Bernecker Newspilot

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Annerose Winkler
Annerose Winkler
Redakteurin

So überschrieb gerade die GfK ihre Pressemitteilung zum erwarteten Konsumklima-Indikator September. Freilich: Die mageren Ergebnisse dieses Indikators werden nicht auf den Sommer beschränkt bleiben. Von Juli bis August gab er zum 3. Mal in Folge nach um 1,9 auf -23,6 Punkte. Dies vor allem deshalb, weil die Verbraucher ganz erheblich ihre Einkommenserwartung nach unten geschraubt haben: Nach +15,2 Zählern im Juli, werden jetzt noch +4,1 festgehalten. Auch Anschaffungs- und Sparneigung nahmen ab, wenn auch nicht im gleichen Maße. Insgesamt läuft der Indikator seit Jahresanfang gemächlich seitwärts.

Annerose Winkler

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Der chinesisch dominierte Bergbauausstatter aus Hamm rechnet im laufenden Geschäftsjahr nur noch mit einem operativen Ergebnis von 0,5 bis 2,5 Mio. €. Zuvor hatte man 5,5 bis 7,5 Mio. € angepeilt.  Beim Umsatz reicht die Zielspanne nun von 100 bis 120 Mio. € (zuvor: 110 bis 130 Mio. €).

Das Unternehmen verweist auf geopolitische Spannungen und ein schwieriges Marktumfeld. Dies führt bei einem Teil der für 2025 eingeplanten Aufttrageingänge zur Verschiebung, voraussichtlich nach 2026. Das Management sprach insbesondere von einer schwächeren Nachfrage im Kohlebergbau.

SMT berichtete am Freitag über das erste Halbjahr mit 50,1 Mio. € Umsatz. Erwirtschaftet von 540 Beschäftigten, davon 135 in Deutschland. Der Anstieg um 76 % ging einerseits auf den Geschäftsbereich Tunellogistik zurück. Der hauptsächliche Effekt war aber die erstmalige Vollkonsolidierung von Shandong Xinsha Monorail (Joint Venture).

Das operative Ergebnis konnte gedreht werden. Statt -0,8 Mio. € vor einem Jahr waren es nun 2,9 Mio. €. Dennoch war die Erholung der SMT-Aktie um rund 50 % im Juli verfrüht. Nach der direkten negativen Reaktion (fast - 5 %) muss mit einem erneuten Test des Kursbereichs um 7 € gerechnet werden. Auf Xetra hat sich der Kurs heute mit + 2,6 % stabilisiert, die Marktkapitalisierung liegt bei ca. 42 Mio. €.

Helmut Gellermann

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Helmut Gellermann
Helmut Gellermann
Redakteur
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Der Handelsriese wuchs beim Gesamtumsatz währungsbereinigt um 5,6 %, beim eCommerce um 25 % und korrigierte die Jahresprognose leicht nach oben. Doch ein nominell um 8,2 % gesunkenes operatives Ergebnis im Berichtszeitraum Q2 (bis 31. Juli) sowie ein Gewinn je Aktie von 0,68 $, somit rund 8 % unter Konsens, waren entscheidend, um am Donnerstag die negative Reaktion auszulösen.

Der WALMART-Börsenwert wurde an einem Handelstag um fast 37 Mrd. $ reduziert (aktuell 765 Mrd. $). Dafür sorgte als weiterer Stimmungskiller die Erwartung des Managements, das Zollthema werde die Ergebnisse vorläufig weiter belasten. – Dennoch:

Der Gewinn im Fiskaljahr wurde minimal höher angesetzt. Die neue Zielrange lautet 2,52 bis 2,62 $ (zuvor 2,50 bis 2,60 $), damit gilt KGV 38.  Aus charttechnischer Sicht muss man sich nun auf den Test des Kursbereichs um 90 $ einstellen, zumal der Kurs von WMT (Kürzel an der NYSE) auch am Freitag und am Montag weiter abbröckelte.

Der abgebildete Jahres-Chartvergleich mit wenigen weiteren Titeln soll die Bandbreite im allgemeinen US-Einzelhandel (Lebensmittel plus weiteres Sortiment) skizzieren. Für eine besonders große Enttäuschung seit Jahresbeginn (nicht abgebildet) sorgte TARGET mit 29 % Kursverlust. Parallel wies DOLLAR GENERAL (+ 47 % im gleichen Zeitraum) die beste Performance auf. Auch hier liegt WALMART mit + 6,5 % mittendrin.

Langfristig war SPROUTS FARMERS MARKET der klare Überflieger der Branche, mit einer Verfünffachung in fünf Jahren. Immerhin fast ein Drittel davon (+ 170 %) schaffte COSTCO mit seinem besonderen Club-Konzept vor WALMART. Der Pionier und Oldie im Großflächendiscount verteuerte sich trotz der schon erreichten Größe und damit verbundenen Trägheit noch um + 120 %.

Helmut Gellermann

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Annerose Winkler
Annerose Winkler
Redakteurin

Der neueste Frühindikator aus München überrascht: Für August ist die Laune der befragten Unternehmen besser ausgefallen als gedacht. Der Gesamt-Index wird bei 89 (nach 88,6 im Vormonat) verortet. Es ist der achte Zuwachs hintereinander! Wobei zu berücksichtigen ist, dass das Geschäftsklima im Januar und Februar gleich ausfiel. Dessen eingedenk ist ein schrittweises monatliches Aufwärts von 84,8 im Dezember 2024 auf jetzt 89 Punkte festzuhalten. Immerhin! Freilich: Was die Lage-Urteile der Befragten angeht, ging es leicht von 86,5 auf 86,4 zurück. Dafür kann sich der Sub-Index zu den Erwartungen der kommenden sechs Monate mehr als sehen lassen: von 90,8 auf 91,6 Punkte!

Annerose Winkler

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

Nach der Schieflage des Chipkonzerns kommt die US-Regierung einmal mehr als rettende Hand in Form einer Beteiligung daher: 10 % hält der amerikanische Staat nun an INTEL. Als Kaufpreis werden die restlichen 8,9 Mrd. $ an Subventionen für den Ausbau der US-Produktion ausgezahlt, gut 2 Mrd. $ hatte INTEL bereits erhalten. Die US-Regierung erhält indes Aktien ohne Stimmrechte - damit kann sie keinen direkten Einfluss auf Management-Entscheidungen bei INTEL ausüben. Binnen fünf Jahren kann die US-Regierung auch einen weiteren Anteil von 5 % zum Preis von 20 $ pro Aktie nachkaufen, falls INTEL weniger als 51 % an seinem Fertigungsgeschäft halten sollte. Die Beteiligung ist insofern ein gutes Zeichen für INTEL, dass jetzt die Chancen des Unternehmens steigen, die zugesagten Subventionen auch tatsächlich zu bekommen. 

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Jens Brahm
Jens Brahm
Redakteur

Zwei interessante Charts, die wir heute im Stop&Go beleuchten - einmal klein und einmal groß. Der Chart ist eine Neuaufnahme mit Limit aus Deutschland nach 90% Kursverlust. Ein anderer ist ein großes Unternehmen mit Kursausbruch aus dem Abwärtstrend. Beide spannend!

Außerdem mehren sich Zweifel, dass das überbordende US-Staatsdefizit noch unter Kontrolle gebracht werden kann. Die Reihe der Maßnahmen wird immer länger und abstruser. Zu der FED-Personalie gesellt sich jetzt auch der Zugriff des Staates auf Firmenanteile und Umsatz. Wir haben das diese Woche mehrfach aufgegriffen und eingeordnet. In unseren Meldungen von Mittwoch und Donnerstag finden Sie dazu mehr Einzelheiten. Aber der Reihe nach:

Wir führen momentan 38 Positionen in unserer Empfehlungsliste und der durchschnittliche Buchgewinn liegt bei über 49 %. In dieser Woche haben wir zwei weitere Analysen zu der Lithiumbranche veröffentlicht, eine drohende Krise im US-Anleihenmarkt beleuchtet, eine Neuempfehlung aufgenommen, einen Nachkauf getätigt ein geiziges Kauflimit platziert. Heute reichen wir noch einzelne Transaktionsdaten nach heben ein Kauflimit an. Betroffen sind unter anderem LITHIUM, AMAZON, UNIVERSAL HEALTH SERVICES, EXCLSERVICE, IBU-TEC, BHP GROUP und BRENNTAG. Lesen Sie die Details in unserem heutigen Stop&Go.

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
Südzucker hat seinen Ausblick für das bis Ende Februar 2026 laufende Geschäftsjahr wegen niedriger Preise für Zucker und Ethanol deutlich gesenkt. Erwartet werden nun nur noch 8,3 bis 8,7 Mrd. € Umsatz und ein operatives...

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Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Der Discount-Einzelhandelskonzern hatte für das zweite Quartal ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4 % gemeldet, was  deutlich über den Analystenerwartungen von 3,1 % lag. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 6,9 % auf 14,4 Mrd. $. Marmaxx legte beim vergleichbaren Umsatz um 3 % zu, HomeGoods um 5 %, TJX Canada um 9 % und TJX International um 5 %. Das Unternehmen hob in der Folge seine Prognose an und erwartet nun für das Gesamtjahr ein vergleichbares Umsatzwachstum von 2 bis 3 % sowie einen Gewinn je Aktie zwischen 4,52 und 4,57 $ (bisheriger Konsens: 4,49 $). Das KGV liegt laut Konsensschätzungen bei 29,9 für das laufende und bei 31,7 für das nächste Jahr, was für einen Einzelhandelskonzern mit EBIT-Margen im Bereich von ca. 11 % nicht unbedingt billig, aber noch nachvollziehbar ist. Auch vor dem Hintergrund, dass TJX mittlerweile Jahr für Jahr einen freien Cashflow von über 4 Mrd. $ generiert.

 

Das ist ein Auszug aus der Bernecker Daily. Wenn Sie Lust auf mehr haben, klicken Sie hier. Jede Ausgabe gibt es im Einzelabruf oder ganz bequem im Abonnement – börsentäglich gegen 9:30 Uhr. Probieren Sie es aus! Bernecker – Börse kompakt & kompetent

Georg Sures
Georg Sures
Redakteur
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Der Schweizer Sanitärkonzern präsentierte vorgestern seine Halbjahreszahlen, die bei den Anlegern keine erhöhte Begeisterung auslösten. So tendierte die Geberit-Aktie, die seit Jahresbeginn um rund 20 % zugelegt hatte, vorgestern in Zürich gut 2 % schwächer. Der Nettoumsatz stieg um 1,7 % auf 1,67 Mrd. CHF, währungsbereinigt betrug das Plus sogar 3,9%. Die Ebitda-Marge sank 0,7 % auf von 30,9 %, was allerdings praktisch vollständig auf Einmalkosten in Höhe 17 Mio. CHF durch eine Werksschließung in Deutschland zurückzuführen ist. Der Gewinn je Aktie ging um 2,7 % auf 10,28 CHF zurück (ohne Einmalkosten + 1,0%). Für das Gesamtjahr 2025 peilt das Management ein Nettoumsatzwachstum in lokalen Währungen von rund 4 % und eine Ebitda-Marge von 29 % an. Geberit rechnet für das zweite Halbjahr weiter mit geopolitischen Risiken und makroökonomischen Unsicherheiten. Die US-Zölle gehören allerdings nicht dazu, da Geberit den US-Markt komplett mit seiner lokalen Produktion bedient. Die Geberit-Aktie ist vor allem für Langfristanleger interessant.

 

Das war ein Auszug aus dem Bernecker Börsenkompass. Mehr davon finden Sie hier bei unserem Partner Finanzen100. Zugriff auf alle Inhalte bekommen Sie über ein kostenloses Probeabo. Das können Sie in den ersten zwei Monaten mit einer e-Mail an kundenservice@finanzen100.de wieder beenden, das gilt nur wenn Sie über unsere Website buchen. Wir sind überzeugt, dass Sie bleiben werden. Probieren Sie es kostenlos aus!

Hans A. Bernecker
Hans A. Bernecker
Redakteur
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Die deutsche Energiewende erhält neue Konturen. Wir hatten Sie bereits im Vorfeld der Bundestagswahl auf diesen zwingenden Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die neue Wirtschaftsministerin ist die Leitfigur. 

Etwas zögernd folgte schließlich auch RWE-Chef Krebber mit der Ankündigung, das Rieseninvestitionsprogramm von 50 Mrd. € für Erneuerbare Energie rd. zu halbieren. Das bedeutet im Klartext: Die deutsche Energiepolitik ändert sich mindestens um 90, wahrscheinlich um 180 Grad. Konsequenz:

E.ON als größter Energieverteiler im Land ist die interessanteste Herausforderung, gefolgt von RWE. Sind die ehemaligen Bewertungen der zwei großen Energiekonzerne wieder erreichbar, nachdem sie sämtliche strategische Ziele verändern müssen, um wieder zu der Größe zurückzufinden, die sie einmal für das ganze Land darstellten?

Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Actien-Börse Nr. 34! Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.       

Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 34 u. a.:

- CONTINENTAL: Autobereich geht am 18. September als Aumovio an die Börse

- TUI: Das Comeback gewinnt an Kontur

- ADESSO: Operativ weiter als die klassischen Systemhäuser

- Der Einstieg in die Rüstung wird bei drei Unternehmen greifbar

- NOVO NORDISK: Halbiert als Weltmeister der Schlankheitspharmazeutik

- PALANTIR: Wir liegen mehr als 1.600 % im Gewinn - was nun?

- Wall Street: Die großen Techkonzerne prägen weiterhin das Stimmungsbild

Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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