Bernecker Newspilot
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Georg Sures
Redakteur
Nach den heute präsentierten positiven Q3-Zahlen hat JPMorgan für Bayer die Einstufung auf „Overweight“ und das Kursziel von 61 € bestätigt. Dank des starken Pharmageschäfts habe das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) positiv überrascht. Insgesamt dürften die Anleger die Resultate positiv aufnehmen, führte JPMorgan weiter aus.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Helmut Gellermann
Redakteur
Der Stromversorger bzw. die „Renewable Energy Company“ führt am Morgen den FTSE 250 mit + 8,5 % an. DRAX-Historie in Kurzform: Wurzeln in der Kohleverstromung 1967, börsennotiert seit 2005, Umstellung auf Holzpellets 2012 eingeschlagen, seit Juli 2026 Solar- und Windenergie im Portfolio.
Heute gab DRAX den Plan bekannt, am Standort in North Yorkshire ein KI-Rechenzentrum zu errichten. Geplant ist somit ein Datacenter, dessen Stromversorgung auf Pellets basiert. Kooperationspartner sind BROOKFIELD und dessen KI-Infrastrukturplattform Radiant. Im Endausbau soll eine Leistung von 1 GW erreicht werden, als Ausbaustufen sind 100 MW (2028) und 500 MW (2031) geplant. Für die erste Phase ist ein Investitionsvolumen von 2,5 Mrd. GBP und im Endausbau mehr als 20 Mrd. GBP vorgesehen.
Laut CEO Will Gardiner soll der KI-Plan dazu beitragen, den Bestand des traditionsreichen Kraftwerk-Standorts zu sichern. Die DRAX-Aktie bewegt sich heute wieder auf ihr Allzeithoch vom Februar zu.
Helmut Gellermann
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Bernecker Team
Die Künstliche Intelligenz hat offensichtlich kein Nachfrageproblem, wohl aber ein zunehmend sichtbares Rentabilitätsproblem. Eine bemerkenswerte Aussage von Elon Musk liefert dafür ein aktuelles Beispiel. Der reichste Mann der Welt räumte am Wochenende ein, dass die Betriebskosten seines KI-Agenten Grok Bot im Verhältnis zu den erzielten Einnahmen untragbar hoch seien. Hintergrund waren Beschwerden zahlreicher Nutzer, deren wöchentliche Nutzungskontingente plötzlich wesentlich schneller aufgebraucht waren als bisher.
Das ist bemerkenswert, denn noch vor wenigen Wochen hatte Musk den Agenten geradezu euphorisch beworben. Doch offenbar hat Musk die Kosten dieser Dienstleistungen unterschätzt. Wie hoch die finanziellen Belastungen tatsächlich sind, ließ er offen.
Der Fall verdeutlicht ein grundlegendes Problem des gesamten KI-Booms. Während einfache Chatbots vergleichsweise wenig Rechenleistung benötigen, können selbstständig handelnde KI-Agenten ein Vielfaches davon verbrauchen.
Damit rückt die entscheidende Frage des KI-Booms immer stärker in den Vordergrund: Nicht mehr, ob die Menschen Künstliche Intelligenz nutzen wollen, sondern ob die Anbieter mit dieser Nutzung auch genügend Geld verdienen können. Steigende Nutzerzahlen allein garantieren jedenfalls noch keine Gewinne.
Für die Aktienmärkte könnte diese Erkenntnis weitreichende Konsequenzen haben. Die großen Technologiekonzerne investieren gewaltige Summen in Rechenzentren, Hochleistungschips und die notwendige Energieinfrastruktur. Diese Investitionen müssen sich früher oder später rechnen. Sollte sich herausstellen, dass die tatsächlichen Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten die Unternehmen ihre Investitionsprogramme reduzieren.
Unsere skeptische Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologiewerten sehen wir deshalb bestätigt. Mit AMAZON, META und MICROSOFT haben wir uns bereits auf der Short-Seite positioniert. Allerdings wollen wir die bestehenden Engagements nicht unkontrolliert ausbauen, zumal nach den jüngsten Kursverlusten jederzeit kräftige technische Gegenbewegungen möglich sind. Wir haben in diesem Zusammenhang zwei weitere Unternehmen für Sie, die Sie in der Termiin-Börse daily finden (KLICK HIER).
Markus Horntrich
Redakteur
Bayer hat im dritten Quartal operativ positiv überrascht. Der Umsatz lag mit 10,05 Mrd. € leicht über dem Visible-Alpha-Konsens von 9,91 Mrd. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen übertraf die Erwartungen um 14 % und erreichte 1,62 Mrd. €. Die Marge lag bei 16,1 % statt der erwarteten 14,3 %. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie blieb Bayer mit 0,31 € jedoch unter dem Konsens von 0,38 €.
Den Ausschlag gab Pharma. Der Spartenumsatz lag mit 4,68 Mrd. € rund 5 % über den Erwartungen. Der Gerinnungshemmer Xarelto sowie die Wachstumsträger Nubeqa und Kerendia schnitten besser ab als erwartet. Crop Science lag beim Umsatz knapp unter dem Konsens, Consumer Health traf ihn weitgehend.
Für 2026 hebt Bayer die währungsbereinigte Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen um rund 200 Mio. € auf 9,8 bis 10,3 Mrd. € an. Die erwartete Pharma-Marge steigt von 23 bis 25 % auf 25 bis 27 %. Das währungsbereinigte Umsatzziel von 45 bis 47 Mrd. € bleibt bestehen, ebenso die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 4,20 bis 4,70 € zu Wechselkursen von Ende September.
Für Aktionäre ist der bessere freie Cashflow ein Plus. Bayer erwartet zum Jahresende nun 28 bis 29 Mrd. € Nettofinanzschulden, eine Milliarde weniger als bisher. Zum vorgeschlagenen Glyphosat-Sammelvergleich gab es keine Neuigkeiten.
Damit nimmt die avisierte Neubewertung weiter ihren Lauf. Halteposition.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die KI-Baisse nimmt ihren Lauf. Die Wall Street bleibt nervös. Der Nasdaq verlor gestern 1,07 %, der S&P 500 0,51 %. Der Dow gewann 0,41 %. Der DAX präsentiert sich weiter mit relativer Stärke, startet heute mit Asien aber auch schwach in den Tag. Unsicherheit bringen Berichte über einen möglichen US-Angriff auf die iranische Insel Qeschm nach den Wahlen. Die Techs bleiben angeschlagen:
Oracle brach um 8,8 % ein. Die geplante Kapitalaufnahme über 20 Mrd. Dollar für den KI-Ausbau belastet. Marvell und Lumentum gerieten nach Bekanntgabe ihrer Milliardenfusion ebenfalls unter Druck.
Apple verliert nachbörslich rund 3 %. Der Quartalsumsatz erreichte 114,5 Mrd. Dollar und lag über den Erwartungen. Doch höhere Speicherchipkosten und ein verhaltener Margenausblick belasten die Aktie nachvollziehbar auf Top-Niveau.
Palantir büßt nachbörslich rd. 7 % ein. Der Umsatz sprang um 96 % auf 2,31 Mrd. Dollar gegenüber 2,18 Mrd. Dollar Konsens. Das amerikanische Geschäft mit Unternehmenskunden wuchs um 148 %. Die Jahresumsatzprognose steigt auf rund 8,53 Mrd. Dollar. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum des neuen Vertragsvolumens bei US-Unternehmenskunden deutlich. Die Wachstumsdynamik sinkt.
Marvell zieht Lumentum mit in den Keller. Der vereinbarte Aktien-Deal macht Lumentum bis nächstes Jahr abhängig vom Marvell-Kurs. Strategisch sinnvoll, kurzfristig weiter belastend. Zudem müssen die Lumentum-Aktionäre auch zustimmen.
Hugo Boss senkte gestern spätabends die Prognose. Das Jahres-EBIT soll nur noch 250 bis 300 Mio. Euro erreichen statt bisher 300 bis 350 Mio. Euro. Schwächere Konsumnachfrage und höhere Abschreibungen auf IT-Systeme belasten.
Bayer erhöht dagegen heute Morgen die Jahresprognose. Das bereinigte Quartals-EBITDA stieg um 6,9 % auf 1,62 Mrd. Euro. Auch beim Cashflow wird Bayer zuversichtlicher. Der Titel liegt in unserem Allround Portfolio des Aktionärsbriefes. Hier geht es zum Aktionärsbrief: https://www.bernecker.info/aktionaersbrief
Lufthansa liefert Über den Erwartungen, dämpft aber die Aussichten des Gesamtjahres aufgrund zunehmend durchschalgender Kerosinpreise.
Japan bleibt heute feiertagsbedingt geschlossen. In den USA finden die Kongresswahlen statt. Nach Börsenschluss berichtet AMD. Es bleibt wackeling. Die Tage nach den Midterms entscheiden über die Tendenz bis Jahresende.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Helmut Gellermann
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Georg Sures
Redakteur
Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Volkswagen von 105 auf 100 € gesenkt, aber die Einstufung auf „Buy“ belassen. Die Senkung erfolgte nach einem „konstruktiven“ Gespräch mit dem Finanzchef Arno Antlitz, bei dem es unter anderem um die fortdauernde Restrukturierung und die Verringerung der Kosten in Deutschland gegangen sei. Auch die weiter schwierige Lage auf dem chinesischen Markt sei ein Thema gewesen.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH im Abo oder im Einzelabruf unter www.bernecker.info
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Bernecker Team
Die zunehmende Schwäche an der Wall Street bestätigt unsere vorsichtige Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologieaktien. Wie am Freitag angekündigt, beschäftigen wir uns heute auch mit einer möglichen Short-Position auf den NASDAQ 100. Allerdings wollen wir den zuletzt deutlich gefallenen Kursen nicht hinterherlaufen. Nach den jüngsten Verlusten erscheint eine technische Zwischenerholung durchaus möglich. Eine solche Gegenbewegung könnte uns einen wesentlich günstigeren Einstieg in eine Short-Spekulation eröffnen. Wir warten deshalb zunächst einen Rebound ab, bevor wir eine entsprechende Position eingehen. An unserer grundsätzlich skeptischen Einschätzung des Technologiesektors ändert das nichts.
Auf der Long-Seite setzen wir unsere Suche nach attraktiven Unternehmen außerhalb des unmittelbaren KI-Booms fort. Dabei konzentrieren wir uns auf etablierte Geschäftsmodelle mit einer starken Marktposition, soliden Erträgen und überzeugenden Zukunftsperspektiven. Heute haben wir wieder zwei neue Kandidaten für Sie herausgesucht, die finden Sie mit einer ausfürhlichen Analyse in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).


