Bernecker Newspilot
Informationen direkt aus unserer Redaktion
Catharina Nitsch
Redakteurin
PORSCHE hat in den ersten neun Monaten angesichts rückläufiger Autoverkäufe weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum - der Umsatz sank auf 25,28 Mrd. Euro (Vorjahr: 26,86 Mrd. Euro), doch: Operativ erzielte der Sportwagenhersteller wieder eine deutlich positivere Rendite, nachdem im Vorjahr hohe Kosten für die Neuausrichtung belastet hatten. Daher bekräftigte man nun auch den Ausblick für das Gesamtjahr. Hier erwartet PORSCHE weiter einen Umsatz in der Bandbreite von rund 35 Mrd. Euro bis 36 Mrd. Euro, die operative Umsatzrendite soll zwischen 5,5 und 7,5 % liegen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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Oliver Kantimm
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Der Aktionärsbrief.
Bernecker Team
Pharma bleibt für uns eine der interessanten Zukunftsbranchen. Deshalb möchten wir unser bereits breit aufgestelltes Engagement weiter verstärken. Eine alternde Bevölkerung und der wachsende Behandlungsbedarf bei chronischen Erkrankungen treffen auf medizinische Fortschritte, die neue Therapiemöglichkeiten eröffnen. Unternehmen, die daraus wirksame Medikamente entwickeln, können sich langfristige Wachstumsperspektiven erschließen.
Dabei setzen wir auf eine Kombination aus einer Neuaufnahme und dem Ausbau einer bestehenden Empfehlung. Beide Empfehlungen und die Hintergründe zu unseren Calls finden Sie in der Termin-Börse daily (KLICK HIER). Dort gibt es täglich neue Empfehlungen für besonders engagierte Anleger.
Helmut Gellermann
Redakteur
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Bernecker daily.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Insiderkäufe aus dem Aufsichtsrat reißen nicht ab bei Deutz.
Aufsichtsratsmitglied Helmut Ernst hat über Xetra weitere Deutz-Aktien im Volumen von knapp 100.000 € erworben. Die neue Veröffentlichung ergänzt die bereits am 23. Oktober gemeldeten Käufe aus dem Umfeld von Dietmar Voggenreiter. Technisch wie fundamental erachte ich die Käufe als nachvollziehbar.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Die Wall Street hat sich gestern erholt. Der Nasdaq gewann 0,82 %, der S&P 500 0,70 %. Auch in Asien ziehen die Technologiewerte an. Samsung und SK Hynix profitieren von der besseren Stimmung im Chipsektor. Heute Morgen starten die Märkte verhalten mit leichten Abschlägen in den Tag. Auffallend ist weiter der starke Dollar, der weiter Druck auf Gold und Silber ausübt.
Anthropic sorgt mit seinem Börsenprospekt für Schlagzeilen. Der KI-Entwickler erzielte in den ersten neun Monaten mehr als 33 Milliarden Dollar Umsatz und erreichte im zweiten Quartal eine operative Marge von 8 %. Allerdings hat Anthropic Verpflichtungen für Rechenleistung und Infrastruktur von mehr als 800 Milliarden Dollar bis 2045 abgeschlossen. Allein auf Broadcom entfallen Verträge über 161 Milliarden Dollar. Amazon könnte bei einer Börsenbewertung von zwei Billionen Dollar rechnerisch eine Beteiligung im Wert von rund 400 Milliarden Dollar halten. Der Börsenprospekt warnt ausdrücklich vor existenziellen Risiken durch KI.
Meta plant eine Kapitalaufnahme von bis zu 95 Milliarden Dollar für seinen KI-Ausbau. Nvidia, AMD und Broadcom werden als mögliche Investoren genannt.
Cadence Design Systems liefert starke Zahlen. Der Spezialist für Chipdesign-Software steigerte den Quartalsumsatz um 22 % auf 1,63 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn erreichte 2,11 Dollar je Aktie gegenüber 2,05 Dollar Konsens. Der Auftragsbestand liegt bei 8,2 Milliarden Dollar. Cadence erhöht die Jahresprognose und profitiert von der steigenden Komplexität neuer KI-Chips.
EQT übernimmt Range Resources für einen Aktienwert von rund 13 Mrd. Dollar. Die rechnerische Prämie gegenüber dem Freitagskurs beträgt knapp 21 %. Der Aktientausch schafft den größten US-Gasproduzenten mit einem Unternehmenswert von über 50 Mrd. Dollar. Damit steigt der Konsolidierungsdruck im Sektor. Wer ist der Nächste?
Das klären wir heute in der Bernecker daily - abrufbar ab ca. 9.30 Uhr. Hier gehts zur Daily: https://www.bernecker.info/bernecker-daily
HSBC verliert in Hongkong rund 5 %. Der Vorsteuergewinn stieg um 32 % auf 9,6 Milliarden Dollar, blieb aber knapp unter den Erwartungen. Belastend ist eine Risikovorsorge von 1,4 Milliarden Dollar für Gewerbeimmobilien in Hongkong. Die Eigenkapitalrendite erreichte 17,7 %. Ein neuer Aktienrückkauf über eine Milliarde Dollar wurde angekündigt.
Beiersdorf enttäuscht mit rückläufigem Wachstum. Im dritten Quartal sank der organische Umsatz um 1,3 %. Die im Sommer gesenkte Jahresprognose bleibt bestehen. Erwartet wird ein organischer Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Novartis erhöht die Gewinnprognose. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,46 Dollar gegenüber 2,28 Dollar Konsens. Der Quartalsumsatz von 14,52 Milliarden Dollar verfehlte dagegen knapp die erwarteten 14,6 Milliarden Dollar.
Porsche bestätigt die Jahresprognose. Nach neun Monaten liegt die operative Umsatzrendite bei 6,9 %. Der Cashflow profitierte allerdings vom Verkauf der Rimac-Beteiligungen.
Nordex sichert sich einen weiteren Auftrag. Für DenkerWulf liefert der Windanlagenhersteller neun Turbinen mit insgesamt 51,3 Megawatt nach Schleswig-Holstein. Hinzu kommt ein Servicevertrag über 20 Jahre.
Auch aus dem deutschen Nebenwertesektor gibt es Nachrichten. Hypoport steigerte sein Neunmonats-EBIT von 23,6 auf 30,1 Millionen Euro. Cancom senkt die Umsatzprognose.
Heute folgen Quartalszahlen von u.a. Boeing, Coca-Cola, PayPal und Visa.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Catharina Nitsch
Redakteurin
Zum sechsten Mal in Folge ist der Ifo-Geschäftsklimindex gestiegen - von 89,9 Punkten im Vormonat auf 90,2 Zähler im Oktober. Damit zeigt sich, dass sich die Stimmung in den Unternehmen in Deutschland weiter verbessert - wenn auch eher gering. Zwar schätzten die Unternehmen die aktuelle Lage etwas schlechter ein als im September, aber die Erwartungen stiegen wieder! Der Index der Geschäftserwartungen erhöhte sich von 90,4 auf 91,6 Punkte. Die Konjunkturbelebung setzt sich also sachte fort.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf!
Bernecker Team
Guten Morgen, meine Damen und Herren,
die nächste Bewährungsprobe für die Technologiebörse steht unmittelbar bevor. In dieser Woche öffnen mit MICROSOFT und AMAZON zwei Schwergewichte ihre Bücher. Dabei geht es um mehr als Umsatzwachstum und Quartalsgewinne. Die Unternehmen müssen zeigen, dass sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz wirtschaftlich auszahlen. Wie schnell wachsen die zusätzlichen Einnahmen? Welche Belastungen entstehen durch den Ausbau der Rechenzentren? Und wie viel bleibt nach den Investitionen für die Aktionäre übrig?
Selbst starke Quartalszahlen sind derzeit keine Garantie für steigende Kurse. Das gilt auch für Microsoft und Amazon, wir wagen trotzdem zwei Short-Positionen. Unsere These: Die Quartalsberichte könnten zum Anlass für weitere Gewinnmitnahmen werden und eine neue Abwärtsbewegung begünstigen. Wenn Sie mitmachen wollen, finden Sie alle Infos in der Termin-Börse daily (KLICK HIER)
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Der Ölpreis sorgt für etwas Entspannung. Brent fällt um rd. 5 % Richtung 110 $. Am Freitag hatte Öl zeitweise 117,45 Dollar erreicht und bei 116,72 Dollar geschlossen. Auslöser des heutigen Rückgangs sind Berichte über Vermittlungsgespräche Katars im Iran. Viel ist darauf allerdings nicht zu geben, wie die Erfahrungen seit Beginn des Konfliktes belegen.
Die Wall Street schloss am Freitag schwach. Der Dow verlor 1,2 %, der S&P 500 0,5 % und der Nasdaq 0,2 %. Die US-Futures signalisieren heute Morgen eine leichte Erholung. Auch der DAX startet in der Frühbörse einen Tick freundlicher.
Elon Musk warnt vor einer Pleitewelle bei KI-Rechenzentrumsbetreibern. SpaceX hat nach seinen Angaben eine Chipfinanzierung über 40 Mrd. Dollar abgeschlossen. Gleichzeitig sieht Musk erhebliche Finanzierungsprobleme bei hochverschuldeten Neocloud-Anbietern. Der Kreditmarkt sei für Anbieter ohne nennenswerte Einnahmen außerhalb des KI-Geschäfts nahezu geschlossen. Eine Konsolidierungswelle bahnt sich an.
Auch der Mobilfunksektor steht weiter unter Druck. Laut Bloomberg verhandelt SpaceX über den Zugang zu mindestens 80.000 amerikanischen Mobilfunkstandorten. Das erhöht den Wettbewerbsdruck auf AT&T, Verizon und T-Mobile US.
Asien bleibt heute Morgen uneinheitlich. Goldman Sachs senkte sein Zwölfmonatsziel für den südkoreanischen Kospi von 12.000 auf 9.000 Punkte. Dennoch hält die Bank die eingepreisten Gewinnerwartungen für Halbleiterhersteller für übertrieben pessimistisch. Samsung und SK Hynix berichten diese Woche.
Die großen Zementhersteller stehen seit Monaten unter Druck. Holcim hat jetzt die Prognosen erhöht. Daraus resultieren interessante Überlegungen für Heidelberg Materials.
Frankreich behält sein Rating. Moody’s bestätigte Aa3, allerdings mit negativem Ausblick. Die Korrekturen vieler französischer Werte geht inzwischen zu weit, zumal das direkte operative Frankreich-Exposure bei vielen Titeln nur gering ist. In der aktuellen Actien-Börse gehen wir darauf gesondert ein.
Lulas überraschender Wahlsieg droht Brasiliens Börse unter Druck zu setzen. Er gewann die Stichwahl mit 51,76 % gegen Flávio Bolsonaro. Investoren hatten zuvor auf einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs unter Bolsonaro gesetzt.
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Heute folgen der Ifo-Index und Verizon-Zahlen. Im Wochenverlauf stehen die Zinsentscheidungen von Fed und EZB sowie die Quartalszahlen von Microsoft, Alphabet und Amazon an. Damit läuft der schwierige Oktober langsam aus.
Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Oliver Kantimm
Redakteur
Die Wirtschaft der Eurozone verliert an Schwung. Gleichzeitig nimmt der Kostendruck auf die Unternehmen zu. Diese Kombination verschärft das Dilemma der Notenbanken und stellt Anleger vor neue Herausforderungen. Die am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerdaten liefern dafür deutliche Hinweise.
Der vorläufige Gesamt-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone sank im Oktober von 53,1 auf 51,9 Punkte. Erwartet worden waren 52,7 Punkte. Zwar signalisiert ein Wert oberhalb von 50 weiterhin Wachstum. Die Dynamik hat jedoch nachgelassen. Besonders schwach entwickelte sich Frankreich. Dort fiel der entsprechende Index von 51,1 auf 48,4 Punkte. Auch in Deutschland verlangsamte sich das Wachstum.
Noch problematischer ist die Preisentwicklung. Die Einkaufskosten der Unternehmen stiegen im Oktober erneut beschleunigt. Vor allem Energie, Treibstoffe und Transport verteuerten sich. Gleichzeitig erhöhten die Unternehmen ihre Verkaufspreise weniger stark als im September. Damit wächst der Druck auf die Gewinnmargen. Unternehmen ohne ausreichende Preissetzungsmacht müssen höhere Kosten teilweise selbst tragen.
Die Entwicklung erinnert an eine klassische Stagflationsgefahr: schwächeres Wachstum bei anhaltend hohem Preisdruck. Von einer ausgeprägten Stagflation kann allerdings noch keine Rede sein. Die Eurozone wächst weiterhin. Zudem lässt sich aus steigenden Einkaufspreisen nicht unmittelbar auf die künftige Verbraucherpreisinflation schließen.
Für die Notenbanken wird die Lage komplizierter. Die EZB hat ihren Einlagensatz im September bereits auf 2,50 % angehoben. Die Verbraucherpreise stiegen zuletzt um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr. Eine schwächere Konjunktur spricht gegen weitere Zinserhöhungen. Der anhaltende Inflationsdruck erschwert auf der anderen Seite jedoch eine geldpolitische Entlastung. Ein Dilemma, das den Handlungsspielraum der EZB deutlich einschränkt.
In der kommenden Woche stehen deshalb zwei wichtige Termine an: Die US-Notenbank entscheidet am Mittwoch, dem 28. Oktober, über ihren Leitzins. Einen Tag später folgt die EZB. Entscheidend werden weniger die unmittelbaren Zinsentscheidungen als die Aussagen über den weiteren geldpolitischen Kurs sein.
Was bedeutet das für die Geldanlage? Tagesgeld bleibt für kurzfristige Liquidität weiterhin eine echte Alternative. Allerdings liegt die Verzinsung häufig unter der Inflationsrate. Der reale Vermögensverlust setzt sich dann trotz Zinserträgen fort. Bei Festgeld erscheint eine gestaffelte Anlage über sechs bis zwölf Monate sinnvoller als eine mehrjährige Bindung. So bleibt Spielraum, falls die Zinsen weiter steigen.
Bei Anleihen bietet das höhere Renditeniveau attraktive laufende Erträge. Besonders bei langen Laufzeiten bestehen jedoch erhebliche Kursrisiken. Ein Renditeanstieg um einen Prozentpunkt verursacht bei einer Anleihe mit einer modifizierten Duration von acht Jahren näherungsweise 8 % Kursverlust. Kurzlaufende Euro-Staatsanleihen hoher Bonität mit ein bis drei Jahren Restlaufzeit bieten ein günstigeres Verhältnis zwischen Zinsertrag und Schwankungsrisiko.
Auch am Aktienmarkt steigt die Gefahr. Höhere Finanzierungskosten belasten verschuldete Unternehmen. Gleichzeitig sinkt bei steigenden Anleiherenditen der heutige Wert zukünftiger Gewinne. Besonders anfällig sind deshalb hoch bewertete Wachstumsaktien. Unternehmen mit stabilen Mittelzuflüssen, geringer Verschuldung und hoher Preissetzungsmacht sind besser aufgestellt.
Fazit: Die eigentliche Gefahr liegt in einer doppelten Belastung der Aktienmärkte. Schwächere Nachfrage und höhere Kosten drücken auf die Unternehmensgewinne. Gleichzeitig rechtfertigen hohe Zinsen niedrigere Aktienbewertungen. Damit drohen fallende Gewinnschätzungen und sinkende Bewertungsmultiplikatoren zur selben Zeit.
Anleger sollten deshalb diese Strategie anwenden: Die Liquiditätsreserve bleibt auf Tagesgeldkonten geparkt. Bei Anleihen sollten zunächst Laufzeiten von ein bis maximal drei Jahren dominieren. Langlaufende Papiere werden erst wieder interessanter, wenn der Inflationsdruck nachhaltig nachlässt. Das ist aktuell aber noch nicht absehbar. Bei Aktien verdienen solide finanzierte Unternehmen mit nachgewiesener Preissetzungsmacht Vorrang. Hoch bewertete Wachstumsaktien sollten vorerst untergewichtet bleiben. Wer dagegen allein auf baldige Zinssenkungen setzt, unterschätzt die Gefahr einer längeren Phase schwachen Wachstums bei gleichzeitig hohen Finanzierungskosten.
Interessieren Sie Themen wie diese? Dann sollten Sie sich den „Aktionärsbrief“ aus dem Hause Bernecker Börsenbriefe einmal näher anschauen. Dort ordnen wir Woche für Woche Themen ein, die für Anleger wirklich relevant sind. Das Spektrum reicht vom „Big Picture“ mit Makrothemen, Geopolitik, Konjunktur, Rohstoffen und Geldpolitik über Branchenbetrachtungen bis hin zu konkreten Aktienempfehlungen. Ergänzt wird das Angebot durch Dispositionslisten und mehrere Musterportfolios. Und das bereits seit 36 Jahren. Der „Aktionärsbrief“ ist im Abonnement oder im Einzelabruf erhältlich. In der aktuellen Ausgabe nehmen wir beispielsweise das Thema Kupfer näher unter die Lupe und stellen fünf Aktien vor, die auf unterschiedliche Weise vom Kupferboom profitieren.
Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion


