Bernecker Newspilot

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für seinen Wirkstoff Tzield erhalten. Das Präparat soll den Rückgang der körpereigenen Insulinproduktion bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren verlangsamen, bei denen Typ-1-Diabetes im Stadium 3 diagnostiziert wurde. Die Zulassung stützt sich auf die Ergebnisse der erfolgreichen Phase-III-Studie PROTECT, die die Betazellfunktion anhand einer signifikanten Verlangsamung des Rückgangs der durchschnittlichen C-Peptid-Spiegel im Vergleich zu einem Placebo bewertete. Dabei flossen auch Daten aus einem breiteren klinischen Entwicklungsprogramm ein, bei dem über 900 Patienten mit Tzield behandelt wurden. Die Sanofi-Aktie ist fundamental mit einem KGV von 11,4, einem KBV von 1,2 und einer Free-Cashflow-Rendite von 8,4 % attraktiv bewertet. Charttechnisch besteht aber seit März 2025 ein moderater Abwärtstrend, der bisher nur den Ansatz einer Bodenbildung zeigt. 

Dies ist ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass

Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Die Stimmung unter den großen institutionellen Investoren bleibt ausgesprochen positiv, auch wenn erste Anzeichen einer vorsichtigeren Positionierung sichtbar werden. Das zeigt die aktuelle globale Fondsmanagerumfrage der Bank of America. Der hauseigene Bull-&-Bear-Indikator stieg auf 8,9 Punkte und signalisiert damit erstmals wieder einen offiziellen „Sell Signal“-Bereich. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Kassenquote leicht von 3,9 % auf 4,1 %, was darauf hindeutet, dass einige Investoren nach der starken Rallye Gewinne sichern und mit Blick auf die traditionell schwächeren Sommermonate etwas Risiko aus den Portfolios nehmen.

Auffällig ist, dass sich die Konjunktur- und Gewinnperspektiven weiter verbessern. Die Erwartungen für das globale Wachstum und die Unternehmensgewinne erreichten den höchsten Stand seit drei Monaten. Gleichzeitig rechnen die Fondsmanager zunehmend mit einer restriktiveren Geldpolitik. Bereits 40 % erwarten in den kommenden zwölf Monaten Zinserhöhungen der US-Notenbank – nach lediglich 16 % im Vormonat. Für die anstehende Fed-Sitzung gehen 55 % von einer „hawkish hold“, also einer unveränderten, aber restriktiv klingenden Haltung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh aus.

Als größte Risiken für die Kapitalmärkte gelten derzeit eine zweite Inflationswelle sowie eine mögliche Übertreibung im KI-Sektor. Entsprechend bleibt die Wette auf globale Halbleiterwerte mit einem Anteil von 80 % die mit Abstand am stärksten überlaufene Positionierung in der Umfrage – ein neuer Rekordwert. Dennoch sehen die meisten Investoren den KI-Boom noch nicht in der Euphoriephase: 56 % ordnen den Sektor weiterhin der Boom-Phase zu, in der zusätzliche Anlegerzuflüsse erwartet werden, während lediglich 21 % bereits von einer gefährlichen Überhitzung sprechen.

Bei der Asset-Allokation wurden die Aktienübergewichtungen zuletzt etwas reduziert. Besonders Technologieaktien wurden zurückgefahren, während Japan, Banken und Rohstoffwerte neu gekauft wurden. Europa dagegen fiel auf die größte Untergewichtung seit Ende 2024 zurück. Gleichzeitig betrachten Fondsmanager Gold erstmals seit Anfang 2024 wieder als fair bewertet. Aus konträrer Sicht sieht die Bank of America derzeit die größten Chancen bei Anleihen, europäischen Aktien, Konsumwerten und Immobilienaktien (REITs), während Rohstoffe, Halbleiterwerte, Banken und Materialtitel als potenzielle Gegenpositionen gelten.

Insgesamt zeichnet die Umfrage das Bild eines Marktes, der weiterhin von Optimismus getragen wird, dessen Anleger aber zunehmend selektiver agieren. Von einer klassischen Spekulationsblase oder einem unmittelbaren Marktgipfel kann laut den historischen Erfahrungen der Fondsmanagerumfrage derzeit noch keine Rede sein. Vielmehr spricht vieles für eine Fortsetzung des Bullenmarktes – wenn auch mit höheren Schwankungen und einer stärkeren Differenzierung zwischen Gewinnern und Verlierern.

Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für DHL von 56,50 auf 60 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Grund: Man sieht nun einen klareren Wachstumskurs für die DHL Group. Und: Man geht davon aus, dass die Markterwartungen weiterhin getoppt werden. Mit der operativen Ergebnisprognose für das zweite Quartal liegt man laut eigenen Angaben um 5 % über dem Konsens und das, wo die Aktien angesichts der Gewinnaussichten bis 2029 attraktiv bewertet sind. Für die gelbe Aktie liegt der Hebel heute auf Grün!

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Der britische Einzelhandelskonzern erhöht seinen Einfluss auf den australischen Sport- und Schuhhändler Accent Group. Das Unternehmen von Mike Ashley hat ein öffentliches Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien vorgelegt. Der Konzern hält bereits 22,9 % der Anteile und bietet 0,65 australische Dollar je Aktie in bar. Das Angebot beinhaltet keinen Übernahmeaufschlag.

Die Offerte bewertet die noch ausstehenden rund 77 % der Accent-Anteile mit etwa 166 Mio. Pfund. An der Börse wurde das Angebot jedoch skeptisch aufgenommen. Die Aktie sprang nach Bekanntwerden der Pläne um rund 14 % auf 0,74 australische Dollar und notiert damit deutlich über dem Angebotspreis. 

Hinter dem Vorstoß steckt offenbar mehr als nur eine finanzielle Beteiligung. In den Angebotsunterlagen äußert Frasers ungewöhnlich deutliche Kritik an der strategischen Ausrichtung von Accent. Bemängelt werden unter anderem die Ausschüttungspolitik trotz rückläufiger Gewinne, die Vergütungsstruktur des Managements, die Höhe der bilanzierten Firmenwerte sowie zwei Gewinnwarnungen innerhalb kurzer Zeit. Zudem kritisiert Frasers die reduzierte Expansionsplanung für die Einführung von Sports-Direct-Filialen in Australien.

Nach Angaben von Frasers seien wiederholte Versuche gescheitert, mit dem Vorstand von Accent über diese Themen konstruktiv in den Dialog zu treten. Das Unternehmen begründet die Offerte daher damit, seinen Einfluss auf die strategische Entwicklung erhöhen und die eigene Beteiligung besser schützen zu wollen. Gleichzeitig fordert Frasers eine Vertretung im Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat, die der Größe seiner Beteiligung entspricht.

Die Situation ist nur zum Teil mit dem jüngsten Vorstoß von Frasers bei Hugo Boss vergleichbar. Die Tatsache, dass das Angebot ohne Prämie erfolgt, deutet darauf hin, dass Frasers zunächst seinen Anteil erhöhen und damit seine Verhandlungsposition gegenüber dem Management stärken möchte. 

Bernecker Team
Bernecker Team

Das Rahmenabkommen mit dem Iran hat die geopolitischen Risiken nicht beseitigt, aber den Märkten vorerst etwas Druck genommen. Für Aktien bedeutet das: Die große Entwarnung bleibt aus, eine kurzfristige Erholung ist jedoch möglich - besonders bei Branchen, in denen bereits viel Pessimismus eingepreist ist.

Genau deshalb richten wir heute den Blick auf die Automobilindustrie. Hohe Zinsen, schwache Nachfrage, Tarifrisiken, steigende Kosten, die Herausforderungen der Elektromobilität und die Konkurrenz aus China haben die Branche in den vergangenen Jahren stark belastet. Gleichzeitig lag der Fokus der Anleger vor allem auf Tesla, Robotaxis, autonomem Fahren und künstlicher Intelligenz.

Wir schauen bewusst woanders hin: auf etablierte Hersteller mit attraktiven Bewertungen, hohen Umsätzen, solidem Cashflow und einer aktionärsfreundlichen Kapitalpolitik. Dort finden sich aktuell drei Unternehmen, die hervorragend zu einem defensiven, aber chancenorientierten Value-Ansatz passen.

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Man will den Streaming-Anbieter ROKU für rd. rund 22 Mrd. $ inkl. Schulden übernehmen....

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur
Man will sich mindestens 20 Mrd. $ über mehrere Anleiheemissionen sichern. Die Platzierung der...

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Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur

Die Märkte haben gestern die Einigung zwischen den USA und dem Iran gefeiert. Der DAX überschritt zeitweise wieder die Marke von 25.000 und die Renditen haben zwischen vier und sechs Basispunkten verloren. Rohöl der Sorte Brent hat bis auf ca. 82,40 € nachgeben. Auf diesem Niveau hatte Brent zuletzt Anfang März notiert.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,9 % auf 51.671 Punkte und erreichte ein Rekordhoch. Der S&P 500 gewann 1,65 % auf 7.554 Punkte. Der Nasdaq 100 zog um 3,06 % auf 30.544 Punkte an.

Das Abkommen bleibt politisch fragil. Die Öffnung der Straße von Hormus gilt als zentraler Punkt. Iran soll eine Öffnung der Meerenge zugesagt haben. Im Gegenzug hebt die US-Regierung die Seeblockade iranischer Häfen auf. Das Misstrauen bleibt aber hoch.

An der Wall Street profitierten vor allem Fluggesellschaften und Technologiewerte. American Airlines stiegen um 3,2 %. Delta Air Lines legten um 1,2 % zu. Boeing gewann 4,5 %. Ölwerte standen dagegen unter Druck. Chevron verloren 3,6 %. Exxon Mobil gaben ebenfalls nach.

Bei den Technologiewerten standen KI-Fantasie und Halbleiterwerte im Fokus. Micron Technology sprangen um fast 11 % hoch. Western Digital gewannen gut 16 %. SpaceX setzten ihren starken Börsenstart fort und stiegen um fast 20 % auf 192,50 $.

Aber die Party sollte nicht zu ausschweifend gefeiert werden, denn faktisch handelt es sich lediglich um eine sechzigtägige Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens. Zudem wurde bisher die gesamte Thematik des Atomprogramms außen vor gelassen, also genau der Themenkomplex, weshalb USA und Israel den Krieg eigentlich begonnen hatten. Dennoch überwiegt erst einmal die Erleichterung, auch wenn viele Details erst noch verhandelt werden müssen.

Termine stehen heute u.a. folgende an: ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland sowie Baugenehmigungen und Baubeginne in den USA. Zudem meldet Ørsted Q1-Zahlen. 

Sie möchten gerne jeden Morgen auf diese Art und Weise kurz und prägnant auf den neuesten Stand gebracht werden? Dann empfehle ich die kostenlose Bernecker App. Hier gehts zum Download: https://www.bernecker.info/app

Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion

Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Die britische Investmentbank Barclays hat nämlich das Kursziel für EASYJET angehoben - von 480 auf 570 Pence. Die Einstufung der Aktie belässt die Bank bei "Overweight". Grund für das grüne Licht sind die Ergebnisprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027, die Barclays anhob. Darin berücksichtigt wurden die zuletzt gesunkenen Sorgen um die Treibstoffversorgung und optimistischere Buchungssignale des Konkurrenten Wizz Air. Die Aktie kann nun abheben!

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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