Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
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Bernecker Team
MSC möchte nur zu gerne bei HAPAG-LLOYD einsteigen. Schon länger gibt man seine Ambitionen trotz allgemeinem Abwinken nicht auf. Die Hamburger Reederei ist durch einen Pakt der Ankeraktionäre geschützt. Jeweils 30 % des Kapitals halten der Unternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV. Ein Vertrag bindet beide Seiten, an ihrem Investment festzuhalten und mit einer Stimme zu sprechen. Der Pakt sollte ursprünglich 2026 auslaufen, wurde aber bis Ende 2030 verlängert. Zuversichtlich für seine Ambitionen könnten MSC nun Änderungen beim chilenischen Aktionär stimmen. Dort haben sich bei der Muttergesellschaft von CSAV (Quiñenco) die Machtverhältnisse geändert. Der langjährige Unternehmenschef Francisco Pérez Mackenna ist im Februar abgetreten, um chilenischer Außenminister zu werden. Seinem Nachfolger Macario Valdés Raczynsk liegt die Schifffahrt nicht am Herzen. Der heimliche Schutzpatron der Sparte, Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig, hat sich mittlerweile zurückgezogen und überlässt jüngeren Familienmitgliedern das Feld. MSC könnte womöglich mit einem attraktiven Kaufangebot den neuen Unternehmenschef dazu anregen, über den Anteil an HAPAG-LLOYD nachzudenken. Fielen die Chilenen, wären vielleicht auch die arabischen Großaktionäre aus Katar und Saudi-Arabien zum Verkauf bereit - beide zusammen besitzen 22,5 % an Hapag-Lloyd. Ein ganz schön großes "Was wäre wenn"... Die Aktie von HAPAG-LLOYD profitiert indes heute gewaltig von der Munkelei!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Nach dem Rekord-IPO übernimmt man nun wie angekündigt den KI-Coding-Spezialisten Cursor für 60 Mrd. $. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, wobei Cursor-Aktionäre SPACEX-Aktien als Gegenleistung erhalten. Cursor hatte zuletzt einen annualisierten Umsatz von rund 3 Mrd. $ erreicht und gilt als einer der am schnellsten wachsenden Anbieter von KI-Entwicklungssoftware. Mit der Übernahme will man die Schwachstelle fehlender KI-Coding-Fähigkeiten von xAI beseitigen und zu OpenAI oder Anthropic aufschließen. SPACEX ist derweil auf ein neues Hoch über 200 $ geklettert. Die Spielgeldwette aus AB 24/2026 war richtig.
Bernecker Team
Künstliche Intelligenz ist nicht nur Chatbot-Fantasie. Einer der wichtigsten KI-Durchbrüche der vergangenen Jahre kam aus der Biologie: Protein-Folding-Modelle können die räumliche Struktur von Proteinen vorhersagen und damit Forschungsprozesse beschleunigen, die früher Jahre dauerten. Genau dafür gab es 2024 den Chemie-Nobelpreis. Für Anleger ist das ein starkes Signal: Die nächste KI-Welle muss nicht aus großen Sprachmodellen kommen, sondern aus spezialisierten Verfahren, die konkrete Probleme in Pharma, Diagnostik, Enzymforschung und industrieller Biologie lösen.
Wir richten den Blick deshalb bewusst nicht auf hochspekulative Bio-KI-Start-ups, sondern auf profitable Unternehmen, die diese Entwicklung bereits in reale Geschäftsmodelle übersetzen können. Besonders interessant erscheinen uns ROCHE und NOVONESIS. Beide Werte verbinden Zukunftsfantasie mit Substanz, Umsatz, Ertragskraft und einer klaren industriellen Anwendung. Unsere beide Kandidaten finden Sie in der Termin-Börse daily.
Helmut Gellermann
Redakteur
Die Aussicht auf Normalisierung in der Straße von Hormus bzw. im Nahen Osten insgesamt bleibt fragil. Doch die Hoffnung überwiegt, auch dank optimistischer Signale vom G7-Gipfel. So setzte sich die Erdölverbilligung fort (Brent: - 4,8 % auf 79,48 $).
In der KI- und Tech-Spekulation stand gestern erneut SPACEX im Vordergrund. Dank erneutem Tagesplus von 4,8 % (zwischenzeitlich + 17 %) schob sich der Börsenneuling bei der Marktkapitalisierung vor AMAZON. Dies wurde durch den beginnenden Optionshandel auf SPACEX begünstigt, darin überwiegen die Calls (Wetten auf weiteren Kursanstieg) mit einem Anteil von 57 %.
Die US-Techwerte insgesamt waren aber eine Belastung. Zu den besonders betroffenen Titeln zählten MONOLITHIC POWER SYSTEMS (minus 9,3 %), LUMENTUM (minus 8,6 %) und INTEL (minus 8,5 %). Sowie MICRON und ON SEMI mit je rund - 6 % und NVIDIA (- 2,4 %).
So gaben S&P 500 (- 0,57 %) und Nasdaq 100 (- 1,89 %) deutlich nach. Der Dow Jones hingegen legte zu (+ 0,64 %), ein weiterer Beleg für den Wechsel hin zu Valuewerten. Neben verschiedenen Finanztiteln betraf dies auch 3M (+ 2,1 %) und CATERPILLAR (+ 1,2 %).
Vom heutigen Fed-Termin wird keine Zinsänderung erwartet. Wohl aber Aussagen des neuen Chefs Kevin Warsh zur strategischen Ausrichtung der US-Notenbank.
Der DAX zeigte sich in der Frühbörse zunächst unstet. Heute stehen verschiedene HVs im Fokus, darunter BECHTLE, SIXT und SCOUT24.
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Helmut Gellermann, Bernecker-Redaktion
Markus Horntrich
Redakteur
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Markus Horntrich
Redakteur
Die australische Rüstungs- und Technologiefirma Electro Optic Systems meldet einen strategisch wichtigen Erfolg: Die Tochter MARSS wurde von BAE Systems als Command-and-Control-Partner für das neue Counter-Drone-System BATS (BAE Anti Threat System) ausgewählt. Herzstück der Lösung ist die KI-gestützte NiDAR-Plattform von MARSS, die Sensoren und Abwehrsysteme vernetzt und Entscheidungen bei der Drohnenabwehr von Minuten auf Sekunden beschleunigen soll. Zunächst umfasst die Vereinbarung Softwarelizenzen sowie technische Unterstützung bei Demonstrationen und Einsätzen.
Finanzielle Details wurden nicht genannt, sodass der unmittelbare Umsatzbeitrag vermutlich noch im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen dürfte. Strategisch ist die Bedeutung jedoch deutlich größer: Sollte BAE Systems mit BATS größere NATO- oder Exportaufträge gewinnen, könnte sich daraus für MARSS ein wiederkehrendes Software- und Supportgeschäft im zweistelligen Millionenbereich über mehrere Jahre entwickeln. Die Partnerschaft stärkt damit die Position von EOS im schnell wachsenden Markt für Drohnenabwehr- und KI-basierte Verteidigungssysteme. Das aktuelle Kursniveau (5,40 €) ist wieder eine Kaufchance.
Georg Sures
Redakteur
Der französische Pharmakonzern Sanofi hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für seinen Wirkstoff Tzield erhalten. Das Präparat soll den Rückgang der körpereigenen Insulinproduktion bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren verlangsamen, bei denen Typ-1-Diabetes im Stadium 3 diagnostiziert wurde. Die Zulassung stützt sich auf die Ergebnisse der erfolgreichen Phase-III-Studie PROTECT, die die Betazellfunktion anhand einer signifikanten Verlangsamung des Rückgangs der durchschnittlichen C-Peptid-Spiegel im Vergleich zu einem Placebo bewertete. Dabei flossen auch Daten aus einem breiteren klinischen Entwicklungsprogramm ein, bei dem über 900 Patienten mit Tzield behandelt wurden. Die Sanofi-Aktie ist fundamental mit einem KGV von 11,4, einem KBV von 1,2 und einer Free-Cashflow-Rendite von 8,4 % attraktiv bewertet. Charttechnisch besteht aber seit März 2025 ein moderater Abwärtstrend, der bisher nur den Ansatz einer Bodenbildung zeigt.
Dies ist ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass
Markus Horntrich
Redakteur
Die Stimmung unter den großen institutionellen Investoren bleibt ausgesprochen positiv, auch wenn erste Anzeichen einer vorsichtigeren Positionierung sichtbar werden. Das zeigt die aktuelle globale Fondsmanagerumfrage der Bank of America. Der hauseigene Bull-&-Bear-Indikator stieg auf 8,9 Punkte und signalisiert damit erstmals wieder einen offiziellen „Sell Signal“-Bereich. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Kassenquote leicht von 3,9 % auf 4,1 %, was darauf hindeutet, dass einige Investoren nach der starken Rallye Gewinne sichern und mit Blick auf die traditionell schwächeren Sommermonate etwas Risiko aus den Portfolios nehmen.
Auffällig ist, dass sich die Konjunktur- und Gewinnperspektiven weiter verbessern. Die Erwartungen für das globale Wachstum und die Unternehmensgewinne erreichten den höchsten Stand seit drei Monaten. Gleichzeitig rechnen die Fondsmanager zunehmend mit einer restriktiveren Geldpolitik. Bereits 40 % erwarten in den kommenden zwölf Monaten Zinserhöhungen der US-Notenbank – nach lediglich 16 % im Vormonat. Für die anstehende Fed-Sitzung gehen 55 % von einer „hawkish hold“, also einer unveränderten, aber restriktiv klingenden Haltung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh aus.
Als größte Risiken für die Kapitalmärkte gelten derzeit eine zweite Inflationswelle sowie eine mögliche Übertreibung im KI-Sektor. Entsprechend bleibt die Wette auf globale Halbleiterwerte mit einem Anteil von 80 % die mit Abstand am stärksten überlaufene Positionierung in der Umfrage – ein neuer Rekordwert. Dennoch sehen die meisten Investoren den KI-Boom noch nicht in der Euphoriephase: 56 % ordnen den Sektor weiterhin der Boom-Phase zu, in der zusätzliche Anlegerzuflüsse erwartet werden, während lediglich 21 % bereits von einer gefährlichen Überhitzung sprechen.
Bei der Asset-Allokation wurden die Aktienübergewichtungen zuletzt etwas reduziert. Besonders Technologieaktien wurden zurückgefahren, während Japan, Banken und Rohstoffwerte neu gekauft wurden. Europa dagegen fiel auf die größte Untergewichtung seit Ende 2024 zurück. Gleichzeitig betrachten Fondsmanager Gold erstmals seit Anfang 2024 wieder als fair bewertet. Aus konträrer Sicht sieht die Bank of America derzeit die größten Chancen bei Anleihen, europäischen Aktien, Konsumwerten und Immobilienaktien (REITs), während Rohstoffe, Halbleiterwerte, Banken und Materialtitel als potenzielle Gegenpositionen gelten.
Insgesamt zeichnet die Umfrage das Bild eines Marktes, der weiterhin von Optimismus getragen wird, dessen Anleger aber zunehmend selektiver agieren. Von einer klassischen Spekulationsblase oder einem unmittelbaren Marktgipfel kann laut den historischen Erfahrungen der Fondsmanagerumfrage derzeit noch keine Rede sein. Vielmehr spricht vieles für eine Fortsetzung des Bullenmarktes – wenn auch mit höheren Schwankungen und einer stärkeren Differenzierung zwischen Gewinnern und Verlierern.
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für DHL von 56,50 auf 60 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Grund: Man sieht nun einen klareren Wachstumskurs für die DHL Group. Und: Man geht davon aus, dass die Markterwartungen weiterhin getoppt werden. Mit der operativen Ergebnisprognose für das zweite Quartal liegt man laut eigenen Angaben um 5 % über dem Konsens und das, wo die Aktien angesichts der Gewinnaussichten bis 2029 attraktiv bewertet sind. Für die gelbe Aktie liegt der Hebel heute auf Grün!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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