Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Evonik mit Wasserstoff-Innovation. Für die Wasserstoffproduktion mit Hilfe von Strom hat der Chemiekonzern Evonik eine neue Membran entwickelt, die die Produktionskosten deutlich senken soll. In einer Pilotanlage im Ruhrgebiet startete jüngst die kommerzielle Fertigung dieser Spezialmembran, wie Evonik gestern meldete. Zum Einsatz kommt die neue Membran bei der sogenannten AEM-Elektrolyse, bei der aus Wasser Wasserstoff gewonnen wird. Dank der Membran können bei der Produktion edelmetallfreie Materialien eingesetzt werden. Außerdem fällt  ein zusätzlicher Kompressionsschritt weg. In der Summe könnten so die Investitionskosten um mindestens 25 % sinken, wie Evonik weiter ausführte. 

Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Offenbar plant ein Großaktionär die Übernahme des Modekonzerns. Genauer: Es ist FRASERS GROUP. FRASERS will im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je BOSS-Aktie bieten. Das Angebot gilt für alle Aktien, die Frasers nicht bereits besitzt. Zuletzt kam man nach eigenen Angaben auf einen direkten Anteil von gut 26 %. HUGO BOSS teilte mit, dass das Übernahmeangebot nicht mit der Gesellschaft abgestimmt sei. Nach Veröffentlichung der Angebotsunterlagen wollen Vorstand und Aufsichtsrat das Angebot prüfen und eine begründete Stellungnahme abgeben. An der Börse kam das Ganze indes gut an - die HUGO BOSS-Aktie sprang zwischenzeitlich gut 8 % nach oben.

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Bernecker Team
Bernecker Team

Bei Kontron kommt es wie avisiert zu einem Pflichtangebot durch den Großaktionär Ennoconn. Hintergrund ist das laufende Aktienrückkaufprogramm von Kontron, durch das Ennoconn die Schwelle von 30 % der Stimmrechte passiv überschritten hat. Nach den gesetzlichen Vorgaben muss der taiwanische Technologiekonzern nun ein Übernahmeangebot über 23,50 Euro je Aktie in bar vorlegen. Das Angebot liegt lediglich 2,4 % über dem Schlusskurs vom 9. Juni und nur knapp über dem gesetzlichen Mindestpreis von 23,48 Euro.

Aus Sicht vieler Analysten spiegelt die Offerte den inneren Wert des Unternehmens jedoch nicht wider. Warburg Research sieht weiterhin ein Kursziel von 28,50 Euro und damit ein Aufwärtspotenzial von rund 21 %. Cantor liegt bei 34 Euro. Als Treiber gelten die bevorstehende Hochlaufphase großer Aufträge in den Bereichen Bahntechnik, Verteidigung und 5G-Kommunikation, die ab 2027 für eine deutliche Beschleunigung des Wachstums sorgen sollen.

Zusätzliche Unterstützung erhält diese Einschätzung durch Vorstandschef Hannes Niederhauser, der angekündigt hat, seinen Anteil von rund 2,2 % nicht anzudienen. Sprich: Das Management sieht den fairen Wert deutlich oberhalb des Angebotspreises.

Das Pflichtangebot sichert den Aktienkurs kurzfristig ab, eine hohe Annahmequote halten wir für wenig wahrscheinlich.

Bernecker Team
Bernecker Team

Nachdem wir gestern ganz bewusst die Füße stillgehalten und keine Neueinstiege empfohlen haben, passen wir unsere Strategie heute noch einmal präzise an das volatile Marktumfeld an. Ein vorzeitiger Einstieg in den stark angeschlagenen Tech-Sektor erscheint uns zum aktuellen Zeitpunkt schlichtweg zu spekulativ. Das verbleibende Abwärtsrisiko bei den hochbewerteten KI-Lieblingen ist schlicht zu unberechenbar, um dort jetzt schon ins fallende Messer zu greifen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir keine Chancen sehen.

Im Gegenteil: Wenn der Nasdaq 100 und die Tech-Giganten unter Druck geraten, schaltet das smarte Geld der Institutionellen oft blitzschnell um. Unser Fokus liegt heute auf echten Sondersituationen außerhalb der Tech-Welt. Wir haben die großen Indizes wie den Dow Jones akribisch nach Substanzwerten durchforstet, die seit dem heftigen, von BROADCOM ausgelösten Ausverkauf vom vergangenen Freitag eine beeindruckende relative Stärke zum Gesamtmarkt zeigen. Während Tech blutete, fungierten diese krisenresistenten Qualitätsunternehmen als sichere Häfen. Drei dieser defensiven Felsen in der Brandung stellen wir Ihnen heute in der Termin-Börse daily (KLICK HIER) vor.

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur

Der DAX konnte gestern seine zuvor erlittenen Verluste am Nachmittag zumindest etwas eindämmen. Zum Handelsschluss blieb ein Minus von 0,86 %. Belastend wirkten neue Sorgen über eine Eskalation des Iran-Kriegs nach scharfen Aussagen von US-Präsident Trump und gegenseitigen militärischen Angriffen des Iran und der USA. Der Ölpreis zog daraufhin wieder an und der DAX fiel zeitweise unter die 200-Tage-Linie auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen.

Die Wall Street und vor allem die Tech-Werte setzten gestern ihre Abwärtsbewegung fort: Der S&P 500 schloss 1,6 % schwächer, während der Nasdaq 100 2 % nachgab.

Qualcomm geriet weiter unter Druck. Die Aktie fiel um 7,0 % auf 191,20 $ und gehörte damit zu den klaren Verlierern im Halbleitersektor. Belastend wirken Gewinnmitnahmen bei KI- und Chipwerten sowie die Sorge vor zusätzlicher Konkurrenz im Markt für KI-PCs.

Broadcom setzte seine Korrektur fort. Die Aktie verlor 5,2 % auf 372,10 $ und bestätigte damit die Schwäche bei hoch bewerteten Halbleiterwerten. Der Sektor stand bereits nach Broadcoms vorsichtigerem Ausblick vergangene Woche stärker unter Druck.

Arm Holdings fiel trotz der zuvor starken Kursentwicklung deutlich zurück. Die Aktie gab 5,4 % auf 307,43 $ nach. Der Rückgang passt zur breiten Rotation aus sehr stark gelaufenen Chip- und KI-Titeln.

Marvell Technology zählte ebenfalls zu den Verlierern. Die Aktie sank um 5,3 % auf 252,59 $. Nach der starken KI-Rallye nehmen Anleger bei Marvell Gewinne mit und reduzieren Risiko im Halbleitersegment.

Nvidia hielt sich im Branchenvergleich etwas besser. Die Aktie verlor 3,8 % auf 200,42 $ und schnitt damit weniger schwach ab als Qualcomm, Broadcom, Arm und Marvell. Die relative Stärke zeigt, dass Nvidia weiter als Kerninvestment im KI-Chipsektor gesehen wird.

Super Micro erlitt den stärksten Einbruch. Die Aktie brach um 28,0 % auf 29,27 $ ein, nachdem das Unternehmen Kapitalmarkttransaktionen über 7 Mrd. $ angekündigt hatte. Anleger sehen darin zwar einen Hinweis auf hohe KI-Servernachfrage, aber vor allem ein erhebliches Verwässerungsrisiko.

Oracle schwankte vor den Zahlen und schloss schwächer. Die Aktie verlor regulär 1,9 % auf 201,26 $. Nachbörslich belasteten dann Sorgen über hohe KI-Investitionen und geplante Finanzierungen, obwohl Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie die Erwartungen übertrafen.

T-Mobile US war ein defensiver Gewinner. Die Aktie stieg um 3,4 % auf 185,55 $ und setzte sich damit deutlich vom schwachen Gesamtmarkt ab. Der vierte Gewinntag in Folge zeigt, dass Telekomwerte in der aktuellen Rotation als stabilere Alternative gesucht sind.

Deutsche Telekom profitierte indirekt von der Stärke der US-Tochter. Die Aktie legte am 10. Juni um 1,1 % auf 28,09 € zu und entwickelte sich damit besser als der schwache DAX. Die Beteiligung an T-Mobile US bleibt damit ein zentraler Stabilisator für den Konzern.

Coca-Cola war als defensiver Konsumwert gefragt. Die Aktie stieg um 2,8 % auf 83,59 $ und führte damit die Gewinnerliste im Dow an. Die Bewegung zeigt eine Flucht in planbarere Geschäftsmodelle mit stabilerer Nachfrage.

Die US-Verbraucherpreise lieferten keine Überraschung; sie stiegen im Mai wie erwartet um 4,2 % und lagen damit erstmals seit Frühjahr 2023 wieder über der Marke von 4 %. Bezüglich der heutigen Termine wird das Anlegerinteresse u.a. auf den Q2-Zahlen von Adobe liegen, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Zudem dürfte die EZB am frühen Nachmittag die Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben. Last but not least gibt es Erzeugerpreise aus den USA.

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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Der britische Einzelhandelskonzern Frasers Group hat ein offizielles Barangebot über 38 Euro je Aktie für den Modekonzern vorgelegt. Für die noch nicht gehaltenen Anteile würde sich das Transaktionsvolumen auf rund 1,98 Mrd. Euro belaufen. Frasers ist bereits der größte Einzelaktionär von Hugo Boss und kontrolliert derzeit 26,1 % des Kapitals beziehungsweise 26,6 % der Stimmrechte. 

Mit 38 Euro je Aktie liegt das Angebot lediglich rund 4,5 % über dem durchschnittlichen Dreimonatskurs. Das Angebot spiegelt die langfristigen Perspektiven der Marke nicht wider. Auf Basis der erwarteten Gewinne wird Hugo Boss mit dem Angebot lediglich mit dem 13,1-fachen des erwarteten Jahresgewinns bewertet. Die verhaltene Bewertung reflektiert allerdings auch die operativen Herausforderungen. Die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie der kommenden zwölf Monate wurden innerhalb eines Jahres um 27 % gesenkt, während auch die Erwartungen für 2026 und 2027 zuletzt kontinuierlich nach unten angepasst wurden. Vor diesem Hintergrund dürfte Frasers darauf setzen, die aktuelle Schwächephase für einen Einstieg zu attraktiven Konditionen zu nutzen.

Spannend ist zudem die bestehende Optionsstruktur: Frasers verfügt über Put-Optionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 33,30 Euro je Aktie. Werden diese ausgeübt, könnte sich die Beteiligung auf ein Niveau erhöhen, das dem Konzern die Kontrolle über Hugo Boss verschaffen würde. Damit besitzt Frasers auch unabhängig vom aktuellen Übernahmeangebot einen potenziellen Weg zur Mehrheitsübernahme.

Unter dem Strich ist der Angebotspreis zu niedrig.

 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die WM 2026 setzt neue Maßstäbe bei Reichweite und Wirtschaftskraft. Laut Bank of America dürfte die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 dürfte alle bisherigen Rekorde brechen. Nach Angaben der FIFA werden rund sechs Milliarden Menschen das Turnier verfolgen oder sich damit beschäftigen – das entspricht etwa 75 % der Weltbevölkerung. Damit wird die WM zu einem der größten globalen Medienereignisse aller Zeiten.

Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Sports wächst rasant. Das World Economic Forum schätzt die weltweiten Sporterlöse für 2025 auf rund 2,3 Billionen Dollar. Wäre die Sportindustrie ein eigenständiger Staat, läge sie gemessen am Bruttoinlandsprodukt bereits auf Rang zehn der größten Volkswirtschaften weltweit.

Beeindruckend sind zudem die erwarteten Reisebewegungen rund um das Turnier: Die von Fans, Teams und Offiziellen zurückgelegten Flugkilometer sollen sich auf rund 66 Milliarden Kilometer summieren. Das entspricht etwa dem Dreifachen der Entfernung zwischen der Erde und dem Rand unseres Sonnensystems. Die WM 2026 unterstreicht damit eindrucksvoll die globale Strahlkraft des Fußballs – sowohl als Wirtschaftsfaktor als auch als kulturelles Massenphänomen.

Alles auf einen Blick zeigt folgende Grafik der Bank of America:

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Die Aktie ist am Freitag unter den Ausgabepreis von 60 $ gerutscht, nachdem sie am ersten Handelstag (Donnerstag) noch bis auf 71,35 $ gestiegen war. Der Börsengang brachte Quantinuum fast 1,7 Mrd. $ ein. Die Bewertung stieg auf mehr als 15 Mrd. $. Das Unternehmen entstand 2021 aus der Fusion der Quantencomputing-Sparte von Honeywell und Cambridge Quantum. Quantinuum bezeichnet sich als Full-Stack-Quantencomputing-Plattform mit Hardware und Software. Die hohe Bewertung macht die Aktie aber anfällig. 

Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 24.

Schlaglichter dieser Ausgabe:

Markt vollzieht eine Gratwanderung

Kryptomarkt: Spürbare Rotation

Solides Langfristinvestment aus Japan

US-Perle: Klein, aber fein

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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

 

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Am Freitag feiert SpaceX sein Börsendebüt. Die Zeichnungsfrist endet am Donnerstag um 18 Uhr. Wie beurteilen institutionelle Anleger den IPO? In seinem Marktkommentar für den Bernecker Börsenkompass analysiert Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom Schweizer Wertpapierhaus Maverix den SpaceX-IPO.

Den kompletten Kommentar lesen Sie hier:

https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/marktkommentar-der-super-ipo-des-jahres-spacex_H1102189919_6799567/

Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Mit einem Sparprogramm, aber auch mit der Verlagerung eines Teils der Produktion ins günstigere Ausland, will HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN die operative Marge im laufenden Geschäftsjahr spürbar im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Im vergangenen Geschäftsjahr war diese von 7,1 auf 6,6 % gesunken. Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr nach Einschätzung des Managements  auf dem Vorjahresniveau verharren, nachdem dieser im vergangenen Jahr um 1 % auf 2,29 Mrd. Euro gestiegen war. Die bereits Mitte Mai veröffentlichten vorläufigen Jahreszahlen wurden nun bestätigt.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatten gleich mehrere Faktoren auf die Profitabilität gedrückt. Neben vorgezogenen Aufwendungen (wohl insbesondere aufgrund des erfolgreichen Starts im Bereich Verteidigung) stand der Konzern einer nochmals deutlich abgeschwächten Investitionsbereitschaft unter anderem als Folge des Iran-Kriegs gegenüber. Hinzugekommen war auch im vierten Quartal ein ungünstiger Produktmix sowie negative Währungseinflüsse. Man lernt aus seinen Fehlern...

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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