Bernecker Newspilot
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Hans A. Bernecker
Redakteur
Der Hedgefonds Elliott erwarb ein größeres Paket und fordert DEUTSCHE TELEKOM auf, auf die Fusion mit der US-Tochter zu verzichten und dafür eine höhere Dividende auszuschütten und/oder die Aktienrückkäufe zu erhöhen. Unsere positive Einschätzung vor drei Wochen ist damit unterlaufen. Was tun?
Beugt sich DT. TELEKOM dieser Forderung, ziehen wir uns zurück. Elliott ist dafür bekannt, nachhaltig zu operieren, aber nie im Sinne der Wertschöpfung in einer solchen Firma, sondern lediglich, um einen angemessenen Kursgewinn in überschaubarer Zeit zu erreichen. Dann sind Kursziele von 31/32 € denkbar, mehr nicht.
Die Alternative lautet: Forciert DT. TELEKOM den Aufbau von Rechenzentren in Deutschland, würden wir unsere Einschätzung korrigieren. Das gilt auch für den evtl. Aufbau einer Chipfabrik. TELEKOM kann dies allein oder mit Partnern, doch auf die Entscheidung und die Größenordnung kommt es an.
In der aktuellen Ausgabe der Actien-Börse analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
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Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 37 u. a.:
- Die Notenbanken stehen vor einer Grundsatzfrage
- INFINEON ist wieder einen Blick wert
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- Für DÜRR wird 2027 das Jahr der Wahrheit
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Oliver Kantimm
Redakteur
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Georg Sures
Redakteur
HSBC hat die Aktie von Eli Lilly auf „Verkaufen“ eingestuft. Zugleich haben die Analysten der britischen Großbank das Kursziel für den US-Pharmatitel aber von 850 und 940 $ angehoben. HSBC ist länger vorsichtig bei Eli Lilly, da die Erwartungen an den boomenden Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit nach Ansicht der Analysten zu hoch sind. Die Eli-Lilly-Aktie steuert unterdessen auf einen Test der Unterstützungen bei 1.109 und 1.079 $ zu.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
Die Übernahme der All For One Group ist praktisch entschieden: Vinci kontrolliert bereits vor Ablauf der Annahmefrist 83,56 % der Stimmrechte und hat die Mindestschwelle von 75 % plus einer Aktie sicher übersprungen. Nächster Schritt dürfte das Delisting aus dem Prime Standard sein; anschließend bliebe voraussichtlich nur der wenig liquide Hamburger Freiverkehr. Auf einen höheren Preis sollten Anleger nicht spekulieren: Vinci schließt ein Delisting-Angebot oberhalb von 67,50 € ausdrücklich aus. Erreichen die Franzosen je nach Verfahren 90 oder 95 %, rückt der Squeeze-out näher. Fazit: Das Börsenkapitel von All for One endet.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Passend zum generellen Preisauftrieb steht nachher der EZB-Zinsentscheid an. Erwartet wird, dass die Notenbank den Leitzins (ein zweites Mal in diesem Jahr) auf dann 2,5 % erhöhen wird. Zuletzt hatte die EZB Mitte Juni den Leitzins angehoben und da zum ersten Mal seit September 2023. Der warnende Finger im Hintergrund ist der Preis für Rohöl und Energie, der im Zuge des Iran-Kriegs gestiegen ist und die Inflation nach oben getrieben hat.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Oliver Kantimm
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Märkte stehen weiter auf dünnem Eis im September. Ein fester Nikkei heute Morgen (Nontenbank-Äußerungen hilft dem DAX wenig. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, steigenden Zinsen, tiefen Cashquoten der Fondsmanager (3,5 %), einem starken Yen (Stichwort Rückabwickelung von Carry-Trades / s. Chart) und hoch gehebelten Märkten trifft am 18. September auf den großen Verfall, wo Optionen über 9,6 Bio. $ fällig werden.
Heute steht der EZB-Entscheid an mit einer ZInserhöhung um 25 Basispunkte, was Konsens ist.
Zahlenseitig wird es nochmal spannend. Adobe und Oracle sind mit Quartalszahlen dran. Das wird den Software-Sektor sicherlich tangieren mit zahlreichen Cross-reads. Relative Stärke zeigt der Halbleitersektor.
Aktuell muss man nicht nicht den Helden spielen. Es bleibt bei erhöhter Cash-Quote.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/
Oliver Kantimm
Redakteur
Die Börsen standen am Mittwoch klar unter Druck. Der DAX verlor 1,66 % auf 25.576,45 Punkte. Der EuroStoxx 50 fiel um 1,58 % auf 6.311,56 Punkte. In New York gab der S&P 500 um 0,48 % auf 7.636,36 Punkte nach. Der Nasdaq 100 hielt sich mit einem Minus von 0,29 % auf 29.421,55 Punkte etwas besser.
Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.
Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.
In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey’s General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.
Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.
Zahlen melden heute unter anderem Oracle, Adobe, Macy’s, RH, Copart, Descartes Systems, Designer Brands und 1-800-Flowers.com.
Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
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