Bernecker Newspilot
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Bernecker Team
Seit unserer Grundlagen-Analyse der KI-Energie-Wertschöpfungskette im Dezember 2025 hat sich die These vom „Physical AI“-Boom von einer optimistischen Prognose zur belegten Betriebsrealität verhärtet. Die Zahlen sind größer als selbst die damals aggressiven Szenarien vermuteten: Goldman Sachs beziffert die Hyperscaler-Investitionen 2026 auf 527 bis 765 Mrd. $, davon rund 75 % nicht für Chips, sondern für Bau, Kühlung und Stromversorgung.
Wir waren in diesem Sektor bereits mehrfach positioniert, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Zwei Unternehmen haben für uns schon einmal abgeliefert und nun halten wir für den richtigen Zeitpunkt um wieder einzusteigen. Unsere beiden Kandidaten finden Sie in der Termin Börse daily auch im Einzelabruf über diesen Link: KLICK HIER.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
KI-Aktien drehen mit voller Wucht nach oben
Nach dem heftigen KI-Ausverkauf der vergangenen Tage folgt die Gegenbewegung - und die ist dramatisch. In Südkorea springt der Kospi zeitweise um 17 % und verzeichnet damit den größten Tagesanstieg seiner Geschichte. SK Hynix (unser Trade vom Mittwoch geht auf) und Samsung Electronics legen jeweils mehr als 20 % zu. TSMC gewinnt in Taiwan rund 9 %, der japanische Nikkei steigt zeitweise mehr als 5 %. Ich sehe das so:
Die Gegenbewegung trägt deutlich technische Züge. Gehebelte Positionen wurden in den vergangenen Tagen unter hohem Zeitdruck abgebaut. Der KI-Hedgefonds Situational Awareness des früheren OpenAI-Mitarbeiters Leopold Aschenbrenner verkaufte den Großteil seines öffentlichen Aktienportfolios an Citadel. Diese Positionen gehörten am Donnerstag zu den größten Gewinnern. Der Verkaufsdruck durch Margin Calls dürfte damit vorerst nachlassen.
Der Nasdaq 100 beendete am Donnerstag mit einem Anstieg von mehr als 3 % eine sechstägige Verlustserie. Auch die US-Futures liegen heute Morgen weiter im Plus.
Nach Microsoft liefert auch Amazon mit starken Zahlen (nachbörslich + 9,5 %) den Beleg für die KI-Nachfrage. Besonders wichtig für den gesamten KI-Komplex: Amazon hebt die geplanten Investitionen für 2026 von 200 auf rund 220 Mrd. $ an. Zum Thema gibt es unten eine aktualiserte Capex-Grafik.
Hinweis in eigener Sache
Im aktuellen Aktionärsbrief erklären wir unter anderem, warum sich der enorme Capex-Boom der Hyperscaler wirtschaftlich rechnen kann und wie die Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur monetarisiert werden sollen.
Außerdem zeichnet sich nach dem Kaufinteresse an PayPal ein weiterer heißer Übernahmekandidat aus dem Payment-Sektor ab. Auch Im Kupfersektor wird es nach der Korrektur wieder hoch spannend.
Ich empfehle den Einzelabruf des aktuellen Aktionärsbriefs im Bernecker Börsenkiosk. Der Brief kann dort ohne Abo-Verpflichtung erworben werden.
Hier geht es direkt zum Brief: https://boersenkiosk.de/Der-Aktionrsbrief
Apple wiederum ist der Leidtragende. Gute Zahlen aber ein belasteter Ausblick aufgrund von Engpässen bei Komponenten und Speicherchips. Diese begrenzen die Lieferfähigkeit und erhöhen gleichzeitig die Kosten. Das Servicegeschäft blieb hinter den hohen Markterwartungen zurück. Die Aktie verliert nachbörslich mehr als 6 %.
Deutschland: Hensoldt und Fuchs überzeugen
Hensoldt meldet erneut eine außergewöhnlich starke Nachfrage. Der Auftragseingang verdoppelt sich im ersten Halbjahr auf 2,812 Mrd. €. Der Auftragsbestand überschreitet mit 10,356 Mrd. € erstmals die Marke von 10 Mrd. €. Der Umsatz steigt um 23,6 % auf 1,167 Mrd. €, das bereinigte EBITDA von 107 auf 137 Mio. €. Die Marge verbessert sich auf 11,8 %. Der Jahresausblick wird vollständig bestätigt.
Fuchs erhöht nach einem starken ersten Halbjahr die Ergebnisprognose. Der Umsatz wächst um 11 % auf 2,003 Mrd. €, das EBIT um 24 % auf 260 Mio. €. Die EBIT-Marge steigt von 11,6 auf rund 13 %. Der Schmierstoffhersteller hebt die EBIT-Erwartung für das Gesamtjahr auf 460 bis 480 Mio. € an. Die Umsatz- und Cashflow-Prognosen bleiben bestehen. Das Wachstum beschleunigte sich im zweiten Quartal und wurde von allen drei Weltregionen getragen.
Siemens Healthineers liefert beim Ergebnis mehr als beim Umsatz. Der Quartalsumsatz steigt vergleichbar um 2,8 % auf 5,76 Mrd. € und bleibt leicht unter den Erwartungen. Das bereinigte EBIT legt auf rund 1,1 Mrd. € zu, die Marge verbessert sich von 16,8 auf 19,1 %. Schwach bleibt das Diagnostikgeschäft. Der Konzern senkt deshalb die Prognose für das vergleichbare Umsatzwachstum von 4,5 bis 5,0 % auf 3,5 bis 4,0 %. Die EPS-Prognose steigt aufgrund von US-Zollrückerstattungen auf 2,35 bis 2,45 €. Das Schlimmste sollte aber für den Kurs überstanden sein.
Europa: Engie und NatWest heben die Ziele an
Unser Empfehlungswert Engie erhöht die Prognose für das EBIT außerhalb des Nukleargeschäfts von bisher 8,7 bis 9,7 Mrd. € auf 9,2 bis 10,2 Mrd. €. Die installierte Kapazität aus erneuerbaren Energien und Speichern erreicht 59,5 Gigawatt. Weitere 6,4 Gigawatt befinden sich im Bau.
Empfehlungswert NatWest erzielt im ersten Halbjahr einen zurechenbaren Gewinn von 3,0 Mrd. £. Die Eigenkapitalrendite erreicht 19,7 %, das Ergebnis je Aktie steigt um 23,3 % auf 38,1 Pence. Die Bank verbessert ihre Jahresprognose, zahlt eine Zwischendividende von 12 Pence und will bereits mit den Jahreszahlen 2026 über weitere Aktienrückkäufe entscheiden. Die Nettozinserträge steigen um 12,6 %, die Kostenquote sinkt von 48,8 auf 46,0 %.
Bei den Banken läuft es rund. Crédit Agricole übertrifft ebenfalls die Erwartungen. Der Umsatz steigt im zweiten Quartal um 7,7 % auf 7,36 Mrd. €. Wachstum liefern das Privatkundengeschäft, das Asset Management und das Investmentbanking. Auf Konzernebene wächst der zurechenbare Gewinn um 7,8 % auf 2,78 Mrd. €.
Japan
Die Bank of Japan lässt ihren Leitzins wie erwartet unverändert. Der Yen gibt einen Teil seiner starken Gewinne vom Donnerstag wieder ab. Zuvor hatten erneute Währungsinterventionen für die größte Yen-Aufwertung seit mehr als zwei Jahren gesorgt.
Ich wünsche ein schönes Wochenende
Ihr Volker Schulz
Redaktionsleiter Hans A. Bernecker Börsenbriefe
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Amazon vor den Quartalszahlen
• Termin: Zahlen zum zweiten Quartal heute nach US-Börsenschluss
• Umsatz: Erwartet werden 197,0 Mrd. Dollar, rund 18 % mehr als im Vorjahr
• Gewinn je Aktie: Konsens 1,83 Dollar
• Operatives Ergebnis: Erwartet werden 23,6 Mrd. Dollar
• Operative Marge: Prognostiziert sind 12 %
AWS im Mittelpunkt
• Erwarteter AWS-Umsatz: 40,6 Mrd. Dollar
• Währungsbereinigtes Wachstum: 31,3 %
• AWS liefert weiterhin den größten Teil des Amazon-Gewinns
• Wichtig ist, ob sich das Wachstum gegenüber den Vorquartalen weiter beschleunigt
• Vergleichsmaßstab sind die starken Cloudzahlen von Microsoft und Alphabet
KI-Geschäft
• Anleger achten auf Fortschritte bei der KI-Plattform Bedrock
• Im Fokus stehen Amazons eigene KI-Chips Trainium
• Bank of America erwartet einen wachsenden AWS-Auftragsbestand
• Allein der mit Anthropic verbundene Auftragsbestand könnte bei rund 100 Mrd. Dollar liegen
Investitionen
• Erwartete Investitionen 2026: rund 200,5 Mrd. Dollar
• Erwartete Investitionen im dritten Quartal: 52,5 Mrd. Dollar
• Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren, Server, Trainium-Chips und Cloudkapazitäten
Handelsgeschäft
• Online-Shops: erwarteter Umsatz 69,9 Mrd. Dollar
• Dienstleistungen für Drittanbieter: 46,2 Mrd. Dollar
• Werbeumsatz: 19,3 Mrd. Dollar
• Abonnements: 13,8 Mrd. Dollar
• Die Prime-Day-Ergebnisse gelten als wichtiger Indikator für die Konsumlaune in den USA
Ausblick drittes Quartal
• Erwarteter Umsatz: 203,9 Mrd. Dollar
• Erwartetes operatives Ergebnis: 25,1 Mrd. Dollar
• Das Umsatzwachstum dürfte sich gegenüber dem zweiten Quartal etwas abschwächen
Analystenbild
• 79 Kaufempfehlungen
• 4 Halteempfehlungen
• Keine Verkaufsempfehlung
• Durchschnittliches Kursziel: 314,84 Dollar
• Rechnerisches Kurspotenzial: rund 38 %
• Erwartete Kursreaktion nach den Zahlen: etwa 6,3 %
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Situational Awareness, der rund 20 Milliarden Dollar schwere Hedgefonds von Leopold Aschenbrenner, hat nach hohen gehebelten Verlusten im jüngsten Technologie-Abverkauf in kurzer Zeit einen großen Teil seines börsennotierten Aktienportfolios verkauft. Das Ganze war eine beschleunigte Bilanzbereinigung unter erheblichem Zeitdruck. Das hatte den Abverkauf der Neoclouds erheblich beschleunigt. Weiter wurde bekannt:
Situational Awareness hat nicht nur allgemein Teile seines Aktienportfolios verkauft, sondern einen großen Teil seiner insgesamt rund 16 Milliarden Dollar schweren börsennotierten Beteiligungen sehr schnell an Citadel übertragen. Damit ist nun auch der Käufer bekannt.
Citadel konnte die Positionen vermutlich mit einem Abschlag übernehmen. Auch Goldman Sachs und JPMorgan Chase waren in die Verkaufsverhandlungen eingebunden.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
Produkt-Informationen und Bezugsangebote finden Sie hier: Die Actien-Börse, Die Actien-Börse Institutionell oder Der Aktionärsbrief.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Hans A. Bernecker
Redakteur
Der Sektor schafft neue Allzeithochs mit sehr überzeugenden Zahlen, wie zuletzt bei BNP PARIBAS oder den spanischen Adressen. Fakt ist: Europas Bankenbilanzen sind top, überschüssiges Kapital wurde aufgebaut und die Profitabilität steigt weiter. Damit sind die Voraussetzungen für eine neue Konsolidierungsrunde gegeben. Die DT. BANK hat 37 mögliche Transaktionen im Euroraum modelliert. Attraktiv sind Übernahmen innerhalb eines Landes. Filialen, Verwaltung und IT-Systeme können einfach zusammengelegt werden. Es geht um Kosteneinsparungen von 40 % der Kostenbasis des Zielunternehmens bei nationalen Transaktionen und 20 % bei grenzüberschreitenden Deals.
Ein Spezialfall ist die NOVA LJUBLJANSKA BANKA aus Slowenien. NLB ist selbst mit der Übernahme von ADDIKO beschäftigt.
Dies ist ein Ausschnitt aus der neuen Actien-Börse. In der aktuellen Ausgabe analysiert Hans A. Bernecker, Deutschlands erfahrenster Börsenexperte, mit seinem Team die Marktlage und verrät Ihnen, wie Sie sich als Anleger am besten positionieren.
Den kompletten Brief erhalten Sie im Abo oder im Einzelbezug auf www.bernecker.info und über unsere Bernecker-App.
Weitere Themen der Actien-Börse Nr. 31 u. a.:
++ Dem DAX fehlt die Orientierung
++ Schafft SAP die Wende?
++ Das ist die spannendste DAX-Wette bis 2027
++ RHEINMETALL: Korrektur final absolviert?
++ STEYR MOTORS vor Übernahme?
++ Konservative Kombi-Wette auf Gold und Silber
Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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Volker Schulz
Redaktionsleiter
Microsoft meldet das stärkste Cloud-Wachstum seit 2022 und soll neue Rechenzentrums-Mietverträge über mehr als 130 Mrd. Dollar abgeschlossen haben.
Schneider Electric hebt wegen der hohen Nachfrage aus dem Rechenzentrumssektor die Prognose an.
Samsung steigert den Gewinn im Chipgeschäft sogar um das 250-Fache.
Meta enttäuscht mit schwächeren Ergebnissen und liefert Investoren noch keine überzeugende Antwort, wann sich die hohen KI-Ausgaben auszahlen.
Der Hedgefonds Situational Awareness gerät nach dem Ausverkauf bei KI-Aktien unter Druck.
Caterpillar fällt nach einer Warnung vor nachlassenden Rechenzentrumsinvestitionen seitens Baird deutlich.
Der Ausbau der KI-Infrastruktur geht dennoch weiter. NextEra und Brookfield planen einen Rechenzentrumskomplex für 100 Mrd. Dollar. Blackstones AirTrunk nimmt für einen Standort in Sydney einen Kredit über 4,3 Mrd. australische Dollar auf. Blue Owl sucht für das Rechenzentrumsgeschäft weitere 5,9 Mrd. Dollar Fremdkapital. Bloom Energy hebt nach einer Verdopplung der Gewinnerwartungen die Prognose an.
Im Finanzsektor setzt Lloyds auf KI und will innerhalb von vier Jahren Kosten von 2 Mrd. Pfund einsparen. Die London Stock Exchange erhöht nach einem Rekordhalbjahr und Fortschritten beim KI-Einsatz den Ausblick. Auch im Gesundheitssektor nimmt die Dynamik zu: GSK vereinbart eine KI-Partnerschaft mit einem britischen Biotech-Unternehmen zur Beschleunigung der frühen Medikamentenentwicklung.
Politisch und regulatorisch bleibt das Thema sensibel. US-Senatoren warnen Apple davor, Speicherchips chinesischer Anbieter einzusetzen. Berichte über fehlerhafte oder manipulative KI-Systeme zeigen zudem die wachsenden rechtlichen, sicherheitspolitischen und operativen Risiken.
Amazon legt als nächster Hyperscaler Zahlen vor. Im Fokus stehen erneut die Höhe der KI-Investitionen und deren Beitrag zu Umsatz und Gewinn.
Volker Schulz
Redaktionsleiter
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