Bernecker Newspilot

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Bernecker Team
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GUTEN MORGEN MEINE DAMEN UND HERREN,
 die Künstliche Intelligenz hat offensichtlich kein Nachfrageproblem, wohl aber ein zunehmend sichtbares Rentabilitätsproblem. Eine bemerkenswerte Aussage von Elon Musk liefert dafür ein aktuelles Beispiel. Der reichste Mann der Welt räumte am Wochenende ein, dass die Betriebskosten seines KI-Agenten Grok Bot im Verhältnis zu den erzielten Einnahmen untragbar hoch seien. Hintergrund waren Beschwerden zahlreicher Nutzer, deren wöchentliche Nutzungskontingente plötzlich wesentlich schneller aufgebraucht waren als bisher.

Das ist bemerkenswert, denn noch vor wenigen Wochen hatte Musk den Agenten geradezu euphorisch beworben. Doch offenbar hat Musk die Kosten dieser Dienstleistungen unterschätzt. Wie hoch die finanziellen Belastungen tatsächlich sind, ließ er offen.

Der Fall verdeutlicht ein grundlegendes Problem des gesamten KI-Booms. Während einfache Chatbots vergleichsweise wenig Rechenleistung benötigen, können selbstständig handelnde KI-Agenten ein Vielfaches davon verbrauchen.

Damit rückt die entscheidende Frage des KI-Booms immer stärker in den Vordergrund: Nicht mehr, ob die Menschen Künstliche Intelligenz nutzen wollen, sondern ob die Anbieter mit dieser Nutzung auch genügend Geld verdienen können. Steigende Nutzerzahlen allein garantieren jedenfalls noch keine Gewinne.

Für die Aktienmärkte könnte diese Erkenntnis weitreichende Konsequenzen haben. Die großen Technologiekonzerne investieren gewaltige Summen in Rechenzentren, Hochleistungschips und die notwendige Energieinfrastruktur. Diese Investitionen müssen sich früher oder später rechnen. Sollte sich herausstellen, dass die tatsächlichen Einnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten die Unternehmen ihre Investitionsprogramme reduzieren.

Unsere skeptische Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologiewerten sehen wir deshalb bestätigt. Mit AMAZON, META und MICROSOFT haben wir uns bereits auf der Short-Seite positioniert. Allerdings wollen wir die bestehenden Engagements nicht unkontrolliert ausbauen, zumal nach den jüngsten Kursverlusten jederzeit kräftige technische Gegenbewegungen möglich sind. Wir haben in diesem Zusammenhang zwei weitere Unternehmen für Sie, die sie in der Termiin-Börse daily finden (KLICK HIER).

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Bayer hat im dritten Quartal operativ positiv überrascht. Der Umsatz lag mit 10,05 Mrd. € leicht über dem Visible-Alpha-Konsens von 9,91 Mrd. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen übertraf die Erwartungen um 14 % und erreichte 1,62 Mrd. €. Die Marge lag bei 16,1 % statt der erwarteten 14,3 %. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie blieb Bayer mit 0,31 € jedoch unter dem Konsens von 0,38 €.

Den Ausschlag gab Pharma. Der Spartenumsatz lag mit 4,68 Mrd. € rund 5 % über den Erwartungen. Der Gerinnungshemmer Xarelto sowie die Wachstumsträger Nubeqa und Kerendia schnitten besser ab als erwartet. Crop Science lag beim Umsatz knapp unter dem Konsens, Consumer Health traf ihn weitgehend.

Für 2026 hebt Bayer die währungsbereinigte Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen um rund 200 Mio. € auf 9,8 bis 10,3 Mrd. € an. Die erwartete Pharma-Marge steigt von 23 bis 25 % auf 25 bis 27 %. Das währungsbereinigte Umsatzziel von 45 bis 47 Mrd. € bleibt bestehen, ebenso die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 4,20 bis 4,70 € zu Wechselkursen von Ende September.

Für Aktionäre ist der bessere freie Cashflow ein Plus. Bayer erwartet zum Jahresende nun 28 bis 29 Mrd. € Nettofinanzschulden, eine Milliarde weniger als bisher. Zum vorgeschlagenen Glyphosat-Sammelvergleich gab es keine Neuigkeiten.

Damit nimmt die avisierte Neubewertung weiter ihren Lauf. Halteposition.

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter

Die KI-Baisse nimmt ihren Lauf. Die Wall Street bleibt nervös. Der Nasdaq verlor gestern 1,07 %, der S&P 500 0,51 %. Der Dow gewann 0,41 %. Der DAX präsentiert sich weiter mit relativer Stärke, startet heute mit Asien aber auch schwach in den Tag. Unsicherheit bringen Berichte über einen möglichen US-Angriff auf die iranische Insel Qeschm nach den Wahlen. Die Techs bleiben angeschlagen:

Oracle brach um 8,8 % ein. Die geplante Kapitalaufnahme über 20 Mrd. Dollar für den KI-Ausbau belastet. Marvell und Lumentum gerieten nach Bekanntgabe ihrer Milliardenfusion ebenfalls unter Druck.

Apple verliert nachbörslich rund 3 %. Der Quartalsumsatz erreichte 114,5 Mrd. Dollar und lag über den Erwartungen. Doch höhere Speicherchipkosten und ein verhaltener Margenausblick belasten die Aktie nachvollziehbar auf Top-Niveau.

Palantir büßt nachbörslich rd. 7 % ein. Der Umsatz sprang um 96 % auf 2,31 Mrd. Dollar gegenüber 2,18 Mrd. Dollar Konsens. Das amerikanische Geschäft mit Unternehmenskunden wuchs um 148 %. Die Jahresumsatzprognose steigt auf rund 8,53 Mrd. Dollar. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum des neuen Vertragsvolumens bei US-Unternehmenskunden deutlich. Die Wachstumsdynamik sinkt.

Marvell zieht Lumentum mit in den Keller. Der vereinbarte Aktien-Deal macht Lumentum bis nächstes Jahr abhängig vom Marvell-Kurs. Strategisch sinnvoll, kurzfristig weiter belastend. Zudem müssen die Lumentum-Aktionäre auch zustimmen.

Hugo Boss senkte gestern spätabends die Prognose. Das Jahres-EBIT soll nur noch 250 bis 300 Mio. Euro erreichen statt bisher 300 bis 350 Mio. Euro. Schwächere Konsumnachfrage und höhere Abschreibungen auf IT-Systeme belasten.

Bayer erhöht dagegen heute Morgen die Jahresprognose. Das bereinigte Quartals-EBITDA stieg um 6,9 % auf 1,62 Mrd. Euro. Auch beim Cashflow wird Bayer zuversichtlicher. Der Titel liegt in unserem Allround Portfolio des Aktionärsbriefes. Hier geht es zum Aktionärsbrief: https://www.bernecker.info/aktionaersbrief

Lufthansa liefert Über den Erwartungen, dämpft aber die Aussichten des Gesamtjahres aufgrund zunehmend durchschalgender Kerosinpreise. 

Japan bleibt heute feiertagsbedingt geschlossen. In den USA finden die Kongresswahlen statt. Nach Börsenschluss berichtet AMD. Es bleibt wackeling. Die Tage nach den Midterms entscheiden über die Tendenz bis Jahresende. 

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
Die Aktie des Personalvermittlers und Zeitarbeitdienstleisters hat sich gestern mit + 4,0 % weiter vom...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Nach UBS und Jefferies erhöht nun auch Berenberg das Kursziel für BEFESA von 40 auf 45 € und bestätigt die Kaufempfehlung. Analyst Lasse Stueben sieht neben der neuen...

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Volkswagen von 105 auf 100 € gesenkt, aber die Einstufung auf „Buy“ belassen. Die Senkung erfolgte nach einem „konstruktiven“ Gespräch mit dem Finanzchef Arno Antlitz, bei dem es unter anderem um die fortdauernde Restrukturierung und die Verringerung der Kosten in Deutschland gegangen sei. Auch die weiter schwierige Lage auf dem chinesischen Markt sei ein Thema gewesen.

Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
MARVELL zahlt für LUMENTUM 115 Mrd. $ mit eigenen Aktien. Die Lumentum-Aktionäre erhalten 4,5 Marvell-Aktien und werden anschließend etwa ein Drittel des neuen Konzerns besitzen. Der Preis zeigt, welchen strategischen Wert leistungsfähige Optik für die KI-Rechenzentren...

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Bernecker Team
Bernecker Team

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Die zunehmende Schwäche an der Wall Street bestätigt unsere vorsichtige Haltung gegenüber den hoch bewerteten Technologieaktien. Wie am Freitag angekündigt, beschäftigen wir uns heute auch mit einer möglichen Short-Position auf den NASDAQ 100. Allerdings wollen wir den zuletzt deutlich gefallenen Kursen nicht hinterherlaufen. Nach den jüngsten Verlusten erscheint eine technische Zwischenerholung durchaus möglich. Eine solche Gegenbewegung könnte uns einen wesentlich günstigeren Einstieg in eine Short-Spekulation eröffnen. Wir warten deshalb zunächst einen Rebound ab, bevor wir eine entsprechende Position eingehen. An unserer grundsätzlich skeptischen Einschätzung des Technologiesektors ändert das nichts.

Auf der Long-Seite setzen wir unsere Suche nach attraktiven Unternehmen außerhalb des unmittelbaren KI-Booms fort. Dabei konzentrieren wir uns auf etablierte Geschäftsmodelle mit einer starken Marktposition, soliden Erträgen und überzeugenden Zukunftsperspektiven. Heute haben wir wieder zwei neue Kandidaten für Sie herausgesucht, die finden Sie mit einer ausfürhlichen Analyse in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Die Wall Street beendete den Oktober mit einem Ausverkauf. Der Nasdaq (technische Hochspannung s. Chart) verlor am Freitag 2,9 %, der S&P 500 1,8 %. Intel brach nach einem schwachen Ausblick um 28,6 % ein. AMD verlor 10,9 %, Nvidia 4,2 %. Gleichwohl gilt:

Die US-Berichtssaison liefert insgesamt weiter kräftige Zuwächse. Laut FactSet haben 60 % der S&P-500-Unternehmen berichtet. 82 % übertreffen die Gewinnerwartungen, 70 % die Umsatzprognosen. Das bislang errechnete Gewinnwachstum beträgt 30,2 %. Ende September waren 29,1 % erwartet worden. Alle elf Branchen steigern ihre Gewinne. 

In Asien stabilisieren sich die Börsen. Samsung und SK Hynix erholen sich. Chinesische Aktien profitieren von Berichten über zusätzliche staatliche Stützungsmaßnahmen.

Kioxia verliert nach einer enttäuschenden Gewinnprognose zeitweise zweistellig. Der CEO warnt einem Bericht zufolge vor stagnierenden Preisen für Flash-Speicher.

Chinas Konjunkturdaten bleiben uneinheitlich: Der private Industrie-Einkaufsmanagerindex liegt mit 52 Punkten im Wachstumsbereich. Der offizielle Index signalisiert mit 49,3 Punkten einen Rückgang.

Brent fällt gut 3 % auf rund 110 Dollar je Fass. Iran und Katar setzen ihre Gespräche über ein Kriegsende fort. Eine Einigung fehlt. OPEC+ hält die Förderziele für Dezember unverändert. Laut Wall Street Journal wollen die USA zudem russische Gaslieferungen durch die Ukraine wieder ermöglichen. Der Vorstoß soll eine Waffenruhe für Energieanlagen erleichtern, stößt in Europa aber auf Widerstand.

Stratec verkauft die verlustreiche Diatron MI für zunächst 10 Mio. Euro. Durch den Wegfall der Verluste steigt die bereinigte Margenprognose von rund 10 % auf 13 bis 15 %. Gleichzeitig fallen hohe Abschreibungen an. Die bisherigen Mittelfristziele werden zurückgezogen.

Heute Abend berichten Apple und Palantir. Dienstag folgt noch AMD als wichtige Chip-Adresse. In der Bernecker daily gibt es für Apple und AMD heute einen wichtigen Preview. Hier geht es zur Daily abrufbar ab ca. 9.30 Uhr: https://www.bernecker.info/bernecker-daily

Morgen folgen die US-Zwischenwahlen. Starten danach neue Angriffe seitens USA und Israel auf den Iran? Insgesamt stehen diese Woche laut FactSet 140 Unternehmensberichte aus dem S&P 500 an.

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

Hans A. Bernecker
Hans A. Bernecker
Redakteur
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Würden Sie Gold bei 4.000 USD nachkaufen?

Der Goldpreis stabilisiert sich auf der Ebene 4.000 $ die Unze. Der Boom bis knapp 6.000 $ ist damit weitgehend korrigiert worden. Das Angebot und die Nachfrage am Goldmarkt sind laut Aussage des Gold Council, London, weitgehend stabilisiert. Die aktuelle Bilanz per 30.09. liegt in Kürze vor. Das bedeutet: Einziger nachhaltiger Käufer von Gold bleiben die Notenbanken, wie bisher, aber kein Land sticht mit besonderen Akzenten heraus. Lediglich Polen hat es bereits angekündigt, alle Goldkäufe auszuweiten, und peilt einen Bestand von rd. 500 Tonnen als Zielgröße an. Die deutschen Privatanleger waren wieder in 2024/2025 die größten Käufer, die sich nun zurückgenommen haben. Also: 4.000 $ sind die Ausgangsbasis für den nächsten Rally-Ansatz in Gold, wofür es eines Anstoßes bedarf. Das ist die offene Frage der nächsten Wochen. Ergebnis: 4.000 $ sind eine Basis für weitere Goldkäufe, aber einen Zielpreis gibt es vorerst noch nicht. Siehe auch die aktuelle Actien-Börse, Seite 8. 

Ist bei Porsche der Boden nun erreicht?

Der Porsche-Chef macht vor, wie man einen falsch geführten Spezialisten mit erstklassigem Produktruf wieder auf die Beine stellt. Überschlägig rd. 30 % aller Beschäftigten im Porsche-Verbund sind weder nötig noch sinnvoll. Diese Jobs fallen schrittweise weg. Das Produktprogramm wird ebenfalls um 30 % reduziert und auf Verbrenner und E-Mobil so umgebaut, dass es Überschneidungen in der Produktion gibt und die Fertigungsstraßen sehr flexibel dem Bedarf angepasst werden können. Auf die Stückzahlen kommt es vorerst nicht an. Der Chef hat dies bei seinem früheren Chef von Porsche gelernt, der vor fast 20 Jahren Porsche ebenfalls neu aufgestellt hatte. Es läuft also im Wesentlichen erneut darauf hinaus, erstklassige Produkte mit erstklassiger Qualität wieder marktfähig aufzustellen. Daraus resultiert die Comeback-Chance um etwa 50 bis 60 % und am Ende von Tiefstpreis ausgehend um rd. 100 %. Bitte nicht in drei Wochen. In der Actien-Börse habe ich dies vielfach beschrieben und verweise darauf. 

Steigender Ölpreis: Unterschätzt der Markt weiter die Inflationsrisiken?

Der internationale Ölpreis hat eine Konsolidierungsspanne zwischen 80 $ im Tief und 120 $ im Hoch. Zurzeit wird die Oberkante gerade getestet. Ein kurzfristiger Sprung über 120 $ ist möglich, aber nicht sachgerecht. Warum? Das Angebot und die Nachfrage nach Öl sind inzwischen trotz Hormus in der Menge wieder ausgeglichen. Im Transport liegt das aktuelle Schwankungsrisiko. Daran orientiert sich der tägliche Ölpreis. Wie lange diese Konsolidierung läuft, hängt davon ab, wie der Öltransport insgesamt neu organisiert wird. Dazu zählen auch die neuen Wege durch Arabien bzw. Iran. Eine höhere Ölnachfrage gibt es vorerst nicht, aber ein zu knappes Ölangebot ebenfalls nicht. Auf die Schwankung des Preises aufgrund von Gerüchten und politischen Absichten kommt es also weiterhin an. 

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