Bernecker Newspilot
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Volker Schulz
Chefredakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse oder Die Actien-Börse Institutionell.
Oliver Kantimm
Redakteur
Helmut Gellermann
Redakteur
Unser Chartvergleich der Aktien großer, traditionsreicher westlicher Spirituosenkonzerne zeigt: Das Geschäft mit hochprozentigem Alkohol wurde spätestens im Hochsommer 2023 „abgängig“ gestempelt. Dass CONSTELLATION BRANDS (nicht abgebildet) erst ein Jahr später nach unten abbog, ändert wenig daran. Die deutsche BERENTZEN GRUPPE (ebenfalls nicht enthalten) würde sich nahtlos einfügen. Der 2009 eingeschlagene Erfolgsweg einer ganzen Branche endete ab November 2023 an stolzen Allzeithochs. Wer sorgt für den Impuls eines Neustarts?
Am Donnerstag meldete Bloomberg, dass Gespräche über eine mögliche Großfusion geführt werden. Es beliebäugeln sich:
BROWN-FORMAN aus Louisville in Kentucky. Fokussiert auf Whiskey und Tequila verschiedener Marken wie Jack Daniel’s, Herradura und El Jimador.
PERNOD RICARD aus Paris mit diversen Bekanntheiten wie Absolut Vodka, Bellantine’s, Chivas Regal, Kinobi oder Ramazzotti. Ein Hofstaat von mehr als 200 Premiummarken. - Weitere Details der möglichen Partner:
Kleiner ist BROWN-FORMAN, Börsenwert 12,2 Mrd. $. Die Aktie legte nach Bekanntwerden der Gespräche 9,6 % zu.
PERNOD RICARD hingegen hat direkt ca. 6 % auf 59,94 € nachgegeben. Die Aktie gelangte damit laut CNBC auf ein neues 52-Wochen-Tief - genauer: sie ist auf dem nominellen Niveau vom Herbst 2011 zurück. Mit 15,1 Mrd. $ Marktkapitalisierung sind die Franzosen, jedenfalls zurzeit noch, der größere Partner, der üblicherweise das Übernahmeangebot ausspricht.
Der Kursauftrieb in Erwartung einer Übernahmeprämie treibt die schon zuvor stolzen Bewertungskennziffern des US-amerikanischen Brenners weiter nach oben. Aktuell gilt für FOREMAN KUV 3,1 mit KGV 15,0 und EV/EBITDA 10,6. Zum Vergleich, bei PERNOD RICARD sind es zurzeit KUV 1,5 mit KGV 10,7 und EV/EBITDA 9,0.
Dass PERNOD RICARD auf Partnersuche gehen würde, hätte man ahnen können. Siehe Geschäftsbericht 2025 auf Seite 5: Hier wird die Lage mit „attractive long-term industry fundamentals“ beschrieben. Einige Zeilen später gelobt das Management, in die „desirability“ (Attraktivität) seiner Marken zu investieren. Warum nicht durch eine „Eroberung“ im guten Sinn. Allerdings:
Die Bilanzen sorgen für weitere Ernüchterung. Zum Stichtag Ende 2025 war der Konzern mit 2,4 Mrd. € kurzfristig liquide. Größter Aktivposten waren "Intangibles + Goodwill" mit 17,7 Mrd. €. Auf der Passivseite betrug das gesamte Eigenkapital 16,5 Mrd. € und die langfristige Verschuldung 15,5 Mrd. €.
Eine berauschende Fusionsfeier wäre damit kein Problem. Aber wer finanziert die teuren "Geschenke" für die Aktionäre der BROWN-FORMAN CORPORATION!
Helmut Gellermann
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Volker Schulz
Chefredakteur
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Die Aktien von KNORR-BREMSE hatten am Montag zwischenzeitlich fast 17 % verloren, dann aber ihre exponentielle 200-Tage-Linie gehalten. Nun steuern sie wieder ihre 21-Tage-Linie bei aktuell 102,46 Euro an. Warum das Ganze? Hemmschuh war der Iran-Krieg, der Europas Maschinenbaubranche zunächst eine Zwangsjacke anlegt, Gashebel eine Kaufempfehlung der BANK OF AMERICA, die gerade erläuterte, dass sich die Erholung nur verzögere, aber nicht grundsätzlich aus der Spur gerate. In KNORR-BREMSE sieht sie durch den hohen Umsatzanteil des robusten Geschäfts mit Bremssystemen für Schienenfahrzeuge einen Hort der Stabilität. Na dann!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Trump verlängert sein Ultimatum ein weiteres Mal, er hat sich offensichtlich verrannt und findet keinen Ausweg aus dem Iran-Konflikt. Doch auch klein beigeben kann er, allein schon aus innenpolitischer Sicht, nicht. Das Ergebnis: Die Anleger bekommen Angst und die US-Börse gibt deutliche Schwächesignale.
Uns könnte ein Reset der Giganten bevorstehen, die Magnificent Seven werden offensichtlich auf ein nachhaltiges Bewertungsniveau reduziert. Markttechnische Verkaufssignale auf langfristien Charts häufen sich und die fundamentale Gravitation kehrt zurück. Bei NVIDIA zeigt der Chart Warnsignale für eine Trendumkehr, ALPHABET scheint zwischen Monopol-Angst und Margendruck zu stehen und die Skaleneffekte von AMAZON scheinen an ihre Grenzen zu stoßen.
Wir sehen ein Szenario, in dem das "Smart Money" Gewinne aus den überbewerteten Tech-Werten abzieht und in defensivere Sektoren oder Rohstoffe umschichtet. Damit eröffnet sich eine Möglichkeit für Anleger diese Schwäche zu nutzen bevor die breite Masse den Ausgang sucht. In der heutigen TB-Daily haben wir eine Short-Empfehlung auf US BigTech und eine Long-Idee für das deutsche Börsenbarometer. Beides können Sie in der heutigen TB Daily begleiten. Das geht über diesen Link entweder im Einzelabruf oder per Abo.
Markus Horntrich
Redakteur
Der australische Rüstungskonzern EOS empfing eine deutsche Delegation inlusive Verteidigungsminister Boris Pistorius in Canberra. Im Fokus standen moderne Abwehrtechnologien gegen Drohnen sowie Weltraumfähigkeiten. EOS präsentierte u. a. das Slinger-System und den 100-kW-Laser „Apollo“, der Drohnen besonders kosteneffizient bekämpfen kann, sowie das Weltraumkontrollsystem „Atlas“.

EOS kann laut CEO Schwer Deutschland kurzfristig mit lokal produzierten Systemen beliefern – laut dem CEO schneller und günstiger als Wettbewerber. EOS ist bereits international etabliert (u. a. in der Ukraine und im Nahen Osten). CEO Andreas Schwer unterbreitete konkrete Angebote für Apollo- und Atlas-Systeme und sieht erhebliches Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Deutschland.
Damit ist durchaus realistisch, dass zumindest ein Pilotsystem nach Deutschland geht. Hier wäre (Vergleichbar mit den Niederlanden) ein Volumen von ca. 50 Mio. € anzunhemen.
Helmut Gellermann
Redakteur
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Markus Horntrich
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