Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Jens Brahm
Redakteur
Zum Wochenauftakt haben wir Trumps Strategie analysiert, wie sich die US-Regierung von Unternehmen entlohnen lässt. Dabei gibt es einen bunten Strauß an Maßnahmen, die Unternehmen nicht ablehnen können. Zwei Varianten haben wir erläutert. Direkte Beteiligung in Form von Aktien wie bei Intel und Umsatzbeteiligung wie bei NVIDIA und AMD. Die spannenden Details über die neue Wirtschaftswelt mit Staatsbeteiligung lesen Sie in dem Artikel Ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann . Wir prognostizieren: das wird Schule machen und wir werden alle umdenken müssen.
Wir führen momentan 38 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei über 47 %. In dieser Woche haben wir NU HOLDING, PRYSMIAN, PUMA, RWE, GAZTRANSPORT ET TECHNIGAZ, MOTA ENGIL, AECOM und BILFINGER auf der Agenda. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.
Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Oliver Kantimm
Redakteur
Die Aktie von Marvell Technology bricht heute im vorbörslichen US-Handel um mehr als 11 % ein, da die Erwartungen an das Rechenzentrumsgeschäft nicht erfüllt wurden. Anleger hatten stark auf kundenspezifische Chips gesetzt, die KI-Workloads für Cloud-Giganten wie Microsoft und Amazon unterstützen. Die Wachstumsdynamik in diesem Segment schwächte sich ab, obwohl Marvell im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 2,01 Mrd. $ und einem Gewinn je Aktie von 0,22 $ deutliche Fortschritte gegenüber dem Vorjahr erzielte. Der Nettogewinn lag bei 194,8 Mio. $, nach einem Verlust von 193,3 Mio. $ im Vorjahreszeitraum. Das Umsatzplus von 58 % resultierte vor allem aus der starken Nachfrage nach KI-Chips im Rechenzentrumsgeschäft, das um 69 % wuchs und 74 % zum Gesamtumsatz beitrug.
Für das dritte Quartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von 2,06 Mrd. $ +/- 5 % in Aussicht, womit die Erwartungen der Analysten von 2,11 Mrd. $ leicht verfehlt werden. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie soll 0,69–0,79 $ betragen. Die Bruttomarge wird mit 59,5–60 % (Non-GAAP) prognostiziert, während die Rechenzentrumserlöse im Quartalsvergleich stagnieren sollen. CEO Matthew Murphy sprach von normalen Schwankungen bei Hyperscaler-Projekten, räumte aber ein, dass der Rückgang im ASIC-Geschäft für das Gesamtjahr überraschend sei. Analysten von Morgan Stanley bestätigten diese Einschätzung.
Die jüngste Entscheidung, das Automotive-Ethernet-Geschäft für 2,5 Mrd. $ zu verkaufen, soll die strategische Fokussierung auf KI und Rechenzentren schärfen. CFO Willem Meintjes bezifferte die operative Marge auf 34,8 % und den operativen Cashflow im Quartal auf 462 Mio. $, nach 333 Mio. $ im Vorquartal. Zudem wurden Aktien im Wert von 200 Mio. $ zurückgekauft. Die Nettoverschuldung lag bei einem Verhältnis von 1,19x zum EBITDA.
Das Management betonte die Bedeutung der wachsenden Pipeline an Design-Gewinnen im Custom-Silizium-Geschäft. Auf einer Investorenveranstaltung hatte Marvell den adressierbaren Markt für Rechenzentren bis 2028 auf 94 Mrd. $ angehoben. Neue Führungsstrukturen – mit Chris Koopmans als COO und Sandeep Bharathi als Präsident der Data Center Group – sollen das Wachstum zusätzlich beschleunigen.
Analysten blieben trotz der operativen Fortschritte vorsichtig. Risiken sehen sie in der hohen Kundendichte bei Hyperscalern, einer angespannten Lieferkette und möglichen Verzögerungen bei Design-Gewinnen. Auch die Konkurrenzsituation verschärft sich: Broadcom hat noch keine Zahlen vorgelegt, während Nvidia nach starken Ergebnissen ebenfalls einen Wachstumsrückgang im Rechenzentrumsgeschäft verzeichnete. Zudem verschiebt Microsoft laut Medienberichten die Einführung eigener KI-Chips auf frühestens 2028, was Marvells Pipeline belasten könnte. AWS, ebenfalls ein Schlüsselpartner, verliert Marktanteile an Azure und Google Cloud.
Die Bewertung von Marvell liegt mit einem KGV von 24 unter dem Niveau von Broadcom (39), was die Skepsis der Anleger widerspiegelt. Während das Unternehmen strategisch klar auf KI setzt und die Kapitalstruktur nach dem Verkauf des Automotive-Geschäfts gestärkt wurde, sorgt die Stagnation im Rechenzentrumsgeschäft kurzfristig für Enttäuschung am Markt. Langfristig bleibt das Ziel bestehen, den Marktanteil im Rechenzentrumsgeschäft von aktuell 13 % auf 20 % auszubauen.
Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"
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Catharina Nitsch
Redakteurin
...und zwar unter den Importzöllen von US-Präsident Trump. Sie könnten das Unternehmen in diesem Jahr 1,5 bis 1,8 Mrd. $ kosten. Bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang August hatte CATERPILLAR noch eine Spanne von 1,3 bis 1,5 Mrd. $ genannt. Seitdem hat es laut Unternehmen aber zusätzliche Zölle und einige Klarstellungen gegeben. Allein im laufenden Quartal erwartet CATERPILLAR nun Zollkosten von 500 bis 600 Mio. $, wo man vorher noch von 400 bis 500 Mio. $ ausgegangen war. Ob man die negativen Auswirkungen der Zölle durch Gegenmaßnahmen minimieren kann? Das hatte CATERPILLAR in Aussicht gestellt - Details gibt es bislang aber keine. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Aktie leidet.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Hans A. Bernecker
Redakteur
Sie war bis jetzt einer der größten Gewinner im 52-Wochen-Vergleich. Das Kursziel für die DEUTSCHE BANK hatten wir bereits angehoben. Wie geht es weiter?
Nötig ist ein klares Bekenntnis der Bank, im internationalen Geschäft aktiv zu arbeiten und als echte Konkurrenz aufzutreten. Mit diesem Anspruch wurde die DEUTSCHE BANK bis zur Finanzkrise die Nr. 4 unter den international Größten.
Alle Euro-Konkurrenten meldeten für das erste Halbjahr EK-Renditen zwischen 16 und 22 %. Die DEUTSCHE BANK hält 12 % für dieses Jahr für ein anspruchsvolles Ziel. Das ist blamabel. Woran liegt es?
Erfolg im Bankgeschäft ist abhängig vom gekonnten Auftritt im weltweiten Investmentbanking. Somit handelt es sich hier um eine Personalfrage...
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 35 u. a.:
- Zoll-Krieg: Durchweg eingepreist
- Der Top-Profiteur eines Kriegsendes
- China: Neue Indexrekorde und keiner schaut hin
- Kann MERCEDES-BENZ den chinesischen Markt aufrollen?
- Chipkonzern als Paradefall eines Experimentierfelds
- Was ist BERKSHIRE HATHAWAY ohne Warren Buffett wert?
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Volker Schulz
Chefredakteur
Die ehemalige FAURECIA hat sich einst mit der Übernahme von HELLA übernommen und wurde im Kurs eingestampft. Zuletzt hielt das Management aber an seiner Jahresprognose fest. Der Umsatz soll 26,3 bis 27,5 Mrd. € erreichen, die operative Marge bei 5,2 bis 6,0 % liegen. In Europa wuchs man im H1 organisch um 1,6 % und lag damit über dem Konsens. Auch Nordamerika entwickelte sich trotz rückläufigem Gesamtmarkt leicht besser. In Asien sticht die Region ohne China mit plus 12,5 % Wachstum hervor. In China selbst lag das Plus bei 1,5 %. Ein Minus von 269 Mio. € beim Nettogewinn basiert auf nicht zahlungswirksamen Wertminderungen. Wichtig für Sie: Die Nummer 7 der Welt wird nur noch mit 2,3 Mrd. € an der Börse bezahlt. Die Konsensschätzung für den Freien Cashflow 2025 liegt bei 750 Mio. €. Das 2026er KGV errechnet sich mit 6,9 bzw. 4,4 für 2027.
Das ist ein Auszug aus der Bernecker Daily. Wenn Sie Lust auf mehr haben, klicken Sie hier. Jede Ausgabe gibt es im Einzelabruf oder ganz bequem im Abonnement – börsentäglich gegen 9:30 Uhr. Probieren Sie es aus! Bernecker – Börse kompakt & kompetent
Jens Brahm
Redakteur
Die Wall Street tendierte gestern moderat freundlich. Alle Indizes konnten zwischen 0,3% und 0,8% zulegen. Die größten Zuwächse gab es bei den Nebenwerten, entsprechend rangierte der RUSSELL2000 ganz vorne in er Liste. Das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern war in den meisten Segmenten nahezu ausgeglichen. Der Fear&Greed steht mit 60 im unteren Greed Fünftel, hat also noch Platz noch oben. Die Zinseuphorie ist wieder verflogen, die Märkte gehen zum Tagesgeschäft über. Das gilt auch für den DAX.
Das deutsche Börsenbarometer startet heute wenig verändert in den Handel. Zwischen ein und zwei Prozent können Siemens Energy, Bayer und Sartorius zulegen. Schwächer zeigen sich hingegen die Commerzbank und die Deutsche Bank. Beide Geldhäuser korrigieren ihre überdurchschnittlichen Zugewinne der letzten Wochen und Goldmann Sachs hatte beide gestern Abend abgestuft, eben weil die Aktien sehr gut gelaufen sind. Das hatte in der Intensität auch die Goldmänner überrascht, weshalb sie gestern das Kursziel der CoBa zwar von 29 auf 34 Euro angehoben haben, aber das Rating auf sell abgestuft haben. Der europäische Bankensektor bleibt auch Sicht von bei Goldmann Sachs aber weiter aussichtsreich - ein ziemlicher Kunstgriff.
Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Mehr davon finden Sie hier bei unserem Partner Finanzen100. Zugriff auf alle Inhalte bekommen Sie über ein kostenloses Probeabo. Das können Sie in den ersten zwei Monaten mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden, das gilt nur wenn Sie über unsere Website buchen. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!
Volker Schulz
Chefredakteur
Eine starke Marktstellung im europäischen Ticketing, hohe Margen, Fantasie durch US-Expansion und neue Plattformen nebst strukturellemTrend zu mehr Live-Entertainment haben den Titel zum Trendinvestment gemacht. Während das Ticketing-Segment sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis im Q2 neue Höchstwerte verzeichnete, belasteten Kostendruck und Integrationsaufwendungen das Live-Entertainment-Geschäft. So ging der Umsatz im Segment um 4,5 % zurück, während das bereinigte EBITDA um fast 40 % einbrach. Das Q2-EBITDA verfehlte unter dem Strich die Erwartungen um rund 21 %, was die Aktie zeitweise um bis zu 20 % einbrechen ließ. Das ist der stärkste Rückgang seit 2007 auch infolge einer angespannten Bewertung (KGV 21,5 für 2026). Wir rechnen mit einer Prognosesenkung, auch wenn das Management zunächst die 2025er-Guidance bestätigte.
Dies ist ein Auszug aus unserem Brief „Der Aktionärsbrief“, Ausgabe 35.
Schlaglichter dieser Ausgabe:
- US-Banken geraten in Panik
- Geduld gefragt bei SFC ENERGY
- OATLY mit Kursverdreifachung seit März - und nun?
- Update zum Passiven Einkommen Portfolio
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Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Catharina Nitsch
Redakteurin
Der Brennstoffzellenspezialist hat einen Folgeauftrag eines langjährigen US-Kunden erhalten, dessen Volumen sich auf rund 4 Mio. $ beläuft. Die Auslieferung ist noch für das laufende Jahr geplant, wodurch der Auftrag 2025 umsatz- und auch ergebniswirksam wird. Ferner kündigte SFC den Start seines Produktionsstandortes in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah für das vierte Quartal an. Durch die lokale Produktion will das Unternehmen Belastungen durch Importzölle und Währungsrisiken reduzieren und setzt zudem auf eine stärkere Kundennähe und einen verbesserten Marktzugang. Kein Wunder, dass die Aktie heute auf grün dreht!
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Volker Schulz
Chefredakteur
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