Bernecker Newspilot

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

In Interview mit dem Bernecker Börsenkompass analysiert der Investmentprofi Joel Frick von der Liechtensteiner Bendura Bank die aktuelle Ausgangslage an den Märkten. Zugleich nennt Frick dabei die Sektoren, wo er die besten Chancen sieht, und erläutert, wie sich die Anleger jetzt positionieren sollten. 

Das komplette Interview gibt es unter :

https://www.finanzen100.de/premium/bernecker-boersenkompass/exklusivinterview-iran-konflikt-und-oelpreis-investmentprofi-empfiehlt-jetzt-diese-sektoren_H1908892571_6799618/

Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Schwächster Nasdaq-Wert war gestern NEBIUS (- 7,8 %). Dabei hatte der Betreiber einer vertikal fokussierten KI-Infrastrukturplattform einen bis 2029 laufenden Vertrag mit Reflection AI in der Größenordnung oberhalb von 1 Mrd. $ präsentiert. Beim Kunden handelt es sich laut Bloomberg um ein Projekt früherer Mitarbeiter von DeepMind (Google).  

Zuvor war der Neocloud-Titel aus Anlegersicht monatelang erste Wahl. Die NEBIUS-Aktie hat sich seit April 2025 in 16 Monaten etwa verdreizehnfacht. Zugleich legte COREWEAVE noch eine Verdopplung hin.

Am Hochpunkt kam die negative Aussicht ins Spiel. Es droht wesentlich stärkere Konkurrenz großer Hyperscaler. Die Neoclouds stehen unter höherem Druck.

Nun wurde eine gute Nachricht als Ausstiegszeitpunkt interpretiert. Für strategische Investoren muss das nicht unbedingt gelten; als Marktkapitalisierung wird zurzeit 49 Mrd. $ angezeigt (Quelle: CNBC).

Momentan gehört NEBIUS GROUP für uns eher auf die Watchlist. Der Chartvergleich enthält auch COREWEAVE und den First Trust Cloud Computing UCITS ETF. 

Helmut Gellermann

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Die EU-Kommission will ein europaweites Elektrifizierungsziel festlegen. Was genau bedeutet dies? In diesem soll definiert werden, wie stark Gebäude, Industrie und Verkehr künftig mit Strom statt mit Öl-, Kohle- oder Gasenergie betrieben werden. Wichtige Kennnummer: Derzeit liegt der Stromanteil am Endenergieverbrauch bei gut 23 %. Durch das Elektrifizierungsziel will die Kommission den Einbau von Wärmepumpem vorantreiben und den Absatz von Elektroautos erhöhen. Außerdem will sie das Preisverhältnis zwischen Strom und Gas wieder ins Gleichgewicht bringen. Wie hoch der Stromanteil bis 2040 genau sein soll, geht jedoch aus dem bisher nur als Entwurf vorliegenden Vorhaben nicht hervor. Kein Wunder - herrscht innerhalb der Kommission genau darüber noch Streit. Für die Industrie wäre eine weitere Vorgabe eine neuerliche Belastung. Und das, obwohl die wirtschaftliche Lage ohnehin schon angespannt ist. Die EU-Kommission will den Plan nun offiziell vorstellen. Ende des Jahres soll dann der Vorschlag für ein Gesetz folgen. Irgendwie setzt uns das hier ziemlich unter Strom...

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Bei den Niederländrn zeichnet sich eine spannende Markttechnik ab mit Bruch des langjährigen Abwärtstrends. Vier Bereiche stehen  im Fokus: 1. Gebäudetechnik: Rohrverbindungen, Ventile, Pumpen- und Regeltechnik für Heizungs-, Kühlungs- und Trinkwassersysteme, zunehmend auch für Wärmepumpen und Rechenzentren. 2. Industrie: Wärmebehandlung und...

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Bernecker Team
Bernecker Team

Die Blockade der Straße von Hormus hat nicht nur den Ölpreis und die Frachtraten nach oben katapultiert. Sie löste gleichzeitig einen historischen Bestellboom bei den Werften aus. Es befinden sich inzwischen mehr als 600 Öltanker in den weltweiten Auftragsbüchern. Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden 261 Rohöltanker bestellt. Die Tragfähigkeit der georderten Schiffe übertrifft den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2008 um rund 50 %.

Für die Reeder ist das allerdings keine risikolose Einbahnstraße. Ein großer Teil der neuen Schiffe wird erst 2028 ausgeliefert. Normalisieren sich bis dahin die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und die Frachtraten, könnte aus dem heutigen Mangel schnell ein Überangebot werden. Die riskanteste Wette schließen daher die Reeder ab. Anlagetaktisch interessant sind deshalb Werften und deren Zulieferer. Diese erhalten bereits heute Anzahlungen, füllen ihre Auftragsbücher und verbessern ihre Preissetzungsmacht.

Das Problem: Die großen südkoreanischen und chinesischen Tankerwerften sind über Call-Zertifikate an deutschen Börsen kaum investierbar. Wir weichen deshalb auf zwei international tätige Schiffbauausrüster aus. Das ist nicht ganz so spektakulär, dafür aber tatsächlich handelbar. Mehr lesen im Einzelabruf oder im Abo in der Termin-Börse daily (KLICK HIER)

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Das Marktbild bleibt unruhig, aber stabil. Der DAX startet heute rd. 120 Punkte bzw. 0,5 %schwächer in den Markt. Der überraschend schwache US Inflationswert (CPI) senkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli, drückte die Renditen und stützte Nasdaq sowie Halbleiter. Die technische Erholung bei SK Hynix, Samsung und Kioxia gewinnt damit Kontur, zusätzlich bestätigt ASML mit einer massiven Prognoseanhebung den weiter starken KI Investitionszyklus.

Gleichzeitig brach IBM nach verfehlten Umsatzerwartungen ein und belastete Software sowie IT Dienstleistungen, weil Kunden Budgets in Server, Speicher und Chips verschieben.

Die US Großbanken lieferten überwiegend starke Zahlen, vor allem im Aktienhandel und Investmentbanking. Goldman Sachs pulverisierte regelrecht die Konsenstaxen. Die europäischen Bankenwerte sollten sich dem positiven Bild anschließen. 

Samsung prüft nach dem erfolgreichen SK Hynix Debüt eine US Notierung. DeepSeek bereitet einen Börsengang vor und strebt eine Bewertung von mindestens 71 Mrd. $ an (was ein Unterschied zu den irren Bewertungen von Anthropic und OpenAI von jeweis rd. 1 Bio. $).

In Europa verhandelt Uber über Delivery Hero. Öl bleibt wegen Iran volatil, Gold weiter schwächlich.

Fazit: hohe Schwankungen, aber erste belastbare Erholungsansätze im Chipsektor, deren Nachhaltigkeit noch zu beweisen ist.

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Ihr Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe 

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die Stimmung unter den globalen Fondsmanagern hat laut der aktuellen BofA-Fondsmanager-Umfrage im Juli einen Zustand extremer Bullen-Euphorie erreicht. Getrieben von Optimismus über einen makroökonomischen „Boom“, dovishen Fed-Erwartungen und den anhaltenden KI-Investitionsrausch ist der Optimismus so hoch wie seit Februar 2026 nicht mehr. Doch genau diese einseitige Positionierung mahnt jetzt zur Vorsicht.

Das Sentiment: Extreme Gier & Ein klares Verkaufssignal
Cash-Quote deutlich rückläufig: Die Barmittelbestände der Profis sind von 4,1 % auf ein extrem niedriges Niveau von 3,6 % zurückgegangen. Laut der historischen „BofA Cash Rule“ generiert jede Quote von 4,0 % oder niedriger ein Verkaufssignal für Aktien.
Historischer Gegenwind: In den 16 Fällen seit 2002, in denen die Cash-Quote auf 3,6 % oder tiefer fiel, verloren globale Aktien in den darauffolgenden zwei Wochen im Schnitt 1,0 % (MSCI ACWI: -0,8 %), während Staatsanleihen besser abschnitten.
Bull & Bear Indikator im Extrembereich: Der hauseigene Sentiment-Indikator steht bei einem extrem bullischen Wert von 9,4. Das BofA-Strategenteam rät daher ganz klar: Aktien- und High-Beta-Engagements reduzieren! 

Makro-Ausblick: Das Märchen vom „No Landing“
Keine Landung in Sicht: Rekordverdächtige 54 % der Befragten erwarten für die nächsten 12 Monate ein „No Landing“-Szenario (Wirtschaft wächst stark weiter). 39 % rechnen mit einem „Soft Landing“ und nur winzige 2 % befürchten eine harte Landung.
Inflationsangst verfliegt: Der Konsens hat sich drastisch gedreht. Netto erwarten nun wieder 4 % der Investoren eine sinkende globale Inflation – im Vormonat rechneten netto noch 45 % mit steigenden Preisen. Die Inflationserwartungen sind damit so niedrig wie seit Januar 2025 nicht mehr.
Zins- und Öl-Preisschock ade: Die Erwartung an den Ölpreis zum Jahresende fiel im Schnitt auf 71 USD/bbl (zuvor 86 USD/bbl). Entsprechend entspannt blicken die Profis auf die US-Notenbank: 83 % glauben nicht, dass die Fed vor den US-Kongresswahlen im November die Zinsen anheben wird.

Der KI-Hype: Ein „Crowded Trade“ mit Systemrisiko?
Halbleiter extrem überlaufen: Sensationelle 82 % der Fondsmanager nennen „Long Global Semiconductors“ als den mit Abstand am stärksten überlaufenen Trade der Welt (die Magnificent 7 folgen weit abgeschlagen mit nur noch 7 %).
Das größte Tail-Risk: Die Angst vor einer „KI-Blase“ ist rasant auf den ersten Platz der größten Markt-Tail-Risiken geschossen (45 %, nach 28 % im Vormonat).
Das neue Kreditrisiko: Fast die Hälfte der Befragten (48 %) sieht in den gigantischen Investitionsausgaben (Capex) der KI-Hyperscaler die wahrscheinlichste Quelle für ein systemisches Kreditereignis.
Aber niemand ist short: Trotz der Sorgen halten 48 % der Investoren KI-Aktien nicht für eine Blase und 61 % rechnen fest damit, dass kein großer Tech-Gigant seine KI-Investitionen in diesem Jahr kürzen wird.

Asset-Allocation: USA & Healthcare hui, Energie & UK pfui
USA-Übergewichtung zieht an: Die Allokation in US-Aktien kletterte auf netto 24 % Übergewichtung (OW) – der höchste Stand seit Dezember 2024.
Europa feiert Comeback: Eurozone-Aktien drehten von netto 15 % Untergewichtung im Vormonat auf nun netto 2 % Übergewichtung.
UK-Aktien werden gemieden: Die Positionierung in britischen Aktien fiel auf netto 37 % Untergewicht (UW) – die geringste Allokation seit August 2020.
Sektor-Rotationen:
Healthcare/Pharma verzeichnete massive Zuflüsse und ist nun mit netto 32 % OW der am stärksten übergewichtete Sektor.
Consumer-Sektoren (Staples & Discretionary zusammen) wurden auf ein Rekord-Untergewicht von netto 53 % UW geprügelt (tiefster Stand seit Mai 2006).
Energie-Aktien erlebten mit einem Rutsch auf netto 20 % UW den größten Allokationsabsturz seit Juni 2010.
 

 

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Wells Fargo hat im zweiten Quartal die Erwartungen klar übertroffen. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,00 Dollar und lag damit 0,28 Dollar...

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Der Wirkstoff-Entwickler senkt wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. Demzufolge ist 2026 mit einem Umsatz von 570 bis 610 Mio. Euro zu rechnen. Zuvor war EVOTEC von 700 bis 780 Mio. Euro ausgegangen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nur noch bei minus 70 bis minus 105 Mio. Euro liegen. Zuletzt hatte der Konzern noch auf 0 bis plus 40 Mio. Euro gehofft. Wieso das Ganze? Etwa 40 % der Umsatzlücke sind Unternehmensangaben zufolge innerhalb bestehender Partnerschaften gegenüber dem bisherigen Ausblick zum größten Teil auf eine veränderte zeitliche Staffelung sowie angepasste Zeitpläne für Meilensteinzahlungen zurückzuführen. Die entsprechenden Umsätze werden nun im Jahr 2027 erwartet. Etwa 45 Prozent der Umsatzlücke spiegeln gegenüber den Erwartungen geringere Beiträge aus potenziellen neuen strategischen Partnerschaften wider. Rund 15 % der Umsatzlücke sind auf eine geringere als erwartete Umsatzrealisierung zurückzuführen. Die Erwartungen der Analysten werden mit den neuen Geschäftszielen spürbar verfehlt - kein Wunder also, dass es hier in die Miesen geht: Die EVOTEC-Aktie befindet sich im Sinkflug, notierte heute im frühen Handel gar auf dem tiefsten Stand seit 10 Jahren!

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die Analysten von Jefferies werden für die Salzgitter-Aktie deutlich optimistischer und stufen den Stahlkonzern von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Gleichzeitig steigt das Kursziel um 20 % von 55 auf 66 Euro. Ausschlaggebend sind die verbesserten Perspektiven für den europäischen Stahlmarkt, der von strengeren EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigimporte und dem erwarteten Infrastrukturboom in Deutschland profitieren dürfte.

Mit 76 % des Umsatzes in Europa und 42 % in Deutschland zählt Salzgitter zu den größten Gewinnern dieser Entwicklung. Jefferies erwartet, dass höhere Stahlpreise, steigende Produktionsauslastungen und größere Absatzmengen die Ertragskraft ab 2027 deutlich anheben. Für 2027 prognostizieren die Analysten ein EBITDA von 1,03 Mrd. Euro – rund 18 % mehr als der aktuelle Marktkonsens. Bereits für 2026 wurde die EBITDA-Schätzung auf 727 Mio. Euro angehoben und liegt damit oberhalb der zuletzt erhöhten Unternehmensprognose von 625 bis 725 Mio. Euro. Jefferies hält daher eine weitere Anhebung der Jahresprognose auf bis zu 800 Mio. Euro EBITDA für möglich.

Besonders hoch ist der operative Hebel auf steigende Stahlpreise. Nach Berechnungen von Jefferies würde ein Anstieg der Stahlpreise um lediglich 50 Euro je Tonne das EBITDA um bis zu 285 Mio. Euro erhöhen. Gleichzeitig dürfte eine bessere Auslastung der Stahlwerke die Profitabilität zusätzlich steigern. Die Analysten rechnen damit, dass der Preis für Warmbreitband (Hot Rolled Coil) bis 2027 auf durchschnittlich 763 Euro je Tonne steigt und damit deutlich über dem aktuellen Spotniveau liegt.

Zusätzlichen Wert sehen die Experten in der rund 30-prozentigen Beteiligung an Aurubis, die einen erheblichen Teil des inneren Unternehmenswerts ausmacht. Hinzu kommt die geplante vollständige Übernahme des Stahlherstellers HKM, die langfristig weiteres Optimierungspotenzial eröffnet. Für Jefferies sprechen die strukturell verbesserten Rahmenbedingungen im europäischen Stahlmarkt dafür, dass Salzgitter vor einer neuen Ertragsphase steht – und die jüngste Kursschwäche deshalb eine attraktive Einstiegsgelegenheit bietet.

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