Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
Die Erholung im Halbleitersektor gewinnt an Dynamik. Nachdem der US-Halbleiterindex am Vortag um mehr als 5 % zugelegt hatte, setzte sich die Rally in Asien fort. Der südkoreanische Kospi stieg um 4,6 %, angeführt von Samsung Electronics und SK Hynix, während Investoren nach der jüngsten Korrektur wieder verstärkt auf den langfristigen KI-Trend setzen. Rückenwind lieferten starke Exportdaten aus Südkorea und Taiwan, die auf eine anhaltend robuste Nachfrage nach Halbleitern hindeuten. Positive Signale kommen zudem aus der Lieferkette. So berichtet Nikkei, dass TSMC mit Kunden über Preiserhöhungen von bis zu 10 % ab 2027 verhandelt, um gestiegene Produktionskosten auszugleichen – ein Hinweis auf die weiterhin hohe Nachfrage nach modernsten Fertigungskapazitäten. Damit wird der Rückschlag der vergangenen zur gesunden Konsolidierung.
Nun richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Alphabet (heute nachbörslich), Tesla (heute nachbörslich) und Intel morgen nach Börsenschluss. Die Erwartungen sind hoch: Investoren wollen sehen, dass sich die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Künstliche Intelligenz durch steigende Umsätze, Margen und Cashflows rechtfertigen lassen. Positive Signale kamen bereits von Super Micro Computer, dessen Auftragsbestand dank neuer KI-Server-Bestellungen auf einen Rekordwert von mehr als 60 Mrd. US-Dollar stieg. Heute und morgen folgt das „Advancing AI 2026“-Event von AMD in San Francisco als Impulsgeber.
Gleichzeitig bleibt das makroökonomische Umfeld herausfordernd. Der Brent-Ölpreis kletterte auf rund 92 $ je Barrel, nachdem Hoffnungen auf eine schnelle Annäherung zwischen den USA und dem Iran gedämpft wurden. Steigende Energiepreise schüren erneut Inflationssorgen und ließen die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,63 % steigen – den höchsten Stand seit rund zwei Monaten. Gold als Krisenmetall versucht sich am Comeback und legte auf über 4.130 $ je Unze zu und legt damit den Grundstein für eine technische Erholung. Entscheidende Frage hier ist, ob die (prozyklischen) Gold-ETF-Käufer zurückkehren.
Für die Börsen wird die laufende Berichtssaison nun zur Richtungsentscheidung. Bestätigen die großen Technologiekonzerne ihre ambitionierten KI-Ausgaben und liefern überzeugende Wachstumsperspektiven, gewinnt die jüngste Erholung im Technologiesektor weiter an Fahrt.
Helmut Gellermann
Redakteur
... einen schlechten Ausgang ihrer Wetten. Allerdings war die Aktion gegen die Mega-Raumfahrtaktie bereits ein klarer Erfolg, siehe Chart.
Dennoch ist zurzeit, ausgehend vom Tief bei 119,68 $, zunächst ein Rebound angesagt. Jamie Dimon und Cathie Wood stehen heute als Fürsprecher im Fokus. Analysten der australischen MACQUARIE haben mit 250 $ ein schickes Kursziel ausgegeben. Zurzeit eher long gehen.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker daily.
Oliver Kantimm
Redakteur
Georg Sures
Redakteur
Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für den Dax-Konzern von 42 auf 40 € reduziert, aber die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Satelliten-Internetservice Starlink oder das KI-Projekt Stargate ließen die Deutsche Telekom als Stern am europäischen Telekomfirmament bei weitem nicht mehr so hell leuchten wie einst. Die im Vergleich zu Wettbewerbern niedrigere Bewertung und die Aussicht auf Klarheit hinsichtlich Fusionen und Übernahmen sprächen aber pro Deutsche Telekom, hieß es in der heute veröffentlichten Analystenstudie weiter.
Catharina Nitsch
Redakteurin
Auch wenn das Jahr schwach startete - jetzt ist man wieder da! Trotz weiterhin starker Konkurrenz durch Nachahmerpräparate schaffte NOVARTIS ein überraschend starkes zweites Quartal: Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 % auf 14,4 Mrd. $, zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Umsatzplus von 1 %. Zum Jahresstart hatte NOVARTIS wegen der Markteinführung von Generika für einige seiner wichtigen Blockbuster noch ein Umsatzminus ausgewiesen. Nun trugen vor allem Volumensteigerungen zum Erlöszuwachs bei. Operativ verbuchte NOVARTIS im zweiten Jahresviertel einen Rückgang um 2 % auf knapp 4,8 Mrd. $, unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von fast 3,3 Mrd. $, wobei der Rückgang vor allem höheren Ertragssteuern und einem höheren Zinsaufwand geschuldet war. Der Kern-Betriebsgewinn blieb mit gut 5,9 Mrd. $ stabil und übertraf den Analystenkonsens von 5,3 Mrd. $ deutlich. Entscheidend für NOVARTIS wird nun die bereits angelaufene zweite Jahreshälfte. Wichtig hier: Man erwartet im zweiten Halbjahr mehrere wichtige Studienergebnisse. Daher sieht sich NOVARTIS weiterhin auf Kurs, seine Jahresprognose sowie seinen mittelfristigen Ausblick zu erfüllen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management demnach weiterhin für das bereinigte operative Ergebnis mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz soll wiederum im niedrigen einstelligen Bereich zulegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Bernecker Team
Wir setzen unsere Analyse des sich zuspitzenden Düngemittel-Notstands fort. Während sich die globale Versorgungslage weiter verschärft und weltweit nach Ersatzlieferungen gesucht wird, geraten Landwirte zunehmend unter Druck. Nach Kali und Stickstoff rückt heute die dritte tragende Säule der Pflanzenernährung in den Fokus: Phosphat. Außerdem stellen wir den weltweit größten Düngemittelkonzern vor - einen Anbieter, der alle drei entscheidenden Nährstoffe unter einem Dach vereint. Unsere beiden heutigen Empfehlungen finden Sie DIREKT HIER!
Oliver Kantimm
Redakteur
Im Irankrieg laufen die Kämpfe weiter. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere Vermittler haben den USA und dem Iran eine zehntägige Waffenruhe vorgeschlagen. Washington prüft den Plan und drängt Israel dazu, diplomatische Fortschritte nicht durch neue Angriffe zu gefährden. Dennoch bombardieren die USA weiterhin iranische Militäranlagen, während Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte und regionale Verbündete reagiert. Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus sowie Drohungen der Huthi gegen Saudi-Arabien halten die Risiken für den Energiehandel hoch.
Die europäischen Aktienmärkte bewegten sich gestern kaum. Der EuroStoxx 50 verlor 0,06 % auf 6.227,40 Punkte und scheiterte erneut an der 21-Tage-Linie. Der Dax stabilisierte sich mit einem Plus von 0,06 % bei 24.846,69 Punkten, während der MDax um 0,58 % sank. Ölwerte profitierten von den hohen Energiepreisen, während Reise- und Freizeitwerte unter den steigenden Kerosinkosten litten.
Ryanair geriet nach einem überraschend schwachen Quartalsgewinn deutlich unter Druck. Die Enttäuschung belastete auch Lufthansa, deren Aktie um 1,8 % fiel. Airbus verlor 1,3 %, obwohl auf der Luftfahrtmesse in Farnborough neue Aufträge erwartet werden. Lieferkettenprobleme dürften die Branche noch mehrere Jahre belasten.
Siemens Energy stieg nach einer Kurszielanhebung von UBS von 175 auf 210 € um 3,4 %. Fresenius gewann nach einem optimistischen Ausblick der Deutschen Bank auf die Quartalszahlen 3,0 %. Nordex erholte sich um 4,6 %, während Friedrich Vorwerk nach einem positiven Analystenkommentar fast 10 % zulegte. BNP Paribas gewann 1,3 %, da Jefferies mit guten Quartalszahlen rechnet.
In den USA verlor der Dow Jones 0,59 % und der S&P 500 gab um 0,19 % nach. Der Nasdaq 100 schloss nahezu unverändert. Alphabet stieg nach Berichten über einen effizienteren KI-Chip um 1,5 %. Apple litt unter Gewinnmitnahmen, während Nvidia und Micron leichte Erholungsgewinne verbuchten. Boeing fiel trotz neuer Großaufträge um 2,1 %, da Airbus ebenfalls einen bedeutenden Auftrag meldete. AMC Entertainment sprang nach einem besser als erwarteten operativen Ergebnis um 27 % nach oben.
Was die Termine angeht, dürfte sich das Interesse heute vor allem auf die ZEW-Konjunkturerwartungen und nach US-Börsenschluss dann auf die Rohöllagerbestände richten. Von den Unternehmen sind heute einige Quartalszahlen zu erwarten, darunter u.a. von Novartis, Danaher, 3M, Northrop Grumman sowie GM.
Die DAX-Indikation liegt heute knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Start bei 24.832 Punkten und damit 0,1 % unter dem Vortagesschluss.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die saudische Fluggesellschaft Riyadh Air hat einen Auftrag über sechs weitere Airbus A350-1000-Flugzeuge bestätigt. Damit hat die Fluggesellschaft nun insgesamt 31 Flugzeuge dieses Typs fest bei AIRBUS bestellt. Der Auftrag erfolgt im Rahmen einer im Jahr 2025 gemachten Zusage der Fluggesellschaft, bis zu 50 Flugzeuge des Typs A350-1000 zu erwerben. Das gibt Rückenwind!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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