Bernecker Newspilot
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Hans A. Bernecker
Redakteur
Die ersten US-Banken haben ihre Quartalszahlen vorgelegt. Endet nun die seit rund einem Monat bestehende relative Schwäche des US-Bankensektors gegenüber dem Gesamtmarkt?
Die Gewinne der amerikanischen Banken beeindrucken erneut. Hauptträger waren jedoch nicht allein das klassische Bankgeschäft, sondern auch die ungewöhnlichen Erfolge im Aktienhandel und bei neuen Emissionen. Die Reaktionen des Marktes fielen dennoch deutlich vorsichtiger aus und preisen ein geringeres Wachstum ein, das im laufenden Quartal erwartet wird. Die durchschnittliche Bewertung der Gewinne (annualisiert) liegt deshalb in der üblichen Bandbreite eines robusten Trends, aber geringerer Dynamik. Deshalb sind neue Bankinvestments noch nicht zwingend. Siehe auch Seite 8 der aktuellen Actien-Börse.
Vom Hoch im Juni hat der südkoreanische Kospi-Index ein Drittel verloren. Ist der Hype um koreanische Chipaktien damit vorbei oder war es nur eine gesunde Korrektur?
Die Erfolge der Südkoreaner im Sektor Chip und KI waren beeindruckend und daraus entstand der Supertrend für den Kospi-Index, der nun in die übliche Korrektur hineingelaufen ist. Ob diese Korrektur schon vollständig absolviert ist, stelle ich in Zweifel. Immerhin ist es eine gesunde Korrektur in einem grundsätzlichen positiven Chiptrend auf lange Sicht. Für die Gesamtkorrektur dieses Marktes nehme ich mir deshalb Zeit.
Anthropic will im November an die Börse. Erwarten Sie, dass es ähnlich laufen wird wie beim SpaceX-IPO, also Hype zu Beginn und dann ein starker Rücksetzer?
Anthropic hat seinen Börsengang aus gutem Grund in den November verschoben. Einen Super-Börsengang à la SpaceX stellt man inzwischen infrage. Doch auf das richtige Timing kommt es an und auf die Größenordnung. SpaceX erreichte nach dem Blitzstart einen Marktwert von über 2 Bio. $, der anschließend zwischenzeitlich rd. halbiert wurde, und daraus entwickelt sich inzwischen ein brauchbarer Langfristtrend mit angemessenen Kursbewegungen. Auf diese Weise preist der Markt die Umsatz- und Gewinnziele von SpaceX schrittweise ein. In diesem Szenario muss nun Anthropic den richtigen Preis für den Börsenstart finden, wofür es zwei Bedingungen gibt: Es muss genügend Kapital geben, um einen vergleichbaren Blitzstart zu erreichen. Anschließend folgt die übliche Korrektur, wie bei vielen Emissionen dieser Art, und erst danach entsteht der längerfristige Trend. Also: Auf den Blitzstart wird es ankommen und seine Resonanz. Hierbei kann man mitspielen oder es lassen. Die anschließende Korrektur ergibt dann den brauchbaren Boden für echte Investments ohne Glücksspiel. Darin liegt dann die seriöse Einschätzung von Anthropic als Ganzes. Also: Ich warte auf die Konditionen für den Börsengang, dann sehen wir weiter.
Helmut Gellermann
Redakteur
Die Aktie des Werbekonzerns setzt den Erholungskurs fort: WPP führte heute den britischen Leitindex FTSE 100 eine Zeitlang an und beendete den Handel auf Platz 2 mit einem Kursplus von 3,1 %. Es wird auf gute Zahlen beim Termin am 29. Oktober spekuliert. Die inhaltliche Erholung klopft der Frankfurter Börsenbrief in der nächsten Woche (FB 43) ab.
Die FB-Ausgabe dieser Woche (FB 42) ist hier zurzeit mit Rabatt erhältlich.
Der Chartvergleich enthält neben WPP die Mitbewerber PUBLICIS und OMNICOM. Sowie als weiteren Anhaltspunkt die Aktie der deutschen STRÖER (mit anderem Ansatz auch in Sachen Werbung aktiv). Ein wirklicher Kursgewinner ist, streng nach Chartverlauf, nur PUBLICIS. Dagegen hat sich die WPP-Aktie seit Ende 2022 zwischenzeitlich mehr als halbiert. Unterer Wendepunkt in diesem Sommer ist für drei der vier abgebildeten Titel etwa der 23. Juni. Wenn WPP dem Ruf gerecht wird, in Erholungsphasen richtig aufzudrehen, steckt noch erhebliches Potenzial in der Aktie.
Helmut Gellerman
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Georg Sures
Redakteur
Los ging es diese Woche mit einem News-Beitrag: zunächst haben wir uns mit Porsche beschäftigt, der Sportwagenhersteller kämpft weiterhin mit rückgängigen Zahlen, vor allem im chinesischen Markt. Anders läuft es bei Lumentum: die Produktion des US-Technologieunternehmen ist bis 2029 ausgelastet.
Am Dienstag gab es eine Analyse zu einem europäischen Autohersteller, der mit einer neuen Konzernstrategie wieder auf die Überholspur wechseln will. Wenn Sie mehr wissen wollen, dann lesen Sie diesen Artikel.
Am Mittwoch gab es einen Marktkommentar von den Experten der DWS Group: Dabei ging es um Frankreichs Verschuldung und Investitionsstrukur. Wie die EZB Frankreichs Herausforderungen in Angriff nimmt und ob eine Euro-Krise 2.0 droht erfahren Sie hier.
Am Donnerstag haben wir unsere Einstufung bei dem Global X Copper Miners UCITS ETF angepasst und damit auf die aktuelle Marktsituation reagiert.
Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!
Bernecker Team
EOG Ressources ist unterschätzter Gewinner der steigenden Energiepreise. Steigende Energiepreise sind für die meisten Unternehmen ein Kostenproblem. Für EOG sind sie ein Gewinntreiber. Der amerikanische Öl- und Gasproduzent gehört zu den kosteneffizienten Unternehmen seiner Branche. Dank niedriger Förderkosten und einer vergleichsweise soliden Bilanz kann EOG auch bei moderateren Ölpreisen profitabel arbeiten. Bei hohen Preisen sprudeln die Gewinne entsprechend kräftig. Im zweiten Quartal erwirtschaftete EOG einen freien Cashflow von 2,8 Mrd. $. Davon wurden allein 1,3 Mrd. $ für Aktienrückkäufe verwendet. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einem Anstieg seiner Ölförderung um rund 5 %. Besonders interessant erscheint uns die Bewertung: Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt auf Basis der erwarteten Gewinne der kommenden zwölf Monate bei lediglich rund 9 bis 10. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von etwa 2,7 %. EOG RESOURCES ist unser Favorit für eine Fortsetzung des Energiebooms. Allerdings hat die Aktie bereits erheblich zugelegt. Deshalb würden wir den Einstieg gestaffelt vornehmen. Ein deutlicher Rückgang der Ölpreise bleibt das größte Risiko.
das war ein Auszug aus der Termin-Börse: Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. In unserer dieswöchigen Ausgabe finden Sie fünf weitere Analysen wie diese. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker daily.
Oliver Kantimm
Redakteur
Bernecker Team
Gestern haben wir einen möglichen Paradigmenwechsel an den Aktienmärkten diskutiert. Heute verfolgen wir diesen Gedanken weiter. Denn die zunehmende Schwäche vieler KI-Aktien dürfte mehr sein als eine gewöhnliche Kurskorrektur.
Das frei werdende Kapital muss aber nicht zwangsläufig den Aktienmarkt verlassen. Es könnte vielmehr in Unternehmen fließen, die bislang im Schatten des KI-Booms standen. Gesucht sind solide Geschäftsmodelle, attraktive Bewertungen und möglichst berechenbare Gewinne. Besonders interessant erscheinen uns Unternehmen, die auch bei hartnäckiger Inflation und hohen Zinsen ihre Ertragskraft behaupten können. Nach unseren gestrigen Empfehlungen folgen heute drei weitere, die wir für besonders interessant halten. Diese finden Sie in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Bernecker Team
Die Wall Street fing den Ausverkauf gestern auf. Der S&P 500 gewann 0,33 % auf 7.744 Punkte, der Dow 1,08 %, der Nasdaq lediglich 0,08 %. Belastend bleiben die amerikanischen Erzeugerpreise. Sie stiegen im September um 1,3 % zum Vormonat und um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Inflationsrisiken bleiben hoch.
Asien versucht eine Gegenbewegung, wobei im Kospi Samsung und SK Hynix nur moderate Erholungen zeigen. Auch der japanische Nikkei legt zu. Der Rückgang der amerikanischen Anleiherenditen sorgt für Entlastung. Kurzfristig sind die Märkte techgnisch überverkauft. Der DAX / Old Economy zeigt relative Stärke.
Nvidia-Chef Jensen Huang verteidigt CoreWeave. Der hochverschuldete Rechenzentrumsbetreiber benötige keine finanzielle Rettung durch Nvidia. Seine Finanzierungskosten würden sogar sinken. Bank of America bestätigte gestern die Kaufempfehlung mit Kursziel 140 Dollar. Mizuho senkte dagegen das Kursziel von 115 auf 88 Dollar und bleibt bei Neutral. Die Unsicherheit über die Finanzierung des KI-Ausbaus ist damit nicht beseitigt.
TSMC liefert starke Zahlen. Der Quartalsgewinn stieg um 69 %, der Umsatz um 51 %. Die Nachfrage nach Hochleistungschips bleibt robust. Für 2027 plant das Management angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten allerdings vorsichtig.
AIXTRON überraschte gestern nach Xetra-Schluss. Der Auftragseingang erreichte 275 Mio. Euro gegenüber 214,6 Mio. Euro Konsens (beeindruckend). Das operative Ergebnis lag bei 57 Mio. Euro, die EBIT-Marge bei 31 % (ebenso beeindruckend). Die Jahresprognose bleibt unverändert. I
Nordex erhöhte am Abend die Gewinnprognose deutlich. Die erwartete EBITDA-Marge steigt von 8 bis 11 % auf 11,5 bis 12,5 %. Im dritten Quartal erreichte das EBITDA 278 Mio. Euro. Höhere Servicemargen und ein gut laufendes Projektgeschäft treiben die Profitabilität.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe


