Bernecker Newspilot

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Bernecker Team
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Am Ölmarkt zeichnet sich derzeit eine ungewöhnliche Situation ab: Nicht unbedingt Rohöl ist das knappste Gut, sondern die Fähigkeit, daraus Diesel, Benzin und Heizöl herzustellen. Raffinerieausfälle im Nahen Osten, massive ukrainische Angriffe auf russische Anlagen und Transportprobleme haben das Angebot an raffinierten Produkten erheblich verknappt. Gleichzeitig können große Rohöltanker die höheren Transportkosten durch die Straße von Hormus wesentlich besser verkraften als die kleineren Tanker, mit denen Diesel und Benzin transportiert werden. Das Resultat ist ein zweigeteilter Markt: Rohöl bleibt verfügbar, während insbesondere Diesel immer knapper und teurer wird.

Die offensichtlichen Gewinner sind Raffineriekonzerne wie VALERO ENERGY, MARATHON PETROLEUM oder PHILLIPS 66. Doch hier gibt es ein Problem: Die Aktienkurse haben die Entwicklung längst entdeckt und sind teilweise regelrecht davongelaufen. Wir gehen deshalb eine Stufe tiefer und suchen nach den klassischen „Schaufelverkäufern“ des Raffineriebooms. Wenn Sie täglich neue Empfehlungen suchen, dann ist die Termin-Börse daily genau das Richtige für Sie: börsentäglich suchen wir für Sie Unternehmen, die bei anderen unter dem Radar bleiben. Probieren Sie es aus (KLICK HIER).

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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BUDIMEX bleibt trotz eines Rückschlags bei der Auftragsvergabe aussichtsreich. Die polnische Straßenbaubehörde GDDKiA hat die Auswahl von Budimex für die 13,4 km lange Umgehungsstraße von Brzostek und Kołaczyce aufgehoben. Grundlage dafür war eine Entscheidung der polnischen Vergabekammer KIO, die eine Ablehnung des Budimex-Angebots und eine Neubewertung der eingereichten Angebote angeordnet hatte. Gegen das KIO-Urteil kann noch Beschwerde bei Gericht eingelegt werden. Der Auftrag hat einen Nettowert von 356,9 Mio. PLN (rund 83,5 Mio. €).

Selbst ein endgültiger Verlust wäre operativ gut verkraftbar. Der Auftrag entspricht nur rund 2 % des Auftragsbestands von 17,86 Mrd. PLN (rund 4,18 Mrd. €). Zudem hat Budimex im ersten Halbjahr Neuaufträge über 4,89 Mrd. PLN (rund 1,14 Mrd. €) abgeschlossen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8 %, das EBIT um 2,4 %.

Dass die Aktie seit Mai/Juni per saldo seitwärts läuft, liegt eher an der doch recht anspruchsvollen Bewertung nach der vorherigen Rally. Zudem sank der Konzern-Nettogewinn im Halbjahr um 6,5 %, vor allem belastet durch niedrigere Zinserträge. Gleichzeitig sind gute Wachstumserwartungen bereits teilweise eingepreist.

Fazit: Der verlorene Etappensieg im Vergabeverfahren ist ärgerlich, aber kein Bruch der Investmentstory. Der hohe Auftragsbestand und die starke Vergabedynamik sprechen weiterhin für die Aktie. Budimex ist einer unserer Bernecker-Redaktionsfavoriten für das Jahr 2026.

Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"

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Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Wegen Labor Day blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Heute Morgen zeigen die Futures wenig Richtung. Der DAX gibt in der Frühbörse rd. 0,4 % nach. Brent hält sich wegen der Spannungen am Persischen Golf bei knapp 99 Dollar, Gold gewinnt rund 0,7 % auf etwa 4.435 Dollar. Der Nikkei präsentiert sich schwächer, Südkorea und China bieten verhaltene Tendenzen ohne echten Richtungsentscheid. Wichtiger:

Der Yen steigt auf rund 153,5 je Dollar, den höchsten Stand seit Februar. Jefferies sieht darin zunehmend Stress für Yen-finanzierte Carry Trades: Werden kreditfinanzierte Positionen zurückgeführt, kann der Yen zusätzlich steigen und zugleich Liquidität aus anderen Risikoanlagen abziehen. Darauf ist über den September zu achten!

Aus dem Tech-Sektor: Morgan Stanley und Goldman Sachs versuchen für Anthropic und OpenAI direkt nach deren geplanten IPOs Investment-Grade-Ratings zu erreichen. Damit könnten beide den 11,7 Bio. Dollar großen Corporate-Bond-Markt anzapfen und ihre enormen Infrastrukturinvestitionen günstiger finanzieren. Das würde zugleich Kreditgarantien von Partnern wie Nvidia, Oracle, Google und Broadcom perspektivisch entlasten. Das Umfeld für die Halbleiter hat sich wieder spürbar verbessert.

In Europa beobachte ich erneut neue Top-Kurse für viele Bankentitel. Der Trend wurde hinlänglich und früh von uns beschrieben. Er bleibt intakt.

Jefferies stuft DWS von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hebt das Kursziel drastisch von 51 auf 90 Euro. Genannt werden die deutsche Altersvorsorge-Reform, ETF-Sparpläne und das 500-Mrd.-Euro-Infrastrukturprogramm. Die Zielerhöung in diesem Ausmaß ommt etwas spät, ist aber in der Tendenz richtig.

Infineon gewann gestern rund 6 %: Warburg erhöhte von „Hold“ auf „Buy“, Ziel 84 Euro. Deutsche Bank bestätigt „Buy“ mit 85 Euro und sieht das Wachstum bei KI-Rechenzentren beschleunigt.

Die UBS hat die Einstufung für ASML mit einem Kursziel von 2350 Euro auf "Buy" belassen. Zeiss als wichtigster Zulieferer vertrat letzte Woche die Meinung, dass die chinesische Konkurrenz bei EUV 15 Jahre technologisch zurückängt.

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Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe 

 

 

 

Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
Aufgrund der Aktualität veröffentlichen wir diesen Beitrag vorab: ...

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Georg Sures
Georg Sures
Redakteur

Die großen Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück rechnet mit einer höheren Schadenbelastung aufgrund vermehrter wetterbedingter Naturkatastrophen. Überschwemmungen, Dürren, Hagel, Waldbrände und schwere Gewitter dürften langfristig zu höheren Schadenbelastungen führen und die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz weiter antreiben, ließ Hannover Rück auf dem jährlichen Treffen der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo („Rendez-Vous de Septembre“) verlauten. Besonders sogenannte „Non-Peak Perils“ wie Hagelstürme entwickeln sich laut Münchener Rück zu einem wachsenden Risiko. Die Schäden einzelner Ereignisse seien zwar geringer als bei Erdbeben oder Hurrikans, summierten sich inzwischen jedoch zu erheblichen Belastungen. Swiss Re sieht Waldbrände als weltweit am stärksten wachsendes Wetterrisiko. In Europa stiegen die versicherten Waldbrandschäden in den vergangenen Jahrzehnten Schätzungen zufolge jährlich um 8 bis 11 %. Laut dem weltweit zweigrößten Rückversicherungskonzern sollen die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen dabei jährlich um 5 bis 7 % zulegen.

Georg Sures aus Ihrer Bernecker Redaktion

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Catharina Nitsch
Catharina Nitsch
Redakteurin

DEUTSCHE BANK Research hat in einer neuen Studie zu INFINEON das Kursziel bei 85 Euro mit der Einstufung auf "Buy" belassen. Als Grund gab die Studie an, dass das hohe Wachstumspotenzial über 2026 hinaus untermauert worden sei. Die Gewinn- und Umsatzzahlen für das vierte Quartal dürfte INFINEON am 10.11.2026 vorlegen. Das Papier klettert aber heute schon kräftig nach oben.

Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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Oliver Kantimm
Oliver Kantimm
Redakteur
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Es geht um die knappe Verfügbarkeit von Gasturbinen-Komponenten. SpaceX errichtet in Bastrop/Texas eine eigene Gießerei für hochkomplexe Schaufeln und Leitschaufeln aus Nickel-Superlegierungen. Die dort eingesetzte Fertigung soll sowohl Komponenten für Raptor-Turbopumpen als auch für Gasturbinen ermöglichen. Elon Musk will damit die Bereitstellung neuer Gasturbinen um bis zu 18 Monate beschleunigen.

Besonders im Fokus stehen Howmet Aerospace und Berkshire Hathaways Precision Castparts. Beide gehören zu den wenigen Herstellern, die solche technisch anspruchsvollen Bauteile in großen Stückzahlen fertigen können. Auch GE Vernova und Siemens Energy gerieten im Wochenverlauf zeitweise unter Druck.

Bei Siemens Energy erscheint die Sorge allerdings überzogen. SpaceX hat bislang lediglich die Eigenfertigung von Turbinenkomponenten angekündigt und keinen Einstieg in den Bau kompletter Gasturbinen. Zudem besitzt Siemens Energy mit Advanced Airfoil Components in Florida eigene Fertigungskompetenz für Turbinenschaufeln und -leitschaufeln. Für Siemens Energy unterstreicht die Initiative deshalb vor allem, wie knapp die Kapazitäten angesichts des KI-Stromhungers sind. Siemens selbst ist operativ nicht direkt betroffen, hält allerdings noch 10 % an Siemens Energy.

Fazit: Für Howmet Aerospace und Precision Castparts entsteht potenziell neue Konkurrenz. Für Siemens Energy überwiegt derzeit eher das positive Signal einer außergewöhnlich starken Gasturbinennachfrage.

Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"

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Markus Horntrich
Markus Horntrich
Redakteur

Der europäische Markt für Elektroautos gewinnt deutlich an Fahrt. Im August stiegen die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 58 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelten sich Frankreich mit +127 %, Deutschland mit +75 % und Großbritannien mit +49 %. Bei insgesamt 6 % höheren Pkw-Neuzulassungen sprang der BEV-Marktanteil um 10,6 Prozentpunkte auf 32,6 %. Seit Jahresbeginn liegen die BEV-Zulassungen 40 % über dem Vorjahresniveau, die Marktdurchdringung erhöhte sich um 6 Prozentpunkte auf 25,4 %.

Bernecker Team
Bernecker Team

Wir geben Ihnen hier ein Update zur KI-Stromversorgung, denn wir müssen uns neu aufstellen, nachdem einige Positionen über Stop-Loss-Limit herausgefallen sind. Zur Erinnerung: McKinsey veranschlagt die weltweit notwendigen Investitionen in Rechenzentren bis 2030 auf annähernd 7 Bio. $.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zu Beginn dieses Trends: Die Börse hat die Geschichte inzwischen entdeckt. EATON beispielsweise wird bereits mit dem 36,5-Fachen des für 2026 erwarteten Gewinns bewertet, NVENT ELECTRIC mit knapp dem 35-Fachen.

Wir suchen deshalb nicht nach den Unternehmen mit der spektakulärsten KI-Story, sondern nach Ausrüstern, die auch dann hervorragend positioniert bleiben, wenn der Rechenzentrumsboom irgendwann einen Gang zurückschaltet. Gefragt sind starke Marktpositionen, zusätzliche Wachstumstreiber außerhalb der Künstlichen Intelligenz und eine Bewertung, die noch nicht sämtliche guten Nachrichten vorwegnimmt. In der Termin-Börse daily haben wir drei Titel für Sie herausgesucht (KLICK HIER).

Volker Schulz
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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In Deutschland gibt es nach der Wahl in Sachsen-Anhalt betretene Gesichter. Das Ausland schaut genau hin. Die Financial Times erwartet inzwischen das Ende von Friedrich Merz. Der DAX reagiert mit einem Schulterzucken.

Der starke US-Arbeitsmarkt brachte am Freitag erneut Zinssorgen: S&P 500 -0,38 %, Nasdaq Composite -0,29 %, Dow -0,51 %, Russell 2000 dagegen +0,25 % reagierten aber moderat. Die Payrolls stiegen im August um 162.000 statt rund 55.000 erwartet, die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 %. Auffällig war die Rotation innerhalb von Tech: Der Nasdaq 100 gewann 0,2 %, der Philadelphia Semiconductor Index sogar 3,4 %. Micron sprang 6,1 %, SanDisk 11,9 %.

Der KI-/Memory-Trade zieht heute Morgen weiter. Der Kospi liegt gut 3 % vorne, SK Hynix steigt rund 6 %, Samsung knapp 4 %. Der Nikkei gewinnt rd. 0,8 %, Advantest etwa 5,7 %, der TOPIX rund 0,5 %. Treiber ist die Erwartung zusätzlicher AI-Compute-Nachfrage nach OpenAIs neuem GPT-6-Modell.

KB Securities (großes Reserach-Haus in Südkorea) zufolge sind die Memory-Lagerbestände bei Samsung und SK Hynix inzwischen auf weniger als zehn Produktionstage gefallen. Für 2027 erwartet das Haus beim Bit-Bedarf von DRAM und NAND einen Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten gegenüber dem Angebotswachstum. KB hält es deshalb für realistisch, dass die tatsächlich verkaufbare Memory-Menge 2027 zeitweise praktisch ausgeschöpft sein könnte.

KB erwartet nun Rekordergebnisse über die kommenden drei Jahre und weiterhin umfangreiche Aktionärsrückführungen. Nach der jüngsten Korrektur bewertet das Haus SK Hynix auf Basis der erwarteten 2027er Gewinne nur noch mit ungefähr 3× KGV. Das Ziel sehen die Analysten rd. 140 % höher. 

AWS beschleunigt laut Lieferkettenberichten die Beschaffung von KI-Server-Racks und erhöht über den Designpartner Alchip seine Bestellungen für kundenspezifische 3‑nm-Chips bei TSMC. Amazon hatte seine Investitionsplanung für 2026 zuvor von 200 auf 220 Mrd. $ angehoben. Auch die Rack- und Tray-Lieferanten Wiwynn und Foxconn sollen zusätzliche Aufträge erhalten haben.

Bei TSMC dürfte der Produktionswert der 3‑nm-Chips im laufenden Quartal erstmals den der 5‑nm-Technologie übersteigen und mit mehr als 400 Mrd. NT$ bereits rund 30 % des Konzernumsatzes erreichen. Das verbessert den Produktmix und dürfte die Bruttomarge stützen. Gleichzeitig läuft der Hochlauf der 2‑nm-Fertigung schneller als erwartet; als erste Kunden werden Apple, Nvidia und möglicherweise OpenAI gehandelt. Kurzum:

Es gibt einen neuen "Drive" bei den Halbleitern nach der Vorstellung von GPT-6 Astra. Darauf gehen wir ab kommenden Mittwoch ab 15 Uhr in einer umfangreichen Lupe im Aktionärsbrief ein. Hier geht es zu Der Aktionärsbrief: https://www.bernecker.info/aktionaersbrief

Volker Schulz

Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe

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