Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Hans A. Bernecker
Redakteur
OHB kündigte soeben an: Kapitalmaßnahmen im Volumen von rd. 500 Mio. €, woraus Freefloat von 1 Mrd. € für den freien Handel entsteht. Ziel: Aufnahme in den MDAX.
Vorbehaltlich der noch offenen exakten Zahlen rechnet sich das Ganze wie folgt: Marktwert von OHB geht in Richtung 9 bis 9,5 Mrd. €, aktueller Umsatz 1,2 Mrd. €, der sich in etwa drei bis vier Jahren bis auf 3,5 und 4 Mrd. € erweitern lässt, was von den laufenden Verhandlungen über Aufträge abhängt. Die Bundeswehr ist dabei. Die Gewinnentwicklung ist stabil und lässt sich ebenfalls hochrechnen, was auf etwa 4,60 bis 5,20 € je Aktie in 2028 hinausläuft. Das ergibt ein hohes KGV, aber mit Raumfahrtaspekt. Mit der Ankündigung dieser Maßnahmen hatten wir eine Anfangsposition empfohlen. Nun geht es schrittweise über den Ausbau bis in die Größenordnung von zunächst 520 € je Aktie, wenn die genannten Details vorliegen.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 25 u. a.:
- Amerika auf dem Weg zur 5-Billionen-Dollar-Börse
- KI und Raumfahrt treiben den nächsten Aufschwung
- DAIMLER TRUCK: Jetzt wird es spannend
- Zwei Beinahe-Weltmeister nach der Korrektur
- CENIT: Transformationsphase abgeschlossen
- Europas Versicherer sind reif für eine Neubewertung
- EURONEXT: Geopolitisch krisenfest
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Catharina Nitsch
Redakteurin
Der Spielwarenhersteller ist ganz schön überzeugt von sich. Kein Wunder - die Einführung der Toniebox 2 war erfolgreich. Und daher will man auf der Erfolgsleiter weiter nach oben. Für 2026 peilt TONIES einen währungsbereinigten Umsatz von mehr als 760 Mio. Euro an bei einer bereinigten operativen Marge zwischen 9 und 11 %. Im letzten Jahr hatten die Erlöse bei 630 Mio. Euro gelegen, während die operative Marge bei 8,6 % lag. Bis 2030 dann soll sich der Umsatz auf mehr als 1,4 Mrd. Euro verdoppeln. Auch die Profitabilität will das Unternehmen weiter steigern: Die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll sich mittelfristig auf 16 bis 18 % verbessern. Die neuen Mittelfristziele sind ehrgeizig, aber realistisch. Bis 2030 will TONIES in allen wichtigen Regionen der Welt vertreten sein. 2027 strebt das Management mindestens zwei weitere Markteintritte an. Da wollen wir mehr hören!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Die Aktien von Electro Optic Systems (EOS) wurden auf Antrag des Unternehmens vom Handel ausgesetzt. Hintergrund sind die bevorstehende Bekanntgabe eines wesentlichen Vertrags über den Verkauf von Remote Weapon Systems (RWS) sowie die Gründung eines Joint Ventures. Details zu den Vereinbarungen sollen spätestens bis zur Wiederaufnahme des Handels am 22. Juni veröffentlicht werden.
Die Ankündigung sorgt für zusätzliche Spannung, da EOS erst kürzlich einen Umsatzausblick von 240 bis 270 Mio. AUD für das laufende Geschäftsjahr bestätigt hatte. Insbesondere im Verteidigungsbereich gelten die ferngesteuerten Waffensysteme des Unternehmens als strategisch wichtiges Wachstumsfeld.
Sollte es sich um einen größeren Auftrag handeln, wird dies die Visibilität der künftigen Umsätze deutlich erhöhen. Auch die geplante Joint-Venture-Struktur deutet auf eine weitere Internationalisierung und den Ausbau der Marktposition im global stark wachsenden Verteidigungssektor hin.
Die erneute Kaufempfehlung im Bernecker Newspilot von gestern kam somit vermutlich zum idealen Zeitpunkt.
Markus Horntrich
Redakteur
Der Hörspiel- und Audiofiguren-Spezialist tonies hat neue Mittelfristziele vorgestellt und peilt bis 2030 einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. Euro an. Ausgehend von den für 2025 erwarteten Erlösen von rund 630 Mio. Euro entspricht dies mehr als einer Verdopplung des Geschäftsvolumens beziehungsweise einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 12 %. Gleichzeitig soll die bereinigte EBITDA-Marge auf 16 bis 18 % steigen, nachdem für 2025 rund 8,6 % und für 2026 lediglich 9 bis 11 % in Aussicht gestellt werden. Auf Basis des Zielkorridors würde das bereinigte EBITDA bis 2030 auf rund 238 Mio. Euro anwachsen.
Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt die internationale Expansion. Ab 2027 sollen mindestens zwei weitere Länder erschlossen werden, während tonies bis 2030 in allen wichtigen Weltregionen vertreten sein möchte. Besonders attraktiv erscheint der US-Markt: Während die Haushaltsdurchdringung in der DACH-Region bereits bei rund 58 % liegt, erreicht tonies in den USA bislang erst etwa 12 %. Weltweit sieht das Unternehmen ein adressierbares Marktpotenzial von mehr als 570 Mio. Haushalten. Parallel wurde das Vertriebsnetz seit 2019 um über 30 % pro Jahr auf inzwischen mehr als 25.000 Verkaufsstellen ausgebaut.
Zusätzlichen Rückenwind liefert das stetig wachsende Content-Angebot. Neue Partnerschaften mit starken Marken wie Pokémon, den Kernmarken von Hasbro sowie Bluey unterstreichen die Attraktivität der Plattform und stärken die Position von tonies als bevorzugter Partner führender Kinder-IP-Anbieter.
Die neuen Ziele wirken ambitioniert, erscheinen jedoch erreichbar. Analystenschätzungen lagen zuletzt sogar bei rund 1,6 Mrd. Euro Umsatz bis 2030, während die Profitabilitätsziele die bisherigen Erwartungen um rund 18 % übertreffen. Die Analysten von Cantor haben die Aktie frisch mit Kursziel 18 € bestätigt.
Oliver Kantimm
Redakteur
Die erste Euphorie ist an den Aktienmärkten verflogen. So schloss der DAX gestern mit + 0,1 %. Die US-Indizes gaben allesamt rund 1 % nach.
Halbleiterwerte erholten sich am US-Markt. AMD, Micron, Intel und Marvell Technology legten trotz der Aussicht auf höhere Leitzinsen um bis zu knapp 4 % zu. Applied Materials zählte mit einem Plus von 4,4 % auf fast 593 $ zu den stärksten Werten im Nasdaq 100. Die Citigroup hob das Kursziel für den Halbleiteranlagenhersteller von 550 auf 710 $ an. SpaceX geriet nach dem starken Börsendebüt erstmals unter Druck. Die Aktie verlor 5 %, nachdem sie am Freitag stark gestartet war und am Montag weitere 19,5 % gewonnen hatte.
Die Grundtendenz bleibt wegen des gestern Abend geschlossenen Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran aber weiter freundlich. US-Präsident Trump hat in Versailles im Rahmen des G7-Treffens das Abkommen unterschrieben, während es vom iranischen Präsidenten Massud Peseschkian digital unterzeichnet wurde. Viele Punkte bleiben aber offen, wie z.B. die Frage einer Hormus-Maut und der Libanon.
Der Fokus der Anleger hat sich aber stärker auf die gestrige Fed-Zinssitzung fokussiert. Entsprechend der Erwartungen gab es die vierte Zinspause in Folge. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh hat dennoch die Möglichkeit steigender Leitzinsen in der näheren Zukunft in Aussicht gestellt. DAX-Indikation heute früh: 24.903 Punkte und damit leicht im Minus. Termine stehen u.a. folgende an: Zinsentscheid der Bank of England, Wöchentliche US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie der Produktionsindex der Philadelphia Fed.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Bis 2028 soll der Umsatz in diesem Bereich auf 1 Mrd. € steigen. 2025 lag er erst im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Für die Aktie entsteht damit ein neuer Wachstumstreiber neben dem zyklischen Lkw- und Busgeschäft. Verteidigungsausgaben steigen in vielen Ländern. Daimler Truck kann dabei auf bewährte Plattformen wie Unimog und Arocs zurückgreifen. Das senkt Entwicklungsrisiken und beschleunigt die Marktdurchdringung. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus den Marken Western Star und BharatBenz. Dadurch wächst der adressierbare Markt über Europa hinaus. Der Zeitpunkt ist günstig, da Gewinn, Umsatz und Absatz zuletzt stark unter Druck standen. Das Defence-Geschäft ersetzt diese Schwäche nicht sofort. Es verbessert aber die strategische Qualität des Konzerns.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 25.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
SpaceX: Lock-up-Fristen im Detail
SIEMENS ENERGY: Trendwende?
Unbekannter Quantenplayer: Jetzt einsteigen
Kernkraft 2.0 - fünf Profiteure des SMR-Booms unter der Lupe
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Markus Horntrich
Redakteur
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Bernecker Team
MSC möchte nur zu gerne bei HAPAG-LLOYD einsteigen. Schon länger gibt man seine Ambitionen trotz allgemeinem Abwinken nicht auf. Die Hamburger Reederei ist durch einen Pakt der Ankeraktionäre geschützt. Jeweils 30 % des Kapitals halten der Unternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV. Ein Vertrag bindet beide Seiten, an ihrem Investment festzuhalten und mit einer Stimme zu sprechen. Der Pakt sollte ursprünglich 2026 auslaufen, wurde aber bis Ende 2030 verlängert. Zuversichtlich für seine Ambitionen könnten MSC nun Änderungen beim chilenischen Aktionär stimmen. Dort haben sich bei der Muttergesellschaft von CSAV (Quiñenco) die Machtverhältnisse geändert. Der langjährige Unternehmenschef Francisco Pérez Mackenna ist im Februar abgetreten, um chilenischer Außenminister zu werden. Seinem Nachfolger Macario Valdés Raczynsk liegt die Schifffahrt nicht am Herzen. Der heimliche Schutzpatron der Sparte, Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig, hat sich mittlerweile zurückgezogen und überlässt jüngeren Familienmitgliedern das Feld. MSC könnte womöglich mit einem attraktiven Kaufangebot den neuen Unternehmenschef dazu anregen, über den Anteil an HAPAG-LLOYD nachzudenken. Fielen die Chilenen, wären vielleicht auch die arabischen Großaktionäre aus Katar und Saudi-Arabien zum Verkauf bereit - beide zusammen besitzen 22,5 % an Hapag-Lloyd. Ein ganz schön großes "Was wäre wenn"... Die Aktie von HAPAG-LLOYD profitiert indes heute gewaltig von der Munkelei!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Nach dem Rekord-IPO übernimmt man nun wie angekündigt den KI-Coding-Spezialisten Cursor für 60 Mrd. $. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, wobei Cursor-Aktionäre SPACEX-Aktien als Gegenleistung erhalten. Cursor hatte zuletzt einen annualisierten Umsatz von rund 3 Mrd. $ erreicht und gilt als einer der am schnellsten wachsenden Anbieter von KI-Entwicklungssoftware. Mit der Übernahme will man die Schwachstelle fehlender KI-Coding-Fähigkeiten von xAI beseitigen und zu OpenAI oder Anthropic aufschließen. SPACEX ist derweil auf ein neues Hoch über 200 $ geklettert. Die Spielgeldwette aus AB 24/2026 war richtig.
Bernecker Team
Künstliche Intelligenz ist nicht nur Chatbot-Fantasie. Einer der wichtigsten KI-Durchbrüche der vergangenen Jahre kam aus der Biologie: Protein-Folding-Modelle können die räumliche Struktur von Proteinen vorhersagen und damit Forschungsprozesse beschleunigen, die früher Jahre dauerten. Genau dafür gab es 2024 den Chemie-Nobelpreis. Für Anleger ist das ein starkes Signal: Die nächste KI-Welle muss nicht aus großen Sprachmodellen kommen, sondern aus spezialisierten Verfahren, die konkrete Probleme in Pharma, Diagnostik, Enzymforschung und industrieller Biologie lösen.
Wir richten den Blick deshalb bewusst nicht auf hochspekulative Bio-KI-Start-ups, sondern auf profitable Unternehmen, die diese Entwicklung bereits in reale Geschäftsmodelle übersetzen können. Besonders interessant erscheinen uns ROCHE und NOVONESIS. Beide Werte verbinden Zukunftsfantasie mit Substanz, Umsatz, Ertragskraft und einer klaren industriellen Anwendung. Unsere beide Kandidaten finden Sie in der Termin-Börse daily.


