Bernecker Newspilot
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Markus Horntrich
Redakteur
ACCENTURE lieferte heute die passende Antwort auf die zuletzt wachsenden Zweifel am Geschäftsmodell: Der IT-Dienstleister übertrifft im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen bei Umsatz und Auftragseingang deutlich. Die Aktie springt zum Handelsauftakt um 24 % – der größte Tagesgewinn ihrer Geschichte. Auch Wettbewerber wie Cognizant, EPAM und Globant ziehen kräftig an. Der Markt korrigiert damit einen Teil seiner Befürchtung, künstliche Intelligenz könnte klassische Beratungs- und IT-Dienstleistungen zunehmend ersetzen.
Die Neubuchungen erreichen 22,2 Mrd. $, rund 11 % mehr als vom Konsens erwartet. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 5 %, trotz anspruchsvoller Vergleichsbasis. Besonders stark fällt die Überraschung bei Managed Services aus: Mit knapp 12,8 Mrd. $ übertrifft der Auftragseingang die Erwartungen um rund 18 %. Im Beratungsgeschäft steigen die Neubuchungen um 6 % auf 9,4 Mrd. $. 141 Kunden mit Quartalsbuchungen von jeweils mindestens 100 Mio. $ untermauern die robuste Nachfrage.
Der Umsatz wächst um 6,3 % auf 18,7 Mrd. $ und liegt damit knapp 4 % über den Schätzungen. Alle Branchenbereiche übertreffen die Erwartungen; Communications, Media & Technology wächst mit 10 % besonders dynamisch. Die ausgewiesene operative Marge steigt von 11,6 % auf 15,3 %. Beim Mittelzufluss bleibt allerdings ein Schwachpunkt: Der freie Cashflow sinkt um 25 % auf 2,85 Mrd. $.
Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Accenture ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 3 bis 6 %, einen Gewinn je Aktie von 14,39 bis 14,81 $ und eine operative Marge von 15,9 bis 16,1 % in Aussicht. Der freie Cashflow soll 11 bis 11,8 Mrd. $ erreichen; mindestens 9,5 Mrd. $ sollen an die Aktionäre zurückfließen. Bloomberg Intelligence sieht Spielraum, die Konsenserwartungen auch ohne breite Erholung der frei verfügbaren IT-Budgets zu übertreffen.
Auf den Quartalstermin hatten wir in AB 37/2026 dezidiert hingewiesen. Am 14. Oktober wird ACCENTURE auf dem Investorentag erläutern, ob KI mehr neues Beratungsgeschäft schafft, als sie im klassischen Geschäft verdrängt. Mit einem 2027er-KGV von 15 liegt die Aktie noch immer ca. 60 % unter ihrem 5-Jahresschnitt.
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Markus Horntrich
Redakteur
Das Unternehmen hat sich vom klassischen Anbieter für Schalter, Steckdosen und Gebäudetechnik zum KI- und Digital-Ausrüster gewandelt. Der Umsatzanteil mit Rechenzentren ist binnen zehn Jahren von 5 auf 32 % gewachsen. 2026 soll dieses Geschäft um mehr als 30 % wachsen und 2027 bereits mehr als 40 % des Konzernumsatzes ausmachen. Beim Kapitalmarkttag in dieser Woche hat man neue Ziele formuliert.
Für 2027 bis 2030 peilt der Konzern 6 bis 8 % organisches Wachstum p. a. an und hat damit die Wachstums-ambitionen knapp verdoppelt. Daraus ergibt sich bis 2030 eine Größenordnung von rund 16,5 Mrd. € Konzernumsatz bei 21 bis 22 % operativer Marge. Neben Rechenzentren liefert die klassische Gebäudetechnik neue Impulse: Rund 60 % des Geschäfts außerhalb der Rechenzentren liegen volumenmäßig noch deutlich unter 2019. Eine Erholung der Baukonjunktur in Europa und den USA wäre damit ein zweiter Wachstumstreiber.
Zwischen 13 und 15 % des Umsatzes generiert man als Free-Cashflow, wovon 60 % für Zukäufe vorgesehen sind. Mit einer Bewertung mit dem rd. 16-fachen Gewinn per 2027 notierte die Aktie auf einem akzeptablen Bewertungsniveau.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 40 u. a.:
- Die Reformpläne der aktuellen Koalition reichen nicht
- BASF im Umbruch: Lohnt sich die Wette?
- SIEMENS mit Extra-Kick!
- Der Umbau bei NEMETSCHEK wird unterschätzt
- IONOS: Es tut sich was im Sektor
- ASML: Jetzt noch einsteigen?
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Bernecker Team
SANOFI und REGENERON machen weiter - und zwar in größerem Umfang: Gemeinsam entwickeln und vermarkten sie Immunologie-Medikamente und mit dem neuen Deal könnte REGENERON bis zu 8 Mrd. $ einheimsen. REGENERON wird von SANOFI eine Vorabzahlung in Höhe von 1 Mrd. $ erhalten, bis zu weitere 7 Mrd. $ könnten fällig werden - abhängig von Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungszielen. Die erweiterte Zusammenarbeit sieht vor, dass vier von REGENERON erfundene Immunologie-Wirkstoffkandidaten der nächsten Generation in die Allianz aufgenommen werden. Der US-Arzneimittelhersteller wird zudem die Option haben, SANOFIs Lunsekimig einzubeziehen, das zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung getestet wird. Nicht verwunderlich, dass beide Aktien heute im Plus liegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Für bis zu 750 Mio. € übernimmt der Konzern die restlichen 45 % an mAbxience von Insud Pharma und Invim Corporativo. Die Transaktion wurde am 30. September bereits vollzogen. Seit 2022 hielt Fresenius 55 %.
Künftig verbleiben sämtliche Gewinnanteile der Biosimilar-Plattform im Konzern. Laut Jefferies wirkt der Zukauf sofort positiv auf den bereinigten Gewinn je Aktie. mAbxience erzielte 2025 mehr als 320 Mio. € Umsatz bei Margen oberhalb des FRESENIUS-Kabi-Durchschnitts. Drei Produktionsstandorte, vier vermarktete Biosimilars und acht Entwicklungskandidaten bilden die Basis für weiteres Wachstum. Die jüngste Vereinbarung mit Sandoz zu einem Emicizumab-Biosimilar zeigt das Potenzial. Volles Eigentum erleichtert zudem die Steuerung von Kosten, Kapazitäten, Markteinführungen und Lizenzpartnerschaften.
Der Zukauf ist mit einer Bewertung von rund dem 5,2-Fachen Umsatz allerdings kein Schnäppchen, was die schwächeren Kurse erklärt. Dennoch: Ein KGV von 11 per 2027 spiegelt die Biopharma-Perspektiven nicht korrekt wider.
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Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
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Oliver Kantimm
Redakteur
Die europäischen Aktienmärkte standen gestern unter Druck. An der Wall Street verlief der Handel dagegen uneinheitlich. Belastet haben vor allem die hohen Anleiherenditen und der stärkere Inflationsdruck in Deutschland. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hielt sich bei rund 5,3 %. Technologieaktien hielten sich dagegen besser.
Hewlett Packard Enterprise gewann 3,9 % nach neuen Wachstumszielen und einem KI-Serverauftrag über 1,2 Mrd. $. United Therapeutics stieg nach einem Erfolg im Patentstreit gegen Liquidia um 12,6 %, Liquidia brach um 57,2 % ein. Nvidia legte 1,4 % zu.
Heute folgen um 9:55 Uhr der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie und um 10:00 Uhr der entsprechende Wert für die Eurozone. Um 14:30 Uhr stehen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Um 16:00 Uhr folgen der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie sowie die US-Bauausgaben.
Zahlen melden heute unter anderem Accenture, Nike und McCormick.
Für den DAX zeichnet sich zunächst ein schwächerer Start ab. Lang & Schwarz taxiert den DAX heute Morgen bei rund 25.100 Punkten und damit etwa 0,3 % unter dem Xetra-Schluss. Rückenwind liefert der Technologiesektor nach starken Zahlen und einem überzeugenden Ausblick von Micron. Risiken bleiben die hohen Anleiherenditen und die gestiegenen Inflationsrisiken in Europa.
Weitere aktuelle Einschätzungen finden Sie in der Bernecker-App.
Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Im zweiten Quartal 2026/27 sprang das operative EBITDA um gut 81 % auf 168 Mio. €. Im Q1 hatte das Plus erst 41 % betragen. Im ersten Halbjahr summiert sich das EBITDA damit auf 303 Mio. € nach 189 Mio. €. Treiber sind vor allem CropEnergies und das Spezialitätengeschäft. Südzucker hat am Montag die Jahresprognose angehoben: Der Umsatz soll nun 8,3 bis 8,7 Mrd. € erreichen. Beim EBITDA steigt die Untergrenze von 480 auf 540 Mio. €, die Obergrenze bleibt bei 680 Mio. €. Das KGV 2027e liegt nach dem Kurssprung noch bei rund 34. Allerdings dürften die Gewinnschätzungen nun steigen. Charttechnisch bleibt das Septemberhoch bei knapp 13,20 € die nächste Hürde.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 40.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
++ Anleihemarkt unter Stress
++ DAX-Titel vor Comeback?
++ ETF mit Inflationsschutz
++ Europas Investitionsboom: Nebenwerte-Trio mit Rückenwind unter der Lupe
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Bernecker Team
Vor den heutigen Zahlen favorisieren die Analysten von Cantor die Aktie: Mit rund dem 5-Fachen des erwarteten Gewinns der nächsten zwölf Monate erscheint die Bewertung niedrig. Entscheidend sind laut Cantor Aussagen zu anhaltender Preisstärke, zusätzlichen langfristigen Kundenverträgen und einer weiteren Angebotsverknappung 2027. Für das Novemberquartal erwarten die Analysten eine Bruttomarge im hohen 80-Prozent-Bereich – entsprechend hoch liegt die Messlatte.
Der Wettbewerb um persönliche KI-Assistenten treibt den Ausbau der Infrastruktur: Führende KI-Anbieter und Hyperscaler müssen investieren, um Kunden und Marktpositionen zu sichern. Davon profitieren Speicher, Rechenleistung und Netzwerktechnik. Die These bleibt jedoch zeitlich begrenzt: Bis Jahresende überwiegt aus Sicht der Analysten der Rückenwind; ab Frühjahr 2027 könnten basisbedingt schwierigere Jahresvergleiche und nachlassende Investitionsdynamik bremsen.
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Das ist Wind unter den Flügeln von NORDEX: Das Unternehmen aus Hamburg wird in den nächsten beiden Jahren 34 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamterzeugungsleistung von 175 Megawatt in Frankreich, Portugal und Spanien errichten. Zum Einsatz kommen entsprechend der unterschiedlichen Windbedingungen und Genehmigungsverfahren fünf verschiedene Turbinentypen. Und besonders lukrativ: Die Aufträge umfassen neben der Lieferung und der Errichtung auch den Service über mehrere Jahre. Die Aktie hat heute deutlichen Rückenwind.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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