Bernecker Newspilot
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Helmut Gellermann
Redakteur
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Die Geschäfte bei dem Triebwerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer laufen gut, daher schraubt man nun die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Nach Unternehmenseinschätzung dürfte der bereinigte operative Gewinn im laufenden Jahr nun 6,4 bis 6,5 Mrd. Euro erreichen - 300 Mio. Euro mehr als zuvor angekündigt. Dazu soll der Umsatz um einen mittleren Zehner-Prozentsatz steigen. Bisher hatte man einen niedrigeren bis mittleren Zehner-Prozentsatz angepeilt. Für den freien Barmittelzufluss hat man mit 4,7 bis 4,9 Mrd. Euro ebenfalls etwa 300 Mio. Euro mehr im Auge als zuletzt.
Im ersten Halbjahr steigerte SAFRAN den bereinigten Umsatz um 19 % auf knapp 17,6 Mrd. Euro. Der bereinigte operative Gewinn wuchs um 29 % auf 3,2 Mrd. Euro, und die bereinigte Marge kletterte auf den Rekordwert von 18,4 %. Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut ein Fünftel auf 1,9 Mrd. Euro.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Bernecker Team
Heute richten wir unseren Blick auf ein Marktsegment, das seit Jahren eine der stärksten Bewertungsanomalien in Europa aufweist: die deutsche dritte Reihe. Während der DAX 2026 neue Rekordmarken markierte und die MDAX-Konzerne von institutioneller Nachfrage getragen wurden, hat der SDAX-Tech-Sektor eine der brutalsten Konsolidierungsphasen der jüngeren Börsengeschichte hinter sich. Zahlreiche IT-Dienstleister, Softwareanbieter und Cloud-Spezialisten notieren 40 bis 70 % unter ihren Rekordhochs von 2021 und wurden zusätzlich von der globalen Neubewertung des Software-Sektors erfasst, die Anfang Februar 2026 zu einem Rückgang des S&P North American Expanded Technology Software Index um über 20 % führte.
Die Ursachen dieser Underperformance sind gut dokumentiert: Erstens die Sorge, dass generative KI klassische IT-Consulting- und Software-Geschäftsmodelle disruptiert; zweitens die Zurückhaltung deutscher Mittelständler bei Digitalisierungsprojekten im schwachen Konjunkturumfeld; drittens der strukturelle Kapitalabfluss aus deutschen Small Caps zugunsten der US-Big-Tech-Werte. Doch genau diese Konstellation hat inzwischen zu grotesken Bewertungsverwerfungen geführt – und die Wende ist bereits sichtbar: Die starken SAP-Q2-Zahlen vom Freitag lösten eine breite Erholung im deutschen Software-Sektor aus, die sich zu Wochenbeginn fortsetzte und u. E. noch erhebliches Potenzial hat. Wo wir die größten Chancen sehen erfahren Sie in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen lösen einen neuen Ausverkauf bei Chipaktien aus. Der MSCI Asia Pacific fällt zeitweise 3,6 % auf den tiefsten Stand seit Mai. Besonders heftig trifft es Südkorea: Der Kospi bricht um 11 % ein, SK Hynix und Samsung verlieren jeweils 13 %. Auch Japan und Taiwan geben deutlich nach, nachdem der US-Halbleiterindex bereits den dritten Tag in Folge gefallen war. Nasdaq-100-Futures verlieren weitere 0,9 %.
Belastend wirken Sorgen über zirkuläre Finanzierungen im KI-Sektor, steigende Unternehmensschulden und ein rückläufiger Index für die Ausgaben für KI-Tokens. Unternehmen nutzen Sprachmodelle offenbar kostenbewusster, was Zweifel am bisher erwarteten Wachstum der Rechenleistung weckt. Hinzu kommt ein Bericht über chinesische DUV-Lithografiemaschinen, der Nikon und Tokyo Electron um mehr als 9 % drückt.
Die Bewährungsprobe mit möglichen Gegenreaktionen folgt diese Woche mit den Zahlen von Microsoft, Meta, Apple, Amazon, SK Hynix und Samsung. Es geht um Belege, dass die hohen KI-Ausgaben tatsächlich zusätzliche Umsätze, Margen und Cashflows liefern. Gleichzeitig steht morgen die Fed-Entscheidung an.
Entscheidend: Software geht weiter fest und die Marktbreite zeigt weiter relative Stärke. So legte der S&P 500 Equal Weight gestern um 0,8 % zu. Der DAX startet ca. 50 Punkte über dem Xetra-Schluss von gestern. Das sieht alles stabil aus.
Entlastung kommt vom Ölpreis: Brent fällt auf rund 87,80 Dollar, nachdem die USA ihre Angriffe gegen Iran pausiert haben. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt allerdings nur moderat auf 4,63 %.
Weitere News:
Mercedes senkt wegen der schwachen Nachfrage in China die Umatzprognose, kommt aber vorbörslich nicht weiter unter Druck.
Safran hebt dagegen nach starker Nachfrage nach Ersatzteilen für zivile Flugzeugtriebwerke den Jahresausblick an, die Marge erreicht ein Rekordniveau.
Johnson & Johnson stellt 5,5 Mrd. Dollar für Talkum-Klagen bereit.
Interessant heute Abend nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen von:
Visa: EPS etwa 3,23 $, Umsatz 11,4 Mrd. $, 22:05 Uhr
KLA: EPS etwa 1,00 $, Umsatz etwa 3,6 Mrd. $, wichtig für Chipausrüster
Seagate: EPS etwa 5,10 $, Umsatz 3,49 Mrd. $, wichtig für die Speicherhersteller
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Helmut Gellermann
Redakteur
Die kalifornische SANMINA ist ein breit aufgestellter Fertigungsspezialist. Nach der Übernahme von ZT Systems (Bau von Server- und Rack-Systemen) wird SANMINA bei den KI-Infrastrukturzulieferern eingeordnet.
CELESTICA aus Toronto ist in dieser Hinsicht noch sehr viel besser positioniert. In der KI-Wertschöpfungskette ist das Unternehmen zwischen Chipentwicklern und Rechenzentrumsbetreibern angesiedelt. Hier geht es um Hochleistungsserver, Netzwerksysteme, optische Verbindungen.
Beide Unternehmen absolvieren heute nachbörslich einen Quartalszahlentermin. Im offiziellen Handel legte CELESTICA heute 3,8 % zu. SANMINA hat wieder aufgeholt und steht kurz vor Handelsschluss noch bei - 0,3 %. Weitere Einordnung morgen in der Bernecker daily.
Helmut Gellermann
Börsianer lesen Bernecker daily.
Helmut Gellermann
Redakteur
Der texanische Projektierer, Erbauer und Betreiber von Datacentern für KI und andere Workloads zeigt heute nachbörslich die neuen Quartalszahlen. Im Vorfeld steht die Aktie mehr als 3 % im Minus. Auf das Hoch bei 50,73 $ Ende Mai folgte bereits mehr als eine Halbierung (bis 24,03 $ am 17. Juli) mit schneller Erholung um 31 % an drei Handelstagen.
Entscheidend ist heute: Bleibt der spätere Jahresumsatz (auf Basis bisher bekannter Projekte) ohne große Verzögerungen erreichbar? Die bisherige Größenordnung liegt oberhalb von 700 Mio. $. Dass zunächst noch Verluste geschrieben werden, ist unerheblich. Wird zudem die Kundenbasis breiter? Bisher kooperiert man vor allem mit COREWEAVE (KI-Cloud-Anbieter).
Als aktueller Börsenwert wird 7,5 Mrd. $ angezeigt. Die Erlöse der vergangenen vier Quartale summieren sich auf 317 Mio. $ (Quelle: CNBC). Bei 47 % Bruttomarge entstehen zurzeit noch massive Verluste (Nettomarge – 32 %). Auf eine erneute Gegenbewegung kann man zwar spekulieren, sollte aber prinzipiell die neuen Prognosedetails abwarten.
Helmut Gellermann
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Konzern hebt die Prognose für den operativen Nettogewinn 2026 von bislang 950 Mio. bis 1,03 Mrd. Euro auf 1,03 bis 1,10 Mrd. Euro an. Der Mittelwert der neuen Spanne liegt bei 1,065 Mrd. Euro und damit praktisch auf Höhe des bisherigen Bloomberg-Konsenses von 1,06 Mrd. Euro.
Der Treiber ist erneut die US-Tochter Turner, die stark vom Bau neuer Rechenzentren profitiert. Turner soll den operativen Vorsteuergewinn 2026 nun um 35 bis 40 % auf 1,40 bis 1,46 Mrd. Dollar steigern. Zuvor waren lediglich 1,30 bis 1,35 Mrd. Dollar avisiert worden.
Positiv ist, dass die Anhebung nicht aus Einmaleffekten, sondern aus einer stärkeren operativen Entwicklung resultiert. Da der Analystenkonsens die neue Prognose jedoch bereits weitgehend abbildet, dürfte die Kursreaktion davon abhängen, ob Hochtief im Conference Call zusätzliche Hinweise auf Auftragseingang und Margen gibt. Technisch ist der Titel mindestens angeschlagen bei ambitionierter Bewertung.
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Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe https://www.bernecker.info/
Catharina Nitsch
Redakteurin
In deutschen Unternehmen hellt sich die Stimmung etwas auf. Abzulesen ist das am Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Juli (von 85,7 Zählern im Vormonat) auf 86,6 Punkte stieg. Das war der dritte Anstieg in Folge. Gerechnet worden war hingegen mit einem leichteren Anstieg auf lediglich 86 Punkte. Die neuen Daten zeigen also, dass sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch zeigt als angenommen. Allerdings blicken die Firmen etwas skeptischer auf ihre Lage als zuletzt. Die aktuelle Lageeinschätzung sank nämlich von 87 Zählern im Vormonat auf 86,5 Punkte. Doch die Geschäftsaussichten bewertet man optimistischer.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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