Bernecker Newspilot
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Helmut Gellermann
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker Daily.
Bernecker Team
Das Jahr 2026 markiert das Ende der Pilotphasen und den Beginn der industriellen Dominanz. Wir erleben aktuell einen echten Durchbruch: Die Skalierung der Elektrolyse-Kapazitäten hat die kritische Masse erreicht. Dank massiver Fortschritte in der Materialforschung und einer optimierten Serienfertigung ist grüner Wasserstoff kein „Zukunftsprojekt“ mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die globale Infrastruktur steht, die Fördergelder fließen in reale Großprojekte, und die Kostenkurve nähert sich rapide dem Wendepunkt zur fossilen Konkurrenzfähigkeit.
Wir ergänzen unsere Position! Seien Sie gespannt und folgen unserem Link.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Rheinmetall enttäuscht im ersten Quartal 2026 die hohen Erwartungen der Analysten. Trotz der massiven Aufstockung europäischer Verteidigungshaushalte blieben Umsatz und Betriebsergebnis hinter den Konsensschätzungen zurück.
Die Eckdaten des ersten Quartals:
Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur + 7,7 % auf 1,9 Mrd. €. Analystentaxe war 2,3 Mrd. €.
Auch beim operativen Gewinn verfehlte man mit 224 Mio. € die Prognose von 240 Mio. €.
Positiv hervorzuheben ist die operative Gewinnmarge, die von 10,5 % auf 11,6 % gesteigert werden konnte.
Obwohl der Auftragsbestand im März einen Rekordwert von 73 Mrd. € erreichte, spiegelt sich diese Dynamik noch nicht ausreichend in den aktuellen Verkaufszahlen wider. Am Kapitalmarkt herrscht Skepsis bezüglich der Skalierbarkeit der Produktion. Seit dem Allzeithoch von rund 2.000 € im September 2024 hat die Aktie rund 30 % an Wert verloren, ist aber mit KGV 37 für 2026 immer noch kein Schnapper. Denn:
Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten und der verstärkte Einsatz von Drohnentechnologie befeuern die Diskussion über die Relevanz konventioneller Waffensysteme wie Kampfpanzer. Rheinmetall reagiert darauf mit Investitionen in Drohnenabwehr und eigene Flugsysteme. Das frisst freien Cashflow.
Trotz des verhaltenen Starts hält das Management an der Jahresprognose fest. Rheinmetall erwartet für 2026 weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 40 % und 45 %. Die vollständigen Quartalsergebnisse werden am kommenden Donnerstag veröffentlicht.
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Volker Schulz (www.bernecker.info)
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Iran sorgt je nach Meldungslage weiter für Volatilität. Ein direkter Schusswechsel zwischen den USA und dem Iran sowie Drohnenangriffe auf die Infrastruktur der VAE machte gestern eine anfänglich positive Tendenz wieder zunichte. Neue Erkenntnisse liegen darin nicht.
Die asiatischen Märkte tendieren heute etwas schwächer (MSCI Asia Pacific -0,4 %), belastet durch dünne Umsätze aufgrund von Feiertagen in China, Japan und Südkorea. US-Futures stabilisieren sich leicht (+0,2 %), während es für Europa und den DAX ggü. gestrigen Schlusskursen keine Veränderung gibt.
Brent-Rohöl notiert nach einem massiven Sprung am Montag bei etwa 113 USD pro Barrel. Damit bleibt der Druck auf die Bond-Märkte hoch (steigende Zinsen), zumal das US-Finanzministerium hat seine Schätzungen für die Kreditaufnahme in den kommenden Quartalen frisch massiv nach oben korrigiert hat. In den USA stiegen die Renditen für 30-jährige Staatsanleihen auf 5 %.
Unternehmensfokus
UniCredit & Commerzbank: Die UniCredit meldet für das erste Quartal einen Rekordüberschuss von 3,2 Mrd. Euro (+16 %) und übertrifft die Erwartungen deutlich. Nach der Zustimmung zur Kapitalerhöhung wird erwartet, dass CEO Andrea Orcel heute ein formales Übernahmeangebot für die Commerzbank vorlegt.
HSBC: Die Bank verfehlt die Gewinnerwartungen, belastet durch Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und Betrugsfällen in Großbritannien.
Apple: Der Konzern prüft laut Berichten Intel und Samsung als alternative Chip-Produzenten, um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern.
Palantir: Das Unternehmen hebt nach starken Quartalszahlen seine Umsatzprognose an; insbesondere die Nachfrage nach KI-gestützter Verteidigungstechnologie treibt das Wachstum. Aber reicht das für eine Mondbewertung?
Amazon: Neue Logistik-Pakete für Geschäftskunden setzen die Aktien der Konkurrenten FedEx und UPS unter Druck. Auch DHL wurde um 8 % abgestraft.
Rheinmetall verfehlt die Erwartungen im Q1 deutlich, punktet aber beim Auftragseingang. Trotz Korrektur ist ein KGV um 38 für 2026 bzw. 26 für 2027 immer noch sportlich. Die Herausforderung liegt in der Ausführung bzw. in den Kapazitäten.
Im Fokus heute Abend stehen die Gewinnzahlen von AMD und Arista Networks. Morgen früh richten sich die Blicke auf Infineon mit den Q2-Zahlen.
Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Start in den Tag
Helmut Gellermann
Redakteur
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Schon vor dem langen Wochenende hatte die Aktie von AIXTRON mit 48,07 Euro am Jahreshoch gekratzt. Heute war es dann soweit - im Handelsverlauf konnte bei 50,04 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert werden. Dabei ist die Prognose des weiteren Verlaufs für AIXTRON schwer einzuschätzen. Nach der Putperformance seit Oktober stuften einige Analysten die Aktie nun auf "Equal Weight" ab, andere sehen hingegen noch Luft bis 55 Euro. Einig ist man sich allerdings durch die Bank: Die Dynamik im Optoelektronik-Geschäft ist gut. Das sollte eigentlich dann auch in den Ergebnisprognosen und im Bewertungsmaßstab Beachtung finden. Das Vertrauen der Anleger ist auf jeden Fall klar gestiegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Die Stimmung an der Börse ist aktuell hervorragend, fast schon gefährlich gut. Nach der beeindruckenden Rally der letzten Wochen, angeführt von den Tech-Giganten im Nasdaq 100, mehren sich die Anzeichen für eine gesunde Verschnaufpause. Wir sichern aus diesem Grund schon unsere Gewinne bei den Tech-Werten ab und sichern Liquidität für eine neue Offensive. Daneben gab es heute eine Empfehlung aus dem deutschen Raum: Der deutsche Solarmarkt zeigt im ersten Quartal 2026 ein zweigeteiltes Bild. Während der Zubau neuer Fotovoltaik-Anlagen zwischenzeitlich etwas holprig verläuft, erleben wir bei den Batteriespeichern eine regelrechte Explosion. Wobei vor allem auch das intelligente Management der Energie im Vordergrund steht. In diesem Bereich ist unsere Empfehlung angesiedelt. Wenn Sie unseren Trades und unserer Gewinnsicherungsstrategie folgen wollen, könnnen Sie das ganz einfach über diesen Link.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Märkte ingnorieren die Lage am Golf angetrieben vom Tech-Sektor. Die asiatischen Aktienmärkte setzen ihren Höhenflug fort und steuern auf neue Allzeithochs zu. Getragen wird die positive Stimmung primär von der anhaltenden Dynamik im Bereich KI nebst starken Quartalszahlen der Techs.
Der MSCI Asia Index legte heute Morgen um rd. 2 % zu. Besonders hervorzuheben sind die Kursgewinne bei Halbleiterwerten: TSMC kletterte um 6,6 %, während SK Hynix zeitweise um 11 % nach oben katapultiert wurde.
Nach neuen Höchstständen an der Wall Street am Freitag tendieren die Futures für den S&P 500 und den Nasdaq 100 am Montagmorgen weiter im Plus. Rund 81 % der S&P 500-Unternehmen konnten die Erwartungen für das erste Quartal bisher übertreffen.
Donald Trump bezeichnete die Gespräche mit Teheran mal wieder als „sehr positiv“. Ein Vorschlag Irans sieht ein Ende des Konflikts innerhalb von 30 Tagen vor, knüpft dies jedoch an Bedingungen wie den Abzug von US-Truppen und die Aufhebung von Sanktionen. Es wird also geredet. Die Waffen schweigen. 20 % der Öl- und Gasversorgung bleiben jedoch abgeschnitten was den Ölpreis um 112 $ hält.
Bitcoin setzt seine Stärke und knackte wieder die marke von 80.000 $.
Für Schlagzeilen sorgt der Plan von GameStop, den deutlich größeren E-Commerce-Konzern eBay für rund 56 Mrd. $ in bar und Aktien zu übernehmen. GameStop hat demnach eine Kredit-Zusage über etwa 20 Mrd. $, die restliche Finanzierung ist allerdings noch offen, und von Ebay gibt es bislang keinen Kommentar.
Thyssenkrupp: Die Gespräche mit Jindal Steel über einen Einstieg bei der Stahltochter wurden vorerst pausiert. Die geplante Transaktion rund um TK Elevator bedeutet aber für Thyssenkrupp einen nachträglichen Geldsegen, der weiteres Potenzial eröffnet.
Hans A. Bernecker
Redakteur
Wie viel Risiko steckt noch im Ölpreis?
Der Ölpreis ist ein politischer Preis. Die politischen Entscheidungen im Nahen Osten, auch im Zusammenhang mit der langsamen Auflösung der OPEC, führt in den kommenden Wochen zu stark schwankenden Preisen. Es geht nicht um die Förderung von Öl, sondern um die Einschätzungen der Spekulationen, was aus dieser Konstellation langfristig wird. In einer solchen Lage gilt nur eines: Abwarten!
Droht eine neue Inflationswelle?
Die gegenwärtigen Inflationsziele sind höchst spekulativ und beruhen vor allem auf kurzfristigen Einflüssen, die im Moment täglich aus verschiedenen Branchen herumgereicht werden. Keine Zahl ist richtig. Mindestens zwei bis drei Monate sind nötig, um eine zuverlässige Einordnung zu geben. Nur im Allgemeinen gilt: Die jüngsten Ereignisse der Politik verändern die Ziele der Inflation um etwa ½ Prozentpunkt in Richtung Jahresende. Das ist ärgerlich, aber nicht entscheidend für die Beurteilung der Konjunktur insgesamt.
Mag7: Wer hatte die besten Zahlen?
Der KI-Rausch des letzten Jahres wird zurzeit mit den laufenden Quartalszahlen angepasst oder revidiert. Die Gewinnstärke der 7 Großen ist bestätigt, aber die Dynamik der Entwicklung der Erträge lässt nach. Damit sind die eingepreisten Ziele nicht gedeckt. Die bisherigen Korrekturen im großen Schnitt um rd. 25 % dürften ausreichen, Gleichgewichtspreise zu schätzen. Das wäre ein Level von 22 bis 25 für das KGV. Die Spitzenwerte des vergangenen Jahres lagen deutlich über 30. Damit ist der Wertverlust der 7 Großen ausreichend berücksichtigt. Der aktuelle Wert erreicht zurzeit etwa 34 % der Kapitalisierung des ganzen S&P 500. Es lohnt sich nicht, auf einzelne Ergebnisse einzugehen. Siehe auch weitere US-Werte in der aktuellen Actien-Börse.


