Bernecker Newspilot
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Netflix legt heute nach US-Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Quartal vor. Erwartet werden 12,58 Mrd. Dollar Umsatz, ein operatives Ergebnis von 4,13 Mrd. Dollar und eine Marge von 33 %.
Der Gewinn je Aktie soll bei 0,79 Dollar liegen, der freie Cashflow bei 2,72 Mrd. Dollar. Nach dem schwachen Kursverlauf richtet sich der Blick vor allem auf die Wachstumsstrategie, die Entwicklung der Nutzeraktivität und mögliche Aussagen zur Jahresprognose.
Positiv wären eine Anhebung des Umsatzausblicks, stärkere Aktienrückkäufe und Fortschritte im Werbegeschäft. Der Markt rechnet nach den Zahlen mit einer Kursbewegung von rund 7,5 % nach oben oder unten gerechnet. Nach den starken Verlusten wird es langsam interessant. Wir greigfen den Zahlen gleichwohl nicht vor.
Das durchschnittliche Ziel aller Analysten im Bloomberg-Konsens liegt bei 112,5 $. Netflix selbst notiert aktuell auf historischen Tiefbewertungen in fast allen Kennziffern (s. Tabelle).
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Markus Horntrich
Redakteur
Die Zahlen zum zweiten Quartal am 30. Juli könnten zum nächsten Kurstreiber werden. Das Geschäft mit Glasfaserkabeln (Digital Solutions), deren Kapazitäten zunehmend auf Rechenzentrumsbetreiber umgestellt werden, läuft besonders stark. Hinter vorgehaltener Hand wird zudem auf eine Anhebung der Jahresprognose spekuliert. Eine Erhöhung der EBITDA-Guidance um ca. 150 Mio. € auf 2,75 bis 2,95 Mrd. € ist dank steigender Margen im Hochspannungsbereich und hoher Preise im Glasfasergeschäft realistisch. PRYSMIAN befindet sich zudem in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen langfristigen Glasfaservertrag mit einem Hyperscaler im Volumen von rund 5 Mrd. €. Ein Abschluss verbessert die Wachstumsperspektiven im margenstarken Rechenzentrumsgeschäft und verschiebt vor allem die Gewinnschätzungen ab 2028 nach oben. Strategisch stehen Akquisitionen in den USA auf der Agenda, die perspektivisch mit rd. 55 % EBITDA-Anteil im Jahr 2025 als weltweit attraktivster Infrastrukturmarkt noch wichtiger werden.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 29 u. a.:
- Konjunkturwende in Sicht?
- Der Ölpreis bleibt vorerst das Stimmungsbarometer
- Überzeugende Story bei DEUTZ
- BUZZI: Wann kommt der Impuls?
- New York wird unübersichtlich
- Comeback-Ansatz bei diesem Oldie
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Georg Sures
Redakteur
JPMorgan hat das Kursziel von 110 € und die Einstufung „Overweight“ für Nemetschek bestätigt. Die Aktie des Spezialisten für Bausoftware steht zudem auf der „Analyst Focus List“ der US-Bank. Für die am 30. Juli anstehenden Quartalszahlen erwartet JPMorgan ein organisches Umsatzwachstum von knapp 14 %. Margenseitig dürfte das Quartal im Rahmen der Saisonalität der jüngsten Investitionen der Kunden ein wenig schwächer aussehen, hieß es in der Analystenstudie weiter. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten von 88,08 € liegt rund 52 % unter dem derzeitigem Kursniveau.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Catharina Nitsch
Redakteurin
41,50 Euro je Aktie will sich UBER das kosten lassen. Damit verstärkt man den Kaufwillen: Im Mai hatten noch 33 Euro je Aktie in Rede gestanden. Zuletzt hielt UBER bereits knapp 25 % an dem Berliner Konzern, hinzu kamen Finanzinstrumente über knapp 12 %. Der DELIVERY HERO-Großaktionär Prosus gibt seinen Anteil von knapp 17 % an UBER ab. DELIVERY HERO hat seinen Sitz in Berlin, hat sein Deutschland-Geschäft aber vor einigen Jahren an JUST EAT TAKEAWAY verkauft und ist hierzulande operativ nicht mehr aktiv. Wegen seiner starken Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika zählt das Unternehmen jedoch zu den größten Essenslieferdiensten der Welt. UBER verpflichtet sich im Zuge des Kaufs dazu, den Hauptsitz von DELIVERY HERO in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine Änderungen an der Belegschaft in der Bundeshauptstadt vorzunehmen. Unterdessen will sich DELIVERY HERO von seinem Geschäft in 14 Ländern trennen, in denen man bisher mit dem Lieferdienst UBER EATS konkurriert. Betroffen sind Österreich, Chile, Zypern, die Tschechische Republik, Ecuador, Griechenland, Moldau, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden und die Türkei. Käufer ist den Angaben zufolge die Beteiligungsgesellschaft SSW Partners aus New York. Sie bezahlt dafür 1,4 Mrd. Euro. Voraussetzung ist, dass die Übernahme von DELIVERY HERO durch UBER gelingt. UBER setzt bei seiner Offerte eine Mindestannahmeschwelle von 50 % plus einer Aktie von DELIVERY HERO voraus.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Das Marktbild bleibt insgesamt stabil, auch wenn die Schwankungen einzelner Sektortendenzen hoch bleiben. Nach den schwachen US Verbraucherpreisen sorgten gestern auch die Erzeugerpreise für Entlastung. Der PPI fiel im Juni um 0,3 % zum Vormonat, erwartet worden war eine Stagnation.
Zusammen mit der rückläufigen Kerninflation sinkt damit kurzfristig der Druck auf die Fed, auch wenn der wieder gestiegene Ölpreis das Inflationsrisiko für die kommenden Monate erhöht.
Operativ liefert die KI Lieferkette weiter starke Signale. Nach der Prognoseanhebung von ASML übertraf auch TSMC die Erwartungen. Der Umsatz stieg um 33,7 %, der Gewinn lag klar über Konsens und die Bruttomarge erreichte starke 67,7 %. Die Aktie gab dennoch nach. Der Umsatz lag nur leicht über den Erwartungen und die Investitionen von 15,7 Mrd. Dollar nähren die Sorge vor späteren Überkapazitäten. Ein 12-Monates FWD-KGV von 26 ist für einen Halbleiterhersteller nicht von Pappe.
Somit bleibt bei den Chips Sand im Getriebe mit weiteren Abverkäufen heute in Asien - aber inzwischen auch mit den Charakter einer überverkauften Marktlage.
Reuters berichtet von einem formellen Gemeinschaftsangebot von Stripe und Advent über 60,50 Dollar je PayPal Aktie, entsprechend mehr als 53 Mrd. Dollar Unternehmenswert. Rund 50 Mrd. Dollar Bankfinanzierung sollen zugesagt sein. PayPal hat bislang nicht reagiert, alle Beteiligten lehnten einen Kommentar ab. Polymarkets sieht eine 74%-Wahrscheinlichgkeit für ein Gebot.
In Europa steht die Übernahme von Delivery Hero durch Uber im Mittelpunkt. Uber bietet 41,50 Euro je Aktie und bewertet das Unternehmen mit rund 12,7 Mrd. Euro. Großaktionär Prosus unterstützt die Transaktion. Die Konsolidierung im Plattformgeschäft gewinnt damit weiter an Dynamik. Wir hatten die Gerüchte in der Bernecker daily frühzeitig aufgegriffen.
Commerzbank und UniCredit
Unser Kanzler stellte klar, dass die Bundesregierung eine Übernahme der Commerzbank durch UniCredit nicht aktiv blockiert. Gleichzeitig kritisierte er das Vorgehen der italienischen Bank und sprach sich für einen fairen und transparenten Prozess aus. Das klingt nach Einlenken. Die komplette Übernahme ist nicht mehr zu verhindern.
Im Telekomsektor verdichten sich die Anzeichen einer nachhaltigen Erholung. Vor diesem Hintergrund stellen wir im aktuellen Aktionärsbrief eine echte europäische Dividendenperle mit über 6,5 % Rendite vor.
Hier gehts zum Sommerangebot mit 35 % Rabatt: https://www.bernecker.info/offer/pzrtaqqwsm-6441
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Oliver Kantimm
Redakteur
Der Kurs ist auf den tiefsten Stand seit 2016 gefallen. Erst im August 2025 hatte man mit einer deutlichen Umsatzwarnung den Markt verschreckt. Jetzt kam es noch schlimmer: Evotec erwartet für 2026 ein bereinigtes EBITDA von - 70 bis - 105 Mio. € (bisher: 0 bis + 40 Mio. €). Begründung: Umsatzverschiebungen, geringere Erlöserwartungen, angepasste Zeitpläne für Meilensteinzahlungen und schwächere Beiträge aus neuen strategischen Partnerschaften. Diese - erneute - Prognosesenkung kam nur vier Monate nach Bekanntgabe der Jahresprognose. Das nährt Zweifel, ob die Unternehmensführung überhaupt in der Lage ist, ihr eigenes Geschäft seriös einzuschätzen.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 29.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
Die Marktlage wird unübersichtlich
RWE bereitet nächste Etappe vor
TELENOR nach Korrektur ein Kauf?
LANDBRIDGE: Das Geschäft mit zwei Megatrends
Spaniens Börse unter der Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Georg Sures
Redakteur
In Interview mit dem Bernecker Börsenkompass analysiert der Investmentprofi Joel Frick von der Liechtensteiner Bendura Bank die aktuelle Ausgangslage an den Märkten. Zugleich nennt Frick dabei die Sektoren, wo er die besten Chancen sieht, und erläutert, wie sich die Anleger jetzt positionieren sollten.
Das komplette Interview gibt es unter :
Helmut Gellermann
Redakteur
Schwächster Nasdaq-Wert war gestern NEBIUS (- 7,8 %). Dabei hatte der Betreiber einer vertikal fokussierten KI-Infrastrukturplattform einen bis 2029 laufenden Vertrag mit Reflection AI in der Größenordnung oberhalb von 1 Mrd. $ präsentiert. Beim Kunden handelt es sich laut Bloomberg um ein Projekt früherer Mitarbeiter von DeepMind (Google).
Zuvor war der Neocloud-Titel aus Anlegersicht monatelang erste Wahl. Die NEBIUS-Aktie hat sich seit April 2025 in 16 Monaten etwa verdreizehnfacht. Zugleich legte COREWEAVE noch eine Verdopplung hin.
Am Hochpunkt kam die negative Aussicht ins Spiel. Es droht wesentlich stärkere Konkurrenz großer Hyperscaler. Die Neoclouds stehen unter höherem Druck.
Nun wurde eine gute Nachricht als Ausstiegszeitpunkt interpretiert. Für strategische Investoren muss das nicht unbedingt gelten; als Marktkapitalisierung wird zurzeit 49 Mrd. $ angezeigt (Quelle: CNBC).
Momentan gehört NEBIUS GROUP für uns eher auf die Watchlist. Der Chartvergleich enthält auch COREWEAVE und den First Trust Cloud Computing UCITS ETF.
Helmut Gellermann
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