Bernecker Newspilot
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Bernecker Team
Gestern haben wir den DAX und den EuroStoxx 50 nach drei ungewöhnlich strengen Kriterien durchleuchtet: niedrige Bewertung, positive Analystenrevisionen und echte Insiderkäufe. Heute setzen wir die Strategie auf der anderen Seite des Atlantiks fort und nehmen die 30 Schwergewichte des Dow Jones unter die Lupe. Das Ergebnis fällt allerdings weniger glatt aus als in Deutschland und gerade das ist aufschlussreich. Wer harte Filter definiert, muss auch akzeptieren, wenn der Markt nicht genügend passende Kandidaten liefert.
Unter den interessantesten Dow-Werten scheitert derzeit fast jeder an mindestens einer Hürde. Zwei Aktien besitzen aus unserer Sicht derzeit dennoch ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis. Diese finden Sie bei uns in der Termin-Börse daily von heute, das geht im Abo oder im Einzelabruf (KLICK HIER).
Helmut Gellermann
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die gewinngetriebene Rally setzt sich in kleinen Schritten fort. Allerdings lassen die Impulse mit Auslaufen der Berichtssaison nun nach. Asien legt zu, der KOSPI gewinnt rund 4 %. SAMSUNG und SK HYNIX steigen etwa 6 %, gestützt von Erwartungen höherer Ausschüttungen und einem Bericht über mögliche TEMASEK-Investments. Die Korrekturböden scheinen zu halten (s. Chart unten). Nach dem Juli-Ausverkauf sind die Bewertungen mit 4,2 bzw. 3,6 Gewinnmultiples extrem niedrig. Auch die KI-Infrastruktur liefert operativ weiter ab:
COREWEAVE springt nachbörslich 16 % (NEBIUS liefert heute den nächsten Prüfstein für die Neoclouds). Mehr als 25 Mrd. Dollar neue Commitments innerhalb weniger Wochen zeigen, dass die Nachfrage nach KI-Rechenkapazität aktuell sehr hoch bleibt. SUPERMICRO gewinnt 7,6 % nach einer Umsatzprognose weit über den Erwartungen.
Die Nasdaq-Futures steigen 0,3 %, der STOXX 600 steht nach sieben Gewinntagen nahe Rekordniveau. Der DAX startet wenig verändert um 26.400 Punkte in den Tag.
Öl bleibt der Risikofaktor für kurzfristige Volatilität, aber nicht für den inneren Trend. Brent steigt den sechsten Tag auf 89,60 Dollar, die Verhandlungen zwischen USA und Iran bleiben wie zu erwarten festgefahren.
Heute folgt der US-CPI: erwartet werden +0,1 % im Juli nach -0,4 % im Juni. Drei Fed-Mitglieder hatten zuletzt für eine Zinserhöhung gestimmt. Die zehnjährige US-Rendite liegt bei 4,69 %, Gold bei rund 4.390 Dollar. Der Yen notiert bei 159,40 je Dollar und nähert sich erneut der Interventionsmarke 160.
Bei den Einzeltiteln liefern EON und HANNOVER RÜCK solide Zahlen, JENOPTIK einen massiven Beat beim Auftragseingang. ABN AMRO erzielt 780 Mio. Euro Gewinn gegenüber 660,1 Mio. Euro Konsens und erhöht die Prognose für den kommerziellen Zinsüberschuss von rund 6,4 auf 6,8 Mrd. Euro.
Italiens Banken geraten steuerpolitisch erneut unter Druck. Lega-Chef Salvini fordert für den Haushalt 2027 eine dreijährige Sonderabgabe von 5 % auf die Gewinne der zehn größten Institute. Bei 30 Mrd. Euro Branchengewinn entspräche das rund 1,5 Mrd. Euro jährlich. Beschlossen ist die Abgabe bislang nicht. Ob wir daraus in unseren italienischen Bankenpositionen Konsequenzen ziehen wird geprüft.
CISCO ist der wichtigste Termin heute Abend. Konsens: 1,17 Dollar EPS und 16,84 Mrd. Dollar Umsatz. Ebenfalls interessant für den KI-Komplex: COHERENT mit erwarteten 1,62 Dollar EPS / 1,98 Mrd. Dollar Umsatz sowie CEREBRAS mit 190,6 Mio. Dollar Umsatz erwartet.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Helmut Gellermann
Redakteur
Der zurzeit zweitwichtigste US-Weltraumakteur glänzte nachbörslich mit neuen Aufträgen für 1 Mrd. $ sowie 234 Mio. $ Umsatz im Q2 (62 % mehr als vor einem Jahr). Die Aktie ging trotzdem im inoffiziellen Handel leicht südwärts. Denn der bereinigte Verlust war zu groß (- 0,08 statt - 0,06 $ je Aktie). Es zeigt sich außerdem leichtes Unbehagen für die vereinbarte Übernahme von IRIDIUM. Wenn sich parallel ein Kernvorhaben verzögerte (Entwicklung der Neutron-Rakete), entsteht die Frage, ob die Ablenkung vom soliden Kerngeschäft zu groß wird.
ROCKET LAB sieht sich optimistisch bereits als Betreiber eigener Satellitenkonstellationen und deutet an, auch Cloud-Kapazitäten in der Erdumlaufbahn zu schaffen. Vor allem wegen der Größe von IRIDIUM (Enterprise-Value 8 Mrd. $) im Vergleich zu 47 Mrd. $ Börsenwert von ROCKET LAB darf man die genehmigungspflichtige Transaktion kritisch sehen.
Der inoffizielle Kursrutsch nach dem Quartalstermin (insgesamt gestern fast - 11 %) wird heute im offiziellen Kauf korrigiert, trotzdem gilt - 1,9 %. Mit einem Kauf haben wir es zurzeit nicht eilig.
Helmut Gellermann
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Volker Schulz
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der chinesische Roboterhersteller UNITREE sorgt vor seinem Börsendebüt in Shanghai für Schlagzeilen Der für Privatanleger vorgesehene Teil des IPO war mehr als 5.500-fach überzeichnet. Selbst eine nachträgliche Aufstockung der Retail-Tranche konnte den Andrang kaum auffangen. Zum Vergleich: Beim milliardenschweren Börsengang des chinesischen Speicherchipherstellers CXMT lag die Überzeichnung zuletzt bei gut dem 200-Fachen.
UNITREE platziert 40,4 Mio. Aktien zu je 150,80 RMB und nimmt damit rund 900 Mio. $ ein. Daraus ergibt sich eine Bewertung von etwa 9 Mrd. $. Die Euphorie hat ihren Preis: Auf Basis der Ergebnisse des vergangenen Jahres kommt UNITREE auf ein KGV von 219 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast 36.
Operativ zählt UNITREE zu den bekanntesten chinesischen Anbietern humanoider Roboter. 2025 wurden 5.500 humanoide Systeme ausgeliefert. Rund 2 Mrd. RMB der IPO-Erlöse sollen in die Entwicklung eigener KI-Modelle für die Roboter fließen.
Ein Risiko bleibt das Auslandsgeschäft. Mehr als 40 % der Erlöse stammen aus internationalen Märkten. Die USA stehen je nach Jahr für 13,3 bis 18,4 %. Neue amerikanische Importbeschränkungen für humanoide Roboter könnten vor allem künftige Modelle treffen.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/


