Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Künftig wird die Energiewende nicht daran gemessen, wie ambitioniert politische Ziele formuliert sind, sondern daran, ob sie jederzeit bezahlbaren Strom in ausreichender Menge und mit sinkendem CO₂-Fußabdruck liefert. In einem Marktkommentar für den Bernecker Börsenkompass analysiert Investmentprofi Serge Nussbaumer vom Schweizer Wertpapierhaus Maverix die aktuelle Ausgangslage bei der Umsetzung der Energiewende und erläutert, wie sich die Anleger hier am besten positionieren. 

 

Den kompletten Marktkommentar vom Mittwoch, dem 22. Juli, und alle weiteren Artikel des Bernecker Börsenkompass finden Sie hier:

https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/analysen/

Bernecker Team
Bernecker Team

Nach unserem Ausflug zu den beiden deutschen Turnaround-Kandidaten weiten wir unseren Blick heute auf den europäischen Aktienmarkt aus und wenden uns dem EuroStoxx 50 zu. In diesem Index, der die 50 größten und liquidesten Unternehmen der Eurozone abbildet, findet sich neben den bekannten Wachstumsstars mit ihren neuen Höchstständen ebenfalls ein Kranz an klassischen Schwergewichten, denen die Anleger in den vergangenen Jahren die kalte Schulter gezeigt haben. Wie im deutschen Auto- und Zuliefererbereich sind es meist strukturelle Krisen und tiefgreifende Managementwechsel, die diese Aktien in die Turnaround-Zone gedrängt haben. Und wie schon bei den deutschen Werten gilt: Wenn erst einmal die operative Wende sichtbar wird, holen solche Aktien in kurzer Zeit spektakulär auf. Wir haben zwei Kandidaten für Sie herausgesucht und in der Termin-Börse daily vorgestellt (KLICK HIER)

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Tesla-Chef Elon Musk präsentierte gestern nachbörslich durchwachsene Zahlen. So verfehlte der Autobauer beim bereinigten Ergebnis pro Aktie die Erwartungen deutlich. Während die Analysten im Schnitt mit 0,51 $ je Aktie gerechnet hatten, kam Tesla nur auf 0,33 $. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um rund 4 %. Viel spannnender war aber, dass Elon Musk Spekulationen über einen möglichen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX befeuerte (O-Ton Musk: „Es gibt immer mehr Überschneidungen“). Der Tesla-Chef nannte als Beispiel die geplante Chipfabrik Terafab, die Tesla in Zusammenarbeit mit SpaceX und Intel in Texas errichten will. 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die endgültigen Halbjahreszahlen von Vossloh bestätigen die bereits angekündigten schwachen Eckdaten und die gesenkte Jahresprognose. Das Umsatzwachstum von 19 % im ersten Halbjahr war ausschließlich auf die Übernahme von Sateba zurückzuführen. Organisch verzeichnete das Unternehmen hingegen einen leichten Rückgang, bedingt durch verzögerte Abrufe aus Rahmenverträgen, eine insgesamt verhaltene Nachfrage sowie steigende Materialkosten entlang der Lieferkette. Im zweiten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt zwar um 61 % zu, getragen von Sateba, während das Kerngeschäft leicht um 2 % schrumpfte.

Auch die Profitabilität blieb hinter den Erwartungen zurück. Höhere Materialkosten drückten die Bruttomarge im ersten Halbjahr von 27,2 % auf 26,2 %. Gleichzeitig belasteten geringere Produktionsvolumina die Auslastung der Fixkosten. Das EBIT sank im zweiten Quartal um 14 % gegenüber dem Vorjahr, die EBIT-Marge lag bei 8,1 %. Schwach entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Bahndienstleistungen (Lifecycle Solutions), dessen Umsatz trotz besserer Wetterbedingungen und höherer Planungssicherheit bei den Instandhaltungsbudgets der Deutschen Bahn noch 8 % unter dem Vorjahresniveau lag.

Der Blick der Investoren dürfte sich daher auf das Geschäftsjahr 2027 richten. Positiv hervorzuheben ist der organische Auftragseingang, der im zweiten Quartal um 28 % zulegte. Zusammen mit einem Rekord-Auftragsbestand spricht dies für eine deutliche operative Belebung in den kommenden Jahren und untermauert die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Bahninfrastruktur-Spezialisten.
 
 
 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Die Spanier bauen die Position im regulierten Netzgeschäft weiter aus und übernehmen, wie...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Es mit einem weitgehend erwartungsgemäßen zweiten Quartal mit einer operativen Marge um...

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Helmut Gellermann
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Redakteur
Elon Musk bleibt absolut von den geplanten...

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Nach einer scharfen Korrektur sendet der Goldmarkt wieder positive Signale. Vom Hoch Ende Januar verlor der Goldpreis zeitweise rund 30 %, ehe sich das Edelmetall zuletzt erholte und den seit Mai bestehenden Abwärtstrend nach oben durchbrach.

Aus charttechnischer Sicht erinnert der Verlauf stark an den Goldzyklus des Jahres 2006: Damals folgte auf einen kräftigen Einbruch eine mehrjährige zweite Aufwärtsphase mit dynamischem Kursanstieg.

Unterstützt wird die Erholung vor allem durch die Nachfrage aus Asien. Insbesondere die chinesische Zentralbank nutzte den Preisrückgang konsequent zum Ausbau ihrer Goldreserven. Allein im zweiten Quartal erhöhte die People's Bank of China ihre Bestände um 480.000 Feinunzen – der stärkste Quartalsaufbau seit drei Jahren. Insgesamt stiegen die Reserven bis Ende Juni auf 75,44 Mio. Feinunzen, womit sich die Kaufserie auf 20 Monate in Folge verlängerte. Dahinter steht ein langfristiger Trend: Schwellenländer reduzieren ihre Abhängigkeit vom US-Dollar und bauen Gold als strategische Reserve aus. Laut einer Umfrage des World Gold Council planen 45 % von 74 befragten Zentralbanken im kommenden Jahr weitere Goldkäufe – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 2018.

Auch der Terminmarkt spricht für steigende Kurse. Die Optionspositionierung zeigt eine klare Dominanz von Kaufoptionen, der Put-Call-Ratio liegt mit 0,39 auf einem ausgesprochen bullischen Niveau. Besonders auffällig ist das hohe offene Interesse an weit aus dem Geld liegenden Call-Optionen mit Laufzeiten bis November 2026 und Ausübungspreisen von bis zu 20.000 US-Dollar je Unze. Zwar sind solche extremen Strikes vor allem Ausdruck langfristiger Spekulationen, sie unterstreichen jedoch die optimistische Grundhaltung institutioneller Marktteilnehmer.

Sollte sich das historische Muster von 2006 wiederholen, könnte die jüngste Konsolidierung lediglich die Basis für die nächste Aufwärtsbewegung gelegt haben. Anders als damals wird der aktuelle Bullenmarkt jedoch nicht primär von Anlegern, sondern von strukturellen Zentralbankkäufen und der fortschreitenden Diversifizierung der globalen Währungsreserven getragen – ein Fundament, das den Goldpreis auch langfristig stützen dürfte.
 
 
 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur

Die Börsen zeigten sich gestern uneinheitlich. Der DAX gewann 0,6 % und schloss wieder über 25.000 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,54 %, der S&P 500 um 0,14 % und der Dow Jones knapp nachgaben. Die Erholung der Halbleiter- und KI-Werte verlor bereits an Schwung. Belastend wirkt vor allem der Brent-Ölpreis, der zeitweise über 95 $ stieg und bei einem länger anhaltenden hohen Niveau die Inflationserwartungen verstärken kann. Im Mittelpunkt steht heute die EZB-Sitzung, wobei eine weitere Zinserhöhung als wenig wahrscheinlich gilt.

Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 % auf 119,8 Mrd. $, wobei das Werbegeschäft um 17 % und das Cloud-Geschäft um 82 % auf 24,8 Mrd. $ wuchsen. Die erneute Anhebung der Investitionsprognose auf 195 bis 205 Mrd. $ belastete jedoch die Aktie nachbörslich mit rund 2 %.

Tesla erhöhte die Auslieferungen um rund 25 % auf 480.126 Fahrzeuge und den Umsatz um 26 % auf 28,24 Mrd. $, verfehlte mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,33 $ aber deutlich die Erwartung von 0,51 $. Verzögerungen bei Optimus und Cybercab sowie steigende Investitionen drückten die Aktie nachbörslich um rund 4 %.

IBM verlor vor den Zahlen 1,3 bis 2,3 %, da Anleger mit einer Senkung der Jahresprognose rechneten.

Texas Instruments stieg vor der Quartalsbilanz um 1,0 %, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn bereits fast 70 % zugelegt hatte.

AT&T gewann 3,5 %, weil der Konzern im Mobilfunkgeschäft fast ein Drittel mehr Neukunden als erwartet gewann.

Philip Morris übertraf beim Umsatz und operativen Gewinn die Erwartungen und schloss nach einem zwischenzeitlichen Rekordhoch 3,3 % fester.

GE Vernova brach um 8,7 % ein, da höhere Verluste im Windkraftgeschäft die angehobene Umsatzprognose überschatteten. Nach einem Kursanstieg von 65 % seit Jahresbeginn nutzten Anleger die Zahlen zu Gewinnmitnahmen.

AMD gewann 1,5 % nach einer Partnerschaft mit Anthropic über den Einsatz von Grafikprozessoren mit bis zu zwei Gigawatt Leistung. Zusätzlich sagte AMD mögliche Eigenkapitalinvestitionen von bis zu 5 Mrd. $ zu.

Nike verlor 1,8 %, nachdem wichtige chinesische Vertriebspartner von geringeren Online-Liefermengen berichtet hatten.

SpaceX notiert nach dem Börsengang inzwischen unter dem Ausgabepreis. Spekulationen über einen Zusammenschluss mit Tesla wurden von der Unternehmensführung nicht eindeutig zurückgewiesen.

Von den Unternehmen ist heute eine Flut von Quartalszahlen zu erwarten, u.a. von Nestlé, T-Mobile US, Honeywell, Nokia, STMicroelectronics, Thales, Repsol, Traton, Sartorius, Carrefour, Indra Sistemas, Easyjet, Vossloh und LPKF Laser.

Sie möchten jeden Morgen frisch auf dem Handy kurz und knackig über die wichtigsten Tendenzen an der Märkten informiert werden? Dann empfehle ich die Bernecker-App kostenlos im Download: https://www.bernecker.info/app

Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Nach Wochen ohne klare Richtung richtet sich der Blick der Anleger auf die Berichtssaison – und die ersten Signale fallen deutlich besser aus als erwartet. Laut Bloomberg Intelligence erhöhen derzeit mehr Unternehmen des S&P 500 ihre Gewinnprognosen, als sie bestätigen oder senken. Der sogenannte Profit Guidance Momentum-Indikator erreicht damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2011. Gleichzeitig überraschten bislang rund 90 % der berichtenden Unternehmen positiv – ein Rekordwert seit 2013, sollte diese Quote Bestand haben.

Auch die Gewinnentwicklung selbst überzeugt. Für den S&P 500 wird im zweiten Quartal ein Gewinnwachstum von 26 % erwartet, Deutsche Bank rechnet sogar mit 29 %. In Europa steuern die Unternehmen des MSCI Europe auf ein Gewinnplus von 12 % zu. Besonders bemerkenswert: Erstmals seit 2021 erwarten Analysten für das dritte Quartal steigende Gewinne in sämtlichen S&P-500-Sektoren. Damit verbreitert sich das Gewinnwachstum deutlich über die großen KI-Gewinner hinaus.

Ein weiterer Kurstreiber könnte die Positionierung institutioneller Investoren sein. Laut Deutsche Bank haben viele diskretionäre Anleger ihre Aktienquote zuletzt auf Untergewicht reduziert. Fallen die Quartalszahlen weiter stark aus, könnte dies zu Nachkäufen und zusätzlichem Rückenwind für die Märkte führen.

Die Bewährungsprobe steht allerdings erst noch bevor. In den kommenden Tagen berichten nach Alphabet gestern abend (positiv) mit Intel, Microsoft, Meta und Apple die Schwergewichte der Technologiebranche. Ihre Aussagen zu den milliardenschweren KI-Investitionen dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob der aktuelle Optimismus Bestand hat. Enttäuschungen wären angesichts der hohen Erwartungen ein Risiko. Dennoch spricht vieles dafür, dass sich der Bullenmarkt zunehmend auf eine breitere Gewinnbasis stützt – und damit robuster wird als in den vergangenen Jahren.

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