Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Jens Brahm
Jens Brahm
Redakteur
chart

Wir führen momentan 34 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 52%. In dieser Woche wurden uns zwei Aktien ausgestoppt, wir haben zwei Analysen veröffentlicht, die FED Sitzung und die Marktreaktionen darauf eingeordnet und eine Flut an Unternehmensergebnissen bewertet. Heute ziehen wir noch einen ersten Stop bei einem deutschen Wert aus der zweiten Reihe ein und heben bei zwei ETFs die Stops an. Betroffen sind unter anderem PayPal, Seagate, Uber, Microsoft, Meta, Palo Alto, Qualcomm, SK Hynix, Samsung, Puma, Adidas und Arm Holdings. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.

Was für eine ereignisreiche Woche. Die Fed-Sitzung und die zahlreichen Unternehmensergebnisse waren die Highlights der Aufmerksamkeit. Wir haben aber auch zwei Positionen über Stop-Loss Absicherung verloren. Das ist angesichts der Volatilität an den Börsen ein sehr ein gutes Ergebnis. Sollten auch Sie unglücklich ausgestoppt worden sein, grämen Sie sich nicht: Wir fahnden nach den nächsten Chancen, mitunter sogar in Werten, bei denen wir ausgestoppt wurden.

Gestartet sind wir mit einer Analyse zu der neuen Sicherheitsdebatte um KI-Anwendungen: Wir haben uns angeschaut wo die Bedenken her kommen und wie ernst sie zu nehmen sind. Außerdem haben wir Ihnen einen möglichen Profiteur der zunehmenden Sorgen vorgestellt. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht  verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus! 

 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Vor den Quartalszahlen am 12. August erwarten die Analysten von Jefferies ein insgesamt solides zweites Quartal bei E.ON. Der bereinigte Nettogewinn dürfte bei rund 614 Mio. Euro liegen und damit etwa 23 % der Prognose für das Gesamtjahr ausmachen. Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Nettogewinn von rund 2 Mrd. Euro, was bereits rund 70 % der Unternehmensprognose von 2,7 bis 2,9 Mrd. Euro für 2026 entspricht.

Treiber der Entwicklung bleibt das Geschäft mit Energienetzen und Infrastruktur (EIS). Hier wird ein EBITDA-Anstieg von rund 10 % auf 134 Mio. Euro erwartet, gestützt durch höhere Investitionen in den Netzausbau. Im Netzgeschäft rechnen Analysten dagegen mit einem leichten EBITDA-Rückgang von 2 %, der vor allem auf regulatorische Verschiebungen zurückzuführen ist und keine fundamentale Abschwächung widerspiegelt.

Das Vertriebsgeschäft (Retail) dürfte operativ weitgehend stabil bleiben. Effizienzsteigerungen gleichen die Entkonsolidierung der NEW AG weitgehend aus, während sich die außergewöhnlich starke Entwicklung im deutschen Privatkundengeschäft des ersten Quartals infolge auslaufender temporärer Preiseffekte normalisieren dürfte.

Für das erste Halbjahr wird ein EBITDA von rund 5,5 Mrd. Euro erwartet, was bereits 58 % der Jahresprognose entspricht. Die Nettoverschuldung dürfte leicht auf etwa 47,5 Mrd. Euro steigen. Insgesamt rechnen Analysten mit einem Quartal im Rahmen der Erwartungen und sehen derzeit keinen Anlass, ihre Prognosen für das Gesamtjahr 2026 anzupassen.
 
 
 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Siemens Healthineers hat im dritten Quartal 2026 die Erwartungen beim organischen Umsatzwachstum leicht verfehlt. Das vergleichbare Umsatzwachstum lag bei 2,8 % nach erwarteten 3,4 %. Belastend wirkten erneut das Diagnostikgeschäft in China mit...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Die Actien-Börse, Bernecker daily, Die Actien-Börse Institutionell, Der Aktionärsbrief, Bernecker Trend-Investor oder Frankfurter Börsenbrief.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Bernecker daily, Die Actien-Börse Institutionell, Der Aktionärsbrief, Bernecker Trend-Investor oder Frankfurter Börsenbrief.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Befesa nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Der Industrierecycler habe solide Resultate erzielt, in den USA wüchsen die Volumina nun. Dem stimmen wir zu....

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten unserer Börsenbriefe verfügbar. Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
AXA hat solide geliefert, der positive Überraschungseffekt war jedoch gering. Folge nach dem guten Lauf ist heute rd. 0,5 % Kursminus angesagt. ...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.

Bernecker Team
Bernecker Team

Seit unserer Grundlagen-Analyse der KI-Energie-Wertschöpfungskette im Dezember 2025 hat sich die These vom „Physical AI“-Boom von einer optimistischen Prognose zur belegten Betriebsrealität verhärtet. Die Zahlen sind größer als selbst die damals aggressiven Szenarien vermuteten: Goldman Sachs beziffert die Hyperscaler-Investitionen 2026 auf 527 bis 765 Mrd. $, davon rund 75 % nicht für Chips, sondern für Bau, Kühlung und Stromversorgung.

Wir waren in diesem Sektor bereits mehrfach positioniert, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Zwei Unternehmen haben für uns schon einmal abgeliefert und nun halten wir für den richtigen Zeitpunkt um wieder einzusteigen. Unsere beiden Kandidaten finden Sie in der Termin Börse daily auch im Einzelabruf über diesen Link: KLICK HIER

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
chart

KI-Aktien drehen mit voller Wucht nach oben

Nach dem heftigen KI-Ausverkauf der vergangenen Tage folgt die Gegenbewegung - und die ist dramatisch. In Südkorea springt der Kospi zeitweise um 17 % und verzeichnet damit den größten Tagesanstieg seiner Geschichte. SK Hynix (unser Trade vom Mittwoch geht auf) und Samsung Electronics legen jeweils mehr als 20 % zu. TSMC gewinnt in Taiwan rund 9 %, der japanische Nikkei steigt zeitweise mehr als 5 %. Ich sehe das so:

Die Gegenbewegung trägt deutlich technische Züge. Gehebelte Positionen wurden in den vergangenen Tagen unter hohem Zeitdruck abgebaut. Der KI-Hedgefonds Situational Awareness des früheren OpenAI-Mitarbeiters Leopold Aschenbrenner verkaufte den Großteil seines öffentlichen Aktienportfolios an Citadel. Diese Positionen gehörten am Donnerstag zu den größten Gewinnern. Der Verkaufsdruck durch Margin Calls dürfte damit vorerst nachlassen.

Der Nasdaq 100 beendete am Donnerstag mit einem Anstieg von mehr als 3 % eine sechstägige Verlustserie. Auch die US-Futures liegen heute Morgen weiter im Plus. 

Nach Microsoft liefert auch Amazon mit starken Zahlen (nachbörslich + 9,5 %) den Beleg für die KI-Nachfrage. Besonders wichtig für den gesamten KI-Komplex: Amazon hebt die geplanten Investitionen für 2026 von 200 auf rund 220 Mrd. $ an. Zum Thema gibt es unten eine aktualiserte Capex-Grafik.

Hinweis in eigener Sache

Im aktuellen Aktionärsbrief erklären wir unter anderem, warum sich der enorme Capex-Boom der Hyperscaler wirtschaftlich rechnen kann und wie die Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur monetarisiert werden sollen.

Außerdem zeichnet sich nach dem Kaufinteresse an PayPal ein weiterer heißer Übernahmekandidat aus dem Payment-Sektor ab. Auch Im Kupfersektor wird es nach der Korrektur wieder hoch spannend.

Ich empfehle den Einzelabruf des aktuellen Aktionärsbriefs im Bernecker Börsenkiosk. Der Brief kann dort ohne Abo-Verpflichtung erworben werden.

Hier geht es direkt zum Brief: https://boersenkiosk.de/Der-Aktionrsbrief

Apple wiederum ist der Leidtragende. Gute Zahlen aber ein belasteter Ausblick aufgrund von Engpässen bei Komponenten und Speicherchips. Diese begrenzen die Lieferfähigkeit und erhöhen gleichzeitig die Kosten. Das Servicegeschäft blieb hinter den hohen Markterwartungen zurück. Die Aktie verliert nachbörslich mehr als 6 %.

Deutschland: Hensoldt und Fuchs überzeugen

Hensoldt meldet erneut eine außergewöhnlich starke Nachfrage. Der Auftragseingang verdoppelt sich im ersten Halbjahr auf 2,812 Mrd. €. Der Auftragsbestand überschreitet mit 10,356 Mrd. € erstmals die Marke von 10 Mrd. €. Der Umsatz steigt um 23,6 % auf 1,167 Mrd. €, das bereinigte EBITDA von 107 auf 137 Mio. €. Die Marge verbessert sich auf 11,8 %. Der Jahresausblick wird vollständig bestätigt. 

Fuchs erhöht nach einem starken ersten Halbjahr die Ergebnisprognose. Der Umsatz wächst um 11 % auf 2,003 Mrd. €, das EBIT um 24 % auf 260 Mio. €. Die EBIT-Marge steigt von 11,6 auf rund 13 %. Der Schmierstoffhersteller hebt die EBIT-Erwartung für das Gesamtjahr auf 460 bis 480 Mio. € an. Die Umsatz- und Cashflow-Prognosen bleiben bestehen. Das Wachstum beschleunigte sich im zweiten Quartal und wurde von allen drei Weltregionen getragen.

Siemens Healthineers liefert beim Ergebnis mehr als beim Umsatz. Der Quartalsumsatz steigt vergleichbar um 2,8 % auf 5,76 Mrd. € und bleibt leicht unter den Erwartungen. Das bereinigte EBIT legt auf rund 1,1 Mrd. € zu, die Marge verbessert sich von 16,8 auf 19,1 %. Schwach bleibt das Diagnostikgeschäft. Der Konzern senkt deshalb die Prognose für das vergleichbare Umsatzwachstum von 4,5 bis 5,0 % auf 3,5 bis 4,0 %. Die EPS-Prognose steigt aufgrund von US-Zollrückerstattungen auf 2,35 bis 2,45 €. Das Schlimmste sollte aber für den Kurs überstanden sein.

Europa: Engie und NatWest heben die Ziele an

Unser Empfehlungswert Engie erhöht die Prognose für das EBIT außerhalb des Nukleargeschäfts von bisher 8,7 bis 9,7 Mrd. € auf 9,2 bis 10,2 Mrd. €. Die installierte Kapazität aus erneuerbaren Energien und Speichern erreicht 59,5 Gigawatt. Weitere 6,4 Gigawatt befinden sich im Bau. 

Empfehlungswert NatWest erzielt im ersten Halbjahr einen zurechenbaren Gewinn von 3,0 Mrd. £. Die Eigenkapitalrendite erreicht 19,7 %, das Ergebnis je Aktie steigt um 23,3 % auf 38,1 Pence. Die Bank verbessert ihre Jahresprognose, zahlt eine Zwischendividende von 12 Pence und will bereits mit den Jahreszahlen 2026 über weitere Aktienrückkäufe entscheiden. Die Nettozinserträge steigen um 12,6 %, die Kostenquote sinkt von 48,8 auf 46,0 %.

Bei den Banken läuft es rund. Crédit Agricole übertrifft ebenfalls die Erwartungen. Der Umsatz steigt im zweiten Quartal um 7,7 % auf 7,36 Mrd. €. Wachstum liefern das Privatkundengeschäft, das Asset Management und das Investmentbanking. Auf Konzernebene wächst der zurechenbare Gewinn um 7,8 % auf 2,78 Mrd. €.

Japan

Die Bank of Japan lässt ihren Leitzins wie erwartet unverändert. Der Yen gibt einen Teil seiner starken Gewinne vom Donnerstag wieder ab. Zuvor hatten erneute Währungsinterventionen für die größte Yen-Aufwertung seit mehr als zwei Jahren gesorgt.

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Ihr Volker Schulz 

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter

Amazon vor den Quartalszahlen

• Termin: Zahlen zum zweiten Quartal heute nach US-Börsenschluss
• Umsatz: Erwartet werden 197,0 Mrd. Dollar, rund 18 % mehr als im Vorjahr
• Gewinn je Aktie: Konsens 1,83 Dollar
• Operatives Ergebnis: Erwartet werden 23,6 Mrd. Dollar
• Operative Marge: Prognostiziert sind 12 %

AWS im Mittelpunkt

• Erwarteter AWS-Umsatz: 40,6 Mrd. Dollar
• Währungsbereinigtes Wachstum: 31,3 %
• AWS liefert weiterhin den größten Teil des Amazon-Gewinns
• Wichtig ist, ob sich das Wachstum gegenüber den Vorquartalen weiter beschleunigt
• Vergleichsmaßstab sind die starken Cloudzahlen von Microsoft und Alphabet

KI-Geschäft

• Anleger achten auf Fortschritte bei der KI-Plattform Bedrock
• Im Fokus stehen Amazons eigene KI-Chips Trainium
• Bank of America erwartet einen wachsenden AWS-Auftragsbestand
• Allein der mit Anthropic verbundene Auftragsbestand könnte bei rund 100 Mrd. Dollar liegen

Investitionen

• Erwartete Investitionen 2026: rund 200,5 Mrd. Dollar
• Erwartete Investitionen im dritten Quartal: 52,5 Mrd. Dollar
• Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren, Server, Trainium-Chips und Cloudkapazitäten

Handelsgeschäft

• Online-Shops: erwarteter Umsatz 69,9 Mrd. Dollar
• Dienstleistungen für Drittanbieter: 46,2 Mrd. Dollar
• Werbeumsatz: 19,3 Mrd. Dollar
• Abonnements: 13,8 Mrd. Dollar
• Die Prime-Day-Ergebnisse gelten als wichtiger Indikator für die Konsumlaune in den USA

Ausblick drittes Quartal

• Erwarteter Umsatz: 203,9 Mrd. Dollar
• Erwartetes operatives Ergebnis: 25,1 Mrd. Dollar
• Das Umsatzwachstum dürfte sich gegenüber dem zweiten Quartal etwas abschwächen

Analystenbild

• 79 Kaufempfehlungen
• 4 Halteempfehlungen
• Keine Verkaufsempfehlung
• Durchschnittliches Kursziel: 314,84 Dollar
• Rechnerisches Kurspotenzial: rund 38 %
• Erwartete Kursreaktion nach den Zahlen: etwa 6,3 %

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter

Situational Awareness, der rund 20 Milliarden Dollar schwere Hedgefonds von Leopold Aschenbrenner, hat nach hohen gehebelten Verlusten im jüngsten Technologie-Abverkauf in kurzer Zeit einen großen Teil seines börsennotierten Aktienportfolios verkauft. Das Ganze war eine beschleunigte Bilanzbereinigung unter erheblichem Zeitdruck. Das hatte den Abverkauf der Neoclouds erheblich beschleunigt. Weiter wurde bekannt:

Situational Awareness hat nicht nur allgemein Teile seines Aktienportfolios verkauft, sondern einen großen Teil seiner insgesamt rund 16 Milliarden Dollar schweren börsennotierten Beteiligungen sehr schnell an Citadel übertragen. Damit ist nun auch der Käufer bekannt.

Citadel konnte die Positionen vermutlich mit einem Abschlag übernehmen. Auch Goldman Sachs und JPMorgan Chase waren in die Verkaufsverhandlungen eingebunden.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Auftragseingang ist hervorragend, aber die laufenden Großprojekte verdienen deutlich weniger als erwartet. Das Hauptproblem liegt im Segment Project Delivery. Der operative Gewinn brach im...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.
1 / 10