Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Jens Brahm
Redakteur
Wir führen momentan 34 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt knapp über 45%. In dieser Woche haben wir und eine neue Ausgabe unserer Serie "Finger weg!", zwei Chancen für Nachzügler und drei Analysen veröffentlicht. Heute platzieren wir ein neues Stop-Loss und ändern zwei Einstufungen. Betroffen sind unter anderem Berkshire Hathaway, Amazon, Fluence Energy, Microsoft, TKH, Munters und die Warsaw Stock Exchange. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.
DAX und NASDAQ100 laufen aktuell deutlich auseinander. Es ist ein seltenes Bild, dass das deutsche Börsenbarometer die US-Technologiewerte derart aussticht.
An den Börsen hat sich in den letzten Wochen ein stiller Crash ereignet, der im S&P 500 gar nicht ablesbar ist. In diesem Index hat sich der KI-Komplex und der breite Markt jeweils gegenläufig entwickelt. Während der marktbreite S&P500 seitwärts tendierte, zeigen NASDAQ100 und DOW JONES deutliche Ausschläge.
Unterm Strich lässt sich konstatieren, dass die Technologieaktien einen starken September hatten und einen schwachen Oktober; die meisten anderen Branchen hatten hingegen einen schwachen September und einen festen Oktober, also genau umgekehrt. So gesehen liefert der S&P 500 mit seinem "geglätteten" Verlauf ein Bild, das der Aufregung in vielen Depots wahrscheinlich nicht entspricht, gerade auch dann, wenn man in Tech- bzw. KI-Aktien übergewichtet unterwegs ist.
Los ging es am Montag mit einer Analyse zu Munters. Der schwedische Spezialist für energieeffiziente Klima- und Luftbehandlungssysteme hat letzten Freitag seine Bücher geöffnet und die Zahlen zum Auftragseingang haben für Furore gesorgt. Womit das Unternehmen überrascht hat und was die Zahlen für unsere Position bedeuten, erfahren Sie in diesem Artikel. Hier gibt es noch eine Einstiegschance für Spätentschlossene.
Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!
Bernecker Team
In der Termin-Börse weekly gibt es jeden Freitag neue Empfehlungen, diese Woche haben wir für Sie Unternehmen aus drei Sektoren herausgesucht.
Angefangen bei Kupfer: Wir gehen davon aus, dass Kupfer langfristig zu den großen Gewinnern der technologischen Revolution gehören wird.
Denn der Bedarf steigt nicht nur durch die Digitalisierung, sondern auch durch Elektromobilität, erneuerbare Energien und den weltweiten Ausbau der Stromversorgung. Hier haben wir zwei interessante Unternehmen für Sie herausgesucht.
Pharma bleibt für uns eine der interessanten Zukunftsbranchen. Deshalb möchten wir unser bereits breit aufgestelltes Engagement weiter verstärken. Eine alternde Bevölkerung und der wachsende Behandlungsbedarf bei chronischen Erkrankungen treffen auf medizinische Fortschritte, die neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Unternehmen, die daraus wirksame Mededikamente entwickeln, können sich langfristige Wachstumsperspektiven erschließen. Wir nehmen deswegen ein US-Schwergewicht aus der Branche in unser Portfolio auf.
Wir bauen auch unser Engagement im Finanzsektor gezielt aus, ohne uns dabei ausschließlich auf Bankaktien zu konzentrieren. Dabei sind eine französische Großbank und weltweit führender Rückversicherer.
Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (KLICK HIER).
Helmut Gellermann
Redakteur
Der britische Erdölkonzern meldet unter dem Strich (nach Steuern und aus Aktionärssicht) ein Ergebnis von knapp 4,7 Mrd. $ im Quartal. Und entsprechend 12,5 Mrd. $ Gewinn nach neun Monaten – gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 3,5 Mrd. $.
Die hohe Steigerung (Faktor 3,6) ist ungleich verteilt. Im „Bereich Gas + Low Carbon“ stieg das EBITDA der ersten drei Quartale um 31 %. Oil Production & Operations erreichten + 13 %. Der Spitzenwert steht im Segment Customers & Products mit + 157 %.
Wie es zu diesem Anstieg um 157 % kam, zeigt sich im Unterpunkt „Refining & Trading“: Dort ist das Adjusted EBITDA im genannten Zeitraum mit + 439 % geradezu explodiert.
Die Briten hatten schon vor zwei Wochen gemeldet, mit dem Schuldenabbau deutlich vor dem Zeitplan zu liegen. Nun wird zum 30. September eine Nettoverschuldung von 13,87 Mrd. $ ausgewiesen. Vor einem Jahr waren es 26,05 Mrd. $.
Die britische Zeitung „The Guardian“ zitiert bei der Gelegenheit Umweltschützer. Mit dem Hinweis, dass ganze Bevölkerungsschichten unter einem kalten Winter und hohen Heizkosten leiden werden, während die Erdölkonzerne hohe Gewinne einstreichen und zugleich Investitionen in Erneuerbare Energieträger reduzieren würden. Die Zeitung zitiert außerdem BP mit der Aussage, die verbliebenen Verbindlichkeiten aus der Katastrophe mit Deepwater Horizon 2010 vorzeitig komplett ablösen zu wollen.
Im Chartvergleich: Die BP-Aktie, Titel diverser Konkurrenten und der Brent-Ölpreis.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker-Daily.
Bernecker Team
Unsere dieswöchigen Shortpositionen in der TB-Daily auf die Hyperscaler AMAZON, META und MICROSOFT entwickeln sich inzwischen erfreulich. Besonders unsere Spekulation auf fallende AMAZON-Kurse zahlt sich aus. Bereits gestern legte der entsprechende Put um 34 % zu.
Unsere zunehmende Skepsis gegenüber hoch bewerteten KI-Aktien bedeutet allerdings keineswegs, dass wir das langfristige Potenzial der Digitalisierung infrage stellen. Im Gegenteil: Der technologische Fortschritt eröffnet gerade Unternehmen aus traditionellen Wirtschaftsbereichen hervorragende Perspektiven. Ein besonders interessantes Beispiel ist der Kupferbergbau.
Während die Bewertungen zahlreicher KI-Aktien inzwischen kritisch hinterfragt werden, rückt ein Rohstoff in den Mittelpunkt, der für die technologische Entwicklung unverzichtbar ist.
Wir gehen davon aus, dass Kupfer langfristig zu den großen Gewinnern der technologischen Revolution gehören wird. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert für 2035 sogar eine mögliche Versorgungslücke von rund 25 %.
Allerdings hat der Kupferpreis bereits erheblich zugelegt und notiert mit rund 14.500 $ je Tonne nahe seinen Rekordständen. Kurzfristige Rückschläge sind deshalb durchaus möglich. An unserer längerfristig positiven Einschätzung ändert dies wenig. Besonders interessant erscheinen uns Minengesellschaften, deren Gewinne überproportional von steigenden Kupferpreisen profitieren können. Wir nehmen deshalb zwei international führende Kupferproduzenten auf unsere Kaufliste. Die finden Sie beide in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Es bleibt tückisch. Besonders die Tech-Aktien reagieren extrem dünnhäutig auf verfehlte Erwartungen. Der Nasdaq verlor gestern 1,4 %, Alphabet brach um fast 13 % ein. Nach Börsenschluss ging es weiter abwärts.
Amazon verliert rund 10 %. Umsatz und Gewinn blieben leicht unter den Erwartungen. Trotz kräftigen Wachstums bei AWS belasten die enormen KI-Investitionen den freien Cashflow.
Noch heftiger trifft es Intel. Die Aktie verlor nachbörslich zeitweise 23 %. Für das Schlussquartal erwartet der Chipkonzern nur 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber 17,08 Milliarden Dollar Konsens.
Reddit verlor nachbörslich rund 18 %, Illumina 11 % und Medizintechnikkonzern Stryker 12 %. Stryker senkte seine Prognose.
Am Kryptomarkt erschüttert ein Milliardenangriff auf Binance das Vertrauen. Die Handelsplattform meldet betroffene Vermögenswerte von 6,3 Milliarden Dollar. Rund drei Milliarden wurden bereits eingefroren. Bitcoin geriet zwischenzeitlich deutlich unter Druck.
Der DAX präsentiert sich weiter mit relativer Stärke. In Deutschland bleibt der Übernahmepoker um Evonik spannend. Laut Financial Times will der Spezialchemiekonzern auch das verbesserte BASF-Angebot von 24 Euro je Aktie zurückweisen. Weitere Gespräche sind jedoch möglich.
Gute Nachrichten kommen von unserem Depotwert Bayer. Der Konzern hat in St. Louis einen wichtigen Glyphosatprozess gewonnen. Das stärkt seine Position bei der geplanten Beilegung der verbliebenen Rechtsstreitigkeiten.
SFC Energy erhöht die Ergebnisprognose. Instone folgt Vonovia und senkt die Gewinnerwartungen. ProSiebenSat.1 rechnet inzwischen mit einem leichten Umsatzrückgang.
Und die EZB steht vor einem Führungswechsel. Christine Lagarde will bereits im Februar 2027 zurücktreten. Die nächste Zinserhöhung wird wie bei der Fed im Dezember erwartet.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/
Helmut Gellermann
Redakteur
Gestern senkte der niederländische Zahlungsdienstleister seine Margenprognose. An der Börse wurde ADYEN mit einem Kursverlust von ca. 13 % abgestraft.
Wir haben nun neue Einschätzungen von vier Analysten (bei UBS, JPMORGAN, DZ Bank und JEFFERIES) registriert. Sie senkten zwar ihre Kursziele im Durchschnitt um 12,3 %, die Bandbreite der Ziele reicht jetzt von 1.160 bis 1.300 € (zuvor: 1.233 bis 1.450 €). Allen ist aber die ADYEN-Aktie weiterhin eine positive Empfehlung wert, ob "Buy", "Overweight" oder "Kaufen".
Holt der Kurs von zurzeit ca. 822,50 € bis zum durchschnittlichen Kursziel 1.235 € auf, wäre das eine Steigerung um 50 %.
Charttechnische Unterstützung für die ADYEN-Aktie ist erkennbar. Sie liegt allerdings „auf schiefer Ebene“ – zudem: Die 50-Tage-Linie kommt gerade bei der 200er Linie an.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker-Daily.
Hans A. Bernecker
Redakteur
HOCHTIEF startet mit einem Rekordauftragsbestand von 85 Mrd. € in den nächsten Wachstumsschritt. Zusammen mit Palladio Partners will der Konzern in Deutschland ein Netz von 15 Rechenzentrumsstandorten aufbauen. Mit der Mutter ACS sind außerdem drei größere Anlagen geplant, ausgelegt auf bis zu 100.000 Spezialprozessoren. Ein öffentlicher Förderbeitrag von bis zu 1 Mrd. € steht im Raum. Rechenzentren verbinden den KI-Boom mit HOCHTIEFs Bau- und Infrastrukturgeschäft.
Am 3. Dezember sollen weitere Details zu den Förderanträgen folgen. Das ist der nächste konkrete Katalysator. HOCHTIEF hat bereits einen Auftragsbestand auf Rekordniveau; nun entscheidet sich, wie schnell aus den Plänen neue Aufträge und Erträge werden. Nach der zwischenzeitlichen Kurskorrektur gehen wir neu in Stellung.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 44 u. a.:
- Europa muss saniert und renoviert werden
- HOCHTIEF erschließt den Rechenzentrumsmarkt
- TK ACCELIS startet an der Börse
- LEG: NAV-Abschlag lockt Investoren
- VERBIO, FLATEXDEGIRO und SUSS im Check
- KI-Investitionen: Finanzierung und Gewinner
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Markus Horntrich
Redakteur
Als eigenständiger Metallhändler hat tk accelis laut Berenberg eine starke Marktposition: 11,4 Mrd. Euro Umsatz machen das Unternehmen zum größten nabhängigen Distributor Europas und zu einem der vier größten Anbieter Nordamerikas. Die Unabhängigkeit von einzelnen Stahlwerken wird als entscheidend angesehen. Bei jährlichen Materialkäufen von 9,3 Mrd. Euro und rund 11.000 Lieferanten stellt kein Lieferant mehr als 7 Prozent. So kann tk accelis die Kundenanforderung bedienen, statt die Auslastung eines einzelnen Produzenten optimieren zu müssen.
Bezüglich der Margen sieht Berenberg erste Fortschritte: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 stieg die bereinigte EBITDA-Marge von 1,8 auf 2,8 Prozent. Die ausgewiesene Vorjahresmarge von 1,2 Prozent war durch Einmaleffekte von 97 Mio. Euro belastet, darunter eine Markenlizenzgebühr von 54 Mio. Euro, die mit der Abspaltung entfällt. Die Zielmarge liegt bei 4 bis 5 Prozent.
Wachstum verspricht den Analysten zufolge vor allem Nordamerika. Für den Konzern wird bis 2029/30 ein Umsatzplus von durchschnittlich 4,5 Prozent jährlich erwartet. Die Processing-Sparte soll mit 6 bis 7 Prozent stärker zulegen. Ein Investitionsprogramm über 100 Mio. US-Dollar zielt auf einen stark fragmentierten Markt, in dem die fünf größten Anbieter zusammen erst 14 Prozent erreichen. Outsourcing und der Wunsch nach flexibleren Lieferketten dürften zudem margenstärkere Fertigungs- und Supply-Chain-Dienstleistungen fördern. Die Solutions-Sparte steuert 46 Prozent des EBITDA bei und verleiht dem Geschäftsmodell damit ein stabiles Gegengewicht zum zyklischen Metallhandel.
Der Nettogewinn soll sich laut Berenberg-Schätzung von minus 34 Mio. Euro im Vorjahr auf 292 Mio. Euro 2029/30 verbessern. Bei einem Kurs von aktuell 27,28 € entspricht das dem 8-Fachen des erwarteten EBITDA zum Unternehmenswert. Das Berenberg-Votum lautet auf "Buy" und Kursziel 37 Euro. Unsere Einschätzung von gestern bleibt gültig.
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Markus Horntrich
Redakteur
Bei den endgültigen Zahlen von Aixtron für das dritte Quartal sind die Auftragsdaten die entscheidende Komponente: Der Auftragseingang sprang um 122 Prozent auf 275 Mio. Euro, der Umsatz um 54 Prozent auf 184 Mio. Euro. Die Bruttomarge erreichte dank eines günstigen Produktmixes 48 Prozent, die EBIT-Marge 31 Prozent. Für 2026 bleibt die Prognose dennoch unverändert: 560 Mio. Euro Umsatz plus/minus 30 Mio. Euro, rund 42 Prozent Bruttomarge und 17 bis 20 Prozent EBIT-Marge.
Optoelektronik stellte 68 Prozent der Anlagenbestellungen. Die Nachfrage nach InP-Komponenten für schnelle optische Datenverbindungen profitiert vom Ausbau der Rechenzentrumsnetze. Der Auftragsbestand von 549 Mio. Euro ist gegenüber dem Vorjahr fast doppelt so hoch und gibt laut Unternehmen Umsatzsichtbarkeit bis weit ins Jahr 2027. Kundenanzahlungen von 110 Mio. Euro entsprachen rund 40 Prozent der Q3-Bestellungen. Das stützt die Visibilität.
Die neue (und alte) Hoffnung liegt in SiC und GaN: Leistungselektronik machte im Quartal 24 Prozent der Bestellungen aus. Erste Aufträge für Kapazitätserweiterungen und eine wachsende Pipeline deuten auf den Beginn einer Erholung. Treiber sind unter anderem GaN-Lösungen für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren sowie SiC-Anwendungen in Industrie und Hochvolt-Systemen. Diese Entwicklung hatten wir avisiert.
Eines unserer Abstauberlimits bei 32 und 26 € aus Actien-Börse 43/2026 aus der Vorwoche ist aufgegangen. Die Zielrichtung lautet nun 45 €.
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