Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Bernecker Team
Der Stimmungsumschwung an der Wall Street nimmt zunehmend konkrete Formen an. Selbst überzeugende Quartalsergebnisse reichen inzwischen häufig nicht mehr aus, um die Aktienkurse der großen Technologiekonzerne zu beflügeln. Stattdessen hinterfragen Investoren immer kritischer, ob sich die gigantischen Investitionen in künstliche Intelligenz jemals angemessen rentieren werden. Der bislang nahezu grenzenlose Zukunftsoptimismus weicht zunehmend einer nüchternen Betrachtung von Kosten, Cashflows und Kapitalbedarf.
Mit unseren Short-Positionen in MICROSOFT und AMAZON setzen wir bereits auf eine Fortsetzung der Korrektur im Technologiesektor. Nun nehmen wir einen dritten prominenten KI-Schwergewichtswert ins Visier.
Während wir bei den hoch bewerteten Technologiewerten auf fallende Kurse setzen, entdecken wir in der klassischen Industrie weiterhin interessante Einstiegschancen. Als Beispiel: ein deutscher Chemiekonzern der mit seinen jüngsten Quartalszahlen positive Signale geliefert und den Jahresausblick angehoben hat.
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Bernecker Team
Markus Horntrich
Redakteur
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Wall Street setzte ihre Erholung gestern fort. Der Nasdaq gewann 1,18 %, der S&P 500 0,60 %. Boeing verlor nach enttäuschenden Zahlen rund 11 %. Das Comeback bekommt Risse. Der DAX startet mit leichten Abgaben in den Tag.
In Asien liefert SK Hynix einen Rekordgewinn. Das operative Ergebnis erreichte 83,3 Billionen Won gegenüber 76,7 Billionen Won Konsens. Auch der Umsatz von 104,6 Billionen Won übertraf die erwarteten 98,2 Billionen. Die Aktie reagiert mit knapp 10 % nach oben. Für 2027 und 2028 sind bereits mehr als 50 % der Produktionskapazitäten langfristig vertraglich gebunden.
Die Deutsche Bank überrascht positiv. Der Vorsteuergewinn erreichte 2,6 Milliarden Euro gegenüber rund 2,4 Milliarden Euro Konsens. Auch der Gewinn je Aktie von 94 Cent übertraf die erwarteten 81 Cent. Die Aktie tendiert vorbörslich fester. Wie wir die Lage nach der kräftigen Korrektur einschätzen, lesen Sie heute ab ca. 9.30 Uhr in der Daily.
Hier geht es zur Daily: https://www.bernecker.info/bernecker-daily
BASF erhöht nach einem starken dritten Quartal die Jahresprognose. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,64 Milliarden Euro gegenüber 1,495 Milliarden Euro Konsens. Für das Gesamtjahr erwartet BASF nun 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro, zuvor waren es 6,9 bis 7,7 Milliarden.
Mercedes-Benz steht dagegen unter Druck. Zwar übertraf das Quartals-EBIT mit 1,77 Milliarden Euro den Konsens von 1,6 Milliarden. Der freie Cashflow des Industriegeschäfts blieb mit 172 Millionen Euro aber weit hinter den erwarteten 422 Millionen zurück. Die Pkw-Margenprognose wurde bereits gestern von 3 bis 5 % auf nur noch 2 bis 3 % gesenkt. Die Aktie tendiert zurecht schwach.
NXP verliert nachbörslich rund 7 %. Der Halbleiterhersteller steigerte den Umsatz um 19 % auf 3,79 Milliarden Dollar gegenüber 3,76 Milliarden Dollar Konsens. Der bereinigte Gewinn von 4,20 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls die Erwartungen. Allerdings liegt die Umsatzprognose für das Schlussquartal mit 3,75 bis 3,95 Milliarden Dollar am Mittelwert knapp unter den erwarteten 3,86 Milliarden. Auch zusätzliche Aktienrückkäufe über 5 Milliarden Dollar konnten die negative Kursreaktion nicht verhindern.
Visa schlägt die Gewinnerwartungen ebenfalls leicht, verliert nachbörslich aber rund 1,4 %. Der bereinigte Gewinn erreichte 3,48 Dollar je Aktie gegenüber 3,44 Dollar Konsens. Der Umsatz stieg um 13 % auf 12,14 Milliarden Dollar.
Heute richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Nach Börsenschluss berichten Microsoft und Alphabet. Ihre Aussagen zur KI-Nachfrage und den Investitionsbudgets werden für die KI-Szene entscheidend werden.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Markus Horntrich
Redakteur
SUSS MicroTec senkt die Prognose für 2026 deutlich: Statt 425 bis 485 Mio. € Umsatz erwartet der Anlagenbauer nun 405 bis 425 Mio. €. Die EBIT-Marge soll nur noch 5 bis 7 % erreichen, nach zuvor erwarteten 8 bis 10 %. Die Bruttomargenprognose von 35 bis 37 % bleibt bestehen. Auslöser sind Engpässe bei einzelnen Komponenten, die Fertigstellungen und Auslieferungen verzögern, sowie die Verlagerung der Garchinger Produktion. Von insgesamt 6,2 Mio. € Einmalkosten sollen rund 4,5 Mio. € noch 2026 anfallen.
SUSS meldet allerdings auch einen starken Auftragseingang im dritten Quartal und einen Rekord-Auftragsbestand. Ein Teil des Umsatzes verschiebt sich damit lediglich ins Jahr 2027. Knackpunkte für die Realisierung sind die Lieferkette und die Schnelligkeit der Produktionsverlagerung mit anschließendem Hochlauf.
Die Kauf-Limits bei 52 € und 47 € wurden mit dem Kursrückgang erreicht. Mehr zu SUSS in der Actien-Börse am Donnerstag.
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Catharina Nitsch
Redakteurin
PORSCHE hat in den ersten neun Monaten angesichts rückläufiger Autoverkäufe weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum - der Umsatz sank auf 25,28 Mrd. Euro (Vorjahr: 26,86 Mrd. Euro), doch: Operativ erzielte der Sportwagenhersteller wieder eine deutlich positivere Rendite, nachdem im Vorjahr hohe Kosten für die Neuausrichtung belastet hatten. Daher bekräftigte man nun auch den Ausblick für das Gesamtjahr. Hier erwartet PORSCHE weiter einen Umsatz in der Bandbreite von rund 35 Mrd. Euro bis 36 Mrd. Euro, die operative Umsatzrendite soll zwischen 5,5 und 7,5 % liegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Oliver Kantimm
Redakteur
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