Bernecker Newspilot
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Catharina Nitsch
Redakteurin
Kein Stern am Börsenhimmel - LUCID hat im ersten Geschäftsquartal 2026 erneut rote Zahlen erzielt. Das EPS lag bei -3,46 $ und damit tiefer als im Vorjahresquartal (-2,40 $) und auch unter den Markterwartungen, die auf -2,35 $ je Aktie gelautet hatten. Allerdings stiegen die Erlöse: Nach 235,1 Mio. $ an Umsatz im Vergleichszeitraum des Vorjahres erlöste LUCID nun 282,46 Mio. $, aber auch hier war man von mehr ausgegangen (370 Mio. $). Enttäuschung auf ganzer Breite - der Aktienkurs spiegel das heute mit einem Minus von über 5 % wider.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Markus Horntrich
Redakteur
Die EU-Kommission verschärft ihre industrie- und sicherheitspolitische Linie gegenüber chinesischer Technologie im Energiesektor deutlich. Künftig sollen Projekte mit „Hochrisiko“-Wechselrichtern – ausdrücklich auch aus China – weitgehend von EU-Fördermitteln ausgeschlossen werden.
Für den europäischen Wechselrichtermarkt ist dies ein struktureller Wendepunkt. Denn die Wahl des Lieferanten wird künftig direkt mit dem Zugang zu subventionierter Finanzierung verknüpft. Besonders relevant ist dies im Utility-Scale-Solarbereich sowie bei Speicherprojekten, die häufig über öffentliche Banken finanziert werden. Zwar gilt für bereits weit fortgeschrittene Projekte eine Übergangsfrist bis November 2026, allerdings könnten auch hier zusätzliche Cybersecurity-Auflagen oder Einschränkungen für chinesische Anbieter greifen. Ab April 2027 sollen neue EU-finanzierte Projekte Hochrisiko-Lieferanten dann vollständig ausschließen.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien dürften nach Einschätzung der EU sowie von Branchenverbänden überschaubar bleiben. Wechselrichter machen lediglich rund 5 % der Investitionskosten großer Solarparks aus. Selbst ein Wechsel auf nicht-chinesische Anbieter würde die Gesamtkosten laut Wood Mackenzie und ESMC um weniger als 2 % erhöhen. Gleichzeitig verfüge Europa bereits über ausreichende Produktionskapazitäten: Die europäische Wechselrichterindustrie kommt derzeit auf mehr als 100 GW Jahreskapazität, weitere rund 45 GW Ausbau seien bis 2027 geplant.
Für Anbieter wie SMA Solar Technology ist die Entwicklung klar positiv zu werten. Chinesische Hersteller dominieren bislang mit rund 80 % Marktanteil den globalen Wechselrichtermarkt. Bereits eine partielle Verlagerung EU-finanzierter Nachfrage hin zu europäischen Produzenten könnte daher erhebliche Marktanteils- und Ergebnisimpulse auslösen.
Bernecker Team
Die Marktstimmung für die großen Software- und Plattform-Giganten beginnt sich gerade erst spürbar zu wandeln. Denn die Phase der beinahe panischen Verunsicherung weicht einer zunehmend konstruktiven Haltung. Lange Zeit dominierten an den Börsen die Prognosen, dass die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz etablierte Geschäftsmodelle schlichtweg zerstören und entwerten würde. Doch diese Angst erweist sich mehr und mehr als fundamentale Fehleinschätzung. Tatsächlich fungiert KI nicht als Bedrohung der Existenz, sondern als massiver Katalysator einer automatisierten Transformation, die die operative Schlagkraft dieser Unternehmen vervielfacht. Diese fundamentale Beschleunigung ist in den aktuellen Kursen noch bei weitem nicht eingepreist. Insbesondere bei den zuletzt deutlich abgestraften Schwergewichten zeigt sich, dass der Markt das enorme Potenzial der technologischen Integration unterschätzt hat. Diese Unternehmen stehen keineswegs vor dem Abgrund, sondern vielmehr vor einem nachhaltigen Turnaround, da sie KI-Lösungen direkt in ihre bereits unverzichtbaren Ökosysteme implementieren und damit neue Margenpotenziale erschließen. Für weitsichtige Anleger bietet das aktuelle Marktumfeld somit eine seltene Gelegenheit, sich in Qualitätstiteln zu positionieren, bevor die breite Masse realisiert, dass die vermeintliche Disruption in Wahrheit der stärkste Wachstumsmotor der kommenden Jahre ist. Wir haben heute drei solcher Schwergewichte in der TB-Daily herausgestellt.
Wenn Sie Interesse an täglichen Trade-Empfehlungen haben, dann schauen sie sich gerne unsere TB-Daily an, das geht im Abo oder im Einzelabruf.
Markus Horntrich
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Bernecker Daily, Der Aktionärsbrief oder Frankfurter Börsenbrief.
Markus Horntrich
Redakteur
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Guten Morgen aus der Redaktion,
die Aktienmärkte haussieren. Trump meldet mal wieder Fortschritte in Richtung eines Abkommens mit dem Iran. Zwar bleibt die Blockade iranischer Häfen vorerst bestehen, doch die Ankündigung, die Bemühungen zur Befreiung festgesetzter Schiffe in der Straße von Hormus vorerst zu pausieren, sorgte für gute Stimmung - die in erster Linie von den Techs getragen wird.
Der Preis für Brent gab um 1,6 % auf etwa 108 $ pro Barrel nach.
Der Yen legte deutlich zu und notierte bei etwa 155,85 pro Dollar. Interventionen sind denkbar.
Der MSCI-Index für asiatische Aktien erreichte heute ein Allzeithoch. Besonders der südkoreanische Kospi ragte mit einem Plus von über 6 % heraus mit einer weiter explodierenden SK Hynix-Aktie. Samsung Electronics sprang um 15 % nach oben. Mit einer Bewertung von einer Billion Dollar ist Samsung nun das zweite asiatische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht.
Auch die US-Börsen schlossen auf Rekordniveau. Starke Quartalszahlen von AMD und Super Micro Computer sorgen für Hochstimmung im Sektor. AMD erwartet nun, dass der Markt für Datencenter-CPUs bis 2030 jährlich um mehr als 35 % wachsen und ein Volumen von über 120 Mrd. $ erreichen wird. Zuvor war man von lediglich 18 % ausgegangen. Das schiebt den ganzen Sektor weiter an. Wir reiten die Welle, bis sie bricht.
Für die Eröffnung der europäischen Märkte wird ein freundlicher Start mit Gewinnen von knapp 1 % erwartet.
Desweiteren:
Infineon: Dank KI-Boom erhöht unser Empfehlungswert die Prognose.
Im Autosektor liegt Continental bei der Profitabilität besser als gedacht und BMW verdient mit Autos mehr als erwartet.
Anthropic: Das Unternehmen stellte neue KI-Agenten für Finanzdienstleistungen vor, um gezielt Marktanteile an der Wall Street zu gewinnen (Disruption ist das Stichwort)
Alphabet: Der Konzern erhöht seine Kreditaufnahme massiv, um die kapitalintensiven Investitionen in die KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Arista Networks: Das reicht zunächst nicht. Die Prognosen für Q1 wurden geschlagen und der Umsatzausblick trifft die Erwartungen. Der Hauptauslöser für den Kursrutsch war die Prognose für Q2. Arista rechnet mit einer bereinigten operativen Marge zwischen 46 % und 47 %. Im Q1 lag diese noch bei 47,8 %.
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Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Georg Sures
Redakteur
Die Amazon-Tochter AWS weitet die Zusammenarbeit mit dem saudischen KI-Entwickler Humain ausweiten. Humain war 2025 auf Initiative des saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman gegründet worden, um Saudi-Arabien eine global führende Rolle bei der Entwicklung von KI-Infrastruktur zu sichern. Die beiden Partner wollen mit Humain One eine Plattform zur Beschleunigung der Implementierung generativer KI in Unternehmen an den Start bringen. Humain One integriert dabei KI-Entwicklung, Dateninfrastruktur, Orchestrierung und Governance in eine einzige Umgebung und verbesserte so die Kontrolle der KI-Prozesse. Die Amazon-Aktie (mittleres Kursziel der Analysten: 308,13 $) bleibt eine sehr gute Halteposition.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Helmut Gellermann
Redakteur
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