Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Bernecker Team
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Helmut Gellermann
Redakteur
Die Aktie der großen Unternehmensberatung ACCENTURE gab gestern 18 % nach und beschleunigte damit den negativen KI-Kurs. Auslöser waren Berichte (Financial Times) über rückläufige Auftragsvolumina. CEO Julie Sweet hingegen betonte, dass die Kunden ihre Budgets für Beratung lediglich nicht erhöhen.
Bemühungen um eine Erweiterung des Geschäftsmodells, etwa in Sachen Cybersicherheit, sind aus Analystensicht noch nicht überzeugend. Ähnlich wie Software, benötigt auch die Beraterbranche einen neuen Ansatz. Solange das neue „Narrativ“ nicht gefunden ist, bleiben auch die üblichen charttechnischen Argumente (Rebound nach Halbierung etc.) weitgehend wirkungslos. Daher ist ACCENTURE momentan noch kein Kandidat für einen Turnaround.
Helmut Gellermann
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Oliver Kantimm
Redakteur
SpaceX hat beim Börsengang zwar einen historischen Kapitalzufluss erzielt, doch die neue Anleihe wirft unbequeme Fragen auf. Inklusive vollständig ausgeübtem Greenshoe nahm der Konzern brutto rund 85,7 Mrd. $ ein. Das ist eine Dimension, die normalerweise jahrelang finanziellen Spielraum schaffen sollte. Nur wenige Tage nach dem IPO-Abschluss bereitet SpaceX laut Bloomberg aber offenbar eine Anleihe über mehr als 20 Mrd. $ vor. Dabei geht es den Berichten zufolge nicht um akute Liquiditätsnot, sondern vor allem um Refinanzierung. Der Bond soll eine 20-Mrd.-$-Brückenfinanzierung ersetzen, die bis September 2027 läuft und einen großen Teil der langfristigen Schulden ausmacht.
Trotzdem bleibt der Vorgang erklärungsbedürftig. Wer kurz nach dem größten IPO der Börsengeschichte erneut den Kapitalmarkt anzapft, signalisiert enorme Kapitalbedürfnisse. SpaceX finanziert nicht nur Raketen, Starlink und Satelliten. Der Konzern muss auch alte Schulden ordnen und seine Bilanz für den öffentlichen Markt aufstellen. Eine langfristige Anleihe kann günstiger und planbarer sein als ein kurzfristiger Bankkredit. Sie zeigt aber auch, dass das IPO nicht automatisch eine schuldenfreie Wachstumsgeschichte geschaffen hat.
Für Anleger ist das ein weiteres Warnsignal. Die Börse feiert SpaceX als Plattform aus Raumfahrt, Kommunikation und KI. Die Finanzierungsstruktur zeigt jedoch einen Konzern mit gewaltigem Investitionshunger und erheblicher Verschuldung. Zusätzlich belastend ist die außerordentlich hohe Bewertung (KUV: 130), der niedrige öffentlich handelbare Free-Float von unter 5 % sowie die Stimmrechtsmacht von Elon Musk mit 84,3 %.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Georg Sures
Redakteur
Wir führen momentan 35 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 83%. In dieser Woche haben wir einen Newsbeitrag gebracht, einen Nachkauf vorgenommen, zwei Stops und ein Ziel angepasst, eine Einstufung geändert, einen Marktkommentar veröffentlicht und ein Kauflimit platziert. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop & Go.
Catharina Nitsch
Redakteurin
Grund dafür ist eine Kaufempfehlung von MWB Research. Die Analystem gaben ein Kursziel von 20 Euro aus und begründeten dies damit, dass sich LANXESS durch die jüngste Anleihe-Platzierung zunächst erfolgreich refinanziert und damit den guten Zugang zum Kapitalmarkt bewiesen hätte. Die Kosten seien allerdings etwas höher, sodass der weitere Schuldenabbau von der Ergebnisentwicklung abhänge. Die jüngste Entspannung bei Öl- und Gaspreisen sei hilfreich, in der Lieferkette lasse aber gleichzeitig der Auftrieb durch die Verwerfungen des Krieges nach. Insgesamt sieht man die Lage aber optimistisch und geht dabei davon aus, dass im ersten Quartal der Tiefpunkt erreicht wurde. Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken für das zweite Halbjahr und auch 2027 sei günstig. Denn selbst eine moderate Erholung der Endmärkte bedeute auf niedrigem Auslastungsniveau enorme Fortschritte. Die LANXESS-Aktie ist heute mehr als grün - sie notiert derzeit über 8 % im Plus.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Helmut Gellermann
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Märkte legen zum Wochenschluss eine Atempause ein. In den USA ist Feiertag.
Die Iran-Entspannung hat den befürchteten Angebotsschock am Ölmarkt entschärft, gleichzeitig signalisieren die großen Notenbanken von Australien (kündigt heute neue Zinserhöhungen an) bis zur Fed, dass sie den Inflationskampf noch nicht für gewonnen halten. Die Folge: Der Dollar legt weiter zu.
Gold gerät damit weiter unter Druck (unter der 200-Tage-Linie). Der Markt baut nicht mehr Krisenprämien auf, sondern bewertet aktuell höhere Realzinsen und einen festeren Dollar. Das belastet Edelmetalle deutlich stärker als die zuletzt entspanntere Lage im Nahen Osten. Ein Test der 4.000 USD-Marke bahnt sich an.
Unter Druck steht auch der Software-Sektor. Accenture sorgte gestern für eine neue Abwärtswelle im Sektor. In Deutschland betrifft das SAP - jedoch ohne logisch operativen Zusammenhang. Der KI-Hebel liegt bei SAP in der Cloud-Migration, in besseren Automatisierungsfunktionen und in der stärkeren Bindung der Kunden an die SAP-Suite. Die Schwäche bei Accenture ist deshalb nur begrenzt auf SAP übertragbar. Accenture leidet unter Projekt- und Beratungsbudgets. Technisch liegt der nächste Auffangboden bei SAP um 130 €. Günstiger gab es den Titel selten.
Bei den Einzelwerten rückt ASML in den Mittelpunkt. Bloomberg berichtet über neue US-Bedenken, wonach hochmoderne EUV-Technologie nach China gelangt sein könnte. ASML weist dies entschieden zurück. Das kostet rd. 2 % in der Frühbörse.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/


