Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker daily oder Der Aktionärsbrief.
Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Bernecker daily, Die Actien-Börse Institutionell, Der Aktionärsbrief, Bernecker Trend-Investor oder Frankfurter Börsenbrief.
Georg Sures
Redakteur
Der Industrieverband BDI senkt seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr und rechnet jetzt nur noch mit einem Wachstum von 0,4 %. Im Januar war der BDI noch ein Wachstum von 1 % für 2026 prognostiziert. Hauptgrund für die reduzierte Wachstumsprognose ist der Iran-Krieg, der seit Ende Februar zu höheren Energiepreisen und gestörten Lieferketten geführt hat. Laut BDI-Präsident Peter Leibinger sei die Lage der deutschen Industrie kritisch, aber nicht hoffnungslos. Leibinger fordert jetzt von der Bundesregierung vermehrte Reformanstrengungen.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Markus Horntrich
Redakteur
Der Energiekonzern RWE könnte vor einer strategisch bedeutsamen Erweiterung seines Engagements im deutschen Stromnetz stehen. Laut einem Bericht von Bloomberg führt RWE fortgeschrittene Gespräche über den Erwerb weiterer Anteile am Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Im Fokus stehen dabei Beteiligungen von bis zu 17 % des Versicherers Swiss Life sowie rund 24 % der Beteiligungsgesellschaft AEBG. Da diese Anteile über die Holding M31 gehalten werden, könnte sich die wirtschaftliche Beteiligung von RWE an Amprion von derzeit 25,1 % auf etwa 55 % erhöhen.
Die kolportierte Bewertung von Amprion liegt bei rund 10 Mrd. Euro Eigenkapitalwert. Auf Basis des bereinigten Jahresüberschusses von 672 Mio. Euro für 2025 entspräche dies einem KGV von rund 15. Angesichts des erwarteten Wachstums der regulierten Vermögensbasis (RAB) von durchschnittlich 27 % pro Jahr bis 2030 dürfte das Bewertungsniveau auf Basis der 2026er-Gewinne auf etwa 12,5 sinken. Damit würde Amprion weiterhin unter der Bewertung vergleichbarer europäischer Netzbetreiber gehandelt.
Für RWE wäre die Transaktion vor allem finanziell attraktiv. Analysten von Jefferies schätzen, dass die zusätzliche Beteiligung bereits 2026 einen positiven Ergebnisbeitrag von rund 90 Mio. Euro liefern könnte. Das entspräche einer Gewinnsteigerung von etwa 5 % gegenüber den bisherigen Schätzungen. Trotz eines potenziellen Kaufpreises von rund 3 Mrd. Euro würde sich die Verschuldung lediglich von aktuell 2,6 auf etwa 3,1 Mal EBITDA erhöhen und damit weiterhin innerhalb der von RWE angestrebten Bandbreite von 3,0 bis 3,5 bewegen.
Strategisch würde RWE damit sein Engagement in einem besonders attraktiven Bereich des Energiesektors ausbauen. Übertragungsnetze profitieren von langfristig regulierten Erträgen und erheblichen Investitionen in den Ausbau der Strominfrastruktur. Angesichts des anhaltenden Ausbaus erneuerbarer Energien und der Elektrifizierung von Industrie und Verkehr dürfte der Investitionsbedarf in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen.
Fazit: Sollte die Transaktion zustande kommen, wäre sie aus Investorensicht klar positiv. RWE könnte freie Bilanzkapazitäten in ein wachstumsstarkes und defensives Infrastrukturgeschäft investieren, das attraktive Renditen bei vergleichsweise geringem Risiko verspricht und gleichzeitig das Gewinnwachstum des Konzerns unterstützt.
Bernecker Team
Die großen Technologiewerte haben den Markt in den vergangenen Monaten getragen wie ein einziger breiter Stahlträger. Doch auch der stabilste Träger braucht irgendwann eine Entlastung. Genau an diesem Punkt stehen die Börsen jetzt. Die KI-Fantasie ist intakt, aber sie ist an vielen Stellen nicht mehr neu. Sie ist bekannt, eingepreist und teilweise sehr ambitioniert bewertet.
Auffällig ist zudem: Nicht mehr alle Techwerte laufen mit. Während der Nasdaq-Index nach außen noch Stärke zeigt, bröckelt unter der Oberfläche die Marktbreite. Einige frühere Favoriten zeigen bereits relative Schwäche. Genau dort setzen wir an. Wir suchen nicht die stärksten Aktien zum Wetten gegen den Trend, sondern jene Titel, bei denen die technische Verfassung angeschlagen ist, die Bewertung wenig Fehler verzeiht und die fundamentale Geschichte Risse bekommen hat.
Deshalb nehmen wir heute drei Short-Ideen auf einzelne Technologiewerte in den Blick. Das ist keine Wette gegen Innovation, keine Wette gegen Künstliche Intelligenz und auch keine grundsätzliche Absage an den Technologiesektor. Es ist eine taktische Spekulation darauf, dass überdehnte Erwartungen, hohe Bewertungen und erste Gewinnmitnahmen kurzfristig zu einer fälligen Korrektur führen können. Diese und viele weitere Ideen gibt es in der Termin-Börse daily, im Abo oder Einzelabruf (KLICK HIER).
Helmut Gellermann
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die neue Woche startet mit einem klaren Signal vom Ölmarkt. Brent fällt unter 80 Dollar je Barrel. Teherans permanente Drohungen wie zuletzt am Wochenende werden registriert, aber nicht als Basisszenario gehandelt, was richtig ist. Iran verliert für die tägliche Preisbildung an den Märkten weiter an Gewicht.
Die jüngsten Signale aus der Schweiz bestätigen das. Irans Außenminister Abbas Araghchi meldete nach den Gesprächen mit den USA „major progress“. Unter Vermittlung Katars und Pakistans soll ein Mechanismus zur Deeskalation im Libanon entstehen. Gleichzeitig wurden mögliche Erleichterungen für iranische Öl- und Petrochemieexporte, die Freigabe eingefrorener Gelder und ein Wiederaufbauprogramm genannt.
Damit wird Inflationsdruck von den Märkten genommen, was die Renditen am langen Ende in den letzten drei Wochen trotz falkenartiger Äußerungen der Notenbanken gedrückt hat. Gleichzeitig bleibt die Gewinndynamik der Unternehmen robust, wobei die US-Unternehmen hier die mit Abstand höchste Dynamik präsentieren. Damit ist die Ausgangslage für die Aktienmärkte weiter positiv.
Die asiatischen Märkte präsentieren sich folglich heute robust. Technologieaktien führten die Gewinne dabei weiter an:
LG-Aktien in Südkorea stiegen kräftig. Es geht um Kooperationen mit Nvidia in den Bereichen Physical AI, Robotik, KI-Infrastruktur.
Auch der DAX startet in der Frühbörse freundlich um 25.050 Punkten.
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter https://www.bernecker.info/
Hans A. Bernecker
Redakteur
Wann kommt der erste Rücksetzer bei SpaceX?
Der glückliche Start mit ersten Kursen um 190/210 $ in den ersten Tagen rechtfertigt eine Denkpause. 4,2 % Freefloat sind extrem wenig. Also wird vereinzelt Kasse gemacht werden, aber ohne nachhaltige Wirkung. Mithin sind die kommenden zwei bis drei Wochen schlicht abzuwarten. Der ganze Börsengang ist damit erfolgreich verlaufen. Darin allein liegt die Arbeit der begleitenden Banken.
BMW nach der Gewinnwarnung antizyklisch kaufen?
Der Absturz von BMW um rund 10 % in drei Tagen ist eine negative Überraschung. Der Vorgänger des aktuellen Chefs (seit einer Woche im Amt) lieferte eine typische Überraschung derart, dem Nachfolger eine gute Startbasis vorzulegen. Ursache dafür ist das China-Geschäft. Kurse um 60/62 € sind ein glatter Kauf mit der tiefsten Gewinnbewertung, die es für BMW jemals gab.
Wieder mehr US- statt Europa-Aktien kaufen?
Die Wall Street ist nun mal der Leitbulle. Die Wechselwirkungen von der Wall Street nach Europa für Anlagekapital der Großanleger sind eine fromme Mär. Dafür steht allein der Unterschied in der Größenordnung. Der S&P 500 hat akt. einen Marktwert um 64/70 Bio. Dollar oder 59 Bio. Euro. Alle Europäer zusammen bringen es auf etwa 8/9 Bio. Dollar inkl. London. Der DAX allein schafft etwa 2,2 Bio. Euro inkl. MDAX. Daran allein ist sichtbar, dass größere Kapitalbewegungen via Atlantik kein ernsthaftes Thema sind.
Weitere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen Actien-Börse Nr. 25/2026. Zur Info-Seite geht es mit einem KLICK HIER.
Volker Schulz
Redaktionsleiter


