Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Bernecker Daily, Der Aktionärsbrief, Bernecker Trend-Investor, Frankfurter Börsenbrief oder Die Termin-Börse.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die europäischen Börsen und besonders der DAX (25.183) sind fest in den Montag gestartet (USA und GB bleiben heute geschlossen). Auch Japan (+2,8 %) haussiert (Empfehlungwert Kioxia im Aktionärsbrief aus letzer Woche heute + 14 %). Hintergrund sind Ölpreise im Brent unter 100 $. Es geht zunächst nicht um einen endgültigen Friedensvertrag, sondern eher um ein Memorandum / Zwischenabkommen.
-60 Tage Verlängerung der Waffenruhe. In dieser Zeit soll die Straße von Hormus schrittweise wieder geöffnet werden.
-Schrittweise Entminung der Straße von Hormus. Die blockierte Schifffahrt soll nach und nach normalisiert werden.
-US-Blockade wird nur proportional gelockert. Also: Iran liefert, USA lockern. Nach dem Motto „trust but verify“.
-Iran soll über sein hochangereichertes Uran verhandeln. Im Raum steht, dass Teheran Bestände verdünnt, abgibt oder außer Landes bringt (wird vom Iran allerdings weiter dementiert)
-Sanktionserleichterungen für Iran. Die USA könnten im Gegenzug Öl- und Petrochemie-Sanktionen zeitweise aussetzen und eingefrorene Vermögen teilweise freigeben.
-Israel behält sich Eingriffe bei akuter Bedrohung vor. Laut FT soll Israel weiter gegen „unmittelbare Bedrohungen“ handeln dürfen.
Für mich wirkt die Vorfreude in Europa und Asien etwas überzogen. Die Handelsvolumina sind zudem überschaubar.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter (https://www.bernecker.info/)
Hans A. Bernecker
Redakteur
Ist Rüstung wieder ein Kauf?
Die Rüstungsrally lief um die Jahreswende herum in eine Übertreibung. Wir hatten geraten, Kassen zu machen, was richtig war. Dem folgten entsprechende Korrekturen von beinahe 50 %. Damit ist die spekulative Luft zunächst einmal raus. Die Aufträge und Umsätze aller betroffenen Unternehmen werden in den nächsten drei bis fünf Jahren (so Branchenmeinung) Erweiterungen bis zu 100 % gegenüber aktuellem Stand anpeilen. Erst dann ist die Einschätzung dieser Unternehmen nachvollziehbar.
Die großen amerikanischen Rüstungsaktien sind dafür ein gutes Vorbild. Sie legen seit Jahren permanent zu, aber nicht aufgeregt und stets von technischen Korrekturen begleitet. Das ergibt den nachhaltigen Trend für Rüstungsaktien auf längere Sicht. Aktuell: Nach den genannten Korrekturen ist der Neuaufbau schrittweise vertretbar (siehe auch die aktuelle Actien-Börse, Seite 3).
Welche Anleihen lohnen bei diesen Zinsanstiegen?
Die alte Regel gilt immer noch und bleibt: Wenn die Schulden steigen, nimmt die Bonität der Schuldner ab und im Markt gibt es schrittweise Aufschläge in den Renditen. Dagegen kann weder eine Notenbank noch eine Regierung operieren, es sei denn, dass der Schuldner seine Verschuldung deutlich reduziert. Auf den Gleichschritt bzw. das Tempo der Verschuldung kommt es also an. Bis zur Stunde gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Staaten ihre Verschuldung reduzieren oder deutlich begrenzen. Also gilt die Konsequenz: Schrittweise Neuverschuldung bedeutet schrittweise steigende Renditen. Wie immer stärker am langen Ende und weniger erkennbar am kurzen. Diese Regel gilt für alle Investoren. Für Privatanleger darf über eine mittlere Laufzeit von 10 Jahren für Anleihen diskutiert werden, aber nur als Verlegenheitslösung. Die Amerikaner sind darin am konsequentesten: Privatanleger kaufen in den USA keine Anleihen, sondern Aktien. Darin liegt deren Alterssicherung.
Sollten Anleger bei Chip-Werten Gewinne mitnehmen?
Die Kursbewegungen der letzten Wochen in Chipaktien gehen zu weit. Angestoßen von der Knappheit sind insbesondere die Chipspezialisten in Taiwan und Südkorea die absoluten Gewinner. In Deutschland gehört Infineon dazu. Also konsequent: Solche Rallys führen stets zu markanten Korrekturen, ähnlich der oben zitierten Rüstung und erst nach einer solchen Korrektur geht es dann um die nächste Phase mit langfristigem Hintergrund. Also Kasse machen.
Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
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Helmut Gellermann
Redakteur
Der Beratungskonzern aus McLean, Virginia, bleibt stark im Geschäft mit Regierung und Militär. Die heute gezeigten Zahlen zum Fiskaljahr 2026 (bis Ende März) belegen relative Stabilität: Trotz 6,4 % Umsatzrückgang blieb die EBITDA-Marge mit 11,0 % auf Vorjahreshöhe. Die Nettomarge ging leicht von 7,8 auf 7,6 % zurück.
An der Börse sorgte das anfänglich für Schulterzucken. Stärken im Auftragsbestand (3,4-facher Jahresumsatz) und in der Relation Book-to-Bill (1,1-fach) wurden dann aber entdeckt; zwischenzeitlich galt plus 2 %.
Die Aktie (Kürzel: „BAH“) steht zurzeit rund 59 % unter dem Allzeithoch 190,59 $ vom November 2024. Ein Zusammenhang zur Trump-Administration ist nicht zu leugnen (Effizienz-Druck auf Beraterverträge, Ministerien und Behörden). Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen Monaten aber stabilisiert, nicht zuletzt aufgrund einer Dividendenrendite um 3 %. Mancher fundamental orientierte Anleger wird u. a. durch einen hohen Verschuldungsgrad und hohes bilanzielles Goodwill davon abgehalten, sich den Titel ins Depot zu legen.
Beachten Sie auch den Chartvergleich. Die Aktie könnte demnächst neu "gespielt" werden, etwa wenn gewisse Parallelen zu PALANTIR (nicht im gezeigten Chart enthalten) in den Raum gestellt werden. Diese gelten allerdings nur für einen kleinen Teil des Geschäftsmodells.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf.
Georg Sures
Redakteur
In der Vorwoche hatte Stellantis mit dem staatlichen Autohersteller Dongfeng bereits ein Joint Venture für den chinesischen Markt abgeschlossen. Jetzt wollen die beiden Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen für den europäischen Markt gründen, an dem Stellantis wird 51 % halten wird. Das Joint Venture soll Autos der chinesischen Premium-Elektromarke Voyah in einigen europäischen Märkten verkaufen. Zudem prüfen die Partner eine lokale Fertigung von Dongfeng-Modellen im Stellantis-Werk im französischen Rennes. Stellantis lastet damit seine Produktionskapazitäten besser aus und senkt so die Kosten. Zugleich wird damit der Druck auf hier noch zögerliche Konkurrenten wie VW erhöht, ähnliche Schritte einzuleiten.
Markus Horntrich
Redakteur
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