Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Oliver Kantimm
Redakteur
Catharina Nitsch
Redakteurin
Die saudische Fluggesellschaft Riyadh Air hat einen Auftrag über sechs weitere Airbus A350-1000-Flugzeuge bestätigt. Damit hat die Fluggesellschaft nun insgesamt 31 Flugzeuge dieses Typs fest bei AIRBUS bestellt. Der Auftrag erfolgt im Rahmen einer im Jahr 2025 gemachten Zusage der Fluggesellschaft, bis zu 50 Flugzeuge des Typs A350-1000 zu erwerben. Das gibt Rückenwind!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Die UBS bestätigt ihre Kaufempfehlung für Siemens Energy und erhöht das Kursziel von 190 auf 210 Euro. Grundlage sind um rund 11 % höhere EBITA-Schätzungen für 2026 bis 2029, getragen von der anhaltend starken Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik. Der Konzern selbst hat seinen langfristigen Ausblick für den Gasturbinenmarkt um rund 20 % auf durchschnittlich 110 bis 120 GW pro Jahr (2025–2035) angehoben. Die Analysten erwarten, dass Siemens Energy das Jahr 2026 mit rund 100 GW an Auftragsbestand und Produktionsslots abschließt und 2027 mehr als 40 GW an Neuaufträgen verbuchen kann. Da das weltweite Angebot bis 2030 mit rund 95 GW unter der Nachfrage liegen dürfte, rechnen sie weiterhin mit hoher Preissetzungsmacht.
Für das dritte Quartal erwartet die UBS Auftragseingänge rund 2 % über dem Konsens, insbesondere bei Gas Services (+5 %) und Grid (+7 %). Auch beim EBITA sehen die Analysten in beiden Sparten ein Aufwärtspotenzial von durchschnittlich 4 %. Zudem könnte Siemens Gamesa im Quartal die Gewinnschwelle erreichen. Ein freier Cashflow von rund 2 Mrd. Euro im dritten Quartal bzw. 6,4 Mrd. Euro nach neun Monaten könnte darüber hinaus den Spielraum für höhere Aktienrückkäufe erhöhen. Trotz eines erwarteten EBITA-Wachstums von 43 % p.a. zwischen 2025 und 2028 wird die Aktie für 2028 weiterhin mit einem rund 10 %igen Bewertungsabschlag zum Sektor gehandelt.
Bernecker Team
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten spitzen sich weiter zu, und ein Ende ist nicht in Sicht. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Straße von Hormus noch für längere Zeit weitgehend geschlossen bleiben wird. Für die globalen Lieferketten ist dies ein massiver Schock, doch an den Rohstoffmärkten braut sich dadurch ein perfekter Sturm zusammen: Uns steht ein drastischer, weltweiter Mangel an Düngemitteln bevor.
Rund 30 % der weltweiten Düngemittelexporte passieren dieses Nadelöhr. Wenn diese Kapazitäten monatelang vom Markt genommen werden, schießen die Preise unweigerlich in die Höhe. Für die Landwirtschaft ist das ein Albtraum, für Investoren eröffnet sich hier jedoch eine der klarsten Profitchancen des Jahres. Wir setzen auf zwei Unternehmen, die außerhalb der Krisenregion produzieren, logistisch völlig unabhängig sind und von der globalen Preiswelle voll profitieren. Beide gibt es wie immer in der Termin-Börse daily (KLICK HIER).
Helmut Gellermann
Redakteur
Die geopolitische Situation bleibt durch die weitere Eskalation im Nahen Osten gefährlich. US-Angriffe der letzten Nach wurden als Vergeltung für getötete US-Soldaten gerechtfertigt. So erreichte der Erdölpreis (Brent) wieder das etwa am 10. Juni geltende Niveau.
Die chinesische KI-Offensive (Moonshot) drückte insbesondere den südkoreanischen KOSPI (zeitweise minus 4,5 %) nach unten. Die Aktie des eng mit NVIDIA verbundenen Speicherherstellers SK HYNIX ist wie erwartet in den USA stärker als im Heimatmarkt, was auch die in Europa gehandelten GDR betrifft. Indes geht nicht der gesamte Speicherbereich simultan nach unten, was sich am Freitag mit + 5,7 % bei SEAGATE zeigte.
Bei den US-Einzeltiteln hat INTUITIVE SURGICAl (- 14,2 %) am Freitag am stärksten enttäuscht, auch dies unter dem Einfluss chinesischer Konkurrenz. SPACEX wurde weiter nach unten gereicht, inszwischen bei 124 $ deutlich ca. 11 $ unter dem Emissionspreis.
Nachdem ca. ein Zehntel der Unternehmen im S&P 500 die Quartalsberichte vorgelegt haben, ist das Bild positiv. Gewinnschätzungen wurden in ca. 88 % der Fälle übertroffen, bei den Umsatzprognosen waren dies 85 %. Die tatsächlichen Gewinne je Aktie lagen im Durchschnitt 16 bis 17 % über den Konsenszahlen.
Das Gewinnwachstum zum Vorjahr wird (für den gesamten S&P 500) mit fast 25 % angesetzt. Läuft die Berichtssaison in diesem Sinn plangemäß weiter, dürfte der 5-Jahres-Durchschnitt bei den Gewinnüberraschungen (ca. 78 %) übertroffen werden. Da sich die hohen KI-Erwartungen parallel weiter relativieren, ist insgesamt nur mit schwachen Index-Zuwächsen zu rechnen.
In dieser Woche steht eine Flut weiterer Quartalsberichte in den USA bevor. Darunter am Dienstag GENERAL MOTORS, DANAHER und NORTHROP am Dienstag sowie TESLA, ALPHABET, IBM und TI am Mittwoche. Sowie INTEL, T-MOBILE US und LOCKHEED MARTIN am Donnerstag. Zum Wochenschluss dann AMERICAN EXPRESS.
Europa: Hier sind insbesondere BANCO SANTANDER, UNICREDIT und IBERDROLA am Mittwoch und SAP sowie ROCHE und NESTLÉ am Donnerstag zu beachten. Geldpolitisch: Der EZB-Rat tagt ab Mittwoch und gibt am Donnerstag die nächste Zinsentscheidung bekannt.
Helmut Gellermann
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Hans A. Bernecker
Redakteur
Welche Zahlen werden der Höhepunkt der Berichtssaison?
Die Berichtssaison begann mit den sehr guten Ergebnissen der Großbanken. Die Analystenschätzungen für den S&P liegen zurzeit bei einem Zuwachs um 23 % für das laufende Quartal. Damit ist der Trend stabil, aber anfällig für Überraschungen. Dafür sorgte kürzlich IBM mit einem Tagesverlust von fast 25 %. Das bedeutet: Die Bewertungen sind insgesamt komfortabel, lassen aber wenig Spielraum für positive Überraschungen. Schwieriger sind dagegen die Enttäuschungen à la IBM. Das ergibt eine Mischung aus positiv und negativ, was sich im Index insgesamt nur in einem kleinen Rahmen widerspiegelt. Die großen Techs sind im Moment nicht entscheidend.
Warum stört die neue Iran-Eskalation die Märkte nicht
Der Iran-Konflikt gleicht dem Ukraine-Konflikt. Die Gegner haben sich festgefahren und können sich auf der aktuellen Basis gegenseitig begrenzen, aber keinen Sieg/Frieden erreichen. Eine solche Konstellation kann Jahre andauern, wie der Ukraine-Konflikt zeigt. Nicht schön, aber damit können die Euromärkte nebst den USA leben. Wie in solchen Fällen immer, bedarf es der Entscheidung einer Person in den jeweiligen Staaten, um diesen Konflikt aufzulösen. Im Übrigen: Der Ölfluss durch die Straße von Hormus ist nicht komplett dicht und Alternativen des Transportes dienen der Kompensation.
Wie bewerten Sie Apples Klage gegen OpenAI?
Die großen Techs kämpfen gerade mit extrem hohen Capex-Belastungen, welche deren Freien Cashflows eliminieren. Gleichzeitig: Die zweite Garnitur baut sich sowohl als Partner als auch als Konkurrenz auf. Das bedeutet: Der Markt wird breiter und größer und die Anwendungen vielfältiger. Daraus entstehen Konkurrenzkonflikte - wie immer mit entsprechenden Konsequenzen. Wer gegen wen antritt, ist nicht entscheidend. Alle großen Techs werden in diesem Rahmen einen großen Teil ihrer bisherigen Gewinne abgeben, also korrigieren oder mindestens konsolidieren. Mit dem Vorteil: Dann hat sich die Techszene deutlich erweitert, die Produkte sind vielfältiger und ab dann beginnt die seriöse Bewertung. Sie gilt für Jahre. Siehe auch die aktuelle Actien-Börse.
Bernecker Team
Wer dachte, die Tech-Rally würde im Sommerwind einfach immer weiter nach vorne segeln, wurde in den vergangenen Tagen unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Stattdessen kam es zu einem weltweiten Beben im Halbleitersektor. Von den USA über Europa bis nach Asien gerieten die Chip-Giganten massiv unter die Räder. Besonders drastisch zeigte sich der Ausverkauf in Japan, wo der Halbleiter-Subindex des Nikkei zeitweise zweistellige Verluste verbuchte.
Die aktuelle Tech-Schwäche ist kein Paradoxon: Selbst hervorragende operative Nachrichten verpuffen wirkungslos. Die jüngsten, eigentlich erfreulichen Quartalszahlen des Branchenprimus TSMC konnten den Abwärtssog nicht stoppen. Wenn exzellente Fundamentaldaten verglühen, ohne ein Kursfeuerwerk zu entfachen, ist das ein klassisches Signal: Der Markt ist technisch überhitzt und wir befinden uns mitten in einer längst überfälligen, gesunden Bereinigungsphase. Für uns ist dieser ungemütliche Sommerwind allerdings kein Grund zur Hektik. Im Gegenteil:
Gewinne sind realisiert bzw. abgesichert: Nach den konsequenten und äußerst lukrativen Gewinnrealisierungen im zweiten Quartal können wir in Ruhe abwarten.
Kein Griff ins fallende Messer: Ein verfrühter Wiedereinstieg drängt sich aktuell schlichtweg nicht auf. Wir widerstehen dem Impuls, zu früh nach vermeintlichen Schnäppchen zu greifen.
Geduld an der Seitenlinie: Wir beobachten das Geschehen weiterhin aufmerksam und warten ab, bis sich eine verlässliche, charttechnische Bodenbildung abzeichnet.
Solange die Halbleiterwerte nach ihrer fulminanten Rally der letzten Monate Luft ablassen, konzentrieren wir uns abseits des Tech-Mainstreams lieber auf ausgewählte Sondersituationen.
Das sind zum einen die deutsche Automobilindustrie, die mit zwei Schwergewichten in unserer dieswöchigen Ausgabe vertreten ist. Dann ein Unternehmen, dass von der Sperrung der Straße von Hormus profitiert und zwei Online-Apotheken, die durch das E-Rezept und den Card-Link eine Sonderkonjunktur erleben.
Nur einmal in der Woche ordern, aber profitieren wie die Großen. Das ist die Termin-Börse aus dem Hause Bernecker. Aber lassen Sie sich nicht täuschen, das Risiko spekuliert immer mit! Deshalb hat bei uns jeder Einstieg mehrere Kauflimits, immer einen Stop und meistens eine heiße Story. Das geht per Abo oder auch im Einzelabruf (KLICK HIER).
Jens Brahm
Redakteur
Wir führen momentan 35 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei 55%. In dieser Woche haben wir eine Analyse, ein Interview und drei Updates veröffentlicht außerdem haben wir ein Rating angepasst und ein Stop-Loss platziert. Heute passen wir ein weiteren Stop an, heben ein Ziel und ein Rating an. Betroffen sind unter anderem SK Hynix, Porr, Prysmian, Bayer, Nemetschek, Zalando, der Copper ETF und zwei Sparplan-Monster . Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.
Halbleiter und KI-Infrastruktur korrigieren. Das drückt den Tech-Sektor und damit den NASDAQ100 als klar schwächsten Index in den letzten Wochen. DOW JONES oder auch die gleichgewichtete Variante des S&P500 entwickeln sich seit Wochen besser und notieren nur ganz knapp unter Allzeithoch.
Wir heben das Rating für das gleichgewichtete XTRACKER ETF auf den S&P500 an und verweisen noch mal auf meinen Artikel zur Branchenrotation aus der Vorwoche, den Sie hier noch einmal nachlesen können. Kommen wir zu den Änderungen der laufenden Woche: Weiterlesen...
Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Regelmäßig freitags gegen Mittag fassen wir im Stop&Go Artikel die Veränderungen in unserer Empfehlungsliste und die wichtigsten Inhalte der Woche zusammen. Das können Sie auch ohne Abo lesen, bei unserem Partner Finanzen100. Einen vollständigen Überblick können Sie sich in unserer Artikelübersicht verschaffen. Wenn Sie unsere Inhalte interessant finden und mehr davon lesen möchten, können Sie uns einen ganzen Monat kostenlos testen. Das Probeabo können Sie in den ersten 30 Tagen mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!
Bernecker Team
Der europäische Online-Apothekenmarkt erlebt dank des E-Rezepts und des neuen Card-Link-Verfahrens eine beispiellose Sonderkonjunktur. Nachdem die jahrelangen regulatorischen und technologischen Hürden überwunden sind, explodieren die rezeptpflichtigen Umsätze im Kernmarkt Deutschland förmlich. Für vorausschauende Investoren bietet sich nach der heftigen Konsolidierungsphase der vergangenen Jahre jetzt eine gute Gelegenheit, sich in diesem strukturell wachsenden Zukunftsmarkt strategisch zu positionieren. Zu diesem Zweck haben wir Ihnen in der Termin-Börse daily zwei Unternehmen herausgesucht. Diese und weitere Empfehlungen gibt es für Sie im Einzelabruf oder im Abo (KLICK HIER).
Catharina Nitsch
Redakteurin
Das muss erst einmal jemand nachmachen: Binnen fünf Handelstagen verlor die Aktie von IBM rund 25 %. Warum? Am 14. Juli 2026 hatte IBM vorläufige Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht. Diese lagen komplett unter den Erwartungen: Der Umsatz erreichte rund 17,2 Mrd. $ statt der erwarteten etwa 17,86 Mrd. $, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,93 $ gegenüber einer Konsensschätzung von rund 3,01 $. In einem Brief an die Investoren räumte der Konzernchef (A. Krishna) ein, das Management habe auf eine Verschiebung der Kundenausgaben nicht schnell genug reagiert. So hätten Kunden ihre Budgets gegen Ende Juni 2026 verstärkt in Server, Speicher und Arbeitsspeicher umgeleitet, um sich Kapazitäten vor erwarteten Preiserhöhungen zu sichern. Dadurch kamen mehrere große Abschlüsse nicht wie geplant zustande. Und daraufhin ging es mit der Aktie in unerwartete Tiefen.
Wie geht es nun weiter? Eigentlich gilt auch hier: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Heißt: Die verschobenen Aufträge sind nicht verloren, sondern nur zeitlich versetzt. Außerdem bleibt das Kerngeschäft mit Software und der neuen z17-Mainframe-Generation langfristig intakt. Hinzu kommen die Investitionspläne im Quantencomputing sowie eine langjährige Dividendenhistorie mit einer Rendite von rund 3,1 %. Für uns also kein Grund, die Aktie zu ignorieren.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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