Sie lesen die Ausgabe: Der Aktionärsbrief vom 08.11.2023

Nr. 45/23 Der Aktionärsbrief

Bernecker Briefkopf
Actienboerse Briefkopf

Sehr geehrter Aktionär,


Das Marktbild wird konstruktiver.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Korrekturtiefs für den Herbst gesehen haben, ist mit der schnellen technischen Erholung deutlich gestiegen. Wichtig zu wissen: Der größte Teil der Gewinne in allen Indizes beruhte bis Ende letzter Woche auf dem markanten Short Squeeze, also der Eindeckung umfangreicher Short-Bestände, erkennbar an den Umsätzen. Ende dieser Woche dürften alle wesentlichen Adressen ihre Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt haben. Danach wird sich die Tragfähigkeit der Erholung beweisen müssen oder eben nicht. Wir sind guter Dinge. Warum?

1. Nach hinten raus haben die Unternehmen sich noch mal von der starken Seite präsentiert. Das sah zwischenzeitlich ganz anders aus. 84 % der Unternehmen im S&P 500 haben bislang berichtet. 82 % davon haben die Erwartungen geschlagen. Im 5-Jahresschnitt schafften das nur 77 % der Unternehmen. In Anbetracht der weit fortgeschrittenen Zahlenvorlagen wird sich nicht mehr viel ändern. Aber:

Die Ausblicke waren zumeist defensiv. Infolgedessen haben die Analysten das „Year-over-Year-Gewinnwachstum“ für das vierte Quartal  auf + 3,9 % reduziert. Unmittelbar vor Beginn der Berichtssaison wurden noch + 8,1 % prognostiziert. In Anbetracht der höheren Basis aus Q3 dürfte sich aber an den Gewinnschätzungen für das Jahr wenig ändern. 

2. Die Refunding Announcements des US-Finanzministeriums geben zunächst Entwarnung. Wir berichteten letzte Woche an dieser Stelle. Der Fokus der neuen Platzierungen von US-Bonds über 1,6 Bio. $ bis März 2024 wird nicht am langen Ende liegen.  

3. Der US-Arbeitsmarkt entspannt sich. Der Stellenzuwachs für Oktober fiel mit 150.000 deutlich niedriger aus als von Ökonomen erwartet (170.000). Die Lohnstückkosten waren sogar rückläufig. 

4. Die Bank of Japan war weniger aggressiv als befürchtet. Darin lag das Risiko von US-Bonds-Verkäufen japanischer Anleger. In Kombination mit Punkt 2 und 3 sorgte das für den Absturz der Renditen am langen Ende (10 Y Treasuries von 5 auf 4,59 %). Sie wissen: In einem unkontrollierten Zinsanstieg langlaufender Staatsanleihen liegt das größte Risiko. 

5. Die Markttechnik im S&P 500 hat sich markant verbessert. Ganz wichtig war der Sprung über die noch steigende 200-Tage-Linie. Wird diese im Wochenverlauf nun verteidigt, unterstützt die Markttechnik ein freundliches Jahresende.

Fazit: Wir gehen zuversichtlich Richtung Jahresende. Die Cashquote wird weiter in Schritten reduziert. 

LogBuch

Die Marktlage signalisiert zunehmend Entspannung.

Ob darin die endgültige Trendwende liegt, entscheidet sich noch im November nach Beendigung der Zahlensaison. Noch sind die Korrekturtrends intakt, wie der S&P 500 nebenstehend darlegt. Vor diesem Hintergrund bleibt es zunächst bei leicht dosierten Zu- bzw. Nachkäufen wie auf Seite 10 in den Depots praktiziert. 

Asset-Allocation


Schlaglichter:

Marktbild wird konstruktiver ++ Bremseffekt am US-Arbeitsmarkt ++ APPLE unangreifbar ++ Fliegt Lufthansa erneut gen Jahreshoch? ++ Gute Perspektive bei KRONES ++ PVA TEPLA: Rasanter Anstieg ++ STARBUCKS: Auch in der Krise robust ++ Unter der Lupe: Getränke- und Nahrungsmittelhersteller

BörsenWelt


• Der US-Arbeitsmarkt ist nicht mehr über jeden Zweifel erhaben.

Trotz der konjunkturell zähen Entwicklung war der Jobmarkt in den USA in den vergangenen Monaten insgesamt sehr widerstandsfähig geblieben. Nun allerdings scheint sich doch zunehmend ein Abkühlungseffekt durchzusetzen:

Im Oktober wurden in den USA außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors 150.000 neue Stellen geschaffen. Das lag zum einen klar unter der Markterwartung von 170.000. Zum anderen ist das auch deutlich weniger als der monatliche Schnitt von 200.000 in den fünf Jahren vor der Pandemie. Allerdings war das Jobwachstum im September 2023 mit 297.000 (herunterrevidiert von 336.000) eher überdurchschnittlich robust, was die schwache Entwicklung im Oktober zumindest ein kleines bisschen relativiert.

Ganz unerwünscht ist der sichtbare Bremseffekt am US-Arbeitsmarkt indes nicht. So wird die US-Notenbank Fed mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, dass ihre straffe Geldpolitik mehr und mehr auch den Arbeitsmarkt einfängt. Zu sehr darf die Bekämpfung der Inflation den Arbeitsmarkt aber nicht abwürgen. Bisher gelingt der Fed dieser Spagat zwischen Preisstabilität und Beschäftigungsmaximierung aber ganz gut. So liegt die Inflationsrate zwar noch deutlich über dem Ziel von 2 %, aber die Tendenz ist stark fallend. Der Arbeitsmarkt hingegen ist noch ausreichend robust, beginnt aber an den Stellen zu bröckeln, die sonst kritisch würden und den Trend rückläufiger Preissteigerung gefährden würden.

Aufgrund dieser Situation ist eine weitere Zinserhöhung im Dezember extrem unwahrscheinlich. Bei insgesamt zurückgehenden Aktienkursen und steigenden Zinsen werden die finanziellen Rahmenbedingungen für das Wirtschaften und Investieren auch ohne weiteres Zutun der US-Notenbank gestrafft. Die Fed hat also keinerlei Anlass, den derzeit stattfindenden Prozess durch eine weitere - letztlich unnötige - Zinserhöhung zu gefährden.


• Alle warteten auf die APPLE-Zahlen (WKN: 865985; 181,77 $).

Am Ende waren sie ein Beleg für die Unangreifbarkeit trotz fehlender Dynamik. Auf der einen Seite steht im Ausblick für das Dezemberquartal wohl der fünfte Umsatzrückgang in Folge. Auf der anderen Seite verzeichnete Apple im vierten Quartal (30. September) einen Nettogewinn von 22,9 Mrd. $, was einer Steigerung um 10,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Bruttomargen gelten dabei als herausragend. Sorgen darum, dass ein KGV von rd. 27 (Forward 12 Mon.) bei flachem Wachstum ein Problem werden könnte, haben sich schnell zerschlagen. Die Aktie bleibt stabil und wird es wohl auch in Zukunft bleiben. Daraus resultiert keine Outperformance - aber: Apple ist eine „Religion“ und stetige ETF-Zuflüsse nebst Aktiensparplänen der Amerikaner bedeuten Stabilität. In diesem Zusammenhang:


BERKSHIRE HATHAWAY (WKN: A0YJQ2; 346,16 $) ist größter Apple-Aktionär.

14 % Plus seit Jahresbeginn sind grundsätzlich ein Abbild der noch robusten US-Konjunktur. Insbesondere der Versicherungsbereich ragte heraus. 157 Mrd. $ Liquidität bedeuten in dieser Hinsicht einen neuen Rekord, was zugleich die Zurückhaltung Buffetts ausdrückt. Das deckt sich auch mit unserer Portfolioführung. In diesem Zusammenhang geben wir Chris Davis von Davis Advisors als großem Berkshire-Investor recht. Seine Aussage bezieht sich insbesondere auf das neue Zinszeitalter: „Es ist eine Zeit, in der die Leute, die sich irgendwie vorstellen, dass wir zu dem zurückkehren, was wir in den letzten zehn Jahren erlebt haben, absolut realitätsfremd sind.“ Nur jene Stories werden funktionieren, deren Bewertungen rechenbar sind. Das Management von Berkshire beherrscht diese Art des Investierens aus dem Effeff. 

BörsenParkett: Deutschland: DT. LUFTHANSA


Deutschland: Überzogene Abstürze werden jetzt schnell nach oben korrigiert.

Das gilt besonders für die zweite Reihe ab MDAX in jenen Fällen, bei denen der Kursverfall völlig konträr zu den Ergebnissen steht. Drei typische Beispiele:

1. Die DT. LUFTHANSA (WKN: 823212; 7,56 €) verlor seit Frühjahr 40 %. Mit Vorlage der Zahlen nebst einer Prognose für 2024 bestätigte man jedoch alle Ziele. Das dritte Quartal war hinsichtlich des operativen Gewinns sogar das zweitbeste der Geschichte. Das bedeutet ca. 1,40 € Gewinn je Aktie für 2023 und 1,50 € für 2024 mit der Perspektive einer deutlichen Umsatzausweitung Richtung 2025 auf 42 Mrd. € im Zuge des ITA-Deals. Allein die Lufthansa-Technik mit dem Wartungsgeschäft deckt rd. 60 bis 70 % vom aktuellen Börsenwert ab. Ein IPO der Sparte Richtung 2024 in einem besseren Börsenumfeld gilt weiterhin als Option. Die Analysten heben zu Recht die Daumen.

Fazit: Die Lufthansa-Aktie hat das Zeug, ihr Jahreshoch bei 11 € erneut anzufliegen. Wir sind bei Kursen um 7,50 € auf der Kaufseite. 

Fundamentals Dt. Lufthansa
Börsenwert: 8,88 Mrd. €
Umsatz 2024e: 38,9 Mrd. €
FCF 2024e: 1,67 Mrd. €
Dividende 23e: 0,24 €


Gewinn je Aktie in €
2022:   0,66
2023e: 1,47
2024e: 1,50
2025e: 1,67
2026e: 51,74 

BörsenParkett: KRONES


2. KRONES (WKN: 633500; 97,55 €) muss sich um seine Perspektive wenig Sorgen machen.

Der klare Weltmarktführer im Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik für die Getränkeindustrie überzeugt. Die Umsatzerlöse entsprachen im dritten Quartal den Erwartungen, waren aber immer noch von einigen Engpässen auf der Elektronikseite betroffen, die bis 2024 jedoch vollständig behoben sein werden. Das EBITDA (Marge 9,5 %) lag leicht besser als erwartet. Wichtiger: Der Auftragseingang wurde sogar etwas über der avisierten Spanne von 1,2 bis 1,3 Mrd. € (Book-to-Bill-Ratio 1,14) angegeben, was zugleich als „neue Normalität“ gilt. Analysten taxten zuvor 5 bis 6 % weniger. Der Auftragsbestand übersteigt nun 4 Mrd. € und reicht bis weit in das Jahr 2025 hinein, in dem Krones eine EBITDA-Marge von 10 bis 13 % anpeilt. Der untere Bereich dieser Spanne sollte bereits 2024 erreicht werden. 

Krones wächst zweistellig, ist nettoschuldenfrei und kommt gerade mal auf ein KGV von 10 per 2024. Rd. 13 % des Börsenwertes sind „Nettocash“. Das rechtfertigt deutliches Potenzial Richtung 130 €. Unser erstes Abstauberlimit hat bei 95 € gegriffen. Das zweite Limit bei 83,50 € ist inzwischen nicht mehr realistisch. Um 95 € ist die Position somit zu komplettieren. 

Fundamentals Krones
Börsenwert: 3,05 Mrd. €
Umsatz 2024e: 5,3 Mrd. €
FCF je Aktie 24e: 7,95 €
Dividende 23e: 2,27 €

Gewinn je Aktie in €
2021:   4,47
2022:   5,92
2023e: 7,56
2024e: 9,85
2025e: 11,29

BörsenParkett: PVA TEPLA


3. Bei PVA TEPLA (WKN: 746100; 18,23 €) ging es schnell.

Unser erstes Kauflimit ging Anfang November bei 14,10 € glatt auf. Dann wurde es rasant. Es geht bekanntlich um Sinteröfen für Siliziumkarbid (SiC). Chips aus SiC schalten schneller, verlieren weniger rasch an Leistung und haben eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit. Folge: Der Markt wird sich in drei Jahren rd. vervierfachen und bis 2030 sind SiC-Chips Standard in der Elektromobilität. Das Zahlenwerk zum dritten Quartal: Umsatz- und Ergebniskennziffern sind spürbar besser als erwartet ausgefallen. Das Jahresziel am oberen Ende der Erwartungen wurde bestätigt. 297 Mio. € Auftragsbestand geben volle Visibilität für 2024 und Anfang 2025. Der EBITDA-Margenanstieg von 12,6 auf 15,2 % signalisiert eines: PVA hat die Kostenseite voll im Griff. KGV 14 für 2024 ist aufgrund der hohen Visibilität, der beschriebenen Perspektiven bis 2030 und einer nettoschuldenfreien Bilanz nicht zu viel. Wir erhöhen das Kursziel von 23 auf 25 € und setzen das zweite Kauflimit gemäß unserer Tabelle aus AK 40/23 auf 16,60 €.   

BörsenParkett: USA: STARBUCKS


• USA: STARBUCKS (WKN: 884437; 103,43 $) erweist sich weiterhin als widerstandsfähig.

Dass sich die Aktie der US-Kaffeehauskette auch in der Krise robust zeigt, hatten wir wiederholt in unseren Dispositionslisten auf Seite 9 angemerkt. Die Zahlen zum vergangenen Quartal untermauern diese Einschätzung: Der Umsatz ist um 11 % auf 9,37 Mrd. $ gestiegen, während der Gewinn pro Aktie mit 1,06 $ um 30 % über dem Vorjahreswert liegt. Die durchschnittliche Analystenerwartung hatte lediglich bei 0,972 $ gelegen. Auch die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden von Starbucks deutlich übertroffen: Während die Analysten bisher von einem Jahresumsatz in Höhe von 32,25 Mrd. $ und einem Gewinn pro Aktie von 3,46 $ gerechnet hatten, geht Starbucks von 35,98 Mrd. $ bzw. 3,54 $ aus.

Das profitable Wachstum wurde vor allem vom US-amerikanischen Heimatmarkt befeuert. Hier sorgte das Konsumverhalten der jüngeren und kaufkräftigen Kundschaft für ein Umsatzwachstum pro Filiale von 8 %. Das ist größtenteils auf den höheren durchschnittlichen Verzehr pro Besuch zustande gekommen, aber auch wegen der geschickten Zusammenstellung von saisonalen Produktangeboten und hochmargigen Snacks und Speisen. Der Erfolg dieser Strategie spiegelt sich auch in der operativen Marge wider, die von 15,1 % auf 18,2 % verbessert werden konnte.

Etwas Wasser musste Starbucks seinen Aktionären aber dennoch in den Wein gießen. Denn auf dem wichtigen chinesischen Markt läuft es alles andere als rund. Starbucks betreibt im Reich der Mitte rund 6.800 Filialen, aber hier ist die Entwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. So haben die chinesischen Konsumenten das Angebot besonders profitabler Speisen nicht in dem Maße angenommen wie ursprünglich erwartet. Damit setzt sich das Wachstumsproblem in China des vergangenen Jahres weiter fort. Die Kundschaft scheint sich eher einheimischen Angeboten zuzuwenden, wie z. B. der Kaffee- und Teehauskette Luckin Coffee. Trotzdem will Starbucks seine Präsenz in China weiter erhöhen und die Zahl der dortigen Filialen in den kommenden zwei Jahren auf 9.000 aufstocken.

Fazit: Mit einem KGV von 25 auf Basis der Gewinnschätzung für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 ist die Aktie wahrlich nicht mehr billig. Die profitable Wachstumsstory ist aber intakt. Der Markt hatte die jüngsten Zahlen und Prognose von Starbucks mit einem Kursgewinn von rund 13 % gefeiert. Nicht allzu konservative Anleger können einen Rücksetzer bis auf 98 $ abwarten und dann zugreifen. Erstes Kursziel: 120 $.

BörsenParkett: WEWORK


• WEWORK (WKN: A3EVA5; 1,16 $) stellt Insolvenzantrag nach Chapter 11.

Das hatte sich bereits angekündigt. Der Anbieter von Büroflächen und Co-Working-Spaces war 2019 mit dem Versuch eines regulären Börsengangs gescheitert und dann schließlich vor ziemlich genau zwei Jahren per SPAC-Merger doch noch an die Börse gekommen. Man hätte den 2019 gescheiterten Börsengang besser als Omen nehmen sollen, stand doch die Börsenkarriere von Anfang an unter keinem guten Stern. WeWork hat ausnahmslos Geld verbrannt, was sich in einem stetig erodierenden Aktienkurs niedergeschlagen hat. Von einer Bewertung von einst 47 Mrd. $ sind gerade mal 44 Mio. $ übrig geblieben. Finger weg!

BörsenParkett: LOCKHEED MARTIN


• LOCKHEED MARTIN (WKN: 894648; 450,89 $): Krisenmanagement führt zu prall gefüllten Orderbüchern.

Die Konflikte in der Ukraine beanspruchen die Waffenlager der USA und Verbündeten stark, was zu erheblichen Investitionen in die Nachversorgung führt. Lockheed Martin, ein vielseitiger Technologiekonzern und Hauptlieferant der US-Regierung, profitiert von diesen Zuständen und will die Gewinne in neue Technologien wie Hyperschallantriebe investieren. Das traditionsreiche Unternehmen agiert als Hauptlieferant von US-Waffen, hat voriges Jahr 66 Mrd. $ Umsatz eingefahren und 5,7 Mrd. $ nach Steuern verdient. China setzte Lockheed Martin aufgrund von Waffenverkäufen an Taiwan sogar auf die Sanktionsliste und droht dem Inselstaat immer unverhohlener, während Taiwan sich längst auf einen Krieg vorbereitet. Insbesondere Kampfjets sind gefragt, um die Lufthoheit zu wahren. Lockheed Martin kann die Sanktionen gut verkraften, da die Auftragsbücher durch Bestellungen für F-35-Kampfjets von verschiedenen NATO-Partnern gefüllt sind. Die Bundeswehr plant, wie andere NATO-Partner ebenfalls, veraltete Tornados durch F-35-Jets zu ersetzen, um technologisch aufzurüsten. 

Im dritten Quartal stieg der Umsatz geringfügig von 16,6 auf 16,9 Mrd. $, während der Gewinn leicht von 1,8 auf 1,7 Mrd. $ sank. Der freie Cashflow belief sich nach Investitionen auf 2,5 Mrd. $ im Quartal. Der Aktienkurs liegt bei 454,90 $ mit einem angemessenen KGV von 16,7 für 2023 und 2024. Kürzlich wurde die Quartalsdividende für Anleger um 12,50 % auf 3,15 $ je Aktie (Dividendenrendite 2,78 %) erhöht, was die Attraktivität des Unternehmens für Investoren unterstreicht.

Fazit: Als führender Rüstungslieferant mit attraktivem KGV und solider Dividendenrendite wird die Aktie von der gestiegenen Nachfrage nach Rüstungsgütern aufgrund der Situation in der Ukraine und den Spannungen im Nahen Osten in den nächsten Jahren deutlich profitieren. Wir versuchen, mit einem Kauflimit bei 430 $ zum Zuge zu kommen. Eine kleine Anfangsposition auf aktuellem Niveau ist aber akzeptabel, um zumindest schon mal einen Fuß in der Tür zu haben.

Der Zins- und ETF-Fuchs


• REPUBLIK PORTUGAL: Attraktive Staatsanleihe in US-$ mit kurzer Restlaufzeit und überschaubarem Risiko (WKN: A1ZLWS; 99,38 %).

Das südwesteuropäische Land gehörte zu Zeiten der Eurokrise mit zur europäischen Peripherie, die mit vielen Problemen behaftet war. Die Zeiten haben sich zwar gebessert, aber auch weiterhin zählt Portugal in Europa nicht zu den Top-Schuldnern mit höchstem Kreditrating. Mit dem Rating „BBB“ gehörte Portugal die letzten Jahre gerade eben noch zu der Gruppe „Investment Grade“, die als anlagewürdig gilt. Fitch hat aber am 29. September 2023 schließlich sogar eine Heraufstufung auf „A-“ vorgenommen. Ein markante Verschlechterung der Situation ist derzeit nicht absehbar, auch wenn die aktuell konjunkturell zähe Entwicklung nicht gerade hilfreich ist. Die kurze Restlaufzeit von unter einem Jahr grenzt das Risiko zusätzlich ein und wird durch eine Ablaufrendite von 5,69 % versüßt.

Portugal-Anleihe in US-$
WKN: A1ZLWS
Kupon: 5,125 %
Fälligkeit: 15.10.2024
Ablaufrendite: 5,69 %
Währung: US-$
Stückelung: 1.000 $

Parkett-Geflüster


• Kann INTEL-Hardware zukünftig KI-Chips von NVIDIA ersetzen?

Entsprechende Mediengerüchte kamen zuletzt in Südkorea auf. Laut der „Korea Economic Daily“ verfügt das Internet-Unternehmen Naver angeblich über eine Lösung, um Nvidia-Chips durch Intel-Prozessoren zu ersetzen. Aufgrund der Lieferzeiten von bis zu 50 Wochen und der Kosten von 60.000 $ pro Nvidia H100-Chip will Naver zukünftig zu Intels Xeon-Scalable-Prozessoren der vierten Generation wechseln. Ob diese Lösung tatsächlich technisch ebenbürtig bei geringeren Kosten ist, wird sich aber erst noch erweisen müssen.

Unter der Lupe

• Zinsen und Diätmedikamente rütteln am Fundament der Getränke- und Nahrungsmittelhersteller.

Eine Kombination von Faktoren, einschließlich der Erhöhung der Zinssätze und der Sorge, dass neuartige Diätmedikamente den Verbrauch von hochkalorischen Nahrungsmitteln reduzieren könnten, hat zum Aktienausverkauf der Getränke- und Nahrungsmittelhersteller seit Jahresbeginn beigetragen. Basiskonsumgüter-Hersteller, die typischerweise durch niedriges Wachstum und hohe Dividenden gekennzeichnet sind, neigen dazu, besonders sensibel auf Zinsänderungen zu reagieren. Die wachsende Popularität von Ozempic, einem Diabetesmittel, das „Off Label“ zur Gewichtsreduktion durch Appetitzüglung genutzt wird, löste kürzlich einen Verkaufsrückgang bei Lebensmittel- und Getränkeaktien aus. Es herrscht die Sorge, dass mit steigender Anwendung von Ozempic für Diätzwecke das Interesse an konsumorientierten Produkten schwinden könnte. Die tatsächlichen Auswirkungen von Ozempic und ähnlichen GLP-1-Medikamenten werden jedoch erst in einigen Jahren sichtbar und könnten bis 2035 zu einem 3%igen Umsatzrückgang in der Snack- und Getränkebranche führen.


Seit dem Jahreshoch zu Beginn des Jahres hat COCA-COLA INC. (WKN: 850663; 57,18 $) einen Rückgang von nahezu 14 % verzeichnet.

Eine attraktive Gelegenheit für Investoren, die ein Unternehmen von hoher Qualität mit einer beeindruckenden Wachstumshistorie suchen. Coca-Cola punktet mit einer starken Wettbewerbsposition, konnte im abgelaufenen Q3 mit seinen Ergebnissen überzeugen und die Erwartungen beim Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,69 $ um 0,05 $ übertreffen. Der Nettoumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von 2,7 Mrd. auf 2,8 Mrd. € gestiegen. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein organisches Umsatzwachstum im mittleren Zehnerbereich. Laut Statista wird der Markt für nicht-alkoholische Getränke in den kommenden Jahren voraussichtlich jährlich um 11 % wachsen und bis 2027 ein Umsatzvolumen von 940 Mrd. $ erreichen. Bloomberg-Daten deuten darauf hin, dass die Erlöse von Coca-Cola bis dahin jährlich um 4,7 % auf 54 Mrd. $ steigen dürften, während beim Konkurrenten Pepsi nur ein Wachstum von 4,5 % erwartet wird. Neben dem Kurspotenzial bietet das Unternehmen eine solide Dividendenrendite von 3,24 %. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 70 $.


KRAFT HEINZ (WKN: A14TU4; 33,13 $), der Gigant hinter dem beliebten Wackelpudding, übertraf kürzlich die Erwartungen der Wall Street mit einem beeindruckenden Gewinnbericht für Q3 und schraubte seine Jahresziele höher.

Dank der appetitanregenden Preisanhebungen für seine Fertigmahlzeiten und Gewürze versüßte das Unternehmen seine Margen ordentlich. Krafts Bruttomarge erhöhte sich um 396 Basispunkte auf schmackhafte 34 %. Der Quartalsgewinn pro Aktie bei 0,72 $ ließ die Schätzungen der Analysten, die auf 0,63 $ getippt hatten, hinter sich. Der Meister des Philadelphia-Frischkäse erhöht seine Prognosen für das Jahresende mit einem angepassten Gewinn von 2,91 bis 2,99 $ pro Aktie, eine satte Steigerung gegenüber den vorherigen 2,83 bis 2,91 $. Das Gesamtvolumen ging jedoch um 5,4 % zurück, was darauf hindeutet, dass die Preiserhöhungen der letzten Quartale ihren Tribut forderten, da auch die Händler mit hohen Zinssätzen zu kämpfen haben. Die Aktie liegt 23 % unter ihrem Jahreshoch. Goldman Sachs bewertet die Aktie positiv mit einem Kauf-Rating, korrigiert aber den Zielpreis von 41 auf 38 $ nach unten.


MONDELEZ (WKN: A1J4U0; 68,56 $) hat in einer Zeit, in der Wachstumsaktien oft Value-Aktien übertreffen, eine bemerkenswerte Leistung gezeigt und den S&P 500-Index outperformt.

Seit November 2020 verzeichnete Mondelez eine Performance von fast 35 %. Dieser Erfolg spiegelt die erfolgreiche Markenpflege im „Fast Moving Consumer Goods“ (FMCG)-Sektor wider und zeigt, dass der Markt eine höhere Bewertung von Mondelez anerkennt. Das dürfte sich nach der Bekanntgabe der unerwartet guten Q3-Zahlen weiter beschleunigen. So wurde die Jahresprognose angehoben: Man erwartet nun ein Umsatzwachstum von 14 bis 15 % und ein Wachstum beim Gewinn pro Aktie von etwa 16 %. Diese Zahlen übersteigen deutlich die ursprünglichen Erwartungen. Trotz hoher Rohstoffpreise und des möglichen Rückgangs des Preisantriebs in 2024 zeigt Mondelez bedeutende Verbesserungen der Betriebsmarge. Die Strategie, sich auf Kernmarken zu konzentrieren und in neue Produktbereiche zu expandieren, insbesondere in Schwellenländern, scheint sich auszuzahlen. Das verschafft Mondelez einen Vorteil gegenüber anderen Großunternehmen und übertrifft zudem die Erwartungen des Marktes. Mit weiterhin herausragenden Aktionärsrenditen ist zu rechnen. Erstes Kursziel: 80 $.


UNILEVER PLC (WKN: A0JNE2; 44,78 €), bekannt für Marken wie Ben & Jerry‘s und Dove, hat in den letzten zehn Jahren eine bescheidene Performance von 20 % erzielt und musste in den letzten fünf Jahren sogar einen Kursrückgang von 11 % hinnehmen.

Mit einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung von nur 1,5 % blieb das Unternehmen hinter seinen Konkurrenten und dem globalen BIP-Wachstum zurück. Nach einem enttäuschenden Jahrzehnt meldete Unilever jedoch für 2022 ein Wachstum von 14,5 % und für die ersten neun Monate dieses Jahres ein Umsatzplus von 7,7 %, getrieben durch Preiserhöhungen aufgrund der Inflation. Trotz eines leichten Umsatzanstiegs von 0,4 % seit Jahresbeginn und eines bisher negativen Volumenwachstums setzt der neue CEO Hein Schumacher auf frischen Wind und einen „Aktionsplan“. Im Geschäftsjahr 2023 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von über 5 %, obwohl das Preiswachstum nachlässt. Eine leichte Verbesserung der Betriebsmarge ist zu erwarten, da Einsparungen im Marketing reinvestiert werden.

2024 rechnet Unilever wegen erodierender Konsumnachfrage und moderaten Preiserhöhungen mit einem gedämpften Umsatzwachstum. Höhere Forschungs- und Marketingausgaben werden die Margen sowie das EPS belasten. Trotzdem wird sich die Situation ab der zweiten Jahreshälfte erholen. Ausgehend von einem 19er KGV, das etwas unter dem 5-Jahres-Durchschnitt liegt, beträgt das Kursziel 51 €. Auf aktuellem Kursniveau dürften Wachstums-
optimisten, selbst ohne die starke Dividendenrendite von fast 4 % einzubeziehen, prozentual zweistellige Renditen erzielen.

Finanz-Spezialitäten

• Beim DAX setzen wir auf eine Fortsetzung der angelaufenen Erholung.

Nachdem wir den Short-Trade auf den deutschen Leitindex erfolgreich abgeschlossen haben, wechseln wir nun die Seite. Wie am Mittwochmorgen über die Bernecker-App bereits avisiert, spekulieren wir mit einem bei ca. 14.950 Punkten platzierten Abstauberlimit auf die im Chart skizzierte Bodenbildung in Form einer klassischen S-K-S-Formation. Als Zielzone visieren wir dann den Bereich um 15.450/15.600 Punkte an. Das Stop-Loss entspricht einem DAX-Stand von ca. 14.550 Punkten. Der aktuell neunfach gehebelte Open-End-Turbo-Call der Société Générale (WKN: SQ3QM5; 16,81 €) auf den DAX hat einen Basispreis von aktuell 13.418,14 Punkten, die K.o.-Marke liegt bei 13.760,00 Punkten. Weiter im Markt bleiben zudem die beiden Kauflimits bei dem geplanten Long-Trade auf den Bitcoin Future, wo wir vor dem nächsten Aufwärtsschub unverändert mit einer Verschnaufpause rechnen. Ausgestoppt wurde am Freitag der Short-Trade auf Nagarro, den wir zu 4,09 € verkauft und damit einen kleinen Verlust von 7,1 % bzw. 0,17 % unseres Kapitals realisiert haben.

offene Order

Kauf:
DAX Turbo Call
WKN: SQ3QM5
Kauf 440 Stück mit Limit 15,35 € (7,6 % Depotanteil)
Stopp-Loss: 11,30 €

Staffelkauf:
Mini Long auf Bitcoin Future
WKN: VM3Y87
230 Stück mit Limit 8,60 € (2,2 % Depotanteil)
280 Stück mit Limit 7,90 € (2,7 % Depotanteil)
Stop-Loss: 4,75 €

Depot:


Bär der Woche


• MøLLER-MAERSK (WKN: 861837; 10.022 DKK) auf rauer See

Die Container-Schifffahrt steuert Richtung Krise. Wurden in der Pandemie über 600 Mrd. € Gewinne eingefahren, droht dem Sektor 2024 ein Verlust von 15 Mrd. €. 2023 stützen Alt-Verträge noch das Geschäft. Das Problem: Die Kapazitäten weltweit steigen in den nächsten Jahren um  drei Millionen Containerplätze p. a. Es entspricht dem Dreifachen des langjährigen Mittelwertes. Møller-Maersk  musste nun die Prognose kappen. Der freie Cashflow dreht ins Negative. Die Aktie hat noch Luft nach unten.

SpotLight


• Bei BASF (WKN: BASF11; 42,90 €) sorgen miese Zahlen nicht mehr für neue Abverkäufe.

Das ist ein Lichtblick. Um 70 % wurde der operative Gewinn bereinigt um Wintershall Dea im dritten Quartal eingestampft. Das lag deutlich unter den Erwartungen. Die Prognose, die BASF schon im Sommer gesenkt hatte, wurde bestätigt, allerdings am unteren Ende der Zielkorridore. Das Management sieht im vierten Quartal eine Stabilisierung der Produktion auf flachem Niveau. Eine stabile Dividende von 3,40 € muss allerdings aus der Substanz gezahlt werden. 2 Mrd. € freier Cashflow, mit sinkender Tendenz 2024, reichen dafür nicht. Nun kommt es auf den Umbau an, auch in technologischer Hinsicht mit einer wahrscheinlichen Abspaltung von Wintershall sowie den Bereichen Abgaskatalysatoren, Coatings und Nahrungszusätze. Die Tiefs vom Herbst 2022 um 37 € sollten somit halten. Die Bodenbildung läuft.


• ØRSTED (WKN: A0NBLH; 35,69 €) - war das der finale Ausverkauf?

Der Wert wurde nochmals um 20 % tiefer geschickt. Die Herausforderungen sind bekannt. Sie liegen a) in technischen Problemen und b) in gestiegenen Kosten auch hinsichtlich der Zinsseite. Nachverhandlungen von Stromabnahmepreisen sind zuletzt vielfach gescheitert. Auch darüber hatten wir berichtet. Das hat nun erneut Konsequenzen. Hintergrund ist die Einstellung von zwei großen Windenergieprojekten in den USA und somit liegen die Abschreibungen im dritten Quartal bei 3,8 Mrd. €. Das ist fast doppelt so hoch wie erwartet. Aber: Die Einstellung der Projekte nebst Strafzahlungen ist der Beginn einer Umstrukturierung. Das verursacht zunächst Schmerzen, ist aber der einzige Weg zu positiven freien Cashflows. Ab jetzt wird es also interessant. Erste vorsichtige Käufe sind akzeptabel. 


• FERRARI (WKN: A2ACKK; 313,20 €) mit Rückenwind.

Die Aktie der italienischen Kult-Sportwagenschmiede hat ein neues Allzeithoch markiert. Die Geschäfte laufen ausgezeichnet. Es hat sich herausgestellt, dass sich die vermögende Kundschaft weder von einer schleppenden Konjunktur noch von hoher Inflation in ihrem Konsumverhalten beeinträchtigen lässt. Daraus folgt fast logisch, dass Ferrari ein Rekordquartal hingelegt und die Jahresziele angehoben hat. Barclays hat daraufhin die Aktie auf „Übergewichten“ heraufgestuft und das Kursziel von 300 auf 350 € erhöht. Mit einem KGV von 41 per 2024 ist die Fallhöhe aber mittlerweile recht groß, wenn es auch mal schlechte Nachrichten geben sollte. Deshalb ist die Aktie für uns bestenfalls noch eine Halteposition.


• LANXESS (WKN: 547040; 22,68 €) rudert erneut zurück.

Der Spezialchemiekonzern erwartet 2023 nun ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 500 bis 550 Mio. €, nachdem man das Ziel bereits im Sommer auf 600 bis 650 Mio. € reduziert hatte. Man will sich nun verstärkt der Reduzierung der Nettoverschuldung widmen. Deshalb müssen auch die Aktionäre bluten: Nachdem die Dividende für das vergangene Jahr noch stabil bei 1,05 € gelegen hatte, sollen für 2023 lediglich 10 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Lanxess leidet unter einer anhaltend schwachen Nachfrage und hat zudem Probleme an einem Produktionsstandort. Die Aktie reagierte schwach auf die jüngsten Nachrichten. Nun muss sich zeigen, ob sich die angedeutete Bodenbildung bei 20 € tatsächlich behaupten kann.

Tops & Flops


• MANZ (11,64 €)

Nach einem erwartungsgemäß schwachen Q3 hellen sich die Perspektiven nun auf. Durch die steigende Nachfrage nach Batterie-systemen und elektronischen Komponenten wird sich die Auftragslage erholen. Erst nach Rücksetzer kaufenswert.


• HELLA (76,70 €)

Der Automobilzulieferer hat Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2023 deutlich gesteigert. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Das hat die Börse mit Kursaufschlägen quittiert. Mehr als eine Halteposition ist die Aktie aber dennoch nicht.


• DAIMLER TR. (28,19 €)

In Q3 wurde der Umsatz um 3 % und das bereinigte EBIT um 5 % gesteigert, aber das lag unter den Erwartungen. Die Aktie verlor daraufhin rund 5 %. Das extrem niedrige KGV von 6,7 federt das Restrisiko nach unten ab. Dennoch ist viel Geduld vonnöten.

Portfolios

Spekulatives Portfolio


Kommentar:

Das Portfolio konnte sich im Wochenverlauf mit dem festen Markt wieder erholen. Knaus Tabbert überzeugt in Q3 auf ganzer Linie. Bei Norma Group ist unser Nachkauflimit zu 15,10 € für 700 Aktien aufgegangen. Trotz der schwächeren Umsatzprognose hat der CEO die Ziele für die bereinigte EBIT-Marge (ca. 8 %) und den betrieblichen Cashflow (ca. 70 Mio. €) bestätigt. Somit stehen 488 Mio. € Umsatz gegen geschätzt 1,3 Mrd. € Umsatz und rd. 60 Mio. freien Cashflow per 2024. Klarer Übernahmekandidat! Bei Masterflex bleibt das Abstauberlimit für 1.400 Aktien zu 7,92 € im Markt. Ero Copper ist in allen Minenprojekten weitgehend im Plan. Der neuerliche Kursdruck resultiert aus einer Platzierung von 8,51 Mio. Aktien im Volumen von 105 Mio. $ bzw. 12,33 $ pro Aktie. Ein Nachkauf rückt näher. 

NORMA GROUP


Allround-Portfolio


Kommentar:

Das Depot tendierte im Wochenverlauf freundlich. Unsere platzierten Nachkauflimits für Mercedes-Benz zu 50,80 € für 100 Aktien und Bayer zu 37,50 € für 150 Aktien waren zu vorsichtig angesetzt. Wir erhöhen diese auf 54,50 bzw. 40,10 €. Die Dt. Telekom will die Dividende deutlich erhöhen und plant ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Glencore litt unter verschlechterten Konjunkturperspektiven für 2024. Die Entwickler-Konferenz von OpenAI am Montag gilt mit ihren Aussagen und Plänen als klarer Treiber für die Cloudsparte Azure von Microsoft. Es winkt ein neues Allzeithoch. 

Die Wartezeit, die man bei Ärzten verbringt, würde in den meisten Fällen ausreichen, um selbst Medizin zu studieren. (Dieter Hallervorden)

DT. TELEKOM


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