Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Georg Sures
Redakteur
Die Märkte sind Bewegung und fundierte Einschätzung sind gefragte denn je. In einem Exklusivinterview mit Redakteur Georg Sures hat Senior Fondsmanager Ben Leyland von dem britischen Vermögensverwalter J O Hambro für den Bernecker Börsenkompass die aktuellen Aussichten für die internationalen Aktienmärkte analysiert.
Das komplette Interview können Sie frei zugänglich auf dem Bernecker Börsenkompass lesen:
Hans A. Bernecker
Redakteur
SAP und NEMETSCHEK erhalten die entsprechenden Impulse. Auslöser sind Aussagen des NVIDIA-Chefs auf der Computex in Taiwan. Sorgen vor einer Verdrängung klassischer Softwareanbieter durch KI-Agenten sieht Jensen Huang nicht. Im Gegenteil: Je mehr KI-Agenten entstünden, desto stärker dürfte die Nachfrage nach Softwaretools steigen. Oder anders: Wenn künftig Millionen KI-Agenten Bestellungen, Rechnungen, Personalprozesse oder Analysen durchführen, laufen diese Vorgänge weiterhin über SAP-Systeme. Die Software wird damit zur Infrastruktur, auf der die Agenten arbeiten. Damit ist die Grundlage des Comebacks der Software-Titel gelegt. Auch im Nebenwertbereich sollte das ankommen…
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 23 u. a.:
- Die KI-Investitionen sind die Zukunft
- Zwei Exoten machen vor, wie Wirtschaftswenden aussehen
- OHB: Die deutsche Antwort auf SpaceX?
- SERVICEWARE ist wieder einen Blick wert
- SYMRISE: Chance auf Comeback?
- Start des Musterportfolios der ACTIEN-BÖRSE
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Das Unternehmen wird seine Zahlen am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichen. Hier die Erwartungen vorab:
ZWEITES QUARTAL
Erwartetes bereinigtes EPS: 2,39 USD (Bloomberg-Konsens)
Erwarteter bereinigter Umsatz: 22,13 Mrd. USD
Erwarteter Umsatz im Segment Semiconductor Solutions: 14,65 Mrd. USD
Erwarteter Umsatz im Segment Infrastructure Software: 7,23 Mrd. USD
Erwartetes bereinigtes EBITDA: 14,96 Mrd. USD
Erwartetes bereinigtes operatives Ergebnis: 14,68 Mrd. USD
Erwartete bereinigte F&E-Ausgaben: 1,61 Mrd. USD
Erwartete Investitionsausgaben (Capex): 228,1 Mio. USD
Erwarteter Umsatz mit KI-Halbleitern: 10,67 Mrd. USD
DRITTES QUARTAL
Erwarteter Umsatz: 28,61 Mrd. USD
Erwartetes bereinigtes EBITDA: 20,04 Mrd. USD
Erwarteter Umsatz mit KI-Halbleitern: 17,22 Mrd. USD
GESAMTJAHR
Erwarteter Umsatz: 103,18 Mrd. USD
Erwartetes bereinigtes EBITDA: 70,54 Mrd. USD
Erwartete Investitionsausgaben (Capex): 991,2 Mio. USD
Analysten im Vorfeld:
Bloomberg Intelligence (Kunjan Sobhani):„Die Ergebnisse von Broadcom für das zweite Geschäftsquartal werden die Erwartungen wahrscheinlich übertreffen, angetrieben durch beschleunigte XPU-Implementierungen und eine stärkere Nachfrage nach KI-Netzwerktechnik. Langfristige Vereinbarungen mit Google und Meta sowie ausgeweitete Verpflichtungen von Anthropic haben die Visibilität für die mehrjährige Pipeline des Unternehmens bis 2027 und darüber hinaus erhöht.“
Jefferies (Blayne Curtis; Kaufempfehlung, Kursziel 500 USD):„Das Geschäft mit kundenspezifischen Chips bietet weniger Spielraum für positive Überraschungen, da der bereits angekündigte Rack-Auftrag von Anthropic im Volumen von 10 Mrd. USD, der im Juli beziehungsweise im Quartal erwartet wird, ausschließlich Chips umfassen dürfte. Der gesamte Umsatz dürfte daher eher bei 2,0 bis 2,5 Mrd. USD liegen.“
Susquehanna (Christopher Rolland):„Die Dynamik bei kundenspezifischen XPUs dürfte angesichts der Stärke der TPU-Nachfrage anhalten, während die Nachfrage nach KI-Netzwerkprodukten weiter zunehmen sollte. Wir bleiben optimistisch für das ASIC-Geschäft von Broadcom und sehen weiterhin positive Dynamik im Netzwerkportfolio des Unternehmens.“
Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die Aktie springt an und trotzt der im ersten Quartal 2026/27 verhaltenen Kauflaune: Bei der Zara-Eigentümerin legten Umsatz und Gewinn zu! Der Umsatz stieg im Quartal um 6 % auf rund 8,7 Mrd. Euro, währungsbereinigt lag das Wachstum bei 8,8 %. Das Ebit verbesserte sich im ersten Quartal im Vergleich um 7 % auf rund 1,8 Mrd. Euro, dabei war mit etwas weniger gerechnet worden. Auf die Aktionäre entfiel ein Nettogewinn von 1,4 Mrd. Euro und damit rund 5 % mehr als ein Jahr zuvor. Für die Aktie gilt heute: Nicht kleckern, sondern klotzen!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Oliver Kantimm
Redakteur
Bernecker Team
Gestern standen mit SCHNEIDER ELECTRIC, SIEMENS ENERGY und VERTIV HOLDINGS die unbarmherzigen Arbeitstiere der Energie-Transformation im Fokus, die physischen Fundamente aus Transformatoren, Netzinfrastruktur und Rechenzentrumskühlung. Doch um das volle Potenzial dieses historischen Infrastrukturzyklus im Sommer 2026 auszuschöpfen, müssen wir das Spielfeld erweitern: von den reinen "Atomen" (der Hardware) hin zu den "Bits" (der steuernden Software).
Die Logik ist zwingend: Ein intelligentes Stromnetz und ein KI-Rechenzentrum benötigen nicht nur Stromleitungen und Kühlsysteme, sondern auch hochpräzise Automatisierungstechnik und die passende Software-Infrastruktur, um diese enormen Lasten zu managen. Genau hier setzen unsere beiden heutigen Ergänzungen an. Deshalb haben wir den perfekten Kandidaten herausgesucht.
Neuer Rekord: Wir konnten in der TBD mit dem AMD-Open end-Turbo-Call-Zertifikat (09.04.2026) DE000FD9WHM4 einen neuen Rekord aufstellen, nach unserem Kauf am 09.04. hat die Position nun einen Gewinn von 610,07 % erreicht. Wenn Sie bei dem nächsten Rekord dabei sein wollen ist die TB-Daily genau das richtige für Sie. Aber Achtung: die TBD eignet sich nicht für jeden Anleger, Sie sollten über einen Geschäftsfähigen Broker verfügen und sich dem Risiko bewusst sein. Wenn Sie Interesse haben können Sie die TB-Daily im Abo oder Einzelabruf nutzen (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die USA und Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Das lastet heute Morgen auf der europäischen Eröffnung. Öl (Brent nähert sich wieder der 100 USD-Marke. Der DAX startet rd. 120 Punkte schwächer zum gestrigen Handelsschluss.
Asien zeigt sich dagegen weiter unbeeindruckt mit relativer Stärke. Der Philadelphia Semiconductor Index sprang gestern um fast 6 % auf ein Rekordniveau, asiatische Chipwerte folgten heute mit neuen Höchstständen. Marktbreite aber fehlt. In anderfen Bereichen läuft es weniger rund.
In Indonesien fielen die Aktien auf den niedrigsten Stand seit fast 14 Monaten, während die Rupiah ein neues Rekordtief erreichte. Zudem geraten private Märkte stärker unter Druck: Cliffwater begrenzte Rückgaben bei einem Private-Credit-Fonds, Partners Group deckelte Auszahlungen bei einem Evergreen-Private-Equity-Fonds. Das deutet auf anhaltende Liquiditäts- und Vertrauensprobleme in Teilen der privaten Kapitalmärkte hin.
Die Kryptoschwäche wird immer ausgeprägter und bestätigt einen intakten Abwärtstrend. Hintergrund sind Umschichtungen in KI-Assets sowie der Verkauf von Kryptoassets vieler "ehemaliger" Miner, welche nun auf KI-Compute setzen und ebenso investieren müssen.
Nachvollziehbar für mich: Barclays-Stratege Emmanuel Cau sieht zudem Spielraum für eine breitere Aufwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten, falls es zu einem US-Iran-Abkommen kommt. Davon könnten vor allem Europa und bislang zurückgebliebene zyklische Werte profitieren. Dann steht eine Art Gruppenrotation an.
Sie möchten gerne jeden Morgen auf diese Art und Weise kurz und knackig auf den neuesten Stand gebracht werden? Dann empfehle ich die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: https://www.bernecker.info/app
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter (Bernecker Redaktion)
Oliver Kantimm
Redakteur
Der zentrale Auslöser war die neue Erstattungsvereinbarung mit CVS Caremark. Der Pharmacy-Benefit-Manager nimmt die GLP-1-Pille Foundayo ab 1. Juni und die Abnehm-Injektion Zepbound ab 1. Oktober in wichtige Formulare auf. CVS Caremark erreicht rund 90 Mio. Patienten. Damit öffnet sich für Lilly ein deutlich größerer adressierbarer Markt, nachdem Zepbound zuvor zugunsten von Novo Nordisks Wegovy ausgeschlossen worden war. Die Aktie stieg auf ein neues Rekordhoch. Die Börse preist damit höhere Verschreibungen, bessere Versicherungsabdeckung und mögliche Marktanteilsgewinne gegen Novo Nordisk ein. Operativ passt die Nachricht zu den starken Q1-Zahlen, die vor allem von Mounjaro und Zepbound getragen wurden. Fazit: Der CVS-Deal macht Lillys GLP-1-Wachstumsstory breiter und glaubwürdiger. Mit einem KGV von 33,6 steigt allerdings auch die Fallhöhe.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 23.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
Warnsignale an den Märkten
Britische Gilts attraktiv wie seit Langem nicht
Zukünftiger Datacenter-Profiteur aus Deutschland
Über 1.300 % mit ARGAN Inc.: Was tun?
Das Nadelöhr des KI-Zeitalters - drei Titel unter der Lupe
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!
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Bernecker Team
Die Abschaffung der 50+1-Regel hätte aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht massive Auswirkungen auf den deutschen Fußball. Wenn private Unternehmen oder externe Investoren die Mehrheit an einem Verein übernehmen dürften, würde sich das Bundesliga-Modell stark an kommerzieller ausgerichteten Ligen wie der englischen Premier League annähern. Das könnte die aktuellen strukturellen Beschränkungen der Bundesliga-Klubs abbauen, da transnationale Konzerne (TNCs) und internationale Investoren eher bereit wären, Geld anzulegen. Allerdings würde das Ende der Regel den Fokus zusätzlich von langfristiger finanzieller Stabilität auf schnelles Wachstum verschieben. Die Folge: Rückgang von Investitionen in jüngere, unerfahrenere Spieler.
Die spürbarste Folge wäre wohl ein deutlicher Anstieg ausländischer Direktinvestitionen im deutschen Fußball. Aktuell schränkt die 50+1-Regel externe Investitionen ein. Transnationale Konzerne und internationale Investoren halten sich zurück, weil die Regel die mehrheitliche Übernahme und Kontrolle verbietet. Fällt diese Hürde, werden Bundesliga-Klubs für Investoren attraktiver. Das steigert sowohl den Wert der Vereine als auch den gesamten Geldfluss. Investoren zahlen im Regelfall gerne einen Aufpreis, wenn sie dafür die volle Entscheidungsgewalt im Klub haben. Das würde den Erfolg und das Wachstum der Liga ankurbeln und die internationale Wettbewerbsfähigkeit einzelner Klubs verbessern. Die Premier League zeigt die finanziellen Vorteile eines weniger regulierten Eigentumsmodells: 16 von 20 Vereinen sind dort mehrheitlich in der Hand ausländischer Unternehmen. Die Bundesliga erwirtschaftete in der Saison 2024/25 einen Umsatz von etwas über 5 Milliarden Euro, während die Premier League auf 7,2 Milliarden Euro kam. Mehr Geld im System bedeutet gleichzeitig zusätzliche Mittel für Transfers, globales Marketing, Infrastruktur und kommerziellen Ausbau deutscher Klubs. Das ließe die Einnahmen der Liga steigern und die finanzielle Lücke zur englischen Premier League verkleinern.
Diesen potenziellen Vorteilen stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber. Die 50+1-Regel sollte Klubs ursprünglich vor rücksichtslosen Ausgaben, Überschuldung und vermeidbaren finanziellen Schieflagen schützen. Ohne diesen Schutz könnten Vereine anfälliger für wirtschaftliche Instabilität und riskante Finanzentscheidungen werden. Die finanziellen Probleme des französischen Klubs Lyon verdeutlichen das: Die Eigentümer überzogen ihr Budget massiv und gaben allein in der Sommerpause 145 Millionen Euro für Transfers aus. Das führte dazu, dass die französische Fußball-Aufsichtsbehörde den Verein 2024 mit einem vorläufigen Zwangsabstieg aus der Ligue 1 belegte. Ein Aus der 50+1-Regel führe dazu, dass kurzfristige Gewinne und schnelles Wachstum Vorrang vor langfristiger Nachhaltigkeit und Erfolg erhalten.
Ein weiteres wirtschaftliches Risiko der Abschaffung ist die sinkende Bereitschaft, in junge Spieler zu investieren. Der Fokus würde sich stattdessen auf teure internationale Transfers verlagern, was den Stellenwert der Nachwuchsarbeit im deutschen Fußball schwächen würde. Wenn das deutsche System an das Modell der Premier League angepasst wird, schrumpfen die Einsatzchancen für junge Talente.

Fazit: Aus finanzieller Sicht würde die Abschaffung der 50+1-Regel externe Investitionen und den Geldfluss erhöhen, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Klubs stärkt. Dem stehen jedoch handfeste Risiken gegenüber – allen voran eine höhere Anfälligkeit für finanzielle Instabilität und eine Vernachlässigung der Talentförderung.
Gastbeitrag: Dieser Text stammt von Saffron Patel. Als Praktikantin von der Haberdashers’ Girls’ School aus England hat sie diese Woche unsere Redaktion verstärkt, den journalistischen Alltag hautnah miterlebt und diesen Beitrag eigenständig recherchiert und geschrieben.
Disclaimer: Die Grafiken sind mithilfe von KI erstellt worden.


