machen weiter - und zwar in größerem Umfang: Gemeinsam entwickeln und vermarkten sie Immunologie-Medikamente und mit dem neuen Deal könnte REGENERON bis zu 8 Mrd. $ einheimsen. REGENERON wird von SANOFI eine Vorabzahlung in Höhe von 1 Mrd. $ erhalten, bis zu weitere 7 Mrd. $ könnten fällig werden - abhängig von Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungszielen. Die erweiterte Zusammenarbeit sieht vor, dass vier von REGENERON erfundene Immunologie-Wirkstoffkandidaten der nächsten Generation in die Allianz aufgenommen werden. Der US-Arzneimittelhersteller wird zudem die Option haben, SANOFIs Lunsekimig einzubeziehen, das zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung getestet wird. Nicht verwunderlich, dass beide Aktien heute im Plus liegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Für bis zu 750 Mio. € übernimmt der Konzern die restlichen 45 % an mAbxience von Insud Pharma und Invim Corporativo. Die Transaktion wurde am 30. September bereits vollzogen. Seit 2022 hielt Fresenius 55 %.
Künftig verbleiben sämtliche Gewinnanteile der Biosimilar-Plattform im Konzern. Laut Jefferies wirkt der Zukauf sofort positiv auf den bereinigten Gewinn je Aktie. mAbxience erzielte 2025 mehr als 320 Mio. € Umsatz bei Margen oberhalb des FRESENIUS-Kabi-Durchschnitts. Drei Produktionsstandorte, vier vermarktete Biosimilars und acht Entwicklungskandidaten bilden die Basis für weiteres Wachstum. Die jüngste Vereinbarung mit Sandoz zu einem Emicizumab-Biosimilar zeigt das Potenzial. Volles Eigentum erleichtert zudem die Steuerung von Kosten, Kapazitäten, Markteinführungen und Lizenzpartnerschaften.
Der Zukauf ist mit einer Bewertung von rund dem 5,2-Fachen Umsatz allerdings kein Schnäppchen, was die schwächeren Kurse erklärt. Dennoch: Ein KGV von 11 per 2027 spiegelt die Biopharma-Perspektiven nicht korrekt wider.
Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
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Oliver Kantimm
Redakteur
Die europäischen Aktienmärkte standen gestern unter Druck. An der Wall Street verlief der Handel dagegen uneinheitlich. Belastet haben vor allem die hohen Anleiherenditen und der stärkere Inflationsdruck in Deutschland. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hielt sich bei rund 5,3 %. Technologieaktien hielten sich dagegen besser.
Hewlett Packard Enterprise gewann 3,9 % nach neuen Wachstumszielen und einem KI-Serverauftrag über 1,2 Mrd. $. United Therapeutics stieg nach einem Erfolg im Patentstreit gegen Liquidia um 12,6 %, Liquidia brach um 57,2 % ein. Nvidia legte 1,4 % zu.
Heute folgen um 9:55 Uhr der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie und um 10:00 Uhr der entsprechende Wert für die Eurozone. Um 14:30 Uhr stehen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Um 16:00 Uhr folgen der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie sowie die US-Bauausgaben.
Zahlen melden heute unter anderem Accenture, Nike und McCormick.
Für den DAX zeichnet sich zunächst ein schwächerer Start ab. Lang & Schwarz taxiert den DAX heute Morgen bei rund 25.100 Punkten und damit etwa 0,3 % unter dem Xetra-Schluss. Rückenwind liefert der Technologiesektor nach starken Zahlen und einem überzeugenden Ausblick von Micron. Risiken bleiben die hohen Anleiherenditen und die gestiegenen Inflationsrisiken in Europa.
Weitere aktuelle Einschätzungen finden Sie in der Bernecker-App.
Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Im zweiten Quartal 2026/27 sprang das operative EBITDA um gut 81 % auf 168 Mio. €. Im Q1 hatte das Plus erst 41 % betragen. Im ersten Halbjahr summiert sich das EBITDA damit auf 303 Mio. € nach 189 Mio. €. Treiber sind vor allem CropEnergies und das Spezialitätengeschäft. Südzucker hat am Montag die Jahresprognose angehoben: Der Umsatz soll nun 8,3 bis 8,7 Mrd. € erreichen. Beim EBITDA steigt die Untergrenze von 480 auf 540 Mio. €, die Obergrenze bleibt bei 680 Mio. €. Das KGV 2027e liegt nach dem Kurssprung noch bei rund 34. Allerdings dürften die Gewinnschätzungen nun steigen. Charttechnisch bleibt das Septemberhoch bei knapp 13,20 € die nächste Hürde.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 40.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
++ Anleihemarkt unter Stress
++ DAX-Titel vor Comeback?
++ ETF mit Inflationsschutz
++ Europas Investitionsboom: Nebenwerte-Trio mit Rückenwind unter der Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Bernecker Team
Vor den heutigen Zahlen favorisieren die Analysten von Cantor die Aktie: Mit rund dem 5-Fachen des erwarteten Gewinns der nächsten zwölf Monate erscheint die Bewertung niedrig. Entscheidend sind laut Cantor Aussagen zu anhaltender Preisstärke, zusätzlichen langfristigen Kundenverträgen und einer weiteren Angebotsverknappung 2027. Für das Novemberquartal erwarten die Analysten eine Bruttomarge im hohen 80-Prozent-Bereich – entsprechend hoch liegt die Messlatte.
Der Wettbewerb um persönliche KI-Assistenten treibt den Ausbau der Infrastruktur: Führende KI-Anbieter und Hyperscaler müssen investieren, um Kunden und Marktpositionen zu sichern. Davon profitieren Speicher, Rechenleistung und Netzwerktechnik. Die These bleibt jedoch zeitlich begrenzt: Bis Jahresende überwiegt aus Sicht der Analysten der Rückenwind; ab Frühjahr 2027 könnten basisbedingt schwierigere Jahresvergleiche und nachlassende Investitionsdynamik bremsen.
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Das ist Wind unter den Flügeln von NORDEX: Das Unternehmen aus Hamburg wird in den nächsten beiden Jahren 34 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamterzeugungsleistung von 175 Megawatt in Frankreich, Portugal und Spanien errichten. Zum Einsatz kommen entsprechend der unterschiedlichen Windbedingungen und Genehmigungsverfahren fünf verschiedene Turbinentypen. Und besonders lukrativ: Die Aufträge umfassen neben der Lieferung und der Errichtung auch den Service über mehrere Jahre. Die Aktie hat heute deutlichen Rückenwind.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Helmut Gellermann
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
Die Börsen versuchen zur Wochenmitte eine Gegenbewegung. Im Fokus bleibt jedoch eindeutig der Anleihemarkt. Nach dem jüngsten Renditeschock ziehen die asiatischen Märkte kräftig an, auch Europa und die Wall Street dürften zunächst freundlich eröffnen, während sich die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei hohen 5,23 % stabilisiert. Die 30-jährigen US-Staatsanleihen rentieren inzwischen mit 5,56 % und damit so hoch wie seit 2002 nicht mehr – eine Größenordnung, die Anleihen gegenüber Aktien zunehmend zur ernsten Konkurrenz macht.
Am Geldmarkt wird bereits eine Serie zusätzlicher Zinsschritte der Fed über die kommenden zwölf Monate eingepreist. Brent kostet wieder mehr als 103 Dollar je Barrel, wobei es zumindest einen Hoffnungsschimmer gibt: Die Ölströme aus dem Nahen Osten nähern sich nach Einschätzung von JPMorgan und Goldman Sachs wieder dem Niveau vor dem Krieg – eine Entspannung im US-Iran-Konflikt könnte daher schnell Druck aus Ölpreis und Renditen nehmen.
Heute folgt der nächste Test: Mit dem PCE-Preisindex steht das bevorzugte Inflationsmaß der Fed auf der Agenda, wobei Bloomberg Economics sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kernrate mit einer Beschleunigung rechnet. Mit dem Beginn der Berichtssaison wird sich zeigen, ob die Aktienmärkte mit weiterhin hohem Gewinnwachstum die Bewertungskompression durch die gestiegenen Zinsen ausgleichen können. Wir bleiben grundsätzlich optimistisch für den Markt bis Jahresende, halten die Zinsen jedoch genau im Blick.


