Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Die Börsen bleiben angespannt. Der DAX verlor am Montag 0,11 % auf 26.106,60 Punkte. Der EuroStoxx 50 gab 0,22 % auf 6.447,98 Punkte nach. Der S&P 500 sank um 0,28 % auf 7.652,86 Punkte. Der Nasdaq 100 verlor mit 0,97 % auf 29.023,18 Punkte deutlich stärker.
Belastet wurde die Stimmung vor allem von erneuten Verkäufen bei Technologie- und KI-Werten. Nvidia verlor vor den am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen 2,9 %. Infineon gab im Sog der schwachen Halbleiterwerte 3,2 % nach. Siemens Energy verlor rund 3 %, da auch andere Profiteure des KI-Investitionsbooms unter Gewinnmitnahmen litten. Tesla büßte 3,8 % ein und wurde zusätzlich von einem umfangreichen Rückruf in China belastet.
Für Unsicherheit sorgte zudem die neue US-Sanktionsoffensive gegen den Iran. Finanzminister Scott Bessent startete am Montag die „Operation Economic Outcast“, mit der Washington die internationalen Finanzverbindungen Teherans weitgehend abschneiden will. Mehr als 60 Personen, Unternehmen und Schiffe wurden ins Visier genommen; zusätzlich richtet sich der Druck unter anderem gegen Schifffahrt, Luftfahrt, Technologie, Gold und digitale Vermögenswerte. Staaten und Unternehmen, die ihre Geschäfte mit dem Iran fortsetzen, müssen mit US-Sanktionen bis hin zum Ausschluss vom Dollar-System rechnen. Ziel ist auch, den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu bewegen.
Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt der US-Anleihemarkt. Die langfristigen Renditen sind vor dem Hintergrund der Verschuldungskrise zuletzt kräftig gestiegen; die 30-jährige Rendite hatte vergangene Woche mit 5,337 % den höchsten Stand seit 2007 erreicht und lag am Montag weiterhin bei rund 5,2 %. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung erstmals die Marke von 40 Billionen $ überschritten.
Auch der US-Dollar zeigt eine schwächere Grundtendenz. Er blieb am Montag trotz einer kleinen Gegenbewegung nahe mehrmonatiger Tiefs, wobei Sorgen über die US-Staatsfinanzen und die ungewöhnlichen Anleiherückkäufe des Finanzministeriums belasten.
Für die weitere Richtung werden nun vor allem die Nvidia-Zahlen am Mittwoch, die ebenfalls am Mittwoch anstehenden US-PCE-Inflationsdaten und der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole entscheidend.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Helmut Gellermann
Redakteur
Der reine Club-Einzelhändler (267 Standorte in 22 Bundesstaaten, davon 206 mit Tankstelle) meldete am Freitag 3,1 % Wachstum beim bereinigten Umsatz ohne Treibstoffe. Nominell und mit Tankstellenerlös waren es 6,09 Mrd. $ (+ 15,9 %).
Bei den zahlungspflichtigen Mitgliedern erreichte man 8,5 Millionen. Die Club-Gebühren wuchsen um 9,9 % auf 135,6 Mio. $ an. Die Kundenfrequenz wurde zum 18. Mal in Quartalsfolge verbessert. Mit drei neuen Clubs und einer „Gas Station“ blieb es bei einem vernünftigen Expansionstempo (es geht westwärts, man wächst vor allem in Texas).
Der Gewinn lag deutliche 16 % über Konsens. Auch die neue Prognosespanne beim EPS im Gesamtjahr hat überzeugt: Nach 4,40 bis 4,60 $ lautet sie jetzt 4,60 bis 4,80 $, die Analysten hatten 4,53 $ angesetzt. Der vergleichbare Umsatz soll sich weiterhin um 2 bis 3 % verbessern.
Am Donnerstag war BJS zunächst von WALMART nach unten gezogen worden, dann bildete sich die erste grüne Tageskerze. Vom Mittwochs-Schlusskurs zog BJS 8,8 % nach oben. Auch WALMART steht heute wieder leicht im Plus.
Der Chartvergleich zeigt die drei bekannten Konkurrenten im Bereich des stationären Club-Einkaufs, der in den USA erstmals vor 50 Jahren (vom Pionier Price Club) realisiert wurde. Vor BJS WHOLESALE ist der führende Player COSTCO WHOLESALE, auch Sam’s Club als Teilbereich von WALMART liegt größenmäßig vor BJS WHOLESALE.
Helmut Gellermann
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die US-Berichtssaison bekommt in dieser Woche noch einmal einen kräftigen Technologieschwerpunkt. Am Dienstag legt INTUIT nach Börsenschluss die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal vor, der Call beginnt um 22:30 Uhr.
Der Höhepunkt folgt am Mittwochabend. NVIDIA veröffentlicht gegen 22:20 Uhr seine Q2-Zahlen, der Call startet um 23:00 Uhr. Parallel berichten SALESFORCE, CROWDSTRIKE und SYNOPSYS nach US-Börsenschluss.
Am Donnerstag folgen vorbörslich DOLLAR GENERAL und am Abend WORKDAY, MARVELL und AUTODESK. Die Calls beginnen bei Dollar General um 15:00 Uhr, Workday um 22:30 Uhr, Marvell um 22:45 Uhr und Autodesk um 23:00 Uhr deutscher Zeit.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Georg Sures
Redakteur
Nach der Berichtssaison sieht die Bank of America (BofA) in einer aktuellen Analyse Kupfer weiter als wichtigsten Treiber für Wachstum und Investitionen im Bergbausektor an. Außerdem sei der Kostendruck weniger gravierend ausgefallen, als befürchtet und die meisten Unternehmen hätten an ihren Produktionsprognosen festgehalten. Die US-Bank sieht weiterhin Unterstützung für Kupfer und rechnet für 2026 mit einem Kupferpreis (Spot) von 12.889 $ je Tonne und für 2027 mit 15.251 $ je Tonne. Grund dafür ist ein erwartetes strukturelles Angebotsdefizit.
Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Beim geplanten Börsengang an die Hongkonger Börse will die Onlineplattform SHEIN einen Milliardenbetrag akquirieren. SHEIN plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Mio. Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Mrd. Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,5 Mrd. Euro) einzusammeln. Den finalen Preis will das Unternehmen am 31. August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist für den 1. September geplant. Mit dem lange erwarteten Börsengang könnte die für besonders günstige Modeartikel bekannte Plattform nach eigenen Schätzungen eine Marktkapitalisierung von 210,2 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit 22,9 Mrd. Euro) erreichen. Das wäre deutlich weniger als in der Bewertung von fast 100 Mrd. $ (derzeit rund 85,6 Mrd. Euro) aus dem Jahr 2022, die sich Berichten von damals zufolge aus privaten Finanzierungsrunden ergeben hatte. In Hinsicht auf fragwürdige Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen drängt sich uns der erhobene Zeigefinger auf!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Kurz vor der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung bekommt unser Actien-Börse Depotwert DEUTZ Unterstützung für die FFG-Transaktion von beiden großen deutschen Aktionärsvereinigungen. SdK und DSW empfehlen den Aktionären, der für den FFG-Kauf notwendigen Sachkapitalerhöhung zuzustimmen. Die virtuelle Hauptversammlung beginnt heute, 24. August 2026, um 10:00 Uhr MESZ.
In der neuen Actien-Börse am kommenden Donnerstag ab 15 Uhr gibt es ein detailiertes Update. Hier gehts zur Actien-Börse: https://www.bernecker.info/actien-boerse
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Bernecker Team
Nachdem wir uns am Freitag im unteren Mittelfeld des S&P 500 nach zurückgebliebenen Qualitätswerten umgesehen haben, schließen wir unsere dreiteilige Suche heute dort ab, wo selbst viele professionelle Anleger kaum noch hinschauen: bei den Rangpositionen 400 bis 500. Gemessen an amerikanischen Verhältnissen beginnt hier gewissermaßen das Unterhaus des S&P 500. Die Börsenwerte reichen aktuell von rund 20 Mrd. $ bis unter 8 Mrd. $, für deutsche Verhältnisse noch immer Großunternehmen, im Zeitalter billionenschwerer US-Megacaps aber schon Nebenwerte.
Gerade hier kann sich unser Screening besonders lohnen. Operative Verbesserungen werden weniger intensiv verfolgt, neue Wachstumstreiber brauchen länger, bis sie sich in der Bewertung niederschlagen, und Enttäuschungen führen häufig zu überproportionalen Kursabschlägen. Unsere drei Kriterien bleiben unverändert: ein deutlicher Abstand zum Analystenkursziel, eine klare Bestätigung durch die jüngsten Geschäftszahlen und ein konkreter Katalysator, der die Bewertungslücke schließen könnte. Die Auswahl fällt erneut erstaunlich dünn aus. Zwei Unternehmen erfüllen die Vorgaben derzeit besonders überzeugend. Genau diese finden Sie in der Termin-Börse daily. Gerade für mutige und ambitionierte Anleger eignet sich dieser Brief mit täglichen Empfehlungen. Sie können uns auch erstmal im Einzelabruf testen (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Guten Morgen,
die neue Woche startet mit Druck auf chinesische und koreanische Technologiewerte. USA und Kanada eskalieren ihren Zollstreit. Gold bleibt in diesem Umfeld fest und hat die 200-Tage-Linie genommen (s. Chart), ist aber kurzfristig überkauft. Der DAX wird leicht schwächer erwartet, die US-Futures zeigen wenig Bewegung. In dieser Woche gibt es genau zwei Hauptereignisse - die Quartalszahlen von Nividia am Mittwoch und Jackson Hole ab Donnerstag.
Nvidia hat Kunden zuletzt über Preiserhöhungen informiert. Höhere Hardwarekosten verbessern zunächst die Erlösperspektive von Nvidia, erhöhen auf Kundenseite jedoch gleichzeitig die Hürde für eine attraktive Kapitalrendite. Das wird u.a. die Neoclouds heute unter Druck bringen. Zugleich:
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt Nvidia mit möglichen Expansionsplänen außerhalb des reinen Chipgeschäfts. Laut „The Information“ erwägt der Konzern eine Beteiligung am KI-Suchmaschinenanbieter Perplexity bei einer Bewertung von mehr als 30 Mrd. $.
Alibaba verliert etwa 8 % nach einer Kapitalerhöhung über 80 Mrd. HKD bzw. 10,2 Mrd. Dollar. Die 710 Mio. neuen Aktien wurden zu 112,70 HKD platziert, 8,4 % unter Freitagsschluss. In Korea liegt der Kospi im Verlauf rund 2 % tiefer. Samsung Electronics verliert mehr als 7 %, nachdem Details des angekündigten Aktionärsrückflusses von bis zu 110 Bio. Won enttäuschten. SK Hynix hält sich deutlich besser. Der Nikkei bewegt sich etwa um die Nulllinie.
SoftBank gibt nach Plänen für eine Rekordanleihe über 1 Bio. Yen knapp 5 % nach.
Goldman Sachs startet die Abdeckung des chinesischen Speicherchip-Herstellers CXMT mit „Buy“ und einem Kursziel von 129 Yuan.
Am Anleihemarkt sorgt US-Finanzminister Scott Bessent für Bewegung. Nach der überraschenden Ausweitung der Treasury-Rückkäufe in der vergangenen Woche richtet sich der Blick nun auf seine angekündigten Pläne zur Haushaltskonsolidierung. Es gibt nur zwei Wege die Problematik am langen Ende in den Griff zu bekommen - massive Haushaltskonsolidierung oder massives QE. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt am Morgen um zwei Basispunkte auf 4,71 %.
Vor dem Herbst haben höhre Cashquoten für uns weiter Priorität.
Wie wir dieses Umfeld nach unserem Coup bei Moderna mit 580 % Plus auf der Hebelseite spielen, lesen Sie jeden Tag in der Termin-Börse daily. Unsere Rabattaktion läuft nur noch wenige Tage. Hier gehts zur TB-daily: https://www.bernecker.info/tb-daily
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe


