Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Der britische Einzelhandelskonzern Frasers Group hat ein offizielles Barangebot über 38 Euro je Aktie für den Modekonzern vorgelegt. Für die noch nicht gehaltenen Anteile würde sich das Transaktionsvolumen auf rund 1,98 Mrd. Euro belaufen. Frasers ist bereits der größte Einzelaktionär von Hugo Boss und kontrolliert derzeit 26,1 % des Kapitals beziehungsweise 26,6 % der Stimmrechte. 

Mit 38 Euro je Aktie liegt das Angebot lediglich rund 4,5 % über dem durchschnittlichen Dreimonatskurs. Das Angebot spiegelt die langfristigen Perspektiven der Marke nicht wider. Auf Basis der erwarteten Gewinne wird Hugo Boss mit dem Angebot lediglich mit dem 13,1-fachen des erwarteten Jahresgewinns bewertet. Die verhaltene Bewertung reflektiert allerdings auch die operativen Herausforderungen. Die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie der kommenden zwölf Monate wurden innerhalb eines Jahres um 27 % gesenkt, während auch die Erwartungen für 2026 und 2027 zuletzt kontinuierlich nach unten angepasst wurden. Vor diesem Hintergrund dürfte Frasers darauf setzen, die aktuelle Schwächephase für einen Einstieg zu attraktiven Konditionen zu nutzen.

Spannend ist zudem die bestehende Optionsstruktur: Frasers verfügt über Put-Optionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 33,30 Euro je Aktie. Werden diese ausgeübt, könnte sich die Beteiligung auf ein Niveau erhöhen, das dem Konzern die Kontrolle über Hugo Boss verschaffen würde. Damit besitzt Frasers auch unabhängig vom aktuellen Übernahmeangebot einen potenziellen Weg zur Mehrheitsübernahme.

Unter dem Strich ist der Angebotspreis zu niedrig.

 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die WM 2026 setzt neue Maßstäbe bei Reichweite und Wirtschaftskraft. Laut Bank of America dürfte die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 dürfte alle bisherigen Rekorde brechen. Nach Angaben der FIFA werden rund sechs Milliarden Menschen das Turnier verfolgen oder sich damit beschäftigen – das entspricht etwa 75 % der Weltbevölkerung. Damit wird die WM zu einem der größten globalen Medienereignisse aller Zeiten.

Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Sports wächst rasant. Das World Economic Forum schätzt die weltweiten Sporterlöse für 2025 auf rund 2,3 Billionen Dollar. Wäre die Sportindustrie ein eigenständiger Staat, läge sie gemessen am Bruttoinlandsprodukt bereits auf Rang zehn der größten Volkswirtschaften weltweit.

Beeindruckend sind zudem die erwarteten Reisebewegungen rund um das Turnier: Die von Fans, Teams und Offiziellen zurückgelegten Flugkilometer sollen sich auf rund 66 Milliarden Kilometer summieren. Das entspricht etwa dem Dreifachen der Entfernung zwischen der Erde und dem Rand unseres Sonnensystems. Die WM 2026 unterstreicht damit eindrucksvoll die globale Strahlkraft des Fußballs – sowohl als Wirtschaftsfaktor als auch als kulturelles Massenphänomen.

Alles auf einen Blick zeigt folgende Grafik der Bank of America:

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Die Aktie ist am Freitag unter den Ausgabepreis von 60 $ gerutscht, nachdem sie am ersten Handelstag (Donnerstag) noch bis auf 71,35 $ gestiegen war. Der Börsengang brachte Quantinuum fast 1,7 Mrd. $ ein. Die Bewertung stieg auf mehr als 15 Mrd. $. Das Unternehmen entstand 2021 aus der Fusion der Quantencomputing-Sparte von Honeywell und Cambridge Quantum. Quantinuum bezeichnet sich als Full-Stack-Quantencomputing-Plattform mit Hardware und Software. Die hohe Bewertung macht die Aktie aber anfällig. 

Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 24.

Schlaglichter dieser Ausgabe:

Markt vollzieht eine Gratwanderung

Kryptomarkt: Spürbare Rotation

Solides Langfristinvestment aus Japan

US-Perle: Klein, aber fein

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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

 

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Am Freitag feiert SpaceX sein Börsendebüt. Die Zeichnungsfrist endet am Donnerstag um 18 Uhr. Wie beurteilen institutionelle Anleger den IPO? In seinem Marktkommentar für den Bernecker Börsenkompass analysiert Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom Schweizer Wertpapierhaus Maverix den SpaceX-IPO.

Den kompletten Kommentar lesen Sie hier:

https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/marktkommentar-der-super-ipo-des-jahres-spacex_H1102189919_6799567/

Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Mit einem Sparprogramm, aber auch mit der Verlagerung eines Teils der Produktion ins günstigere Ausland, will HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN die operative Marge im laufenden Geschäftsjahr spürbar im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Im vergangenen Geschäftsjahr war diese von 7,1 auf 6,6 % gesunken. Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr nach Einschätzung des Managements  auf dem Vorjahresniveau verharren, nachdem dieser im vergangenen Jahr um 1 % auf 2,29 Mrd. Euro gestiegen war. Die bereits Mitte Mai veröffentlichten vorläufigen Jahreszahlen wurden nun bestätigt.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatten gleich mehrere Faktoren auf die Profitabilität gedrückt. Neben vorgezogenen Aufwendungen (wohl insbesondere aufgrund des erfolgreichen Starts im Bereich Verteidigung) stand der Konzern einer nochmals deutlich abgeschwächten Investitionsbereitschaft unter anderem als Folge des Iran-Kriegs gegenüber. Hinzugekommen war auch im vierten Quartal ein ungünstiger Produktmix sowie negative Währungseinflüsse. Man lernt aus seinen Fehlern...

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
Zurück in den Fokus! CARRIER GLOBAL erhielt ein neues...

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Bernecker Team
Bernecker Team

Wir blicken auf turbulente Börsenwochen zurück. Insbesondere die Rally der Tech-Aktien war außergewöhnlich und bescherte denjenigen, die frühzeitig investierten, enorme Gewinne. Erinnern Sie sich an den 8. April, als wir Ihnen hier massiv den Einstieg in Call-Zertifikate auf Tech-Aktien ans Herz gelegt haben. Offen ist hier nur noch der AMD-Call, bei dem mehrere hundert Prozent Gewinn sicher sind. Doch der beste Einstieg nützt an der Börse wenig, wenn man die Ernte nicht rechtzeitig einfährt. Dass wir diese Buchgewinne nun als echten, satten Ertrag auf unseren Konten verbuchen können, verdanken wir dem wohl wichtigsten Anlage-Werkzeug: den konsequent nachgezogenen Stop-Loss-Limits. Natürlich wurden in anderen Sektoren auch einige Verluste realisiert, per saldo liegen wir aber weit vorne.

Der aktuelle Absturz der Tech-Werte ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die automatische Absicherung ist. Denn keiner konnte erraten, wann die Übertreibungsphase endet. Viele Früheinsteiger dürften bei 50 bis 100 % Gewinn ausgestiegen sein und haben dann weitere 100%-Gewinnschritte verpasst. Richtig große Gewinne sind nur dann möglich, wenn Stops nachgezogen werden, wohlwissend, dass dann die Höchststände immer verpasst werden. Wir appellieren an dieser Stelle nochmals an Sie, dieses wichtige Anlageprinzip konsequent umzusetzen. Weiterlesen...

 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich vor der heutigen Veröffentlichung der US-Inflationsdaten nervös. Vor allem Technologieaktien stehen nach ihrer starken Rally unter Gewinnmitnahmen. Der MSCI Asia Pacific verlor 1,8 %, während der südkoreanische Kospi als wichtiger KI- und Halbleiterindex sogar um 4,4 % einbrach. Auch die Nasdaq-100-Futures notieren nach dem schwachen Verlauf gestern vorbörslich rund 0,5 % schwächer.

Auslöser der Vorsicht sind steigende Zinserwartungen in den USA. Nach dem überraschend starken Arbeitsmarktbericht rechnen Anleger zunehmend damit, dass die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh einen restriktiveren Kurs einschlagen könnte. Für die heute erwarteten Verbraucherpreisdaten prognostizieren Ökonomen einen Anstieg der Inflationsrate von 3,8 % auf 4,2 %. Die Kerninflation soll von 2,8 % auf 2,9 % steigen.

Am Anleihemarkt kletterte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 4,54 %, während die zweijährigen Renditen auf den höchsten Stand seit über einem Jahr stiegen. Der Markt preist inzwischen mehrere Zinserhöhungen innerhalb der kommenden Monate ein.

Belastet wurden zudem Gold und Kryptowährungen. Der Goldpreis fiel um 1,8 % auf rund 4.183 $ je Unze und rutschte damit unter wichtige technische Unterstützungen. Bitcoin gab um rund 1 % auf knapp 61.500 $ nach. Der Ölpreis stabilisierte sich dagegen nach den jüngsten Rücksetzern wieder leicht, Brent notiert um 92 $ je Barrel und bleibt angesichts der Spannungen im Nahen Osten unterstützt.

Insgesamt ist eine Rotation in weniger zinssensitive Branchen zu verzeichnen. Vor allem bei hoch bewerteten KI-Highflyern werden Gewinne gesichert. Derartige Konsolidierungen sind notwendig, bringen aber perspektivisch neue Kaufchancen.

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
Corning entwickelt Glas, Keramik und optische Technologien für Rechenzentren, Telekommunikation, Displays, Fahrzeuge, Smartphones und Laborausrüstung. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist das...

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Als nächster US-Lebensmittelkonzern präsentiert J.M. SMUCKER an diesem Nachmittag. Die Zahlen betreffen das fiskalische Q4 (bis Ende April). Der Konzern aus Orrville, Ohio, erzielt mit Tiefkühlsortiment, Markenkaffee und Tiernahrung in der Regel hohe Margen, die sich aber vor einem Jahr („Q4 2025“) nicht realisieren ließen. Durch Sondereffekte kam es zu einem Verlust. 

Nun erwarten Analysten einen Return zu höheren Margen, sie haben 2,44 bis 2,66 $ EPS (bereinigter Gewinn je Aktie) angesetzt. Was einer Steigerung um 14 % entsprechen würde. Beim Umsatz steht der Konsens auf 2,26 Mrd. $, dies wäre + 5 bis 6 % mehr als vor zwölf Monaten (y/y).

Zu achten ist auf die Fortschritte bei der weiteren Integration von Hostess. Diese Akquisition wird seit November 2023 bei SMUCKER konsolidiert. Die beabsichtigte Stärkung bei Snacks war bisher noch nicht wie gewünscht erfolgreich.

Für das angelaufene Fiskaljahr 2027 erwarten externe Beobachter 9,70 bis 10,00 $ EPS bei stagnierender Umsatzentwicklung. Die neue Guidance des Unternehmens ist daran zu messen. Im inoffiziellen Handel wird zurzeit ein Kursanstieg um 4,0 % angezeigt.

Helmut Gellermann

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