Bernecker Newspilot

Informationen direkt aus unserer Redaktion

Hans A. Bernecker
Hans A. Bernecker
Redakteur

Kippt die Dominanz der „Magnificent Seven“ im S&P 500?

Die Dominanz der Magnificent Seven wird natürlich abnehmen, aber nicht zusammenbrechen. Der Ablauf aller Kurse in den letzten Wochen ist gut nachvollziehbar, die Kontrolle durch die Investmentbanken unterstelle ich. Das rechnerische Risikovolumen wurde in der Größenordnung um rd. 4 bis 4 ½ Bio. Dollar kalkuliert und ist bis zur Stunde mit etwa 50 % erfüllt. Der Rest ist offen bis die nächsten Quartalszahlen vorliegen und sich im kommenden Quartal die ersten Stabilisierungen einstellen. Die Bewertungen der Gewinne zum einen und die Einordnung der gewaltigen Investitionen sowie deren Finanzierung zum anderen sind dann die Kriterien für alle Großen. Der Rückbau dieser Techs lief in der Dotcom-Krise ähnlich. Der damals schwerste Techwert war Microsoft mit 600 Mrd. Dollar Marktwert, woraus in den folgenden zweieinhalb Jahren rd. 250 Mrd. Dollar wurden, und ab dann begann die große Zukunft von Microsoft, wie bekannt. 

Mehr zu diesem Thema in der aktuellen Actien-Börse 08/26!

Kann Gabler beim Börsengang vom Rüstungsboom profitieren?

In der gegenwärtigen Einschätzung von Rüstungsaktien besteht bei Börsengängen die Versuchung, die Emissionspreise zu überziehen. Das ist nachvollziehbar, aber hält nicht. Sowohl Emittent als auch die Banken sprühen vor Optimismus und müssen schließlich die neuen Aktien platzieren. Dieses Schauspiel lässt sich gut nachvollziehen. Also:

Wo liegt der Emissionspreis? Wer sind Verkäufer und wer soll Käufer werden? Und welcher Preis entsteht zunächst als Erstnotiz, dann mit Korrektur um 10 % und daraus werden anschließend die Zielkurse. Das schaue ich mir in der jetzigen Marktlage in Ruhe an. 

Ist nach den US-Inflationsdaten mit einer Fed-Zinssenkung zu rechnen?

Mit der niedrigen Inflationsrate der Amerikaner ist ein Risikofaktor eliminiert. Das Schwergewicht der Fed-Interessen liegt nun in der Beachtung des Arbeitsmarktes und der Wachstumsrate. In beiden steckt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tendenz entsteht, die Zinsen weiter schrittweise zu reduzieren. Dieses Potenzial ist nicht unerheblich und reicht für einen runden Prozentpunkt. Im Hintergrund dazu wirkt die Steuerung der Geldmenge seitens der Fed, was vielfach übersehen wird. Also:

Die drei genannten Eckdaten wirken positiv für die Erwartung rückläufiger Zinsen in kleinen Schritten.

Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
chart

Der Onlinemarktplatzbetreiber aus Brooklyn bzw. New York wurde gestern für das Zahlenwerk mit insgesamt fast 11 % Kursplus auf 48,91 $ belohnt. Als Börsenwert wird aktuell 4,8 Mrd. $ angezeigt. Eine hohe Summe und trotzdem Schatten der Vergangenheit: Ende 2022 notierte die ETSY-Aktie über 290 $. Schon die Erkenntnis, dass die Zinsen wieder steigen müssen, reichte damals als Endsignal für die (teils coronabedingte) Kursrally.

Über ETSY wurde im Geschäftsjahr 2025 ein Handelsvolumen von 11,9 Mrd. $ (GMV, Gross Merchandising Volume) abgewickelt (- 5,3 %). Davon floss 2,0 Mrd. $ als „Revenue take“ an den digitalen Betreiber. In verdaulichen Einzelbeträgen, aber: Die umsatzbezogene Gebühr wird mit 24,2 % ausgewiesen (Geschäftsjahr 2024: 22,3 %). Für ETSY (und somit die Aktionäre) blieb eine Nettomarge von 5,7 % übrig, ein Jahr zuvor waren es 10,8 %.

Positiv, wenngleich um 8 % geschrumpft, ist der operative Cashflow: 693 Mio. $ im gesamten Geschäftsjahr. Parallel stieg in der Bilanz die Eigenkapitalposition weiter ins Negative: - 1,1 Mrd. $.

Es gibt zahlreiche Liebhaber von so viel Finanzakrobatik. Zumal wenn sie mit dem Zauberwort Aktienrückkauf (777 Mio. $ in 2025) gekoppelt ist.

Die Nutzer von ETSY machen den Eindruck, solide und kenntnisreiche Handwerker zu sein. Sie produzieren hochwertige Stücke und schätzen die weltbekannten digitalen Absatzkanäle, die ihnen finanzielle Freiheiten verschaffen. Ein reizvoller Gegensatz.

Wer hier mitspekulieren will, beherrscht noch eine andere Kunst. Abwarten auf den nächsten gehörigen Kursrücksetzer.

Helmut Gellermann

Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf.

 

Jens Brahm
Jens Brahm
Redakteur

Freitag ist beim Bernecker Börsenkompass Portfolio Tag. Wir durchforsten unsere Empfehlungsliste, nehmen bei ausgewählten Positionen Anpassungen vor und fassen die Transaktionen der Woche zusammen. Diese Arbeit ist unerlässlich für den Erfolg an der Börse. Nehmen auch Sie sich ein paar Minuten Zeit für die Bestandspflege in Ihrem Depot. 

Wir führen momentan 38 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 63%. In dieser Woche haben wir zwei Analysen veröffentlicht, ein Ranking geändert und einen Limitkauf vorgenommen. Heute gibt es unter anderem drei neue Ziele. Betroffen sind unter anderem Bayer, BHP Group, Hochtief, Analog Devices, SAP und BAE Systems, Tecnicas Reunidas und Evonik. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.

Das Offensichtliche tritt auch in den langen Charts immer deutlicher zu Tage: Der DAX schlägt die US-Indizes immer klarer und in dem Chartvergleich ist der Währungsverlust von rund 15% durch den US-Dollar noch gar nicht berücksichtigt.

Zölle, Schulden, der Entzug von billigen Arbeitskräften, das Schleifen von Kontrollmechanismen und die gezielte Besetzung wichtiger Position mit willfährigen Marionetten fordern ihren Tribut. So langsam schwant es immer mehr US-Bürgern, dass sich der Kurs nicht positiv für sie auswirkt. Schon hat sich dafür eine Bezeichnung etabliert: K-shaped economy.- übersetzt - K-förmige Wirtschaft. Ein kleiner Teil profitiert stark - eine großer Teil, leidet unter der Entwicklung. Das Thema wird uns dieses Jahr begleiten, im November sind die Mid-Term Wahlen, wenn es Trump zulässt. Weiterlesen...

Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht  verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
Amrize legt nach den Zahlen am 18. Februar deutlich zu. Am gestrigen Donnerstag hat der Kurs an der NYSE erstmals nachhaltig die Marke von 60 $ überschritten und mit 64,83 $ ein neues Allzeithoch markiert....

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Der Aktionärsbrief.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.

Volker Schulz
Volker Schulz
Chefredakteur
Wir hatten bereits im aktuellen Aktionärsbrief in dieder Woche berichtet: Die...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Der Aktionärsbrief.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.

Volker Schulz
Volker Schulz
Chefredakteur
1. BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, hat heute offiziell die 5-Prozent-Meldeschwelle bei SK Hynix überschritten. Es ist das erste Mal seit Mai 2018. 2. Berichten zufolge (u.a. WinFuture/Bloomberg) fordern...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten unserer Börsenbriefe verfügbar. Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier.

Annerose Winkler
Annerose Winkler
Redakteurin

Wie die Bundesstatistiker soeben meldeten, ging es um 3 % gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,6 % im Vergleich zum Dezember abwärts. Gegenüber dem Januar 2025 war dies vor allem auf dem Konto der Energiepreise (-11,8 %) zu verbuchen. Teurer als im Vorjahresmonat wurden Gebrauchsgüter (2,1 %), Investitionsgüter (1,8 %) sowie Vorleistungsgüter (1,2 %). Nur Verbrauchsgüter verbilligten sich um 0,2 %.

Annerose Winkler

Der Deutsche Unternehmerbrief

www.bernecker.info


Publikationen der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH lesen Sie unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!

Volker Schulz
Volker Schulz
Chefredakteur
chart

Zurich Insurance ist der Dauerläufer und Dividendenaristokrat im starken Schweizer Franken seit 2013 im Passiven Einkommen Portfolio. Zu den aktuellen Zahlen:

Rekord-Betriebsergebnis von 8,9 Mrd. $ für das Geschäftsjahr 2025. 

Kurzfristig mit leichtem Kursdruck aufgrund der Unsicherheiten rund um die 8 Mrd. GBP schwere Beazley-Übernahme (Spekulationen über eine Kapitalerhöhung).

Branchenführende Eigenkapitalrendite von 27 % und ein Nettogewinnplus von 17 %. 

Operativ zahlt sich die strategische Neuausrichtung im Schaden-Segment auf lukrative Mittelstandskunden und Spezialrisiken wie den Bau von Datencentern bereits deutlich aus. 

Im Lebensversicherungsgeschäft sorgt die starke internationale Präsenz durch Bank-Joint-Ventures in Europa und Lateinamerika für stabiles Wachstum. 

Anhebung der Dividende auf 30 CHF pro Titel, was einer attraktiven Rendite von rund 5,4 % entspricht. 

Trotz der laufenden Übernahmediskussion bleibt die Kapitalsituation mit einer Solvenzquote von 259 % exzellent und bietet einen massiven Sicherheitspuffer. 

Gemessen an unserem damaligen Kaufkurs am 17.10.2013 resultiert für uns bei 30 CHF Dividende eine Ausschüttungsrendite von 17 %. In zwei Wochen gibt es ein Update des Passiven Einkommen Portfolios in Der Aktionärsbrief.

Ihr Volker Schulz

Bernecker Redaktion (www.bernecker.info)

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
FREENET war heute vorübergehend der größte Verlierer im MDAX und rutscht zeitweise um bis zu 10 % ab. Auslöser war...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Bernecker Daily.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker Daily.

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
Rohöl der Sorte Brent hat erstmals seit dem vergangenen Sommer wieder die Zone um 70 $ bis 71 $ überschritten. Auslöser ist das wachsende Risiko eines US-Angriffs auf den Iran. Die USA haben in der Region zwei...

Dieser Beitrag ist exklusiv für Abonnenten folgender Publikation(en) verfügbar: Bernecker Daily oder Bernecker.TV.
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker Daily oder Bernecker.TV.
1 / 10